• Laguna Azul & Torres del Paine

    6 gennaio, Cile ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir fahren weiter bis zum Laguna Azul, dort ist ein Campingplatz im Nationalpark. Der Weg führt vorbei am östliche Teil des Paine Massivs, wir sehen die Cuernos noch lange und irgendwann tauchen die drei Torres auf!
    Wir stoppen oft, essen am Wasserfall bauen unser Zelt an einer fast märchenhaften Stelle am Lago Azul auf, mit Blick auf die Torres del Paine. Cool!
    Es ist sonnig mit Wolken und den ganzen Tag ändert sich das Wolkenbild um die Berge… wir spazieren am See lang, das Ufer ist komplett weiß, überall blühende Margariten, Wiesenblumen und Gräser, wir setzen uns in die Sonne, genießen den Blick…
    Zurück auf dem Campingplatz setzen wir uns ins Hauptgebäude, hier kann man kochen, essen und das kleine hübsche Haus ist zum See hin komplett verglast - auch hier ein fetter Ausblick! Wir wurschteln vor uns hin, lesen, Patenschulen,… essen zu Abend und staunen immer wieder über die Aussicht!

    Entstehung des Massivs:
    1. Die Magma-Intrusion (vor ca. 12,5 Millionen Jahren)
    Anders als die meisten Berge der Anden sind die Torres nicht durch die Faltung der Erdkruste entstanden. Stattdessen stieg heißes, flüssiges Magma aus dem Erdinneren auf.
    • Der "Lakkolith": Das Magma drang in bestehende Schichten aus dunklem Sedimentgestein (Schiefer und Sandstein) ein, durchbrach diese aber nicht wie ein Vulkan.
    • Abkühlung: Unter der Oberfläche kühlte das Magma langsam ab und erstarrte zu hartem, hellem Granit. Man kann sich das wie eine riesige Granitblase vorstellen, die unter einer Decke aus dunklem Sedimentgestein gefangen war.
    2. Hebung und Erosion
    Durch tektonische Bewegungen wurde dieser gesamte Block (der helle Granitkern und die dunkle Sedimenthülle) nach oben gedrückt. Sobald das Gestein die Erdoberfläche erreichte, begannen Wind, Wasser und vor allem Gletscher, das weichere, dunkle Sedimentgestein abzutragen.
    3. Der "Schliff" durch die Eiszeiten
    Die charakteristische, nadelartige Form der Türme (Torres) und Hörner (Cuernos) verdanken wir den gewaltigen Gletschern der letzten Eiszeiten.
    • Die Torres: Hier wurde das dunkle Sedimentgestein fast vollständig weggefräst, sodass nur die harten, senkrechten Granitsäulen stehen blieben.
    • Die Cuernos (Hörner): Hier kann man die Entstehungsgeschichte heute noch wie an einer Torte ablesen: Die Spitzen sind schwarz (altes Sedimentgestein), während der Mittelteil hell leuchtet (der jüngere Granit).
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