Germany
Königswald

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Travelers at this place
  • Day5

    Obstacles

    September 2, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Near the end of the day, I encountered construction going through the main road of the town. I didn't see any obvious ways around with my map, so I asked an eight year old kid with a bike for directions.

    Well, I'm assuming there was an official detour for cars, but I definitely got the eight-year-old kid -with-a-bike version of it, which was more...direct. I ended up going up a steep, unpaved hill, through a forest with a poorly maintained single-track path, and across a sturdy but very narrow "bridge." All of this led me to a field that eventually got me back on the road. Thanks, kid. I guess.
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  • Day24

    Tag 21/22: Dresden

    May 1 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Pause! Ich hatte mir ja mal bei meiner Planung der Tour gedacht, dass ich so nach fünf oder sechs Tagen ein/zwei Ruhetage einschiebe, um auf mich und meinen Körper aufzupassen. Plötzlich sind zwei Wochen vergangen und ich hab das mit der Ruhe irgendwie vergessen. Aber meine Beine nicht, die haben sich nämlich gemeldet (die brannten im "Brand"). Und während ich so nach ner Ferienwohnung rund um Dresden suchte, tippte mir Franz auf die Schulter. "Kannst bei uns wohnen, wir sind für ne Woche im Urlaub." So genieße ich jetzt - nach einem etwas exzessiven Abend mit Claudi (wie viele unterschiedliche Fruchtschnäpse waren es noch mal?) - sein fantastisches, so gemütlich eingerichtetes Heim und erhole mich bestens. Das Fahrrad bleibt in der Garage und ich "öffel".
    So schlenderte ich gestern mit viel viel Zeit (und vielen vielen anderen) durch Dresden und bewunderte den Zwinger, die Semperoper, das Schloss, die Elbterrassen und natürlich die Frauenkirche am Neumarkt. Nur, es war wie verhext, überall Baustellen! Ein Blick in die Kamera und das beste Motiv im so schönen "Elbflorenz" (wohl nach seiner klimatisch begünstigten Lage im Elbtal und seiner mediterran geprägten Architektur so benannt) wird mit nem Baustellenschild oder -zaun "verziert". Also keine Fotos, dafür aber ein Besuch der Frauenkirche - so dachte ich zumindest. Als ich dort mit einem Schild "heute geschlossen" begrüßt wurde und auf dem Neumarkt wohl der ausgefallene Weihnachtsmarkt gerade nachgeholt wird (selbst dicke Socken und Mützen gibt es zu kaufen), gab ich auf. Dann eben Sonnen auf Franz Terrasse. Plötzlich ein Anruf - Claudi.
    Und dann hat der verhexte Tag tatsächlich etwas mit Hexerei zu tun. Gegen Abend werde ich von Claudi und ihrer Familie abgeholt und wir fahren immer weiter gen Osten, in die Oberlausitz. Je näher wir unserem Ziel kommen, um so häufiger sieht man kleinere und größere Feuer brennen - ja klar, Walpurgisnacht!
