• Auf den Spuren von Harry Potter

    September 10, 2025 in Scotland ⛅ 16 °C

    Edinburgh hat etwas Mystisches – eine Stadt, die zwischen Geschichte, Fantasie und Magie wandelt. Kein Wunder, dass J.K. Rowling genau hier große Teile von Harry Potter erschaffen hat. Auf meiner Tour mit Get Your Guide habe ich entdeckt, wie sehr die Stadt selbst zum geheimen Co-Autor der Bücher wurde.

    Mein Weg begann am Greyfriars Kirkyard, einem alten Friedhof, der direkt aus den Seiten eines Zaubererromans stammen könnte. Zwischen den verwitterten Grabsteinen fand Rowling Namen, die sie in die Zauberwelt hinüberrettete: Hier liegt ein Thomas Riddell, dessen Nachname nur einen winzigen Buchstabendreher entfernt von Tom Riddle ist – besser bekannt als Lord Voldemort. Ein paar Schritte weiter ruht ein William McGonagall, dessen Name wohl weniger durch seine Dichtkunst, sondern mehr durch seine Schrulligkeit zu Professor McGonagall inspirierte. Auch ein Elizabeth Moodie erinnert verdächtig an Mad-Eye Moody, und ein gewisser Potter schläft hier ebenfalls – Zufall oder magische Vorbestimmung?

    Gleich daneben erhebt sich die Edinburgh Law School – eine ehrwürdige Institution, deren imposante Mauern sofort Assoziationen mit Hogwarts’ strengem Regelwerk und akademischem Ernst wecken. Man spürt förmlich, wie sich Rowling hier inspirieren ließ, als sie ihre eigene Schule für Hexerei und Zauberei entwarf.

    Weiter ging es zum Grassmarket, dem alten Marktplatz, wo man heute Cafés und Geschäfte findet. Früher ein Ort voller Geschichten – von Märkten bis hin zu öffentlichen Hinrichtungen – heute ein pulsierender Treffpunkt, der ein bisschen so wirkt, als könnten sich Zauberer und Muggel hier zufällig über den Weg laufen.

    Der krönende Abschluss war die Victoria Street. Mit ihren bunten, verwinkelten Häusern und Geschäften ist sie das lebendige Vorbild für die Winkelgasse. Zwischen den Fassaden kann man sich mühelos vorstellen, wie Hermine auf der Suche nach Büchern in Flourish & Blotts verschwindet oder wie Harry zum ersten Mal den Zauberstab-Laden betritt.

    Doch die Tour war nicht nur zum Staunen – wir wurden selbst Teil der Magie! Gleich zu Beginn durfte jeder von uns eine Karte aus dem sprechenden Hut ziehen, um in ein Hogwarts-Haus einsortiert zu werden. Ab da hieß es: Punkte sammeln für das eigene Haus. Bei Quizfragen rund um Harry Potter wurde unser Wissen getestet – und oft auch unser Gedächtnis an kleine Film- und Buchdetails. Am Ende der Tour stand das Ergebnis fest: Gryffindor hatte mit stolzen 190 Punkten die Nase vorn. Ich selbst war als Ravenclaw unterwegs … und landete leider nur auf Platz drei. Offenbar ist es an der Zeit, die Filme nochmal aufzufrischen. 😉

    Am Ende der Tour hatte ich das Gefühl, dass Edinburgh selbst eine Art Zauberstab ist – man muss ihn nur richtig in die Hand nehmen, und schon erwacht eine ganze Welt voller Magie.
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