Joined January 2019
  • Day200

    The San Blas Adventure

    July 26, 2019 in Panama ⋅ 🌧 27 °C

    Nach der anstrengenden Busfahrt nach Panama dachten wir uns, wir haben dafür einige Tage im Paradies verdient. Wie bereits erwähnt ist der Grenzübertritt nach Kolumbien nur per Flugzeug oder über Wasser möglich. Bei letzterem gibt es zwei realistische Möglichkeiten. Entweder per Segelboot oder per Speedboat. Beide überfahrten dauern um die 4 Tage, da dazwischen die üner 365 entdeckenswerten Inseln von San Blas liegen. Nach ausführlicher Recherche haben wir uns dann für das Speedboat entschieden. Dies, da man damit viel mehr Zeit auf den Inseln hat, viel mehr Inseln sieht und auch auf diesen übernachtet. Beim Segelboot hätten wir teilweise über 30 Stunden keinen festen Boden unter den Füssen gehabt. Ausserdem haben wir viele überzeugende Berichte über den Anbieter "San Blas Adventures" gelesen. Früh morgens wurden wir dann von einem 4x4 im Hostel abgeholt und fuhren nach Carti zu den Booten, bereit die paradiesischen Inseln zu entdecken. Das Paradies musste aber leider noch ein wenig warten. Heftiger Regen setzte noch vor der Abfahrt ein. Der Wetterbericht der nächsten Tage machte uns auch nicht wirklich Mut und wir befürchteten schon unsere Schlechtwetter-Erlebnisse in Australien würden sich wiederholen. Als der Regen dann nichtmehr so strak war verluden wir unsere Rucksäcke auf die beiden Boote (welche wir uns im Voraus grösser vorgestellt haben). Mit 2 Booten à je 12 Leute gings dann los und wir merkten schon bald, weshalb wir angewiesen wurden unsere Rucksäcke wasserdicht zu verpacken. Nach einer unruhigen 1.5 stündigen Bootsfahrt sind wir an unserem ersten Ziel angekommen. Trotz des noch verhangenen Himmels bot sich uns ein Anblick wie aus einem Film. Eine klitze kleine Insel mit einigen wenigen Palmen, in einer Minute zu Fuss locker umrundbar. Da fassten wir dann auch unser Schnorchelequipment und konnten die umliegende Wasserwelt erkunden, bevor uns von einem Einheimischen das Mittagessen serviert wurde. Die Einheimischen dieser Inseln sind die Kuna. Ihre Sprache heisst ebenfalls Kuna. Viele sprechen jedoch auch spanisch. Ihnen gehören sämtliche dieser Inseln und ein Teil des Festlands von Panama. Sie nennen die Gegend nicht San Blas sondern Kuna Yala. Seit 2011 ist dies auch der offizielle Begriff. "Yala" heisst dabei "Berg", da die Kuna ursprünglich aus den Bergen von Kolumbien stammen.
    Nach ein paar Stunden auf dieser Insel stiegen wir wieder in die Boote und fuhren zur nächsten Insel, wo wir auch übernachten sollten. Diese Insel hatte ungefähr die Grösse eines Fussballfeldes und war mit einem Klo (Aus Holz, mit Rohr direkt ins Meer) einer Dusche (Ein Fass mit Süsswasser und kleinen Eimern die man sich über den Kopf schütten konnte) und einem Schlaafsaal (Eine lötterige Holzhütte mit Hängematten) ausgestattet. Die Kunas holten einem für 2$ Kokosnüsse von den Palmen und zum Abendessen gab es eine riesige Platte mit frischem Hummer. Danach spielten wir noch ein paar Spiele, machten ein Lagerfeuer und gingen bei Dunkelheit in fluoreszierendem Plankton schwimmen. In der Nacht zog eine Gewitterfront über die Insel und das Dach des Unterschlupfes offenbarte einige Löcher. Spätestens da war allen klar, weshalb es "San Blas Adventure" hiess. Am nächsten Morgen ging es dann nach einem kleinen Frühstück um 8Uhr mit den Booten auf die nächste Insel. Die angekündigte 2.5 stündige Überfahrt dauerte nur gut 1 Stunde, da das Meer sehr ruhig war und sich die Wolken verzogen haben. Bei strahlend blauem Himmel erreichten wir unsere dritte Insel, auf welcher wir bis am nächsten Tag blieben. Wiederum eine traumhafte Insel mit vielen Palmen auf grünem Untergrund, weissen Stränden und türkisblauem Wasser. Ein Ort zum Geniessen und Entspannen. Beim Mittagessen sind dann plötzlich alle an den Strand geeilt - einige Meter vom Strand entfernt schwamm ein Delfin vorbei. Der erste, den wir auf unserer Reise bisher gesehen haben. Trauminsel, türkisblaues Wasser und Delfine. Irgendwie fast schon kitschig.
    Nach einer weiteren regnerischen Nacht und dementsprechend unruhigem Schlaf in den Hängematten (diesmal hats mich erwischt und das Dach hette genau über meinem Kopf eine undichge Stelle) gings dann am Morgen wieder um 8 Uhr weiter auf die 5te Insel. Die Bootsfahrt dahin dauerte über 3 Stunden bei starkem Wellengang. Trotzdem war es interessant zu beobachten, wie sich die Flora der Inseln langsam veränderte. Hatte es zu Beginn noch ausschliesslich Palmen auf den Inseln, gesellten sich immer mehr und mehr Blumen und Büsche dazu. Nach einigen Stunden in glasklarem Wasser Baden und ein paar Runden Volleyball mit den Kunas gingen wir dann weiter auf die letzte Insel. Ein Kuna Dorf. Hierfür brachten uns die Kunas Kanus auf die Insel mit welchen wir je zu zweit auf die einige hundert Meter entfernte Insel paddeln konnten. Während einige dies ziemlich souverän schafften, hatten Flurina und ich ein kleines bisschen mehr Mühe... aber nach 2x kentern sind wir dann auch angekommen😅 Im Dorf machten wir zuert einen kleinen Rundgang und einige Kinder haben einen traditionellen Tanz für uns aufgeführt. Àpropos Kinder: Davon hatte es auf dieser Insel reichlich. Rund 2/3 der Bewohner sind Kinder. Beim Rundgang stellte sich nald die Frage wer hier wen beobachtet. Anschliessend gab es noch das letzte Abendessen (Oktopus) auf der Insel bevor unser Guide einen "Kuna-talk" organisierte, wo uns einiges über die Inseln und über ihre Kultur beigebracht wurde und wir Fragen stellen konnten. Einige Erkenntnisse daraus:
    -Eine Insel zählt dann als Insel, wenn eine Palme darauf steht. Ohne die Palmen würden viele Inseln irgendwann im Meer verschwinden. Die Wurzeln halten alles zusammen.
    -Die Inseln können nicht gekauft werden. Der einzige Weg wäre, eine/n Kuna zu heiraten. Hierfür müsste zuerst die Familie und dann noch das ganze Dorf einwilligen. Um die Familie zu überzeugen, muss der Mann einige Rituale absolvieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass er in seinem Kanu zum Festland paddelt und in einer gewissen Zeit möglichst viel Holz sammelt und zurückbringt. Je mehr, desto eher bekommt er die Erlaubnis.
    -Die Kunas haben einen sehr starken Bezug zu ihren Hängematten. Von der Geburt zur Hochzeit bis zur Beerdigung - irgendwie ist immer eine Hängematte involviert. Für die traditionelle Hochzeit gibt es beispielsweise kein Datum. An irgendeinem Tag wird die Braut und der Bräutigam einfach gepackt, zusammen in eine Hängematte gesteckt und mit Wasser übergossen. Dieses Ritual markiert den Beginn der Ehe.
    -Nach der Eheschliessung zieht der Mann im Haus der Frau ein und lebt da mit ihr und ihren Eltern. Die Frauen übernehmen Haushalt und Erziehung, die Männer gehen arbeiten nach wie fischen und Kokosnüsse sammeln. Hierfür stehen sie am Morgen früh auf, sodass sie bis zum Mittag ihre Arbeit erledigt haben und den Rest des Tages geniessen können. Jeder Fisch und jede Kokosnuss die der Mann nachhause bringt, geht in den Besitz der Schwiegermutter über, welche die Verteilung übernimmt.
    -Die Kuna leben in einer Komune. Das Oberhaupt dieser Kommue wird Saila genannt. Wenn es Probleme oder Unstimmigkeiten gibt oder jemand einen Rat braucht, wird dieser konsultiert. Er/Sie antwortet dann meist in Form von alten Liedern und Geschichten.
    -Einige junge Kunas gehen aufs Festland nach Panama City zum studieren oder dergleichen. Danach ziehts aber ein Grossteil von ihnen wieder in die Heimat. Zurück zum Leben auf den Inseln.
    -Unser Guide macht diese Touren nun schon seit über einem Jahr. Eine seiner Feststellungen: Auch auf San Blas hält allmählich der Fortschritt einzug. Er beobachtete beispielsweise wie mittlerweile ein paar Kinder ein Smartphone haben und anfangen ihre Haare zu stylen und modische Kleider anziehen. Eine bedenkliche Entwicklung.
    -Der Tourismus ist nur eine nebensächliche Einnahmequelle. Die Haupteinnahmen machen sie mit dem Handel von Kokosnüssen. Diese sind ihre Währung.
    -Zum Abschluss eine Anekdote von unserem Guide: Auf einer Insel traf er einen Kuna mit einem Shirt mit der Aufschrift "No Stress". Der Kuna sprach kein Englisch und fragte ihn, was dies überhaupt heisse. Als unser Guide es ihm zu übersetzen versuchte, verstand dieser nicht was er meine. Es stellte sich heraus, auf Kuna gibt es kein Wort für "Stress".