    Im Garten von Oma und Opa ist das Feuer auch schon geschichtet und mitten drin steckt eine liebevoll ausgestopfte Hexe, die kurze Zeit später lichterloh brennt. Bei Bratwurst und selbstgemachtem Rumtopf genieße ich diesen schönen Brauchtumstag in einer "echten Oberlausitzer Familie". Es ist schon sehr sehr lieb, dass ich dazu eingeladen und so herzlich aufgenommen werde..
    Heute muss ich dann früh raus, die Flottenparade der Weißen Flotte findet seit drei Jahren das erste Mal wieder statt. Und ich bin dabei! Mein Dampfschiff , der Schaufelraddamper "Stadt Wehlen", ist einer der ältesten Personendampfer Europas und fährt sei 1879 auf der Oberelbe. Er wird, wie auch die meisten der am Kai liegenden Schiffe, tatsächlich noch von einer Dampfmaschine (man kann sie im Schiffsinneren bewundern) angetrieben und auch das Schaufelrad ist keine Attrappe. Bei Brückendurchfahrten wird der Schornstein einfach eingeklappt.
    Pünktlich um 10 Uhr legt die Flotte (mit Livemusik auf jedem Schiff) nach und nach ab und in einer langen Parade fahren wir an Elbschlössern und am "Blauen Wunder" vorbei (die 1891 errichtete stählerne Loschwitzer Brücke erhielt wegen ihres hellblauen Anstrichs ihren Namen) - aber auch an der "Waldschlösschenbrücke", wegen der Dresden im Juni 2009 von der Liste der Weltkulturerbstätten gestrichen wurde (auch die besonders schützenwerte kleine Hufeisennase und eine 200 Jahre alte Rotbuche hielten den Bau nicht auf...jetzt gibt es dort beide nicht mehr...).
    Ich sitze auf dem Oberdeck mit einem herrlichen Blick auf den Fluss und die Sehenswürdigkeiten ...und auf Klaus aus Wilsdruff. Der sitzt mir gegenüber. Schweißer sei er in der DDR gewesen, soweit sei es ihm damals ganz gut gegangen. Aber kein Vergleich zu jetzt, ihm ginge es richtig gut und den meisten anderen auch...
    Klaus ist mein großer Griff, immer wieder macht er mich auf kleine und große Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Und er erzählt aus seinen DDR-Tagen. Meißner Porzellan habe er in den Westen zu seinen Verwandten auf "Dienstreisen zum Klassenfeind" geschmuggelt, was hätte er ihnen auch sonst schenken können. Und 5 Mark hätte er bekommen, wenn er am 1. Mai zum Demonstrieren gegangen sei. Sonst wäre vermutlich keiner hin...
    Klaus berichtet aber genauso interessant über das Schloss Pillnitz (schenkte August der Starke seiner Mätresse Gräfin von Cosel und nahm es ihr auch wieder weg), in der eine 226 Jahre alte Kamelie gehegt und gepflegt wird. Dann macht er mich auf den am Elbhang liegenden Luisenhof, ein Ausflugslokal direkt an der Bergbahn, aufmerksam. "Dort gibt es Transitenshows.."
    Wir haben noch viel Spaß miteinander und er verabschiedet mich mit den Worten: "Lieber ne coole als ne verbiesterte Alte"... Seine Frau saß übrigens die ganze Zeit am Nebentisch....
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    Sabine Ruhmhofer

