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  • Day33

    Pantanal

    January 6, 2016 in Brazil ⋅ ❄️ -1 °C

    Ginseng, "Gin", ein Brasilianer der 8 Jahre in Deutschland gelebt hat, holt uns beim Hotel in Cuiaba ab. Mit ihm werden wir die kommenden 6 Tage verbringen, wie es sich zeigte sogar sehr intensiv! Zunächst geht es nach Chapada da Guimaraes, wo Wasserfälle und schöne Aussichten warten. Die Ausflüge sind etwas sehr tousristisch, das heisst auch dass man mit dem Auto von Punkt zu Punkt fährt und dann ein paar Schritte zum Ziel macht. Zum Glück konnte Gin vieles über die Natur - und Brasilien an sich - erzählen und zeigen.
    Am dritten Tag konnten wir bei Sonnenaufgaang erleben, wie Ara-Papageien aufwachen und immer Paarweise ihre Nester verlassen. Sehr laut und eindrücklich! Ebenso schön war das Schnorcheln in einem glasklaren Fluss, sich treiben lassen und sich wie in einem Aquarium fühlen.
    Die Ankunft im Pantanal selber erfolgte über die berühmte Strasse Transpantaneira. Berühmt, weil man links und rechts verschiedenste Tiere sieht und es die einzige Möglichkeit ist, etwas ins Innere dieses riesigen Sumpf- und Schwemmlanggebietes zu gelangen. Kaimane zum Beispiel wurden bald zur Normalität. Sie sehen zwar anders aus, sollen aber ganz friedlich sein... zumindest wenn genügend Fische da sind.
    Nachts in der Lodge ein unglaubliches Gelärme durch all die verschiedenen Insekten, Frösche und was auch immer. Endlich fühlten wir uns wie in der Wildnis. Auch hier war Gin, unser Guide (der Name "Ginseng" geht auf sein aufwachsen in einer Kommune zurück, die so von Drogen und "freier Liebe" geprägt war dass sie auseinanderbrach), praktisch 24h am Tag für uns da - auch eine spezielle Erfahrung, da zusätzlich noch lokale Guides bei den Ausflügen mitkamen und wir somit 1:1 betreut waren. Reiten, Motorrboot- und Kanufahren, Jeep-Safari... und am Abend ein spontanes Privatkonzert von zwei lokalen Herren, die mit kräftiger Stimme und Gitarre ihre heiter-melancholischen Schlager zum besten gaben. Pantanal - der "wilde Westen" brasiliens, von Cowboys, Natur und Einsamkeit geprägt bis heute.
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