• Moray, Maras und Chinchero

    26. April in Peru ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir sind wieder mit Silvio unterwegs, der aus Cusco kommt und uns mit Auto und Fahrer abholt. Wir fahren von Ollantaytambo ca. eine Stunde durch das Heilige Tal nach Moray zur archäologischen Stätte. Wie ein Amphitheater liegen die kreisförmigen Terrassen in einer natürlichen Doline auf 3.500 Metern Höhe, die von den Inka genutzt wurden, um verschiedene Klimazonen und Anbaubedingungen für verschiedene Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Mais und Quinoa nachzuahmen. Der Temperaturrunterschied von den oberen Terrassen bis zum Talkessel beträgt bis zu 15 Grad. Insgesamt gibt es drei solcher terrassenartigen Versuchsfelder, wobei nur das größte mit einem Durchmesser von 183 m komplett restauriert ist. Nur ein paar Kilometer weiter liegen die Salzterrassen, die Salineras de Maras. Bereits vom Aussichtspunkt oberhalb der Terrassen bietet sich ein spektakulärer Blick auf diese höchstgelegene Salzfarm der Welt. Über eine Schotter-Serpentinenstraße gelangen wir zum Eingang. Die rund 4.000 Salzfelder stammen alle aus einer Bergquelle. Das mit 38 % salzhaltige Wasser wird über unzählige Kanäle zu den Feldern geleitet. Bereits seit 1000 Jahren werden die Salzfelder bewirtschaftet. Die Salzbauern arbeiten in der Trockenzeit von Mai bis September täglich auf den Salzterrassen. Zusätzlich bewirtschaften sie ihre Kartoffel- und Maisfelder in der Umgebung. Natürlich gibt es auch zahlreiche Verkaufsstände, die in kleinen und großen Tüten das Salz anbieten. Das wertvolle Salz wurde damals als Weißes Gold der Inkas oder Weißes Gold der Anden gehandelt. Im 16. Jahrhundert plünderten jedoch die spanischen Eroberer die Silber- und Salzvorkommen Perus. Im Ort Maras legen wir eine Mittagspause in dem von außen unscheinbar aussehendem Restaurant Iksay Maras Home ein. Beim Blick auf die Berge genießen wir ein vorzügliches 3-Gang- Menü. Bevor wir nach Cusco zurückkehren, besuchen wir die archäologische Stätte Chinchero, die Terrassen, Plattformen, Wege, Wasserkanäle und Tempel umfasst. Vor der Kirche geraten wir in ein katholisches Fest, das mit Inka-Musik gefeiert wird. Der Aufforderung zum Mittanzen widerstehen wir dann doch lieber. Auf der Rückfahrt halten wir am Parwa Kulturzentrum an. Dort zeigt uns Belinda, dass die Alpaka-Wolle nur durch natürliche Zugabe von bestimmten Pflanzen gewaschen und gefärbt wird. Doch nun wird es wirklich Zeit für die Rückfahrt nach Cusco.Weiterlesen