• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Entlang der Panamericana

Una aventura de 300 días de Hans-Dieter und Vera Leer más
  • Museum Valdez und "Umzug"

    15–17 ago. 2025, Estados Unidos ⋅ ☀️ 13 °C

    Wir verlassen den RV Park pünktlich um 11.00 Uhr, denn auf Diskussionen haben wir keine Lust.
    Zuerst geht es noch mal zum Safeway, ein paar Sachen einkaufen. Und dann zum Fischgeschäft, frisch gefangenen und schon küchenfertig tiefgefrorenen Fisch kaufen. Der Lachs ist leider zu lang. Der Verkäufer gibt mir extra ein Rollmass mit damit ich das ausmessen kann. Die zwei anderen Fische passen ins Fach, ausserdem kaufen wir Räucherlachs und Dosenfisch. Die Ehefrau gibt uns noch ein Rezeptheft mit. Anschließend fahren wir zum Heimatmuseum, erfahren einiges über die Geschichte, das Erdbeben von 1964, bei dem 200 Menschen starben und der alte Ort völlig zerstört wurde, sowie über die Alaskapipeline und das katastrophale Tankerunglück der Exxon Valdez in 1999.
    Wir haben im KOA Campground rund 10 km vor der Stadt reserviert und ziehen dorthin um. Vera rennt zwischen den Münzwaschmaschinen und Trocknern und dem WoMo hin und her, ich mache notwendige Büroarbeit.
    Wir bleiben noch einen weiteren Tag, den wir zum Putzen und Ausruhen dringend brauchen.
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  • Die Alaska Pipeline

    17 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ ⛅ 12 °C

    Etwa 120 km hinter Valdez kann man die Alaska Pipeline bestaunen.
    Sie verläuft längs durch Alaska vom Atlantik zum Pazifik.
    1968 wurde in der Prudhoe Bay Erdöl entdeckt. Eine Pipeline wurde als einzige durchführbare Lösung betrachtet, um das Öl zum nächsten eisfreien Hafen im 1021 km (Luftlinie) entfernten Valdez zu transportieren. Die Ölfirmen mit Förderrechten schlossen sich zu einem Konsortium zusammen, um die Pipeline entwerfen, bauen und betreiben zu können. Richard Nixon genehmigte den Bau am 16. November 1973. Der Bau dauerte nach 6 Jahren Vorbereitung dann 3 Jahre, die Kosten beliefen sich auf 8 Milliarden Dollar und 21.000 Arbeiter wurden beschäftigt. 12 Pumpstationen pumpen das Öl durch die Berge.
    Die 634 Meilen (1021 Kilometer) Entfernung, die es zu überbrücken galt, bargen einige besondere Herausforderungen, wie die raue klimatische Umgebung und Abgeschiedenheit vieler Trassensegmente. Die Pipeline, deren Durchmesser 1,22 m beträgt, wurde mit dem Gedanken an Erdbeben konstruiert und ist durch absichtliche Angriffe und möglicherweise Waldbrände gefährdet. Drei Gebirgsketten sowie unzählige Flüsse und Ströme mussten überquert werden, wodurch die Pipeline 266 km länger als Luftlinie wurde, insgesamt 1287 km.
    Außerdem zwang der Permafrostboden Alaskas die Konstrukteure dazu, die Pipeline fast über die Hälfte der Länge auf Stelzen zu bauen. Es ist die erste heiße Pipeline mit 70 bis 80 Grad Celsius, weil das Alaskaöl einen hohen Wachsgehalt hat und deshalb nicht abgekühlt werden kann. Die Stelzen wurden nötig, da die Pipeline sonst durch den Temperaturunterschied zwischen dem Erdöl und dem gefrorenen Boden das Permafrosteis geschmolzen hätte und darin versunken wäre.
    Der Betrieb der Pipeline wird von zahlreichen Unfällen, Ölverlusten, Lecks und Sabotage begleitet.
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  • Moschusochsen

