• Stadtrundgang in Rio

    25. März in Brasilien ⋅ ☀️ 31 °C

    Der Sonnenaufgang von unserem Apartment ist beeindruckend. Über steile Straßen zieht es uns immer weiter bergab zum Aquädukt Arcos da Lapa. Das Mitte des 18. Jahrhunderts gebaute Carioca-Aquädukt, das die Bevölkerung von Rio einst mit frischem Wasser aus dem gleichnamigen Carioca Fluss versorgte, ist eine beeindruckende architektonische und technische Meisterleistung aus der portugiesischen Kolonialzeit. Es ist 270 Meter lang und besteht aus 42 doppelstöckigen Bögen mit einer Höhe von fast 18 Metern. Ende des 19. Jahrhunderts waren schließlich die Tage des Aquädukts gezählt und das Bauwerk bekam eine völlig neue Verwendung, die bis heute geblieben ist – und zwar als Viadukt für eine Straßenbahnlinie. Seit 1896 verbindet die Bonde de Santa Teresa, die Santa Terasa Straßenbahn, das Stadtzentrum von Rio mit dem auf einem Hügel gelegenen Viertel Santa Teresa. Wir gehen weiter bis zum Stadttheater, dem Theatro Municipal do Rio de Janeiro. Wir haben erfahren, das dort am Sonntag ein Konzert stattfindet. Dafür kaufen wir uns Karten. Danach lassen wir uns durch das Zentrum treiben, kaufen eine neue SIM-Karte (19 GB für 1 Monat, 6,60 €) und legen eine Pause im traditionsreichen Café Colombo ein. Das Café wurde 1894 von portugiesischen Einwanderern gegründet und mit riesigen Kristallspiegeln aus Belgien versehen, die vom Hafen mit Ochsenkarren in fünf Tagen zum Zentrum transportiert wurden. Anschließend suchen wir einen Supermarkt, den wir letztendlich im Stadtteil Gloria finden. Mit unserem Einkauf fahren wir erst einmal zurück zum Apartment und ruhen uns ein wenig aus. Ein Uber bringt uns am späten Nachmittag zum Largo do Machado, der ein lebhafter Platz mit vielen Bars, Restaurants und Einkaufspassagen ist. Um 1810 hat sich ein Metzger namens Machado an dieser Adresse niedergelassen. Er nutzte eine riesige Axt als Logo, das als großes Schild und Werbung für sein Fleischgeschäft diente. Seine Idee war so erfolgreich, dass der Platz den Namen Largo do Machado (Axtplatz) erhielt – ein Name, der sich bis heute gegen alle Versuche, den offiziellen Namen zu ändern, behauptet hat. In vielen Restaurants gibt es Happy Hour, ein gezaftes Bier für 1,30 Euro oder eine Caipirinha für 2,30 Euro. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren in unser Apartment zurück.Weiterlesen