• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Entlang der Panamericana

A 300-day adventure by Hans-Dieter und Vera. Read more
  • Trip start
    October 24, 2024

    Abflug

    October 24, 2024 in Germany ☁️ 15 °C

    (HD) Volker, mein Bruder, holt uns zu Hause ab um uns mit dem vielen Gepäck zum Darmstädter Hauptbahnhof zu fahren. Natürlich wurde es zum Schluss in unserem Haus hektisch. Das Flugzeug wartet ja nicht. Der Abschied ist kurz (Parkverbotszone - Darmstadt ist ja sooo hilfsbereit) aber herzlich, hat er doch die schwere Aufgabe, alles wichtige für uns zu managen. Wir steigen um in den Airliner, der uns bequem zum Terminal 1 fährt. Leider müssen wir noch einmal in einen Shuttle-Bus zum Terminal 2 umsteigen. Der Bus ist überfüllt. Was eine Organisation in Zeiten wieder aufkommende Corona und Grippe! Als sich dann noch ein Schwergewicht auf Veras Koffer setzt platzt ihr der Kragen. Wer macht denn sowas?
    Am Schalter der Air Europa angekommen, müssen wir knapp eine Stunde warten. Die zwar freundliche aber ahnungslose Bodenstewardess sagt uns, wir dürfen nur ein Handgepäck pro Paar mit an Bord nehmen. Es wäre nur Platz für 40 Personen.?! 🙄 Tatsächlich gibt es rund rund 180 Plätze. Natürlich geht das bei einem Umsteigeflug und mit viel Elektronik im Gepäck gar nicht. Dann sollten wir "unbedingt" als erste beim boarding sein. Waren wir. Die Handgepäck Kontrolle war ätzend. Jedes elektronische Gerät musste ausgepackt werden (10 Schalen!) und bei der Leibesvisitation fiel natürlich unser Bauchgurt mit dem Bargeld auf. Ich weigerte mich ihn aus der Hand zu geben und musste mit zwei Mitarbeitern ins Separe. Dort wurden die Dollars gezählt. Vera wurde der Gurt aus der Hand gerissen und wir warteten 5 min dass er mutterseelenalleine auf dem Band anrollte. Service geht anders, danke Fraport. Der Steward an Bord fragte uns zwar auch, ob wir nicht ein Handgepäck aufgeben könnten, war aber sehr schnell einsichtig als wir ihm den Sachverhalt erklärten. In Madrid hatten wir rund 90 min Aufenthalt und mussten das Terminal wechseln. Der Weg ist auch hier sehr lang. 20min stand auf dem Schild, wer nicht so schnell kann braucht deutlich länger. Einen Transport gibt es nicht. Der Flug nach Buenos Aires verlief relativ ruhig, sieht man davon ab, dass immer wenn wir mal eingenickt waren die Durchsage kam, wir sollen uns wegen Turbulenzen anschnallen. Na ja, 12 Stunden im "Dreamliner" zu verharren ist u. E. definitiv kein Traum. Welcher Depp denkt sich so einen Namen für ein Flugzeug aus?
    In Buenos Aires angekommen, hatten wir - wie kann es anders sein Ärger mit dem Zoll. Unser kristallines Add Blue erregte Aufmerksamkeit. Nach 15 min. Erklärungsversuchen wurden wir dann doch durchgewunken, gingen erst mal zu Mc Donalds und frühstückten. Mit dem Taxi ging es in 60 min. zum Hotel.
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  • Buenos Aires 1. Tag

    October 25, 2024 in Argentina 🌧 17 °C

    (V) Im Hotel angekommen, checken wir ein, beziehen unser zugewiesenes Zimmer und nehmen erstmal eine ausgiebige Dusche. Der Lärm der Klimaanlage/Heizungstherme fällt negativ auf.
    Doch zunächst einmal wollen wir einen ersten Erkundungsgang der näheren Umgebung machen, denn das erste Mal am anderen Ende der Welt zu sein, will zelebriert werden, trotz aufkommender Müdigkeit.
    Abends sind wir mit Uwe, unserem Reiseleiter, in der Bar verabredet, um Landeswährung zu bekommen. Hier nehmen wir auch den vom Hotel spendierten Begrüßungsdrink ein. Hierbei kommt die Frage nach dem Tresor auf, weil wir bis jetzt all unsere Barschaft, die immerhin über 10.000 Dollar beträgt, mit uns herumtragen. Unser Zimmer hat keinen Tresor. Uwe fragt an der Rezeption, die einen Tresorraum haben, doch dort ist nichts mehr frei. Wir bestehen auf einen Tresor mit der Konsequenz, dass wir umziehen müssen, glüklicherweise auf der selben Etage, so dass wir unsere bereits ausgepackte Kleidung gut transportieren können. Andere Gäste schauen schon etwas irritiert, doch das stört uns nicht.
    Anschließend gehen wir im Hotel essen. Ist kein kulinarisches Highlight, doch wir sind zu müde für weiteres Suchen. So gegen 21.00 Uhr fallen wir todmüde ins Bett. Unsere 1 Nacht auf dem anderen Kontinent.
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  • Buenos Aires 2. Tag