    17 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ ☁️ 15 °C

    (V) Kurz vor Palmer gibt es eine Farm die Moschusochsen züchtet. Das hat uns interessiert, weswegen wir trotz der schon fortgeschrittenen Zeit einen Stopp einlegen.
    Wir erhalten eine 15 min. Privatführung gegen eine Spende.
    Die lebhafte junge Frau erklärt uns viel über die Aufzucht. Es wird ausschließlich die Unterwolle der Moschusochsen verwendet, die im Frühling, also Anfang Mai, herausgekämmt wird. Davon wird von regional ansässigen Webereien Mützen Schals und Handschuhe hergestellt. Sie halten extrem warm und sind trotzdem federleicht. Ich war fast versucht einen Schal zu kaufen, doch der Preis von fast 300 Dollar hat mich dann doch davon abgehalten.
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  • Über den Glenn Highway nach Anchorage

    17 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ ☁️ 12 °C

    Vom Glenn Highway bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Berge, u.a. kann man auf einen Gletscher von oben herabschauen.
    Wir starten recht früh, denn gestern haben wir mit Gunhild und Beat, unseren Schweizer Mitfahrern auf der Panamericana-Tour, vereinbart dass wir uns heute in Anchorage treffen.
    Sie wollen dort hin um ein Ersatzteil abzuholen das sie bestellt haben, und wir wollen sowieso über Palmer fahren, etwa 30 min. von Anchorage entfernt.
    Die Beiden haben uns einen Stellplatz reserviert und nach einer herzlichen Begrüssung fahren wir mit UBER zu einem Lokal am Meer. Die Sicht auf das Wasser bei der untergehenden Sonne ist fantastisch. Aber das Essen ist noch viel besser. Der Kellner empfiehlt den tagesfrischen Lachs und er hat nicht übertrieben. Es ist sogar noch Platz im Magen für einen, ebenfalls leckeren, Nachtisch. Die netten Gespräche, die Freude über das Wiedersehen bei dieser traumhaften Umgebung lässt die Zeit schnell vergehen und erst gegen 23.00 Uhr kehren wir zu den WoMos zurück.
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  • Nenana

    18 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ ☁️ 19 °C

    Bis wir uns von Gunhild und Beat verabschiedet haben ist es kurz vor 11 Uhr. Der Wetterbericht sagt für unser "eigentliches" Ziel, dem Artic Circle, voraus dass wir uns beeilen müssen. Es zieht eine Regenfront heran, die unseren Zeitplan komplett umwirft. Wir beschließen daher heute so weit zu kommen wie möglich. In Nenana, am Rande des Denali Nationalparks, gibt es einen Campingplatz den wir ansteuern. Natürlich tut es etwas weh, durch den Denali durchzufahren ohne ihn besichtigt zu haben. Aber wir müssen Prioritäten setzen und machen Abstriche von unseren Wünschen.
    Gegen 18.00 Uhr treffen wir in Nenana ein und genießen den noch warmen Abend um draußen ein leckeres Bratkartoffel/Ei/Rindfleisch Pfannengericht zu essen.
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  • Der Dalton Highway