    Am nächsten Morgen stand dann auch schon die letzte Bootsfahrt an. Der Grenzübertritt nach Koumbien. Das ganze dauerte aber einiges länger als angedacht. Auf hoher See und bei starkem Wellengang fiel bei unserem Boot einer der beiden Motoren aus. Nach einigen gescheiterten Reparaturversuchen mussten einige ins zweite Boot umsteigen und es ging mit einem Motor weiter. An der panamaischen Grenze durchsuchte das Militär dann genaustens unser Gepäck bevor wir den Austrittsstempel in unseren Pass bekamen und nach einigen Stunden weiterfuhren nach Kolumbien. Da gabs zuerst noch einen kurzen Zwichenstopp mit Mittagessen in Sapzurro, einen Bootswechsel (das ursprüngliche aus Panama durfte nicht weiterfahren) und dann erreichten wir auch schon Capurgana und somit das Ende dieses Trips. Am Abend trafen wir uns alle nochmal auf ein gemeinsames Abendessen, um auf dieses gelungene und unvergessliche Abenteuer anzustossen.
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  • Day198

    Mit dem Bus nach Panama City

    July 24, 2019 in Panama ⋅ ⛅ 29 °C

    Während unseres Aufenthalts in Nicaragua beobachteten wir die Entwicklung der Flugpreise für einen Flug nachhause. Obwohl dieser noch 1.5 Monate entfernt sein sollte, stiegen die Preise schon jetzt bedenklich an. Deshalb entschieden wir uns, einen Flug für den 21. August ab Kolumbien zu buchen (mit Ankunft am 23.) und uns anschliessend zu überlegen, wie wir überhaubt da runter kommen. Fliegen wollten wir wenn möglich vermeiden. Als wir noch im Hostel arbeiteten, erfuhren wir in Gesprächen mit Gästen von den verschiedenen Möglichkeiten. Als Knackpunkt stellte sich der Teil zwichen Panama und Kolumbien dar. Obwohl aneinandergrenzend, kann die Strecke nicht in einem Fahrzeug zurückgelegt werden. Die Natur verunmöglicht bis heute den Bau einer Strasse aufgrund von hohen Bergen, Sümpfen und undurchdringbarem Regenwald.
    Als einzig übriggebliebene Variante entschieden wir uns also, diese Strecke per Boot zurückzulegen und buchten zwei freie Plätze beim Anbieter San Blas Adventures mit Start in Panama City.
    Von Nicaragua bis Panama City sind es über 1100 km. Dies entspricht einer Fahrt von Basel nach Budapest respektive von Basel nach Amsterdam mit Zwischenstopp in Paris. Da sich unsere Wahrnehmung von Distanzen durchs Reisen ein wenig verschoben hat (und ich die erwähnten vergleichbaren Distanzen erst jetzt für diesen Footprint und nicht schon damals herausgesucht habe) entschieden wir uns für eine Busfahrt. Hätte der Bus die Stecke ohne Unterbruch zurückgelegt, hätte es ca. 16 Stunden gedauert. Machbar. Da wir jedoch zweimal umsteigen mussten, unser Gepäck über zwei Landesgrenzen tragen mussten und der Bus immer mal wieder Pausen machte, dauerte die gesamte Reise dann über 24 Stunden. Besonders der Grenzübergang von Costa Rica nach Panama war dabei sehr kräftezerrend, da wir über 4 Stunden mit Warten und Anstehen verbrachten. Das einzige Highlight dieser beschwerlichen Reise waren wohl die 20 Sekunden in welchen wir den Panamakanal überquerten (Bild). Übermüdet sind wir dann in Panama City angekommen und hatten noch zwei Nächte und einen ganzen Tag Zeit, um uns vor der anstehenden Bootsfahrt zu erholen und noch einige Besorgungen zu erledigen. Nebst neuen FlipFlops für Flurina (malwieder) und einer Sonnenbrille für mich (malwieder) lag unser Hauptaugenmerk auf dem Versand eines Packets in die Schweiz. In unseren Rucksäcken hat sich mittlerweile wieder einiges Angesammelt, was das Gewicht nicht unerheblich erhöhte. Dies wollten wir eigentlich schon in den USA (zu teuer), in Mexiko (vergessen), Costa Rica (zu teuer) und Nicaragua (zu unsicher) erledigen. Nun schien der Zeitpunkt endlich gekommen. Nachdem wir per Uber das Postamt erreichten, wollten sie unser Packet jedoch nicht entgegennehmen, da sie in 30 Minuten (um 15 Uhr) schliessen würden... Sie verwiesen uns auf eine andere Poststelle, welche noch geöffnet sein sollte und gaben uns immerhin einen leeren Karton mit. Mit dem Taxi beim zweiten Postamt angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass auch dieses gechlossen war aufgrund einer Kakarlakenplage... da danach alle anderen Poststellen schon geschlossen waren, blieb uns nichts anderes übrig als im Hostel wieder alles in unseren Rucksäcken zu verstauen. Immerhin hatten wir dadurch eine kleine Stadtrundfahrt und konnten feststellen, dass sich die Erfahrungen anderer Reisenden bestätigten und sich ein längerer Aufenthalt in Panama City nicht gelohnt hätte. Am Abend gingen wir dann relativ früh schlafen, da wir um 5 Uhr bereitstehen mussten für unsere Weiterreise nach Kolumbien.
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  • Day180

    Volunteering in Nicaragua

    July 6, 2019 in Nicaragua ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem unsere Kontostände in den letzten 7 Monaten kontinuierlich abnahmen, beschlossen wir diesen Prozess ein wenig zu verlangsamen, um dafür unsere Reisedauer ein bisschen zu verlängern. Das Angebot: 5 Tage die Woche je 5 Stunden Arbeiten und dafür ein Bett sowie Frühstück und Abendessen bekommen. Damit würden wir zwischen 10-20 Franken pro Tag einsparen + die Ausgaben welche wir ansonsten fürs umherreisen und andere Aktivitäten ausgegeben hätten. Ausserdem wollten wir herausfinden, ob wir überhaupt noch wissen wie "Arbeiten" geht;) - ziemlich schnell haben wir dann feststellen müssen, dass wir dies durchaus noch können und unsere schweizer Arbeitsmoral der nicaraguanischen nicht unterschiedlicher sein könnte. Aufgrund unserer in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen in Hostels, der (bei uns beiden möglicherweise auf einer gewissen Faulheit begründeten) Motivation zur Effizienzsteigerung und der objektiven Beurteilung des erst 6 Monate alten Hostels, sprudelten bei uns die Ideen mit Verbesserungsvorschlägen. Diese wurden bei unserer Einstellung auch explizit erwünscht. Leider mussten wir dann jedoch bald fetstellen, dass der Weg von der Idee bis zur Umsetzung in Nicaragua ein sehr langsamer sein kann. Flurina stellte beispielsweise fest, dass an der Rezeption wie auch an der Bar eine Liste mit den zu erledigenden Aufgaben sehr hilfreich wäre, da immerwieder neue Volunteers kamen und teilweise nicht klar war, wer wann welche Aufgaben zu erledigen hatte. Dadurch kam es unter anderem vor, dass von Gästen bezogene Leistungen nicht verrechnet wurden. Die Listen waren dann von uns auch bald erstellt worden, wurden aber bis zum Tag unserer Abreise nicht ausgedruckt...
    Da es im Hostel ausserdem fast keine Gäste hatte (dieser Umstand wurde zwar gegen Ende besser, da wir ihnen klarmachten, sie müssten die Zimmerpreise umgehend anpassen um beispielsweise für ein Bett im 4er Zimmer nicht gleich viel zuverlangen wie für eines im 8er Zimmer) hatten wir oft schon nach 30 Minuten alle Arbeiten erledigt und die Langweilie setzte ein.
    Ausserdem wurden wir immerwieder für Kleinigkeiten wie das versäumte Leeren eines Abfalleimers ausführlich kritisiert und hatten durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten kaum Zeit etwas zusammen ausserhalb des Hostels zu unternehmen. Das lokere nicaraguanische Temprament mag zwar in der Freizeit durchaus unterhaltend sein, ist für uns im Arbeitsumfeld jedoch eher unpassend. Da auch nach 1.5 Wochen keine Besserung eintrat, entschieden wir uns das Arbeitsverhältnis zu beenden und wieder weiter zu ziehen -Arbeiten können wir ja dann auch zuhause wieder.
    Sehr weit weg zog es uns jedoch nicht, da wir von San Juan del Sur noch nicht allzu viel gesehen haben. Deshalb quartierten wir uns in einem anderen Hostel (wieder in unserer gewohnten Rolle als Gäste) ein und verbrachten noch eine Woche mit Ausflügen zum Strand, ins Nachtleben und zur grössten Jesus Statue in Zentralamerika bevor wir unsere beschwerliche Reise nach Panama antraten. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.
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  • Day176

