• Die Entdeckung Brasiliens-Porto Seguro

    13. März in Brasilien ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir verlassen Trancoso wieder über eine Erdstraße und fahren bis zur Fähre über den Buranhém River nach Porto Seguro. Dieser Ort ist sehr touristisch, aber auch historisch, denn hier wurde Brasilien entdeckt. Schon auf dem Weg zum historischen Zentrum steht eine Statue des Entdeckers Cabral. Doch lange bevor der portugiesische Seefahrer Pedro Álvares Cabral am 22. April 1500 aus Versehen Brasilien entdeckte (schließlich war er auf dem Weg nach Indien), lebten schätzungsweise 8 bis 10 Millionen Indigene im Land, deren Lebensweise durch die Kolonisierung drastisch verändert wurde. Es begann eine über 300jährige portugiesische Kolonialzeit, die durch Ausbeutung (Zucker, Gold) und den Import afrikanischer Sklaven geprägt war. Das historische Zentrum ist schön restauriert, in den kleinen Gebäuden befinden sich mehrere Souvenir- und Kunstgewerbeläden. Am Hauptplatz steht die kleine Kirche Igreja Nossa Senhora da Pena von 1535, daneben ein kleines Museum. Gegenüber ist der Marco do Descobrimento (Markstein der Entdeckung); eine Säule, die wohl 1503 von Gonçalo Coelho und seiner Expedition errichtet wurde und auf der die portugiesische Krone und das Kreuz des Christusordens zu sehen sind. 1907 wurde hier der Leuchtturm eröffnet. Auf unserem weiteren Weg kommen wir am Museum Memorial da Epopeia do Descobrimento vorbei. Gern hätten wir uns den Nachbau der Karawelle von Cabral angeschaut. Doch dann hätten wir eine Stunde warten müssen, es ist gerade Mittagspause. Schade. Dann muss halt die Drohne von oben Fotos machen. In Santa Cruz Cabrália schauen wir uns die Kirche im historischen Zentrum an und nehmen die nächste Fähre nach Santo André. Diesen Weg musste auch unsere Nationalmannschaft bei der WM 2014 bewältigen, um in ihr Hotel Campo Bahia zu gelangen. Wir suchen zwar für heute noch eine Unterkunft, aber mit 1.482 R$ (250 Euro) sprengt das doch unserem Rahmen. Wir schauen sie uns deshalb nur von außen an. Ein paar Kilometer weiter finden wir in verschlafenen Ort Mogiquiçaba eine Pension, die allerdings schon bessere Zeiten gesehen hat. Dafür kostet das Zimmer inklusive Frühstück nur 200 R$ (33 Euro). Zum Sonnenuntergang spazieren wir zum Strand und genießen in einer Bar den Ausklang des Abends. Von unserer Pension sehen wir noch eine Prozession vorbeiziehen.Weiterlesen