    Es ist schön das du dir Zeit nimmst und auch Ziele verändert, den nur so entstehen neue Eindrücke und man begegnet liebe Menschen. Weiterhin gutes Wetter und viel Spaß 👍🍀😘

    Norbert Pohl

    Hallo Susanne, hoffentlich gelingt dir noch ein Blick in die Frauenkirche. Sollte dein Weg nach Westen in der Nähe von Mühlhausen in Thüringen vorbei führen, dort findest du viel Mittelalter und etwas Reformation ohne Touristenrummel. Weiter gute Ein- und Ausblicke im geschichtsträchtigen Ostdeutschland.

    Claudia Berger

    Liebe Susi, es waren 5 verschiedene Liköre, die Du in folgender Reihenfolge mochtest: Nr. 1 die Wahnsdorfer vollmundige wilde Brombeere, Nr. 2 die aromatische schwarze Johanna aus eigenem Garten, Nr. 3 des Nachbars herbe Aronia, Nr. 4 die süße Felsenbirne und Nr. 5 Jensens liebste rote Johanna aus eigener Ernte 😋

     
  • Day25

    Tag 23: Moritzburg

    May 2 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    August der Starke. Vor rund 350 Jahren wurde er geboren. Wer in Sachsen und insbesondere rund um Dresden unterwegs ist, entkommt ihm, Friedrich August I. - Kurfürst von Sachsen und später auch König von Polen - nicht. Eitel muss er gewesen sein und egozentrisch. So protzte er wohl gerne und angeblich nicht zu Unrecht mit seiner Mannes- (so genau weiß man nicht, wie viele illegale Nachkommen er zeugte, von 365 ist die Rede) und insbesondere seiner Körperkraft. Noch im Alter von 40 Jahren soll er ein Hufeisen mit bloßen Händen zerbrochen haben...
    Der 30-jährige Krieg mit seinem Elend und seinen Entbehrungen war zu Ende, aber man hatte ihn noch gut im Gedächtnis. Leben was das Zeug hält, hieß die Devise der Mächtigen. Es war Barock mit all seiner Üppigkeit, Völlerei und ungehemmten Sex. So soll August bei einer Körpergröße von 1,76 Metern rund 120 Kilo auf die Waage gebracht und "anerkannt" zehn Mätressen sein eigen genannt haben (umworben, ins Bett gezogen und dann abgeschoben...). Verheiratet war er im Übrigen auch.
    Aber auch Politik wurde gemacht. So versuchte er während seiner Regierungszeit den Einfluss des Adels zurückzudrängen und im Geist des Absolutismus zu regieren. Herrschaft durch Gottes Gnade. Seine Politik kostet Geld, viel Geld, was er nicht hat. In seiner Gier polnischer König zu werden (den polnischen Thron konnte man damals tatsächlich kaufen) verkauft August ganze Landstriche Kursachsens, nimmt riesige Kredite auf und erhöht die Steuern. Nur dank eines klugen Beraters ging Sachsen nicht zu Grunde und August sanierte nach und nach den Haushalt. In dieser Zeit entstehen die Leipziger Messe und auch die Meißner Porzellanmanufaktur. "Made in Sachsen" ist gegründet.
    Ein besonderer Genuss war für August den Starken die Jagd, die Hetzjagd. Da bot es sich doch geradezu an, das damalige Jagdhaus Moritzburg (benannt nach Herzog Moritz) und die dazugehörigen riesigen Jagdgründe zu erwerben.
    Kurz in ein Schloss umgebaut und den Park mit etlichen barockenen Gebäuden und sogar einem Hafen versehen. Ein Jagd- und ein Lustschloss halt.
    Und es ist wirklich eine Lust, sich diese wunderschöne Anlage anzusehen. Kaum jemand da an einem Montag. Und so genieße ich die vielen vielen Vögel im Schlosspark, die Stille in den Jagdgründen und bewundere die so schönen barocken Puttenfiguren. Es ist schon märchenhaft hier und darum auch kein Wunder, dass hier der Weihnachtsklassiker "Drei Nüsse für Aschenbrödel" gedreht wurde.
    Ein weiterer herrlicher Tag zum Relaxen... und mit Völlerei... Ich werde nämlich gleich zum Essen abgeholt.
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    Mechtild Heidrich

    Die Moritzburg, wollte ich auch immer schonmal hin. Toll, dass sie auf deiner Tour liegt. So habe ich tolle Bilder von ihr, gratis hier zuhause. Danke 😘

     
  • Day10

    Dresden, Germany

    May 10, 2017 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Beautiful city! All the buildings look very old but are actually relatively new after being rebuilt to look like the originals which were destroyed during the war. The entire city was essentially flattened and has now been completely rebuilt.Read more

  • Day8

    Potsdam und Dresden

    September 3, 2021 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    In Potsdam beginnen wir den Tag wieder mit dem hula hop Reifen und im gegenüberliegenden Café mit einem Frühstück. Die vielen kleinen individuellen Geschäfte laden zum shopping ein. Wir schlendern durch das holländische Viertel und im Schlossgarten zum Schloss Sancoussi. Wir haben zentral geparkt und es ist alles gut zu Fuß zu erreichen.
    Auf dem Weg nach Dresden stehen wir häufig im Stau, sodass wir erst gegen 20 Uhr ankommen. Wir finden einen idealen Parkplatz mitten im Zentrum mit Parkscheibe. In wenigen Minuten sind wir mitten in den Menschenmassen bei der Frauenkirche. Auf dem großen Platz findet ein klassisches Konzert statt. Von Abstand und Masken keine Spur. Wir finden einen Platz im Ayers Rock Restaurant und lassen uns Känguru, Strauß und Krokodil schmecken. In einem irisch Pub lernen wir junge Leute kennen, einer von ihnen geht jede Woche zur Versammlung der Pegida um gegen die Corona Maßnahmen zu protestieren.
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  • Day96

    Germany, Saxony

    June 24, 2014 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Edith Maria Breuer
    "This painting reminds me of the fantasy and power of my sun und I HOPE, that he´ll stay in contact to that colourful power his whole life through..."

