Ausflug nach Santa Cruz
March 5 in Brazil ⋅ ⛅ 27 °C
Am Morgen regnet es in Strömen, die ganze Bucht ist in Wolken gehüllt. Doch gegen 10 Uhr reißt der Himmel wieder auf, als wäre nichts gewesen. Wir brechen auf Richtung Norden und erreichen nach fünfzig Kilometern das kleine Fischerdorf Santa Cruz. Zwischendurch locken uns die Strände immer wieder zu einem erfrischenden Bad im Meer. In Santa Cruz beobachten wir von der Terrasse des Restaurants Mocambo die Fischer, die gerade ihren Fang anlanden und ihn direkt in die Küche bringen. Das sind zwar nicht die, die auf unserem Teller landen, aber unser Fischfilet mit Garnelen Filet de Peixe com Molho Camerão ist genauso frisch und sehr lecker. Für hiesige Verhältnisse mit 16,00 Euro pro Person relativ teuer. Für die Rückfahrt wählen wir die Strecke am Fluss Rio Piraquê-Açu entlang. Über eine Erdstrasse fahren wir kilometerweit durch Eukalyptusplantagen. Diese sind in Brasilien ein gigantischer Wirtschaftsfaktor, der über 3 Mio. Hektar für die Papier-, Zellstoff Industrie und Holzkohle zur Verhüttung in der Stahlindustrie bedeckt. Sie sind hochproduktiv, aber als Monokulturen umstritten, da sie den Boden auslaugen, den Grundwasserspiegel drastisch senken. Die ökologischen folgen sind fatal. Die Pflanzen trocknen die Böden aus und verbrauchen Wasser, das lokalen Gemeinden fehlt. Zudem bedrohen sie Lebensräume, etwa durch das Verschwinden der Mata Atlântica. Im Bundesstaat Minas Gerais ist durch die Eukalyptusplantagen der Grundwasserspiegel in den vergangenen 45 Jahren um 4,5 Meter abgesunken. Die Landschaft ändert sich, es wird hügelig, rechts und links wieder Kaffeesträucher und viele kleine Farmen mit Pferden und Rinderzucht. Die letzten Kilometer fahren wir auf der Bundesstraße 101, wo wir eine Maut von 1 Euro entrichten müssen. Dafür fahren wir auf einer zweispurigen Straße, fast wie eine Autobahn. In einem großen Supermarkt kaufen wir für unser Frühstück noch frische Ananas und Papaya. Was schön ist, an jeder Kasse steht zusätzlich ein Mitarbeiter, der die Einkäufe einpackt. Allerdings gehen sie dabei so verschwenderisch mit Plastiktüten um, die immer noch kostenlos sind. Jedes Mal reklamieren wir das und weisen darauf hin, was das für die Umwelt bedeutet und dass wir in Deutschland für jede Tüte bezahlen müssen. Wir ernten Verständnis, aber ändern wird sich so schnell nichts. Am Swimmingpool auf unserer Dachterrasse lassen wir den Abend bei einer Flasche Miolo Weißwein ausklingen.Read more






















