• Von Kanonen, Dolmen & Wollknäueln

    September 8, 2025 in Wales ☁️ 16 °C

    Heute war ein Tag voller Geschichte, Handwerk und Naturwunder in Pembrokeshire.

    Fishguard Fort:
    Mein erster Halt führte mich nach Fishguard Fort. Hier steht man zwischen alten Kanonen, mit Blick auf die Küste, und kann sich lebhaft vorstellen, wie am 22. Februar 1797 französische Truppen versucht haben, hier zu landen. Der Kanonendonner und die mutige Verteidigung machten diesem Abenteuer schnell ein Ende – es war die letzte Invasion Britanniens! Heute knallen hier keine Kanonen mehr, sondern nur noch die Wellen gegen die Felsen.

    Carreg Samson:
    Danach ging es weiter zu einem Zeitsprung von mehreren Jahrtausenden zurück – Carreg Samson. Dieser beeindruckende Dolmen stammt aus der Jungsteinzeit, rund 5000 Jahre alt! Mitten in der grünen Landschaft, im Hintergrund das tiefblaue Meer, wirkt die Megalith-Anlage fast wie ein Portal in eine andere Welt. Man fragt sich unweigerlich: Wie haben die Menschen damals diese tonnenschweren Steine bewegt – ohne Bagger, ohne Kran, nur mit purem Einfallsreichtum und Muskelkraft?

    Solva Wool Mill:
    Zum Abschluss landete ich wieder in der industriellen Welt, genauer gesagt in der Solva Wool Mill. Hier klappert es, rattert es, und das Wasser treibt noch immer das alte Mühlrad an. Zwischen Webstühlen, Wollspulen und dem Ticken der Stechuhr taucht man in eine Arbeitswelt ein, wie sie vor über 100 Jahren ausgesehen hat. Nur dass ich als Besucher zum Glück nicht ein- und ausstempeln musste. 😉

    Ein Tag, der von der Steinzeit über die industrielle Revolution bis ins 18. Jahrhundert geführt hat – alles in einem kleinen Radius in Wales.
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