    Edith Maria:
    "Dear Heidi and Peter, I am so sorry, that it took so long to give you an answer...!
    Thank you very much for this beautiful and powerful painting... :)
    It arrived in about 3 weeks after I won it.
    It has its place in the centre of our home to remind us to our hopes
    and wishes to grow and to become more beauty and lots of wings :))
    Today I send to you a picture of the painting and me in our garden.
    The photograph is my son (my sun...!) :))
    My wish to you is, that the hope and love, which you give to so many
    people will be YOUR gift and carry you through your life!
    All the best, Edith Maria"
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  • Day2

    #6 Gravitation Gravel - Missionsprotokol

    June 23, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    🪐 #6 Gravitation Gravel 🪐

    Missionsprotokoll - Sternzeit 23-06-21, sehr sehr früh.

    Das Zentralgestirn hebt sich schwerfällig über den Horizont des eigentümlichen Planeten Sachsen.
    Ebenso schwerfällig erhebt sich Commander Bastian von seiner Schlafstatt im Laderaum des Raumkreuzers Caddy.

    Ein innerlich gebrochener Mann reibt sich die müden Augen - Die Schmach der just gescheiterten Mission steckt Commander Bastian noch in den Knochen.
    Der Komplettausfall der Bremsschubraketen hatte seiner Mission auf der Suche nach der Gravitationsanomalie ein jähes Ende beschert.

    https://www.komoot.de/tour/403946029

    Er steht jetzt wieder ganz am Anfang. Gehe nicht über Los, ziehe keine 4.000 Dollar ein.

    Doch er wäre kein gestandener Orbiter, wenn er dem widrigen Schicksal nicht grimmig ins Gesicht lachen würde! Immerhin gibt es noch genug Zeit und finanzielle Mittel, um einen neuen Versuch zu wagen.

    Da ist jetzt nur noch das Problem mit den zerstörten Deflektoren der Bremsschubraketen zu lösen.
    Frische Deflektoren liegen bereit, das TORX-Spezialwerkzeug liegt bereit - fehlt nur noch die technische Expertise.

    Leutnant Uhura, eigentlich Bordtechnikerin, steht mit verschränkten Armen abseits und schmollt. Der jüngste Rüffel ihres Commanders bezüglich vernachlässigter Wartungsintervalle hat sie persönlich getroffen. Und Commander Bastian fehlt, das muss er sich nun leider eingestehen, schlichtweg die Autorität. Und entschuldigen kommt gar nicht in Frage!

    Also sich dem Problem mit frischem Geist genähert.
    Geschickterweise hat unser Held den Caddyraumer direkt vor einem Händler mit Wartungsservice für Orbiter in Parkposition gebracht und beginnt dort seine provisorische Werkstatt aufzubauen. Sollte er mit dem Deflektorwechsel bis zur Ladenöffnung des Händlers nicht erfolgreich sein, dann, so das Kalkül, würde der mitleiderregende Anblick den Händler vielleicht zur Hilfe animieren?

    Ein entwürdigender Plan! Es gelingt Commander Bastian allerdings, den Wechsel alleine vorzunehmen.
    Der Orbiter ist wieder einsatzbereit.

    Leutnant Uhura schmollt jetzt noch mehr: Sie fühlt sich nutzlos und übergangen.

    Dies ist einer jener Augenblicke, in denen sich Commander Bastian fragt, ob er WIRKLICH mit einer Crew unterwegs ist. Ist dies vielleicht alles ein Hirngespinst seines von den Entbehrungen des Orbits unterversorgten Hirns? Halluziniert er, um die Einsamkeit zu verdrängen? Wenn er es genau betrachtet, musste er bisher alles selber machen!
    … und er hatte dies stets auf seine mangelnde Autorität geschoben.