    October 26, 2024 in Argentina ☁️ 15 °C

    (HD) Heute ist ein besonderer Tag an einem besonderen Ort:
    Vera wird 65 und darf in Südamerika feiern. Dies habe ich ihr bereits letztes Jahr versprochen. Nun wird es wahr.
    Doch der Reihe nach: erst wollen wir nun einen größeren Kreis zur Stadterkundung machen. Wir schlendern die Straße des 9. Juli entlang bis zum Obelisk. Anschließend wollen wir im privaten Rahmen auf Veras Geburtstag anstossen und suchen hierfür Sekt und Gläser. Letzteres ist schnell gefunden, doch gekühlten Sekt gibt es nicht. Wir erstehen eine Flasche, die wir mit Wasser etwas kühlen. Ich besorge Blumen und somit steht dem Umtrunk nichts im Wege. Das Geschenk hat sie schon.
    Für den Abend laufen wir zum alten Hafen und kehren im Restaurant Happening ein, um ein zünftiges argentinisches Steak zu essen. Alle Empfehlungen versprechen Hochgenuß. Die Qualität ist wirklich gut. Was wir bisher nicht wußten, ist die große Menge an Fleisch, die pro Gericht serviert wird. Vera "begnügt " sich mit 250g. Lende, dazu Salat und leckeren Rotwein. Ich nehme 400g. Hüftsteak mit Kräuterbutter sowie Salat und Wein.
    Einen Kaffee zum Abschluß, dann zurück zum Hotel. Eine schöne Geburtstagsfeier geht zu Ende.
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  • Buenos Aires 3. Tag

    October 27, 2024 in Argentina ☀️ 24 °C

    (V) Heute steht ausruhen auf dem Programm. Es ist wie beim Skifahren, der berühmte 3 . Tag. Die vielen Eindrücke, die Zeitumstellung und die ungewohnt üppigen Fleischportionen fordern ihren Tribut. Dieters Kreislauf schwächelt ein wenig. Es reicht gerade für eine Runde ums Viereck und etwas Brot und Wasser zum Abend. Mir geht es soweit gut, abgesehen von der Müdigkeit. Ich gehe am Abend alleine essen im Restaurant Natacha. Es gibt regionale Gerichte, die schnell serviert werden. Teigtaschen und Reisgerichte mit Gemüse, deren Namen ich wieder vergessen habe.Read more

  • Buenos Aires 4. Tag

    October 28, 2024 in Argentina ☀️ 26 °C

    (V) Heute fühlen wir uns wieder fit für Erkundungen. Wir besuchen:
    - nochmals die Einkaufsmall um tolle Aufnahmen zu machen, denn die Mall strahlt Gediegenheit aus
    - das Monumento Libertad u. die Statue von General Martin im Park, der einen schönen alten Baumbestand hat
    - das Ministerium für innere Angelegenheiten, Handel u. Kultur, was leider geschlosssen ist. Vermutlich weil der Präsident alle Staatsbedienstete entlassen hat
    - die französische Botschaft, selbstredend auch nur von außen zu besichtigen
    Danach besuchen wir das Cat Cafe Buenos Aires mit seinem nettem Ambiente.

    Zurück im Hotel erfahren wir, dass wegen des groß angelegten Streiks, der viele Bereiche betrifft auch unsere Ausschiffung und Abholung betroffen ist. Es wurde kolportiert, dass wir unsere Fahrzeuge bis spätestens 31.10.24 aus dem Hafen holen sollten, ansonsten es länger dauerrn könnte mit der Herausgabe. Später erfahren wir, dass Gruppe 2 tatsächlich davon betroffen sein wird. Uwe wird sich weiter bemühen, unsere Fahrzeuge zeitnah zu bekommen.
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  • Buenos Aires 5. Tag