    Ein Abstecher nach Costa Rica

    July 2, 2019 in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Wie bereits erwähnt hatten wir Anfang Juli in Nicaragua zu sein, um dort unsere Freiwilligenarbeit in einem Hostel anzutreten. Um von Mexiko rechtzeitig nach Nicaragua zu kommen und trotzdem möglichst viel Zeit in Mexiko zu haben, entschieden wir uns für einen Flug. Da es günstiger war nach Costa Rica und dann mit dem Bus hoch zu fahren als direkt nach Nicaragua, entschieden wir uns für diese Option. Die Idee war direkt am nächsten Tag hoch zu fahren ohne Costa Rica gross zu besichtigen. Als wir dann in der Hauptstadt San Jose landeten, stellten wir jedoch fest, dass es da doch noch einige interessannte Aktivitäten geben würde. Somit haben wir unseren Stellenantritt kurzerhand um 2 Tage nach hinten verschoben und uns eine Route ausgedacht. Diese führte uns aus der Hauptstadt mit dem Bus nach Monteverde. Ein hübsches kleines und windiges Bergdorf mit viiel grün. Die Landschaft erinnerte uns von der Fruchtbarkeit her stark an Sri Lanka. Aufgrund jnserer bechränkten aufenthaltsdauer entschieden wir uns am Tag nach der Ankunft gleich für zwei Touren. Die erste startete am Morgen und bestand aus einer Wanderung über den Urwald. Jap über. Nicht weit von Monteverde wurden mehrere Hängebrücken über das Blätterdach des Waldes gespannt was einen seh ungewohnten Einblick ins Dickicht gewährte. Am Nachmittag nahmen wir dann an einer Kaffee-Kakau-Zuckerrohr Führung auf einer Plantage teil. Dabei haben wir sehr viel interessantes über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung dieser drei Pflanzen gelernt. So viel, dass wir das meiste wieder vergessen haben. Gelohnt hat es sich aber definitiv trotzdem.
    Auf unserer Reise hatten wir bisher eine Vielzahl an unterschiedlichen Transportmöglichkeiten benutzt. Eines fehlte jedoch noch. Das Pferd. Deshalb entschieden wir uns am nächsten Tag damit weiter zu Reisen nach La Fortuna. Frühmorgens ging es los. Zuerst einige Stunden im Minibus durch die Landschaft bis wir die bereitstehenden Pferde erreichten. Unsere Gruppe umfasste Total 10 Leute und zwei Guides. Die Pferde waren in einwandfreiem zustand und sich die Strecke offenbar gewohnt. Am liebsten liefen sie in einer Einerkolonne, wobei mein fauler Gaul sich gerne am Ende aufhielt und Flurinas Pferd vorne weg wollte. Mit viel Effort, guetem Zureden ("Vamos, Canario!") und Sporen geben (ohne Sporen) gelang es mir immer wieder im Trab zu ihr vorzustossen, sobald ich die Spitze jedoch erreicht hatte, lies es sich wieder gemächlich zurückfallen. Mit Pause sind wir insgesammt 2 Stunden durch die wunderschöne Natur und über einige kleinere Flüsse geritten (vorwiegend im ersten Gang, teilweise aber auch Trab und selten Galopp), bevor wir einen See erreicht haben. Nach diesem schönen Erlebnis viel besonders Flurina der Abschied von ihrem Pferd schwer (dessen Namen habe ich jetzt vergessen aber spielt auch keine Rolle. Mein Canario war eh viel cooler) Von da aus ging es dann mit dem Boot weiter zum Minibus auf der anderen Seite, welcher uns nach La Fortuna brachte. Wiederum ein kleines Dorf am Fusse eines Vulkans, dessen spitze sich in den Wolken versteckte. Viel unternommen haben wir da aber nichtmehr, da uns am nächsten Morgen um 6 ein Shuttle abholte, um uns nach Nicaragua zu bringen. So kam es dann auch. Mit 2x umsteigen und einem verwirrenden Grenzübertritt dazwischen ("da lang", "bezahlen", "mir nach", "andere seite", "da warten", "da bezahlen", "hier nochmals bezahlen", "wieder zurück", "jetzt da lang" etc.) kamen wir dann in Nicaragua an unserem neuen Arbeitsort in San Juan del Sur an.
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  • Day157