    Vielleicht war es aber auch das Solaris-Syndrom. Manche Planeten konnten die Wünsche und Gedanken ihrer Bewohner materialisieren. Dies war das so genannte Wunschdenken. Der Planet Sachsen war berüchtigt für weit verbreitetes Wunschdenken, welches manchmal in seine Wahnform umschlug; - das Querdenken.

    Commander Bastian schiebt diesen beunruhigenden Gedanken erstmal zur Seite und beschließt, Leutnant Uhura einfach zu ignorieren.

    Erstmal Frühstück!

    Unser Held genießt die Gastfreundschaft eines Einheimischen, dessen Bekanntschaft er im Sektor DD bereits auf früheren Missionen gemacht hat.

    Frisch gestärkt, aber sehr spät, bringt die Crew den Orbiter in Startposition.

    🪐 Der Murmeltiertag 🪐

    Missionsstart! Die zwei Schubdüsen zünden sofort. Der Orbiter bewegt sich vom Alaunpark erneut durch eine Gravitationsanomalie, einen so genannten Gravel. Es schottert und holpert wie ein Interkontinentalflug durch wechselnde Luftschichten.

    Was Commander Bastian nicht ahnt: Er ist bereits in Gefahr, im Kraftfeld einer seltenen Anomalie im Quantenschaum gefangen zu werden - Es ist die so genannte Gravel-Singularität!

    Doch was genau verbirgt sich dahinter?

    Astrophysiker bemühen gerne das Bild der Single „I got you babe“ von Sonny und Cher, die auf einem Plattenteller liegt und dessen Track bereits
    so oft gespielt wurde, dass die Plattennadel immer an derselben Stelle wieder und wieder in dieselbe Rille hineinspringt.

    Deswegen heißt es auch „Singularität“.

    Eine Gravel-Singularität ist folglich eine Zeitschleife, die durch einen Gravel induziert wurde. Wenn man einen Track in ähnlicher Form in einer orbitalen Bahn erneut kreuzt, ist dieser bereits so ausgewetzt, dass man zwar mit unterschiedlichem Handeln eine scheinbar andere Handlung erlebt, an einer bestimmten Stelle findet man sich aber an plötzlich an der exakt selben Stelle wieder.
    Bill Murray kann ein Lied davon singen!

    Erneut keult der Orbiter durch den Dschungel mit den seltsamen, trichterförmigen Blumen, erneut frisst sich der Orbiter im Gneis fest, erneut muss der Orbiter mehrfach aus dem Schlamm geborgen werden, erneut wird die Anomalie „Keulenberg“ getauft. Erneut lässt die Anomalie plötzlich nach und der Orbiter springt unkontrolliert vorwärts.
    Doch diesmal schalten die Düsen erfolgreich auf Gegenschub. Welch Genuß, mit perfekt arbeitender Technik am Start zu sein!

    In voller Fahrt eilt das Gefährt erneut an der Raumer-Montagehalle vorbei… leise und unbemerkt diesmal.
    Es durchkreuzt den schönen Ort Häslich und durcheilt lange Strecken mit ungebremstem Vortrieb. Die Mission lässt sich auch nicht von seltenen, sehenswerten Hinterlassenschaften bremsen wie eine von einer untergegangenen Zivilisation errichteten Burg auf einer Anhöhe.

    Die Rille des Tracks ist bereits so ausgewetzt, dass die Mission viele Umwege ausspart und bereits ohne Abgleich der Geoposition den richtigen Weg findet, ohne Orientierungsstopps. Der Punkt, an welchem die letzte Mission gescheitert ist rückt näher, und bereits jetzt ist klar, dass die zweistündige Verspätung im Vergleich zur Vorgängermission bereits zeitlich aufgeholt ist. Es ist absehbar, dass der Ort der Havarie zu fast exakt dem gleichen Zeitpunkt erreicht werden wird. Ist das nicht Grund zur Freude?
    … ist es nicht?

    🪐 Deja vu 🪐

    Während der gescheiterten Mission freute sich Commander Bastian über einen großen weißen Wasservogel mit langem Hals, der mit breiten Schwingen und einem bösen Zischen seine Brut verteidigte - und kurz darauf hechtete eine fuchsähnliche Gestalt von rechts nach links über den Trail. Das Herz ging ihm auf.

