• Alles anders & Cuernos del Paine

    5 gennaio, Cile ⋅ 🌬 14 °C

    Wir stehen um 5 Uhr auf, wir wollen wandern, ändern dann aber spontan unsere Pläne für die nächsten Tage, weil der Himmel wolkenverhangen ist und wir alles ein paar Tage hin und herschieben.
    Also erstmal doch in Ruhe frühstücken…
    Dann fahren wir Richtung Nationalpark,
    Am Lago El Toro entlang, das Paine Massiv rückt immer näher!
    immer wieder tolle Aussichtspunkte, der Wind wird stärker und die Wolken reißen auf. Und wieder türkise Seen, Berge… immer etwas anders und immer wirklich hübsch!

    Der Zeltplatz im Park hat noch freie Plätze, wir checken ein und essen zu Mittag. Direkt am Campingplatz gibt’s einen tollen Ausblick auf das komplette Massiv Paine!
    Das besteht aus einer Gruppe von Bergen, die unabhängig von den eigentlichen Anden entstanden ist. Das Massiv besteht hauptsächlich aus hellem Granit und dunklerem Sedimentgestein, was zu den charakteristischen Farbunterschieden an den Spitzen führt.
    Die bekanntesten Formationen innerhalb dieses Massivs sind:
    • Las Torres (Die Türme): Die drei markanten Granitnadeln, die dem Park seinen Namen geben.
    • Cuernos del Paine (Die Hörner): Die berühmten zweifarbigen Gipfel (dunkle "Kappen" auf hellem Granit).
    • Paine Grande: Mit ca. 2.884 Metern der höchste Gipfel des Massivs

    Von Zeltplatz aus, der direkt am Lago Pehoé liegt hat man einen wunderbaren Blick auf die Cuernos del Paine und den Paine Grande.
    Wir fahren ein Stück weiter zu Bootsanlegestelle, Tickets muss man online kaufen, aber nirgends Netz und auf dem Campingplatz kostet eine Stunde 10 €. Patagonien ist teuer und für Touris noch mehr als für Chilenen.
    Boot aber ausverkauft und so teuer (50€/p), dass wir den Plan verwerfen 🤷‍♀️. Gerne wären wir zum Glacier Grey gelaufen, aber wir haben jetzt ja auch schon einige Gletscher gesehen…
    wir spazieren noch zum Salto Grande (Wasserfall), hier stützt der Rio Paine in den Lago Pehoé, vor einem spektakulären Hintergrund…

    Der Wasserfall ist nur ca. 10–15 Meter hoch, aber die Wassermenge und der Druck, mit dem der Rio Paine durch eine schmale Felsrinne gepresst wird riesig!
    Das Wasser leuchtet in einem intensiven, milchigen Türkisblau – ein Ergebnis des „Gletschermehls“ (fein gemahlenes Gestein), das von den schmelzenden Gletschern in die Seen getragen wird.
    Der Bereich um den Salto Grande ist für extrem starke Windböen bekannt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gischt vom Wasserfall hunderte Meter weit getragen wird. das merken wir beim laufen, es ist nicht einfach vorwärts zu kommen und wir beschließen nicht weiter zu laufen. Auf dem Campingplatz ist es windgeschützter und wir planen den nächsten Tag beim Kaffee, sitzen in der Sonne, beobachten die Caracaras, die auch windstille Plätze gesucht haben, einer der beiden liegt wie eine Ente im Tiefen Gras und schläft. Lustige Vögel! Nicht scheu, fressen alles, klauen sich auch gerne bei Touris das eine oder andere und - und das sieht echt komisch aus - sie leben viel auf dem Boden! Bäume gibt es wenige und es ist einfach windig… Raubvögel auf dem Bden watschelnd… die sind cool.
    Abends laufen wir zum Aussichtspunkt am See, fliegen fast weg, aber der Ausblick ist einfach sooo schön!

    Noch mehr Infos:

    Die Cuernos del Paine (die „Hörner von Paine“) sind wohl das markanteste Wahrzeichen des Nationalparks und geologisch sogar noch spektakulärer als die berühmten „Torres“ (Türme).
    Ihr besonderes Aussehen – die dunklen Spitzen auf dem hellen Gesteinskörper – macht sie zu einem Paradebeispiel für die geologischen Prozesse in dieser Region.
    Warum sehen sie so aus? (Der „Schichtkuchen“-Effekt)
    Der optische Kontrast entsteht durch zwei völlig unterschiedliche Gesteinsarten:
    1. Die dunkle Kappe (Sedimentgestein): Die schwarzen Spitzen bestehen aus Schiefer- und Sandstein (der sogenannten Cerro-Toro-Formation). Dieses Gestein ist etwa 100 Millionen Jahre alt und entstand am Boden eines antiken Meeres.
    2. Der helle Mittelteil (Granit): Der massiv wirkende, grau-weiße Körper unter den Spitzen besteht aus hartem Granit. Dieser ist mit ca. 12 Millionen Jahren viel jünger. Er drang als flüssiges Magma in das dunkle Gestein ein, kühlte unterirdisch ab und wurde später durch die Hebung der Erdkruste nach oben gedrückt.
    Die Formgebung durch Gletscher
    Ihre charakteristische Hornform erhielten sie während der letzten Eiszeiten. Gewaltige Gletscher umflossen das Massiv und frästen die Täler (wie das Valle del Francés) tief ein. Dabei wurde das weichere dunkle Gestein an den Seiten fast vollständig abgetragen, sodass nur auf den höchsten Punkten Reste der ursprünglichen „Decke“ übrig blieben.
    Die drei Hauptgipfel der Cuernos:
    • Cuerno Este (Osthorn): ca. 2.200 m
    • Cuerno Principal (Haupthorn): ca. 2.600 m (der höchste und auffälligste)
    • Cuerno Norte (Nordhorn): ca. 2.400 m
    Beste Aussichtspunkte:
    • Nordenskjöld-See: Vom Ufer dieses Sees aus hat man den klassischen Panoramablick auf die Cuernos, deren Farben sich je nach Sonnenstand dramatisch verändern.
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