    Mexiko

    June 13, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 19 °C

    In Los Angeles sind die verschiedensten Kulturen von überal auf der Welt vertreten. Doch die mexikanische sticht dabei besonders hervor. Im Alltag ist sie allgegenwärtig. Einerseits aufgrund der vielen Immigranten und Gastarbeiter, andererseits durch Strassennamen, Radiosender, dem kulinarischen Angebot und vielem mehr. Dadurch haben wir schonmal einen ersten Vorgeschmack bekommen, was uns in Mexiko erwarten würde. Mit dem Flugzeug gings von San Francisco mitten hinein ins Geschehen. Mexiko City. Nachdem der Anflug auf LA schon sehr beeindruckebd war mit den unzäligen Häusern die man überfliegt, war Mexiko City nochmal ein anderes Kaliber. Gefühlt endlos dauerte der Anflug über die Stadt mit ihren Vororten und Slums, welche sich bis zum Horizont erstreckten. Dabei näherte sich das Flugzeug den Häusern immer mehr und mehr bis dann aus dem Nichts im letzten Moment der Flughafen erschien. Spätestens da war uns definitiv klar, das wir in den geplanten 3 Tagen wohl nicht die ganze Stadt erkunden werden - oder zumindest mir. Flurina hat offensichtlich ihre anfängliche Flugangst definitiv überwunden und sowohl den Start als auch die Landung ganz entspannt im Tiefschlaf verbracht. Danach ging es direkt per Uber ins Hostel. Die Reiseanstrengungen gingen leider nicht ganz spurlos an mir vorbei. Nachdem ich zuvor noch das Gefühl hatte, meine hartnäckige Grippe endlich ausgestanden zu haben, kam am Abend das Fieber wieder zurück. Die Bettruhe musste jedoch noch ein wenig warten, denn zumindest versuchen etwas zu essen sollte ich ja schon. Also machten wir uns auf die suche und fanden in der Nähe eine Beiz. Die Stimmung war ausgelassen. Einige Männer feierten irgendsowas wie einen Vatertag. Ein eigens dafür angefertigtes Shirt wurde alsbald auch mir zugeworfen und nachdem wir gegessen hatten wurden wir noch auf Tequilla eingeladen. Ich habe mich zwar ganz und garnicht danach gefühlt aber man kann ja schlecht nein sagen und ich dachte mir vieleicht hilft es ja auch. Hat es leider nicht und am nächsten Tag fühlte ich mich eher noch schlechter... also wohl doch besser Bettruhe.
    Dementsprechend sind wir den folgenden Tag etwas ruhiger angegangen. Der angedachte Ausflug mit der Hochseilbahn über die Slums liesen wir sowieso ausfallen, da uns der einheimische Rezeptionist eindringlichst davon abgeraten hat. Er würde diesen Teil der Stadt selbst auch meiden und war erst ein Mal dort. Im Hostel haben wir dann noch drei Schweizerinnen kennengelernt, die schon mehrere Monate in Mexiko unterwegs waren und uns einige Tipps (und mir irgendwelche homöopathischen Medikamenge) gegeben haben. Sie erklärten uns unter anderem die Kuriosität, weshalb es so viele unfertige Häuser hat. In Mexiko ist es so, dass laut Gesetz die Eigentümer eines Gebäudes erst dann Steuern bezahlen müssen, wenn es fertiggebaut ist. Dies führt nun dazu, dass bei vielen Bauten das obere Stockwerk nur mit herausragenden Armierungseisen angedeuten wird, der untere Teil jedoch teils schon über Jahre bewohnt ist.
    Ausserdem hatten wir per Skype ein (ungewohntes) Vorstellungsgespräch! Eine gemeinsame Kollegin aus FMS-zeiten berichtete uns von einem Hostel in Nicaragua, in welchem wir als Volunteers arbeiten könnten. Kost und Logis inbegriffen. Also haben wir da angerufen. Die erste Frage ob wir irgendwelche Erfahrung mitbringen würden, mussten wir beide verneinen. Die nächste Frage war dann, wann wir anfangen wollen. Easy:) Wir gaben an, in 3 Wochen da sein zu können.
    Am nächsten Tag packten wir dann bereits wieder unsere 7 sachen und machten uns auf zum Flughafen, von wo wir am späten Nachmittag weiterflogen an die Ostküste nach Cancun. Der Ruf als Partystadt eilt Cancun voraus. Dass es so sehr touristisch werden würde, hätten wir jedoch nicht gedacht. Bei der Anfahrt ins Stadtzentrum fuhren wir reihenweise an Hotelkomplexen vorbei, welche um die schönsten und besten Plätze zu kämpfen schienen. Daher entschieden wir uns für eine baldige Weiterreise richtung Süden. Nach einigen Tacos und zwei Übernachtungen gings dann mit dem ADO Bus nach Tulum. Eine nur etwas kleinere Stadt als Cancun, vom Massentourismus bisher jedoch noch einigermassen verschont. Mit unserer Hostelwahl waren wir da mal wieder vollkommen zufrieden. So zufrieden, dass aus einer gebuchten Nacht zwei wurden, dann drei, vier, eine fünfte, und noch eine sechste. Den Ausschlag dafür gab unter anderem die gute Gesellschaft, das hervorragende Frühstück und teilweise auch das verschlafen des Checkouts um 11 Uhr morgens. Die Tage verbrachten wir mit Ausflügen zu einer alten Maya-Stadt, an eine wunderschöne Lagune, eine Cenote und in Restaurants. Fortbewegungsmittel waren meist unsere Füsse oder sogenannte Collectivos (Eine Art Gemeinschaftstaxi). Es gab aber auch ausnahmen wie zum Beispiel als wir die Cenote Corazon per Taxi besuchten. Als wir zurück ins Hostel wollten, ist dieses (obwohl so vereinbart) nicht wieder aufgetaucht. Flurina (ganz die Speditörin) organisierte uns dann kurzerhand einen Kühltransporter, in welchem wir hinten drin im dunkeln mitfahren konnten. Was wir in der Zrit in Tulum nicht gemacht haben, war ein Ausflug an den Strand. Dies, da uns im Hostel alle davon abgeraten haben. Er sei voll mit Seegras. Nachdem wir diesen dann vom Maja Tempel aus auch selber sahen, wurde uns schmerzlich das Ausmass bewusst. Dass Seegras nach einer Weile abstirbt und an den Strand gespühlt wird, ist normal. In letzter Zeit wächst es jedoch so stark, dass nicht nur einzelne Pflanzen am Strand liegen, sondern der ganze Strand über Kilometer und mehrere Meter ins Meer in einem Berg von verrottenden Pflanzenresten versinkt. Der Ursprung dieser vor ein paar Jahren begonnenen Umweltkatastrophe ist noch nicht eindeutig bekannt. Als Hauptgrund werden oft die höheren Wassertemperaturen angegeben. Sehr bedenklich.
    Trotzdem haben wir Tulum als sympathische mexikanische Stadt sehr genossen bevor wir dann ein Auto mieteten um auch das Landesinnere noch zu erkunden. Nur einige Autostunden von Tulum entfernt liegt der grösste und wohl bekannteste Mayatempel. Chichen Itza. Um vor den Touristenbussen dort zu sein, buchten wir ein Zimmer in einem nahegelegenen Hotel, sodass wir am nächsten Morgen früh da sein konnten. Der Plan ging auf und wir konnten in den erten Stunden die Tempelanlage fast ungestört erkunden. Erstaunlich, was die Menschen damals ohne Maschinen gebaut haben. Noch vor der Mittagssonne waren wir dann wieder zurück im Hotel, um uns im Pool vor ihr zu verstecken. Da sich die Sonne halt Zeit lässt, taten wir das auch und machten uns erst gegen Abend auf nach Valladolid. Ein mexikanisches Städtchen, wie man es sich vorstellt. Besonders gut hat uns da ein kleines Restaurant gefallen. Geführt von einer herzlichen Italiänerin und mit den besten Ravioli und Salaten welche wir seit langem hatten.
    Nicht weit von Valladolid gab es dann nochmals eine Cenote. Die Cenote San Lorenzo Oxman (Falls ihrs vorher nicht schon gegoogelt habt, dass sind grosse Wasserlöcher, welche sich über die Jahre in das weiche Kalkgestein gefressen haben und nun angeblich über die gesamte Yucatan Halbinsel unterirdisch ein Höhlensystem bilden.) Dort verbrachten wir den nächsten Morgen und frühen Nachmittag. Danach wollten wir noch nach Punta Allen. Ein Nationalpark südlich von Tulum wo unter anderem Bootstouren gebucht werden können um Delfine und Schildkröten zu besichtigen. Der Weg dahin führt über eine laaange Schotterpiste. Es wird stark empfohlen einen 4x4 zu verwenden mit genügend Abstand zum Boden. Ob unser VW Polo dies auch hinkriegt? (Nun war uns auch klar warum bei der vollkasko Versicherung alles dabei war ausser Schäden am Unterboden) Es gab nur einen Weg dies herauszufinden.. uund wir haben es geschafft. War zwar schon fast dunkel als wir ankamen und die unzähligen Schlaglöcher habrn uns gehörig durchgeschüttelt. Übernachtet haben wir da dann in einem löchrigen und überteuerten Zelt ohne Strom und Licht, obwohl es eigentlich als "luxus blabla" bezeichnet wurde. Direkt am Strand, welchen man wegen dem Seegras zwar riechen, jedoch nicht betreten konnte... Am nächsten Morgen wollten wir dann die Tour unternehmen. Als wir bereitstanden, wurde uns jedoch mittgeteilt, dass die Tour erst ab 6 Personen durchgeführt wird (oder wir bezahlen auch die leeren Plätze). Nach 4 Stunden Warten und keinem Touristen weit und breit fing es dann auch noch an zu regenen. Aus Angst, den Rückweg nicht zu schaffen wenn die Schotterpise auch noch überflutet wird, sind wir dann unerledigter Dinge wieder zurück nach Tulum - Ein Abstecher der sich so leider nicht gelohnt hat.
    In Tulum gaben wir dann unser unversehrtes (!) Auto wieder zurück und fuhren mit Bus und Fähre richtung Norden nach Cozumel. Da wir langsam genug vom Seegras hatten und in der ganzen Zeit in Mexiko deshalb noch nicht im Meer waren, liesen wir uns sagen, dass die Inseln davon nicht betroffen sind. Und ausserdem konnten wir da wiedermal tauchen. Dies war insofern für uns ein spezielles Erlebnis, da wir mit der Strömung getaucht sind. D.h. wir sprangen an einer Stelle vom Boot, tauchten hinab, liesen uns treiben, tauchten wieder auf und das Boot holte uns wieder ab. Sehr gemütlich. Da wir danach noch ein paar Tage übrig hatten, gings noch auf die Isla Mujeres in der Nähe von Cancun. Eine sehr idyllische, schmale aber langgezogene Insel mit schönem Sandstrand. Da konnten wir uns nochmals erholen und die mexikanische Küche geniessen, bevor wir den Mexiko Teil unserer Reise beendeten und weiterflogen nach Costa Rica.
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  • Day121

    Neuseeland

    May 8, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    -Was wir gemacht haben-
    20 Tage Neuseeland stand als nächstes auf dem Programm. 20 Tage für ein Land welches beinahe 7x so gross ist wie die Schweiz aber nur gut halb so viele Einwohner hat (Dafür haben sie über 20x mehr Schafe als wir Kühe😅). Da es mit dem Camper in Australien teilweise relativ schwierig war neue Leute kennenzulernen, entschieden wir uns diesmal für ein anderes Fortbewegungsmittel und haben ein Ticket für einen Hop-on Hop-off Bus gebucht. Der Startpunkt war Auckland im Norden, das Ziel Queenstown im Süden. Distanz: c.a. 1700km

    -Die Idee dahinter-
    Da wir ungefähr wussten wo wir hin wollten, jedoch nicht einschätzen konnten, wie lange wir an den jeweiligen Orten bleiben möchten, erschien uns der Hop-on Hop-off Bus als die optimale Lösung. Das Konzept: Eine vorgegebene Route mit (in unserem Fall) 12 Etappen. Der Bus fährt jeden Tag eine Etappe von einem Ort zum nächsten. Mit dem Ticket kann man entscheiden, ob man an diesem Ort bleiben, oder am nächsten Tag sofort weiterfahren möchte. Dies sollte einem die Flexibilität geben, sein eigenes Tempo anzuschlagen und je nach dem ob einem ein Ort gefällt oder wie das Wetter gerade so ist, ein wenig länger oder weniger lange da zu verweilen. Klingt gut. Kam leider anders.