    Selbe Stelle, gleiche Zeit…
    Da ist er wieder, der Wasservogel. Zischend nähert er sich mit breiten Schwingen. Eine Minute später hechtet eine fuchsähnliche Gestalt von rechts nach links über den Trail.

    „Deja Vu.“
    „WIEBITTE?“
    „Ich sagte: Deja Vu. Da lief das gleiche Tier wie gestern…“
    Adrenalingesteuert zückt die Mannschaft ihre Waffen und bildet einen Kreis. Der Blick geht suchend nach einer Telefonzelle mit einem klingelnden Telefon. Warum auch immer. Ist vermutlich ein Reflex. Aber da ist keines!
    Es gibt keinen Ausweg.
    Hier stimmt etwas ganz und gar nicht!

    Alle stecken ihre Waffen weg. Eine Zeitschleife kann man nicht erschießen.


    Wird die Crew des Orbiters der Zeitschleife entkommen und die Mission erfolgreich beenden können?

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  • Day1

    #6A Gravitation Gravel

    June 22, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    🪐 Gravitation Gravel - Schadensbericht 🪐

    „Sehr verehrte Galaktische Allianz, wir treten heute vor Ihren hohen Rat um zu berichten, was sich auf unserer Mission im Sektor „DD“ zugetragen hat - und wie es so plötzlich zu der Katastrophe im Orbit kommen konnte.

    Wir möchten demütigst zu Protokoll geben, dass Commander Bastian verantwortungsvoll gehandelt hat, indem er die Mission abbrach um die Crew nicht weiter zu gefährden. - Immerhin war es uns so möglich, das Orbitermodul unversehrt zu bergen und die Mannschaft heil heimzubringen.“

    „Fahren Sie fort in Ihrem Bericht, Commander! Wir werden uns hernach zurückziehen und nach den interstellar gültigen Statuten unserer Assekuranz entscheiden, ob wir im Versicherungsfalle eine weitere Mission finanzieren und mit derselben Crew erneut in den Orbit schicken werden.

    Berichten Sie!
    Und lassen Sie nichts aus!“

    „Sehr wohl.“

    🪐 Missionsbericht 🪐

    Sternzeit 22-06-21 -
    Unsere Sensoren detektierten eine Gravitationsanomalie im Sektor „DD“, im Sternbild „August der Starke“. Dieser Gravitationsanomalie, fachlich korrekt als „Gravel“ zu bezeichnen, wollten wir nachgehen.

    Wir wiesen unseren Navigator Robert Krügel an, eine Route für den Caddy-Raumgleiter zu berechnen.
    „Das ist jetzt ein wenig komplex.“ Robert wiegte bedenklich seinen Kopf.
    „Was soll denn daran komplex sein?“
    „Nun, um in den Orbit des Planeten Sachsen im Sektor DD einschwenken zu können, benötigen wir ein Wurmloch. Da ist aber keines!
    Die Sachsen sind übrigens ein sehr eigenes Völkchen, welches genau deswegen sehr lange sehr abgeschieden vom westlichen Imperium hinter einem eisernen, schwer durchdringbaren Asteroidengürtel lebte. Dort konnte man nicht mal die Funkfrequenzen des westlichen Imperiums empfangen.
    Deshalb leben dort noch viele in einem Paralleluniversum. Und in Paralleluniversen kommt man nicht mal eben mit einem Raumsprung.“
    „Was können wir denn dann tun, Robert?“
    „Nun, wir müssen Querdenken.“
    „Du meinst, wir müssen jegliche wissenschaftliche Logik negieren?“
    „Genau. Nur so kommen wir heil in den Sachsenorbit.“
    „Wir können nicht die Naturgesetze außer Kraft setzen!!!“
    „Doch. Müssen wir sogar. Nur mit dem Unwahrscheinlichkeitsdrive können wir ein Unmöglichkeitsfeld erzeugen, was uns auf indirektem Weg jenseits jeder Logik und jeglicher Wahrscheinlichkeit in den Sachsenorbit katapultiert.“
    „Wenn das die logische Konsequenz ist…“
    „Nein, ist es nicht. Mit Logik kommst Du im Paralleluniversum nicht weit. Du musst querdenken!“
    „Dann wirf den Unwahrscheinlichkeitsdrive an, Robert!“

