• Gespräch im Namibia Institute for Democracy

    October 17 in Namibia ☀️ 27 °C

    Das „House of Democracy“ ist Sitz der in Namibia sehr aktiven Hanns-Seidel-Stiftung und mehrerer namibischer NGOs. Wir besuchen dort eine langjährige Kooperationspartnerin unserer Akademie: Naita Hishoono ist eines der 500 Kinder, die im Zuge des Ost-West-Konflikts aus humanitären Gründen aus den Flüchtlingslagern der SWAPO in Angola in die DDR geholt wurden. Naita ging in der DDR zur Schule und machte dort auch Abitur, bevor sie 1990 wie die anderen namibischen Jugendlichen Deutschland wieder verlassen musste und nach Namibia zurückkehrte. Sie spricht fließend Deutsch und ist seit einigen Jahren Geschäftsführerin des Namibia Institute for Democracy (NID), die politische Bildungsarbeit für Demokratie und Menschenrechte leistet. Für uns ist Naita kurz vor dem Ende unserer Reise die perfekte Gesprächspartnerin, um alle unsere Fragen loszuwerden. Das Kernproblem von Namibia sei die Arbeitslosigkeit vor allem der Jugend, sagt Naita: „Unsere Bevölkerungspyramide ist ein Dreieck. Sehr viele junge Leute ohne gute wirtschaftliche Perspektiven. Bei Euch in Deutschland ist es umgekehrt - Euer Dreieck steht auf der Spitze. Wir haben zu viele Arbeitskräfte, Ihr zu wenige, vor allem in Pflege, Gesundheit und Gastronomie.“ Lege man die Dreiecke übereinander, entstehe ein Viereck, „und daraus könnte für uns alle eine runde Sache werden“, fährt sie fort. Sie ist Optimistin, aber gleichwohl ist ihr bewusst, wie gering nicht zuletzt angesichts der Erfolge der AfD die Chancen sind, dieses Potenzial zu verwirklichen.Read more