    -Wies herausgekommen ist-
    Die Busfirma Kiwi Experience wurde wohl ein Opfer seines Erfolges. Die Busse waren alle ausgebucht. Das heisst, wenn man an einem Ort länger hätte bleiben wollen, hätte man meist mindestens gleich 5 Tage warten müssen, bis wieder ein Bus mit freien Plätzen kam. Somit waren alle Gäste mehr oder weniger gezwungen, ohne "Hop-off" die ganze Route am Stück zu fahren (und da sich niemand traute, an einem Ort länger zu bleiben, gabs natürlich noch weniger frei werdende Plätze was die ganze Problematik noch verstärkte). Somit war das mit der Flexibilität vorbei und das ganze erinnerte mehr an eine Tour. Ein weiteres Problem: Wenn man mal an einem schönen Ort ankam, wars meist bereits ca 16 Uhr - 2 Stunden vor Sonnenuntergang. Und am nächsten Tag gings dann um 9 Uhr wieder weiter. Die einzelnen Orte zu erkunden war somit meist nicht ohne Stress respektive mit Tageslicht möglich. Schade.
    In unserem Fall kam noch dazu, dass unser Ticket von Anfang an falsch ausgestellt wurde. Bei der Buchung gaben wir an, am 8ten am Abend in Auckland zu Landen. Unsere erste Busfahrt wurde darauf jedoch für den 8ten am Morgen eingeplant. Geht irgendwie nicht ganz auf... Einige Emails und Telefonate später bekamen wir dann die Bestätigung, dass es für uns am 10ten los gehen würde. Als wir an diesem Tag dann beim Bus waren, kams jedoch anders... Wir seien noch auf der Warteliste, da niemand abgesprungen sei. Ugh. Nach bisschen Diskutieren und einem spontanen Besuch in der Zentrale wurde dann immerhin ein personalisierter Plan für uns ausgearbeitet, wie wir ohne Zeitverlust und Zusatzkosten nach Wellington (Die Hauptstadt am Südlichen Ende der Nordinsel) kommen würden mit einem anderen Busunternehmen. Dabei liessen wir zwar 3 geplante Stopps aus, hatten jedoch mehr Zeit in Rotoruga und Wellington, was uns wegen der erwähnten Kurzaufenthaltsproblematik sogar noch entgegen kam. Umständlich war es trotzdem. Ab da ging es dann mit dem ursprünglichen Bus, welcher am 10ten losfuhr, weiter. Die Busfahrerin hatte uns da jedoch bereits auf dem Kicker, da wir uns halt nicht einfach so abfertigen liesen. Die nicht vorhandenen Sympathien beruhten zwar auf Gegenseitigkeit und die folgenden Sticheleien kamen wohl ein wenig von beiden Seiten, unser Gesamterlebnis mit Kiwi Experence verbesserte es aber definitiv nicht.

    -Was wir daraus gelernt haben-
    Egal welches Land und welche Kultur, überal gibt es Menschen, mit welchen man sich ausgezeichnet versteht, sofort einen Draht zueinander hat und Freundschaften entwickelt - und dann gibts halt so Busfahrerinnen namens Amanda🤷‍♂️😂
    Das Hop-on Hop-off System können wir leider nicht weiterempfehlen. Wenns geklappt hätte, wärs sicher ein Erlebnis und eine unkomplizierte Art der Fortbewegung gewesen. So würden wir das nächste mal jedoch lieber ein Auto mieten, um auf eigene Faust von Unterkunft zu Unterkunft zu fahren oder sogar per Anhalter reisen, was gemäss anderen Reisenden in Neuseeland problemlos möglich sei.

    -Was sonst noch so war-
    Kälte und Regen. Naja, das hätten wir wohl erwarten können, da unsere Reisezeit in den Spätherbst gefallen ist. Trotzdem war es eine härtere Umstellug als erwartet nach so vielen Monaten Sommer und Sonnenschein. Ausserdem haben wir wohl vergessen wie man sich bei kalten Temperaturen anzieht und wir so: "Uii sieht kalt aus, lass uns die Regenjacken anziehen... hmm... immernoch kalt"😅

    -Was trotzdem gut war-
    So, jetzt aber genug des Negativen und des Gemeckers. Neuseeland hatte natürlich definitiv auch seine schönen Seiten! Die Landschaft war immerwieder umwerfend. Teilweise erinnerte es uns ein wenig an die Schweiz. Dann wars aber auf einmal wieder komplett anders, ungewohnt und erstaunlich, was die Natur für merkwürdige Dinge macht. Solch eine Vielfalt haben wir noch selten gesehen und wir wurden regelmässig ins Staunen versetzt. Und das will was heissen wenn man bedenkt, dass der Spätherbst (unserer Meinung nach) die wohl ungemütlichste und trostloseste Jahreszeit ist so irgendwo zwischen allem Schönen. Einige unserer Highlights und Erlebnisse:
    -Hobbiton. Das gut erhaltene Filmset aus den Herr der Ringe und Hobbit Filmen auf der Nordinsel gab einem das Gefühl in Mittelerde zu sein. Trotz einigen Touristen ein tolles Erlebnis.
    -Glowwormcaves. In der Nähe von Hobbiton hatten wir die Möglichkeit ein Höhlensystem zu erkunden. Zu Fuss und in einem kleinen Boot. Bei totaler Finsternis waren überal Glühwürmer zu sehen, was für eine ganz spezielle, fast schon magische, Stimmung sorgte.
    -Schwefelsee und heimeliges Hostel in Rotoruga. Nach Auckland ging es für uns direkt nach Rotoruga. Ein kleines Dorf an einem Schwefelsee. Aufgrund des Wetters haben wir auf einen Ausflug zu diesem See verzichtet, olfaktorisch war er aber omnipräsent. Bei der Ankunft dachten wir jemand hat wohl ein paar Ostereier irgendwo nicht gefunden... Im Hostel liessen wir uns dann aber von der Hostelmama erklären das läge am ebendiesem See den man in der ganzen Umgebung riecht... Sie war allgemein sehr auskunftfreudig und bestätigte uns unter anderem auch die Schattenseiten von Neuseeland, welche wir schon von ein paar Jugendlichen in Auckland erfahren haben: Besonders in den Städten gäbe es eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, zu tiefe Löhne, viele Drogensüchtige und dementsprechend viele Junge die nach Australien auswandern würden. Unser Aufenthalt da wurde ausserdem durch einen komischen Ausschlag getrübt, den wir plötzlich beide am ganzen Körper hatten. Rote Punkte von Kopf bis Fuss. Nach +/- einer Woche verschwand er zwar wieder aber der Ursprung ist uns immernoch nicht ganz klar. Am wahrscheinlichsten kam er jedoch von einem Waschmittel welches wir benutzten und irgendwas drin hatte was wir uns nicht gewohnt waren oder von einem Virus. Wer weis. (Ich weis, das waren jetzt nochmals zwei negative Punkte... sollten jetzt aber eigentlich wirklich alle gewesen sein)
    -Wellington. In der Hauptstadt hatten wir 2 Tage Aufenthalt und die haben uns sehr gut gefallen. Hätten gerne auch noch mehr sein können, da es dort wirklich viel zu sehen und unternehmen gibt. Bei uns hat sich schlussendlich irgendwie alles aufs Spielen konzentriert. Im Hostel angekommen wurden wir darüber informiert, es würde eine Quiznight im dazugehörigen Pup stattfinden. Voll motoviert haben wir uns natürlich dafür eingeschrieben. Es würde auch einen Preis für das Gewinnerteam geben. Was dieser Preis war, haben wir leider nie herausgefunden. Bei weitem nicht. Letzter Platz🙈😅 - Dabeisein ist ja bekanntlich alles. Als Ausrede möchten wir hier trotzdem gerne anfügen, dass sich die anderen Teams aus meist 6 bis 10 Personen zusammensetzten und dass sich viele Fragen um Neuseeland drehten. Nur so zum sagen.
    Trotz der Niederlage ging unsere Spielelust nicht verloren und wir fanden uns am nächstem Tag in der Bibliothek wieder, wo ein virtual reality Event stattfand - Verschiedene VR Brillen standen zur Auswahl welche man testen und damit in eine virtualle Realität abtauchen konnte. Nach diesem zukunftsträchtigen Ausflug gings dann ganz oldschool weiter - wir entdeckten eine kleine Bar mit ca 200 Brettspielen, welche gegen ein kleines Endgeld der Kundschaft zur Verfügung standen. Ein super Konzept, welchrs es unseres Wissens nach bei uns leider (nur begrenzt) so gibt.
    -Ab Queenstown gings dann mit Kiwi planmässig im Eiltempo weiter von Ortschaft zu Ortschaft. Unterwegs stoppte der Bus immermal wieder bei Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten wie Wasserfällen, Seen, heissen Quellen usw. Besonders gefallen haben uns sogenannte Blowholes auf der Südinsel. (Siehe erstes Video)
    -Queenstown. Ein mittelgrosses Dorf umringt von Bergen. Gab irgendwie ein heimeliges Gefühl und war die Endstation unserer Neuseelandreise. Zeit hatten wir da noch 5 Tage. Genutzt haben wir diese mit gutem Essen, 1-2 Bartouren, Billard, und dem Besuch in einer Eisbar. Auf eine beliebte Aktivität, man nennen es "wandern" haben wir verzichtet. Ein Ausflug in die Berge lag aber trotzdem noch drin. Da kann man nämlich auch einfach mal gemütlich in einem Stuhl die Umgebung bestaunen🙃👎 (Siehe anderes Video)
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  • Day94

    Australien

    April 11, 2019 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    So, neuer Kontinent, neues Format. Wie bereits erwähnt, haben wir uns in Australien einen Jucy Camper gemietet, um die Ostküste herunter zu fahren. Von Cairns im Norden bis Sydney im Süden. Dieses Verkehrsmittel brachte uns ungewohnte Freiheiten, sodass wir unsere Reiseroute nichtmehr wirklich im Voraus planen mussten (oder noch weniger als bisher;)) sondern täglich entscheiden konnten, was wir wollen, respektive wonach uns gerade der Sinn steht. Daher (und möglicherweise ein wenig aus Bequemlichkeit) auch die Gliederung dieses Berichts von Tag zu Tag.