    🪐 Der Orbit 🪐

    Wir lenkten den Raumkreuzer Caddy hinab auf die Planetenoberfläche des Planeten Sachsen. Die Luft war gesättigt mit H2O, welches als feines Tröpfchenaerosol aus den Wasserdampfsgglomerationen in der oberen Troposphäre auf die Oberfläche hinabfiel. Diese Wetterlage schien kein singuläres Ereignis zu sein in dieser Region, die auf den klangvollen Namen „Pieschen“ getauft war. Mit reichlich Wasser getauft, offensichtlich.

    Wir entluden den zweirädrigen Orbiter aus der Ladebucht des Raumers.
    „Ist alles technisch intakt?“ fragte ich Uhura, unsere Bordtechnikerin.
    „Jaja. Passt schon.“
    Mir fehlte ein wenig die Ernsthaftigkeit unserer Technikerin, aber ich schluckte meinen aufkommenden Ärger herunter. Es herrschte absoluter Fachkräftemangel in den so genannten MINT-Berufen (Materialisation-Interstellartechnik-Navigationstechnik-Teilchenmechatronik).

    Um eventuell auftretende Gravitationsanomalien zu detektieren , so genannte „Gravels“, montierten wir Sensoren im Wadenbereich des Exoskeletts.
    Trat eine Anomalie auf, meldete sich der Sensor mit einem Ziehen, bei extremen Anomalien gar mit einem schmerzhaften Brennen im Wadenbereich.

    Auf ging es in den Orbit!

    Schon kurz hinter dem Alaunpark schlugen die Schwerkraftsensoren an. Der Orbiter hatte Probleme, der Schwerkraft etwas entgegenzusetzen.

    Doch nach einiger Zeit ging es recht gut voran, bis plötzlich in sehr unwegsamem Gelände die Sensoren sich mit einem scharfen Brennen in den Waden meldeten. Wir hatten eine extrem-Gravel entdeckt!

    Der Orbiter fraß sich im Gneis fest, und wir mussten den Orbiter mit reiner Muskelkraft durch einen eigentümlichen Dschungel mit bizarren, trichterförmigen Blumen schieben. Die Sensoren spielten verrückt! Selbst der Pulssensor meldete mit einer roten Warnlampe Überlastung!

    Der Weg war gesäumt mit verholzten Organismen, welche unter der Last des Gravels seitwärts umgestürzt waren und den Weg noch unwegsamer machten.

    Wir mussten mit aller Kraft gegenankeulen, und den Orbiter mehrfach aus dem Schlamm bergen.
    Wir tauften die Anomalie daraufhin „Keulenberg“.

    Genau so schnell wie die Anomalie aufgetreten war, verschwand sie auch wieder. Urplötzlich tat der Orbiter einen kräftigen Schub nach vorne und beschleunigte unkontrolliert eine Schotterpiste entlang. Wir schalteten die Bremsdüsen auf Gegenschub. Doch die vordere Düse stotterte und erstarb plötzlich. Mit nur einer Bremsdüse konnten wir unversehrt den Orbiter wieder unter unsere Kontrolle bringen!

    Wir kontaktierten das Mutterschiff.
    „Leutnant Uhura! Haben Sie die Bremsdüsen gecheckt vor unserem Abflug?“
    „Joah… war noch okay. Die Bremsschubdeflektoren waren schon etwas runter. Wollte ich demnächst mal erneuern.“
    „Warum haben Sie diese nicht schon vor der Mission ausgetauscht!!“ Ärger stieg in mir auf.
    „Joah… die Missionsleitung hat uns keine PRIME-Freigabe erteilt. Wir wurden bei der Ersatzteillieferung mit geringerer Priorität behandelt. Deshalb war keine Zeit, die Deflektoren zu montieren.“
    „Na Super!“

    Es half nichts, wir mussten die Schubdüsen manuell nachjustieren. Allerdings lag das TORX-Spezialwerkzeug sicher verwahrt im Mutterschiff.

