• 🌌 Lake Tekapo

    November 8, 2025 in New Zealand ☁️ 15 °C

    Eigentlich stand alles im Zeichen der Sterne. Für den Ankunftstag hatten wir das Dark Sky Project Stargazing geplant – einer der bekanntesten Orte der Welt, um den Nachthimmel zu beobachten. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung: dichter Himmel, keine Sterne weit und breit.
    Also entschieden wir uns spontan für die virtuelle Tour. Sie war informativ, keine Frage – wir haben gelernt, wie die Māori einst mithilfe der Sterne navigierten und wie sie so den Ozean überquerten. Trotzdem: das Preis-Leistungs-Verhältnis war eher mäßig, das Erlebnis ein bisschen steril.

    Am nächsten Morgen brachen wir zum Mt John Walkway auf. Der Weg führte anfangs steil bergauf zum Observatorium, wo wir uns mit einem Kaffee und Tee belohnten – mit grandiosem Blick über den türkisfarbenen Lake Tekapo. Danach ging’s einmal um den ganzen Berg herum und auf Seehöhe zurück zum Campingplatz – eine schöne, etwa dreieinhalbstündige Rundwanderung.
    Für mich war’s allerdings etwas anstrengender: Seit drei Tagen kämpfe ich mit einer Magen-Darm-Geschichte, und ausgerechnet dieser Trail hatte keine Toiletten … sagen wir, es war eine kleine Übung in Achtsamkeit und Körperbeherrschung.

    Am späten Nachmittag besuchten wir noch die kleine Church of the Good Shepherd, die malerisch direkt am Ufer steht – eine der meistfotografierten Kirchen Neuseelands. Danach ließen wir den Tag beim Inder ausklingen: Stephan gönnte sich ein Lamm-Tikka-Masala, ich blieb bei Basmatireis und Naan.

    Zum Abschluss schauten wir im Camper eine Folge Drag Me Out to Dinner – herrlich überdreht und unterhaltsam, wie sich Drag Queens gegenseitig zum perfekten Dinner herausfordern. Bianca del Rio war mein Favorit. Nach einer Folge reichte es dann aber auch – gegen neun fielen wir müde, aber zufrieden ins Bett.
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