    Eckdaten:
    Route - Cairns nach Sydney, ca. 2'600km
    Zeit - 27 Tage
    Camper - Jucy Camper, Toyota Hiace mit Popup-Zelt auf dem Dach, Tisch mit Sitzbank im Innenraum, 2te Matraze im Innenraum für auf den ausklappbaren Tisch, mobiles WC (nie gebraucht), Küche mit Kühlschrank, Gasgrill und Spühlbecken im Kofferraum, Verbrauch: 10l Diesel

    11. April - Ankunft in Cairns; Hostel nähe Campervermietung bezogen; 2 Seitenstrassen weiter Burger essen; erstaunt sein über die breiten Strassen, die wenigen Menschen, die Ordnung, die breiten Trottoirs (so breit wie in Asien die Strassen); endlich mal wieder Wasser vom Wasserhahn trinken(!), Schlafen.
    12. Camper abholen; einkaufen; erstaunt sein im Laden über die aus der Schweiz gewohnte und in Asien vermisste grosse Auswahl an frischem, vertrautem Gemüse und sonstigen Lebensmitteln, ernüchterung jedoch bei den Preisen und beim vakuumierten Mozzarella; Aufbruch nach Palm Groove, Luxuscamping bezüglich Preisen und Gästen (Dauergäste?!, grosse Selfcontainercamper), stinkender Abwassertank säubern, selber kochen; Hoffnung auf baldige Ankunft von Flus Fahrausweisen...
    13. Weiter Richtung Norden nach Port Douglas; gratis Baden im Luxus Spa (Geheimtipp der Rezeptionistin vom Campingplatz); weiter ins Landesinnere; gratis Campingplatz bei Mount Molly; Austausch mit zwei Camperinnen über die Besten Camping Apps, Tauchgelegenheiten und weiteren Erfahrungen; wieder selber Kochen
    14. Ausschlafen; Abwaschen; weiterfahrt nach Mareeba; Einkaufen; Buchen eines zweitägigen Tauchtripps zum Great Barrier Reef von Cairns aus, Gratis camping bei Kriegsgedenkstätte neben Friedhof.
    15. Fahrt in den Granit Gorge Nature Park wo es freilebende Wallabys (ähnlich wie Kangaroos aber kleiner) zum streicheln und füttern gab; Zurück nach Cairns, super hilfreicher und freundlicher Host in der Stadt gefunden, wieder zwei camper kennengelernt mit wertvollen tipps wie z.b. dass Geschwindigkeitsübertretungen von nur 1km/h schon sehr teuer sind; nochmals selber kochen um das Gemüse aufzubrauchen da unser Kühlschrank ohne fahren nur 12h Batterie hat.
    16. Tauchtrip Tag 1 - früh aufstehen, Camper beim Hafen parkieren, Boot suchen und finden (Segelboot Rum Runner, ca 25 Meter, ca 16 Kajütenbetten, zustand: sehr erfahren), zuteilung der Betten und Tauchausrüstung, abfahrt richtung GBR; Bis am Abend 3 Tauchgänge unternommen + unseren ersten Nachttauchgang im Dunkeln. Besonderes: Schlechte Ausrüstung, besonders bei mir... Mehrere Flossen gingen kaputt, Flasche musste ausgetauscht werden, CBD auch, Brille ist beschlagen, Schnorchel verloren. Aber alles gut gegangen:) Die Crew war hilfsbereit, der Kapitän, ein grummliger Charaktermensch, war wie man sich einen Kapitän halt so vorstellt. Das Essen war sehr gut und genug, das aufbereitete Wasser zumindest gewohnungsbedürftig. Nach dem letzten Tauchgang waren wir k.o. und gingen bald schlafen. Alles in allem war der Tag dann doch straff durchgeplant und wirklich anstrengend. Auf jeden Fall wurde uns da spätestens klar, dass Tauchen eine richtige Sportart ist.
    17. Tauchtrip. Tag 2 unseres Tauchausflugs startete dann auch wieder sportlich früh um 6 Uhr. Aufstehen, frühstücken, Location wechseln und um halb 8 den 5ten Tauchgang begonnen. Danach gabs noch einen letzten Ortwechsel, wo wir dann auch den spannendsten und letzten Tauchgang durchführten. Auf dem 6ten Tauchgang begegneten wir einem gut 2 m langen black tip reef shark und einer schüchternen Roche. Wieder zurück auf dem Boot gings bei starkem Wellengang zurück an die Küste. Im Allgemeinen war dieser Tauchtripp eine sehr gelungene Erfahrung. Anscheinend werden wir nichtmehr als Anfänger gesehen. Oftmals "warfen" sie uns quasi ins Wasser und zeigten uns wos gut sein soll. Am Anfang war das ein wenig überfordernd, da die Orientierung unter Wasser eine Geschichte für sich ist. Trotzdem haben wir dies auch gemeistert und das Boot noch immer gefunden. An Land gings zurück zum Camper und weiter nach Innisfail. Gratis camping auf einem Rastplatz.
    18. Am Strand bei Innisfail sollte es Cassowarys geben (wir wussten auch nicht was das ist. Musst du googeln). Mit Glück sollte man sie finden. Wir hatten Glück und konnten einen über mehrere Minuten Beobachten wie er dem Strassenrand entlang trottete. Er schien genau so interessiert an uns wie wir an ihm, wobei wir nicht wussten wie gefährlich er war wenn er dann zu nah zum Auto kam. Anschliessend weiterfahrt nach Townsville und einen Ausflug nach Magnetic island buchen.
    19. Ausflug nach Magnetic island. Mit der Fähre 30minuten fahrt auf eine Insel auf der es viel zu entdecken geben sollte und immer schön sein sollte. Naja, von dem 320 Sonnentagen haben wie wohl einen der restlichen 45 erwischt. Die Restaurants waren fast alle geschlossen wegen einem Feiertag und die Wanderung zu einer 2. Weltkrieg Festung zwar schön da wir einen freilebenden Quala in den Bäumen entdeckten, aber jetzt auch nicht unbedingt das Fährticket wert. Wir waren froh haben wir nicht zwei Tage gebucht und flüchteten am Abend wieder früher als geplant zurück aufs Festland.
    20. Immerhin der Quala vom Vortag hat uns auf den Geschmack nach mehr Tierwelt gebracht. Auf der Insel hatte es einen Zoo mit überteuerten Touristenpreisen und schlechten Bewertungen. Daher entschieden wir uns für das Billabong sanctuary. Eine Auffangstation für alle möglichen australischen Tiere, südlich von Townsville. Auch dieses Ticket war realtiv teuer und entsprechend lange verweilten wir bei den meist sehr fremden Tieren. Kängurus hüpften um die Touristen herum, die Qualas sind irgendwann auch aus dem Tiefschalf erwacht, wir sahen einige der giftigsten Schlangen der Welt, alle möglichen Krokodile, Vögel, mal freundliche Dingos, Emus, unzälige Schildkröten, ein Baby-Pademelon (musst du auch googeln), ein schwangeres Possum und viele weitere Tiere. Viele der Tiere landeten durch Unfälle oder Siedlungsprojekte in der Auffangstation und werden von den Betreuern gepflegt und aufgezogen. Nach diesem schönen Erlebnis fuhren wir weiter nach Airlie Beach. Spätes einchecken in einem super Campingplatz (Rezeption war eigentlich schon geschlossen). Eher für Familien aber mit hervorragender Infrastruktur (waschmaschine, beste Dusche, grosse Küche etc.), sehr hilfsbereitem Personal und angenehmem Ambiente.
    21. Einkaufen, Ausflug nach whitehaven buchen mit Hilfe des Personals, 2 Tage verlängern auf dem Campingplatz
    22. Pause
    23. Ausflug mit einem wunderschönen Segelboot nach Whithaven beach inklusive Schnorcheln. Der Strand war der wohl bisher schönste den wir sehen durften und trotz den vielen Touristen einen Ausflug wert. Leider hat es fast die ganze Zeit geregnet was besonders die Bootsfahrt eher anstrengend machte.
    24. Fahrt nach Rockhampton, 10h, fast kein Benzin mehr gehabt irgendwo im Nirgendwo. Auf den letzten Metern eine Tankstelle gefunden die nirgends eingezeichnet war. Phu.
    25. ANZAC day in Rockhampton verpassen (wir dachten das ist durch den Tag, fing aber um die gleiche Zeit an wie bei uns der Morgenstreich), weiterfahrt nach Bundaberg, "gratis" camping.
    26. Geweckt werden um 6 Uhr morgens vom Ranger. Offensichtlich sind wir doch nicht Self contained was für diesen Platz voraussetzung gewesen wäre😅 (trotz Abwaschbecken und Klo, für Selfcontained brauchts anscheinend auch eine Dusche). Der Busse von über 250.- konnten wir glücklicherweise trotzdem entgehen. Daher gings dann früh morgens weiter nach Noosa auf einen kostenpflichtigen Campingplatz.
    27. Endlich mal wieder Sonne, sachen trocknen, Einkaufen, Sachen wieder feucht wegen der Luftfeuchtigkeit am Abend, Ausflug nach Fraser Island buchen
    28. Ausflug nach Fraser Island. Die grösste Sandinsel der Welt. Beeindruckte durch den ewig langen Sandstrand, dem angespühlten Schiffswrack, dem türkisfarbenen, basischen Süsswassersee, der Vegetation inklusive Regenwalt trotz ausschliesslich Sandboden. Die Insel ist entstanden durch Sand, welcher über Jahre eine Sandbank gebildet hat und Vögel, welche dann Samen vom Festland brachten. Sehr beeindruckend wie die Natur da einen Weg gefunden hat.
    Am Abend gings dann schonwieder zurück und wir fuhren weiter nach Sunshine coast.
    28+. Doch nicht sunshine coast da regen, direkt nach Brisbane, wiederholt ein schlechter dürüm (wir geben auf), schwierige hostelsuche, trotzdem gutes gefunden, gratis upgrade in 2er zimmer da offensichtlich müde, direkt schlafen.
    29. Eine Nacht verlängern, Wäsche waschen, selfies bearbeiten, Mikrowellenfras aus Sri Lanka essen (hatten wir noch im Rucksack^^).
    30. Checkout um 10uhr, Haare schneiden, Shopping in Outlet, übernachtung an Autobahn zwischen Byron bay und Sunshinecoast da dem Wetter immer noch nicht zu trauen war und wir flexibel sein wollten.
    1. Mai. Früh aufstehen da Autolärm, fast kein Benzin, abgelegene Tankstelle in kleinem Dörfchen, wieder richtung Süden zu Goldcoast, Stände abchecken, Sonne geniessen, bei Aufbruch von Strand mal wieder Regen, einchecken in hostel mit tennisplatz und "super" BBQ deal (eine Wurst und Brot😅)
    2. Ankunft Byron Bay, Sonne und Wolken geniessen, checkin im lovearts hippiecamping
    3. Tag im hippiecamping am Abend nach The Channon. Ein sehr ländlicher und einfacher Campingplatz , bewirtet von einem alten Ehepaar, welches nebenbei noch eine kleine Farm betreibt. Sehr schönes Ambiente und im Garten konnte man immermal wieder Koalas entdecken.
    4. Regen, am Abend nach Nimbin as Mardi Gras Festival, wieder zurück nach The Channon
    5. Wieder mal Sonne; Zurück nach Byron Bay, "surfen", fahrt richtung Sydney, Übernachten bei Golfplatz Bulahdelah weit nach Einbruch der Dunkelheit und bei Regen.
    6. Aufwachen mit ca 20 Kangoroos auf dem Golfplatz gleich neben dem Auto. Schöne Überraschung:) Weiterfahrt nach Sydney, Ankunft wieder erst bei Nacht, Mit dem Camper ins Autokino (fantastisch! Warum gibts das bei uns nur nicht!?), Wildcampen mitten in der Stadt
    7. Camper abgeben (Insgesammt waren es nun fast 3'800 Kilometer!), in Hostel, Packen, Waschen, an den berühmten Bondi Beach, mit Uber und einem super Fahrer rechtzeitig zum weltbekannten Opernhaus bei Sonnenuntergang. Nur davor zu stehen fanden wir dann aber irgendwie nur so halb zufriedenstellend. Dank last-minute und freundlicher Verkäuferin konnten wir relativ günstige Tickets für das Ballett "Giselle" im Opernhaus ergattern. Ein wunderbares, beeindruckendes Erlebnis und ein würdiger Abschluss für unsere Australienreise
    8. Flug nach Neuseeland