    Wir bewegten uns vorsichtiger durch den Orbit, bis wir bei der Raumer-Montagehalle eines Eingeborenen vorbeizogen. Er erkannte schnell anhand unseres seltsamen Dialekts, dass wir von jenseits der Logikbarriere hierherkommen waren.
    „Hamburch?“ fragte er stolz. Er kannte sich aus.
    Zwar war er sehr hilfsbereit, allerdings verplemperten wir sehr viel Zeit, die Schubdüsen nachzujustieren. Mit mäßigem Erfolg.

    Im folgenden Orbit vergaßen wir unsere technischen Probleme rasch. Denn es traten lange Zeit keine Anomalien mehr auf, und wir konnten uns ganz auf den Vortrieb konzentrieren.

    Wir kamen vorbei an Orten, die auf eine multikulturelle Gesellschaft schließen ließen: Alle
    Ortmarkierungen waren nun zweisprachig.

    Plötzlich, wir hatten gar nicht mehr damit gerechnet, schlugen die Sensoren wieder an!
    Wir kämpfen uns mit dem Orbiter durch den Gravel, bis dessen Gravitation urplötzlich in einem bewaldeten Areal wieder nachließ.

    Wir schalteten beide Bremsdüsen auf Umkehrschub und - es passierte NICHTS!
    Der Orbiter beschleunigte unkontrolliert!
    Mit vereinter Kraft und einem waghalsigen Manöver brachten wir den Orbiter zum stehen.

    Sollte noch eine weitere Anomalie auftreten, es würde unseren Tod bedeuten.

    Wir wussten nicht wo wir waren. Wir stöberten ein Pärchen Ureinwohner auf, welche angeschnitten von der Zivilisation auf dem Berg im Wald lebten.
    „Könnten Sie uns einen Trans-All-eXpress-Intershuttle rufen?“
    „Ein T-A-X-I? Ich habe hier einen Notrufcode.“
    Die Eingeborene holte eine abgegriffene Karte.
    Der aufgedruckte Code entsprach keiner mehr genutzten Frequenz. Also befragten wir den GOGGEL, den interstellaren Informationsdienst. Leider war der Empfang mehr als schlecht. Ein traditionelles sächsisches Problem hinter dem abschirmenden eisernen Asteroidengürtel!

    Letztendlich konnten wir ein T-A-X-I kontaktieren, welches genug Stauraum für einen havarierten Orbiter bot. Dieser brachte uns zur nahe gelegenen Siedlung Bautzen. Diese Siedlung war im gesamten Kosmos für zwei Dinge bekannt: Eine scharfe Soßenzubereitung, welche in der gesamten Galaxis hoch geschätzt war, so wie ein Straflager, in welches einst alle kamen die wagten laut zu sagen, dass auch andere Sternensysteme vorzügliche Soßen herstellen konnten.

    Lange ist es her!

    Unsere Mission war nun auf jeden Fall gescheitert.
    Würden wir Mittel für eine weitere Mission bewilligt bekommen?

    Dies ist eine andere Geschichte, und diese erzählen wir morgen.

    Mit galaktischem Gruß
    Commander Bastian

    „Commander Bastian,
    vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht.
    Wir werden uns nun zurückziehen und beraten, ob wir eine neue Mission bewilligen können, oder sie die Akte am Ort der Havarie fortsetzen können.“
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  • Day1

    Beginn

    July 15, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    So beginnt es also.
    Tausend kleine Dinge waren zu erledigen, bis ich aufbrechen konnte. Selbst am Tag der Übergabe der Wohnung sollte es nur Schlafsack und Isomatte packen sein, Kiste in den Keller und Briefe zur Post.
    Dennoch wurde und wurde ich nicht fertig.
    Gegen elf konnte ich endlich aufbrechen.
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    REM Kô

    Nimm nächstes mal das rechte Rad.

    7/22/19Reply
    Karl Heinz

    Niemals. Das gehört meinem Nachbarn.

    7/22/19Reply
     

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Königswald, Koenigswald