    19 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ 🌧 14 °C

    Wir kommen recht gut voran. In Fairbanks wird unsere Mademoiselle noch einmal voll getankt. Dann, kurz hinter Fairbanks, wird der Verkehr von der Feuerwehr angehalten. Hier wüteten noch bis vor kurzem heftige Waldbrände und wir befürchten das Schlimmste. Aber der Grund ist relativ harmlos. Die Feuerwehr zieht ihre schweren Baumaschinen ab, mit der sie grosse Schneisen geschlagen hatten. Bis die Transporter aus dem Matsch heraus sind dauert es zwar lange, aber dann geht es flott weiter.
    Es fängt an zu regnen.
    Da sassen wir vorgestern bis Mitternacht über Wettervorhersagen und Strassenkarten und rechneten ... und rechneten. In drei Tagen können wir die 1200 km bis zum Polarkreis und zurück nach Fairbanks bei noch gutem Wetter schaffen.
    Leider liest Petrus keinen Wetterbericht.
    Der Dalton Highway ist berüchtigt und ein echtes Abenteuer, auch schon wenn gutes Wetter herrscht. Bei Regen verwandelt er sich in eine rutschige Schlammpiste. "Keep Cool". Aus Südamerika kennen wir das ja bereits. Auch wenn zwischendurch die Sonne durchkommt bleibt es regnerisch bis wir den Polarkreis erreichen.
    Der Dalton Highway (Alaska Route 11) ist eine 666 km lange Fernstraße in Alaska, die Fairbanks mit Deadhorse am Prudhoe Bay verbindet.
    Der nach dem Ingenieur James W. Dalton (1913–1977) benannte Highway führt in Nord-Süd-Richtung. Es gibt unterwegs wenige Tankstellen, Übernachtungs- oder Verpflegungsmöglichkeiten. Erst 1981 wurde er für die Öffentlichkeit freigegeben. Berühmt ist die Brücke über den Yucon. Der auch im Winter geöffnete Highway ist einer der Drehorte der Serie Ice Road Truckers.
    Der Dalton Highway wird häufig als „gefährlichste Straße der USA“ bezeichnet. Dies betrifft sowohl den – sich witterungsbedingt – schnell ändernden Ausbauzustand als auch den Schwerlastverkehr, der unter Zeitdruck steht und deshalb mit hohem Tempo ziemlich rücksichtslos unterwegs ist. Durch Permafrost bedingt, ist der Highway überwiegend (69 %) Schotterstraße bzw. "Wellblechpiste". Das Ende am Prudhoe Bay liegt in einem Ölraffineriegebiet. Hier gibt es ausser Öltanks und Industrie nichts, übernachten muss man wohl in dem einzigen Hotel.
    Es wäre also übermütig von uns, wenn wir über den Polarkreis ("Artic Circle ") hinaus weiter fahren würden. Also fahren wir nur gut die Hälfte der Strecke und zurück müssen wir ja auch noch.
    Als wir am Ziel ankommen, steigen wir logischerweise aus. Beim Wiederstart lässt sich die Treppe nicht mehr vollständig einfahren, da alles zugeschlammt ist. Ein permanenter Piep Ton begleitet uns bis zum Stellplatz und erst als Dieter den Dreck entfernt, geht sie mit leichten Schlägen wieder rein. Und das Piepen hört auf. Bilder dazu im nächsten Footprint.
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  • Wir sind am Ziel: Der Arctic Circle

    19 de agosto de 2025, Estados Unidos ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach genau 300 Tagen, 43.344 km, 896 Stunden hinter dem Lenkrad und ganz vielen Erlebnissen sind wir am Ziel unserer Reise " Entlang der Panamericana " angekommen.
    Wir haben den Amerikanischen Kontinent von seinem südlichsten Punkt in Ushuaia, Feuerland bis zum Artic Circle in Alaska durchquert.
    Wir sind glücklich, diese Naturwunder in unserer fantastischen Welt sehen zu dürfen. Es war eine nicht immer einfache Tour. Dieser Reisebericht füllt 5 Fotobücher und hat fast 5000 Fotos. Hinzu kommen über 12 Stunden Filmmaterial das es daheim zu bearbeiten und vor allem zu kürzen gilt. Irgendwann ist das dann in "bocks-reiseblog.de " abrufbar.
    Wir haben diese 43.500 km unfallfrei und ohne große Pannen geschafft.

    Wie geht es weiter?
    Unsere Reise ist noch nicht zu Ende. Es folgt "Indian Summer in Kanada" bis zur Ostküste und, wenn alles klappt, die "Road Of Musik" über Chicago, Memphis Nashville und New Orleans bis wir unser Mobil im Frühjahr 2026 zurück verschiffen werden.
    Hierfür werden wir eine Neue Reise in Findpenguins eröffnen, denn es fängt an, mit 5000 Fotos kompliziert zu werden. Für unsere Follower in Findpenguins bleibt alles beim Alten. Diejenigen, die uns über "bocks-reiseblog.de " folgen erhalten einen zweiten Link zum neuen Reiseblog. Ist ganz einfach. Bei eventuellen Fragen meldet Euch bitte.
    Danke dass Ihr so starken Anteil an unserem Leben und unseren Abenteuern nehmt. Wir freuen uns über jeden Kommentar und jedes "Like".
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    Fin del viaje
    20 de agosto de 2025