    Pro/Contra Australien
    P: super nette und hilfsbereite Leute
    C: harte Strafen
    P: Gratis Camping
    C: Oft nur selfcontained
    P: viele (unbekannte) Tiere
    C: Truthähne
    P: Riesig Gross
    C: Riesig Gross
    P: Trottoirs
    C: nur 110 auf Autobahn, viele Baustellen
    P: Wasser ab Wasserhahnen
    C: Teurer Mozzarella
    P: schöne Strände
    C: schlechtes Wetter
    P: Viele Aktivitäten
    C: Teure Aktivitäten
    P: Günstiges Internet
    C: Schlechtes Netz
    P: Alles sicher, organisiert und sauber
    C: Alkohol seehr teuer
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  • Day86

    Mt Batour und Gili Islands

    April 3, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 21 °C

    Erholt, zufrieden und dank Buda mit einem guten Plan haben wir in Lemukih also unseren Roller wieder beladen und sind am späteren Nachmittag in Richtung des zweit grössten Vulkans der Insel, dem Mount Batur aufgebrochen. Aufgrund einiger Zwischenstopps, eines tierischen Zwischenfalls und plötzlich einsetzendem Regen sind wir jedoch nur langsam vorangekommen und haben unser Ziel, ein Hostel am Fusse des Vulkans, erst nach Einbruch der Dunkelheit erreicht. Während dieser ersten Nachtfahrt hat sich dann auch gezeigt, dass der Scheinwerfer des Rollers nicht optimal eingestellt war und lieber die Bäume und den Himmel anleuchtete als die Strasse vor uns. Daher musste Flurina zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Navigatorin noch Ersatzscheinwerfer spielen und mit der Taschenlampe die Strasse vor uns ausleuchten. Als wir dann mit Verspätung in dem von Buda empfohlenen Hostel ankamen, hatten wir schon besorgte Nachrichten von ihm auf unseren Handys ob wir auch gut angekommen sind. (Wir mussten Ihm bei der Abfahrt versprechen, uns bei ihm zu melden wenn wir angekommen sind.) Noch kurz etwas Essen und ab ins Bett. Denn nach einer kurzen Nacht hiess es mal wieder früh aufstehen. Um 4 Uhr trafen wir unseren Guide und eine Mitstreiterin auf einen Tee, bevor wir uns zusammen aufmachten den Vulkan zu erklimmen. Der frühe Aufbruch hatte 2 Gründe. Erstens die angenehmen Temperaturen, zweitens das Ziel den Berg in 2 Stunden zu besteigen um den Sonnenaufgang geniessen zu können. Von unserem Startpunkt aus gab es zwei Routen nach oben. Eine längere, einfachere Route und eine kürzere, anspruchsvollere. Wir entschieden uns natürlich für die Zweite. Mit Taschenlampen, gutem Schuhwerk und mit einigen Schweisstropfen war diese dann auch machbar und wir haben es ohne grosse Kletteraktionen rechtzeitig nach Oben geschafft. Anstrengend war es natürlich schon aber es hat sich definitiv gelohnt. Der Sonnenaufgang war einer der schönsten den wir je beobachten durften und die fantastische Aussicht reichte weit über Bali hinaus bis Lombok im Osten, Nusa Penida im Süden und Java im Westen. Auch das nächste Ziel unserer Reise, die Gili Inseln, konnten wir so schon mal aus weiter Ferne erspähen.
    Besonders Flurina hat sich dann aber bald nichmehr gross für die Aussicht interessiert, als sie bemerkte, dass es Affen hat, welchen sie ihre Aufmerksamkeit schenken kann. Wenn sie das gewusst hätte, hätte sie die Bananen vom Frühstück wohl aufgespart. Auch spannend zu beobachten und spüren war der Dampf und die Wärme, welche sich an manchen Stellen durch die Steine drückte. Nach dem Absteg gabs noch einen kurzen Powernap, eine Dusche und nochmals Frühstück, bevor es weiterging nach Amed an die Ostküste der Insel. Auch dort wurden wir bereits von einem Freund von Buda erwartet, welcher uns ein schmuckes Zimmer vermietete und uns die Tickets für die Fähre nach Gili besorgte, wo wir unsere letzten Tage in Indonesien und Asien nochmals dem entspannten Inselleben widmen wollten. Wir entschieden uns für individuelle Erkundungen dieser Inseln und bezogen auf Gili Trawangan unterschiedliche Hostels. Als wir uns in Chiang Mai das letzte mal aufteilten, hatte Flurina das bessere Hostel erwischt als ich. Diesmal war das nicht so. Überhaupt nicht. Ein Beispiel: Bei der Ankunft mussten wir beide wäsche waschen. Beide gaben sie an unseren jeweiligen Rezeptionen ab. Ich hatte meine nach 4h komplett und gut duftend wieder. Flurina... naja, eher 40h später... inklusive vergessen, verlieren, verwechseln, selber in die Wäscherei gehen, nochmals warten und am Ende die Wäsche (minus 2-3 Kleidungsstücke) ohne entschuldigung oder dergleichen wiederbekommen. Und dies ist nur eines von vielen erschreckenden Beispielen, welche dieses Hostel für Flurina zum mit Abstand schlechtesten der bisherigen Reise machte.
    Abgeshen davon waren die Gilis eigentlich ein sehr schöner Ort. Wir verbrachten beide unsere Tage damit Fahrradtouren um die Insel zu unternehmen (ca 2 Stunden bei gemütlichem Tempo und Pausen), mit Riesenschildkröten zu schnorcheln und an einem der zahlreichen Strände die Seele baumeln zu lassen. Flurina hat dann noch einen Tauchgang gemacht, wo sie einen White Tip Reef Shark gesehen hat (Neid!). Nach 5 Tagen trafen wir uns dann wieder und fuhren gemeinsam weiter auf die kleinste der drei Gili Inseln, Gili Air. Interessanterweise haben wir in den Tagen auf Gili Trawangan genau gleich viel Geld ausgegeben, obwohl ich keinen Tauchgang gemacht habe. Das Geld hat sich wohl irgendwie im Nachtleben von Gili Trawangan auf wundersame Weise verflüchtigt😅
    Auf Gili Air haben wir dann festgestellt, dass es eigentlich die fast noch schönere Insel gewesen wäre. Da unser Flug nach Australien schon bald bevorstand, hatte wir da jedoch nur eine Nacht eingeplant. Am nächsten Morgen gings daher mit der Fähre wieder zurück nach Amed, wo wir unseren Roller parkiert hatten und dann direkt der Ostküste entlang zurück nach Kuta fuhren. Als wir wieder im Hostel ankamen, wo wir den Roller mieteten und die ersten Nächte auf Bali verbrachten, fühlte sich das fast ein bisschen wie nachhausekommen an.
    Am nächsten Morgen hatten wir dann unseren Flug nach Singapur, wo wir ein paar Stunden Aufenthalt hatten, bevor es weiterging nach Australien. Zunächst dachte ich mir, wir könnten die Zeit nutzen und noch kurz die Stadt anschauen gehen. Der Flughafen hat sich dann aber als so gross und vielfältig herausgestellt, dass die Zeit wie im Flug (höhö) verging. Über Grünflächen, Restaurants, einem Gameraum bis zu Läden und einem 7eleven (we miss you) hatte er alles zu bieten und uns wohl einen guten Eindruck vermittelt wie Singapur selbst so ungefähr gewesen wäre, einfach ohne den Stress mit Zug und Bus umherzureisen. Am späten Abend traten wir dann unseren Nachtflug nach Australien an und beenderen somit den Asien Teil unserer Weltreise. Weiter gehts von Cairns nach Sydney im Camper aber dazu mehr im nächsten Footprint:)
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  • Day84

