• Johanngeorgenstadt

    August 31 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    Johanngeorgenstadt ist eine Bergstadt im sächsischen Erzgebirgskreis im Westerzgebirge, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik.
    Die Stadt nennt sich stolz „Stadt des Schwibbogens“.
    Der größte freistehende Schwibbogen der Welt (ca. 25 m breit, 14,5–15 m hoch).
    Die weltweit größte Weihnachtspyramide (über 25–26 m hoch).
    Wir fragten uns wie es wohl im Winter mit der Beleuchtung ausschaut.
    Gegründet wurde die Stadt 1654. Protestantische Glaubensflüchtlinge (Exulanten) aus dem benachbarten böhmischen Bergbauort Platten und Umgebung flohen vor der Gegenreformation und der katholischen Habsburger-Herrschaft. Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen genehmigte die Ansiedlung am Fastenberg und bestimmte, dass die neue Stadt seinen Namen tragen solle.
    Der Bergbau prägte die Stadt über Jahrhunderte. 1789 isolierte der Chemiker Martin Heinrich Klaproth erstmals das Element Uran aus Pechblende-Proben aus Johanngeorgenstadt.
    Nach 1945:
    Intensiver Uranabbau durch die sowjetisch-deutsche SDAG Wismut (für das sowjetische Atomprogramm).
    Die Einwohnerzahl explodierte zeitweise auf ca. 45.000 (1953).
    Der rücksichtslose Bergbau verursachte massive Bergschäden, sodass 1953–1960 fast die gesamte Altstadt abgerissen werden musste. Es entstand die Neustadt. Danach ging der Bergbau zurück, und die Bevölkerungszahl fiel dramatisch.
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