    Buda

    April 1, 2019 in Indonesia ⋅ 🌧 26 °C

    Auch wenn Ubud sehr hübsch ist, ist es doch sehr touristisch. Da wir uns aber das "wahre und ursprüngliche" Bali ansehen wollten, sind wir ins Landesinnere weitergereist. Zu Beginn mit Sonnenschein und wunderbar gepflegter Landschaft sind wir dann immer weiter hochgefahren ins Hochland von Bali. Da wurde es dann auch ziemlich kalt für unsere bisherigen Gewohnheiten. Unglücklicherweise hat genau da der Regen auch nicht lange auf sich warten lassen. Ein vermutlich wunderschöner Weg wurde uns somit durch Nebel und Regengüsse etwas vertrübt...
    Nach ca 2-3 Stunden Fahrt sind wir dann an unserem Ziel auch fast schon vorbei geschossen.
    Irgendwo im Nirgendwo haben wir unsere nächste Unterkunft gesucht. Nachdem wir bereits dachten, wir müssen nun im Schweinestall schlafen, sahen wir duch das Dikicht dann noch unsere eigentliche Unterkunft, wo wir scheinbar auch schon sehnlichst erwartet wurden.
    Ein freundlich lachender Balinese hat uns herzlichst empfangen mit frisch aufgebrühtem Tee und einer Schale einheimischer Früchte. Unsere Unterkunft war ein hübsches kleines Häuschen mit relativ geräumigem Zimmer inkl. Himmelbett und einem separatem Bad und kleinem Vorplatz, welcher einen wunderschönen Ausblick auf die kleine Reisterrasse wie auch den umliegenden Wäldern gewährte. Ein wirklich bezaubender Ort.
    Ohne uns zu fragen, hat Buda dann auch ein wunderschönes Blütenbad einlaufen lassen. Während draussen das Gruselwetter herrschte, konnten wir nacheinander ein wunderbares warmes Bad mit toller Aussicht geniessen.
    Nach einem guten Balinesischem Abendessen gings dann auch zügig ins Bett, da am nächsten Tag eine Tour durch die Region auf uns wartete.
    Um halb neun, nach mastigem (Reis-?)Frühstück (seltsame Kuchen und in Bananenblätter eingewickelte Süssspeisen und wieder ein/zwei speziellen Früchten), gings dann los. Nach einer kurzen Strecke mit dem Roller, während die Wege immer holpriger und schmaler wurden, gings dann zu Fuss weiter durch wunderschöne Reisterrassen. Weit und breit kein anderer Touri in sicht und auch sonst traffen wir nur wenig Menschen. Buda hat allerdings alle, die wir getroffen hatten, sehr freundlich gegrüsst. Begründet hat er dies auch einige Male. Er hat uns erklärt, dass hier in seiner Region grundsätzlich alle als eine grosse Familie amgesehen werden. Sie alle leben zusammen unter dem selben Motto: "Tat twam asi"! Gemeint: You are as I am. Dein Glück ist mein Glück.
    Ein wunderschönes Motto, wie uns scheint und hier scheint es zumindest oberflächlich sehr gut zu funktionieren. Die Menschen wirken glücklich und zufrieden. Ein Reisbauer hilft dem nächsten. Was insgesammt bedeutet, dass alle immer an einem Reisfeld arbeiten, und somit der Kreislauf des dauernd wachsenden Nahrungsmittel zusammen aufrecht erhalten wird.
    Nach unserer kurzen Wanderung durch die Reisfelder sind wir dann bei einer kleinen Station angelangt, wo uns von einem "Cousin" Budas frische Kokosnüsse von der Palme runtergeholt wurden. So frisches Kokoswasser durften wir bishin noch nicht schlürfen! Dazu gabs frittierte Bananen mit Palmsirup! Herrlich!
    Nach dem Snack gings auch schon weiter über ein kleines holppriges Brückchen zur besten natürlichen Wasserrutsche. Schnell war uns klsr, wieso die so speziell toll war. Unter uns zwei zusammengebundebe Reifen setzten wir uns in den Bach auf die Steine und konnten meterweit runterrutschen inklusive kleinem Wirlpoolstopp in der Mitte! Es war grossartig! Verwirbelt und zerzaust haben wir uns jeweils wieder aus dem letzten Becken gekämpft. Dennoch konnten wir kaum aufhören!
    Bibnernd haben wirs dann doch mal aufgegeben und sind in unseren Badesachen weiter durch den Jungle zum nächsten Spot: Wasserfallspringen. Glücklicherweise war der nur einige Meter hoch. 😅 Dass es besser und grösser geht haben wir nicht lange darauf auch noch erfahren dürfen. Nach einer kurzen Wanderung durch den Jungel gings dann eine ewig lange Treppe hinunter zu den riesigen 3 Wasserfällen Sekumpul, Grombong und Fiji. Dabei hat es dann auch mal angefangen zu regnen. Uns hat das wenig beeindruckt da wir durch die wuchtigen Wasserfälle sowieso schon tropfnass waren. Mit der Zeit wurde es dann doch etwas frisch, was auch der lange Aufstieg all die Treppen wieder hoch nicht wirklich beheben mochte. Bei weiterem starken Regeneinbruch waren wir dann aber bereits in einem süssen kleinen Lokal mit wunderschöner Aussicht über die Reisterrtassen, Wälder und Berge Balis.
    Nach diesem sportlichen Tag gönnten wir uns zum Abschluss noch eine angenehme Balinesische Massage mit anschliessendem Abendessen. Ziemlich erledigt sind wir dann auch bald ins Bett, da am nächsten Tag unsere Weiterfahrt bevorstand.
    Wir wollten spongan entscheiden, was wir in Bali noch so anschauen wollten. Allzu viel Zeit blieb uns ja schliesslich nicht mehr auf Bali. Nach langen Recherchen und immer mehr Unzufriedenheit weil wir uns nicht auf einen Plan festlegen konnten, haben wir schlussendlich unseren herzlichen Gastgeber nach Hilfe gefragt. Buda hat uns selbstverständlich gerne weitergeholfen und gleich seine Freunde bei der Weiterplanung miteinbezogen. Zufrieden haben wir Buda und seine wunderschöne Unterkunft also hinter uns gelassen. Wir werden seine Herzlichkeit, Offenheit, Fröhlichkeit und zuvorkommende Art nicht so schnell vergessen. Es war eine wunderbare Zeit, die wir an einem sehr schönen, speziellen Ort verbringen durften.
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