    October 29, 2024 in Argentina ☀️ 29 °C

    (V) Heute morgen berichtet Uwe von den neuesten Entwicklungen zur Abholung der Fahrzeuge. Er hat mit der Agentin erreicht, dass 3 oder 4 Fahrzeuge bereits am Freitag den 1.11.24 abgeholt werden könnten. Wir sollten überlegen, ob wir uns das zutrauen und ob wir dann am Campingplatz bleiben wollten oder wieder zurück nach Buenos Aires.
    Mit dieser Denkaufgabe starten wir in den heutigen Besichtigungstag. Unser Ziel ist das Museum der schönen Künste und wir beschließen zu Fuß die 2,5 km zu bewältigen. Dadurch haben wir die Gelegenheit durch das schönen Stadtviertel Reguletta zu schlendern.
    Am Museum angekommen, nehmen wir positiv zur Kenntnis, dass der Eintritt kostenfrei ist. Es wird jedoch auch von Schulen genutzt, sodass viele Schulklassen hier durch die Ausstellung pilgern und leider nicht so leise sind, wie wir es in Deutschland gewöhnt sind. Andere Länder, andere Sitten.
    Auf 3 Etagen verteilt gibt es Bilder vom 15. Jahrhundert bis hin zur Moderne. Sehr viele spanische oder argentinische Maler, aber auch uns bekannte Maler wie Renoir, Klee, Lukas Kranach und andere sind ausgestellt. Wir verbringen einige Stunden dort und sind begeistert.
    Anschließend schlendern wir weiter und entdecken eine Brauerei, bei der es "Cerveza del Dia" gibt, dass umgerechnet 2,80 € das 0,5 L. Glas kostet. Wir genießen es und gehen auf dem Rückweg zum Hotel im Laden Käse Wurst und Brot kaufen. Heute essen wir auf dem Zimmer, denn jeden Tag die großen Portionen im Lokal verputzen bekommt uns nicht gut.
    Nach und nach kommen immer mehr Teilnehmer unserer Gruppe an. Ein Teil hat noch eine Tour zu den Iguazu Wasserfällen gebucht, wieder andere sind mit dem Boot nach Montevideo/Uruguay übergesetzt. Diese Ziele hatten wir bei der Reisevorbereitung auch ins Auge gefasst, doch wollten wir nicht schon so viel reinpacken. Das Ziel unserer frühen Anreise war ja in Ruhe in der Zeitzone und dem Klima anzukommen, was uns glaube ich gelungen ist.
    Wir werden am 1.11. zum Hafen fahren und dann auf dem Camping 1 Nacht bleiben.
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  • Buenos Aires 6. Tag

    October 30, 2024 in Argentina ☀️ 30 °C

    (V) Heute haben wir eine HopOn HopOff Bustour gebucht, um die weitere Umgebung von Buenos Aires zu erkunden. Im Stadtteil La Boca, neben dem Stadion gelegen, steigen wir aus. Es ist ein Szeneviertel mit vielen bunten Häusern, kuriosen Märkten und Geschäften, kleinen Kneipen und schöne Plätze, die zum Ausruhen einladen. Wieder zurück im Zentrum fasst Dieter den Entschluss, sich die Haare schneiden zu lassen. Frauen haben hier eigentlich keinen Zutritt, doch für uns Ausländer machen sie eine Ausnahme. Der Friseur hat, meiner Meinung nach, einen guten Job gemacht.Read more

  • Buenos Aires 7. Tag

    October 31, 2024 in Argentina ☀️ 28 °C

    Wir besichtigen das legendäre Palacio Barolo Hochhaus im Stadtteil Montserrat. Es wurde von dem bekannten italienischen Architekten Mario Palanti im Auftrag des Textilunternehmers Luis Barolo entworfen und zwischen 1919 und 1923 errichtet. Mit einer Höhe von 100 Metern war es bei seiner Fertigstellung das erste echte Hochhaus der Stadt und für über ein Jahrzehnt das höchste Gebäude Südamerikas. Im Gegensatz zum rein privaten Kavanagh-Gebäude ist der Palacio Barolo heute für die Öffentlichkeit durch geführte Touren zugänglich. Wir buchen eine Führung und verbringen etwa 2 Stunden dort.Read more

  • Abholen der Wohnmobile in Zarate

    November 1, 2024 in Argentina ☁️ 22 °C

    (V) Die letzte Nacht war kurz, denn 6.00 Uhr heisst es aufzustehen, da der Bus um 8.00 Uhr startet. Die Dokumente richten, den Großteil des Gepäcks parat, stehen wir pünktlich mit klopfendem Herzen in der Lobby. Heute holen wir unsere Mademoiselle Ninette aus dem Hafen in Zarate ab. Uwe, unser Reiseleiter, hat es erreicht mit viel Telefonaten, dass 3 Paare ihre Mobile zusammen mit dem Agenten abholen dürfen. Der Bus bringt uns gegen 10.00 Uhr in den Hafen, bleibt da, dient als Ruhebank für die zurückbleibenden Partner. Zunächst hieß es die Pässe abgeben, dann ein Kontrollfoto. Es folgte Leibesvisitation und Alkoholtest. Danach wurden wir weiter geschickt und kamen nicht mehr an den Bus. Essen und Trinken blieben zurück. Es gab einen kleinen Raum mit Schaltern, bei denen die Agentin unsere Unterlagen abgab und von uns verschiedene Unterschriften haben wollte. Dann warteten wir auf einen kleinen Bus der uns in den hinteren Teil des Hafens brachte um dann mit dem Zoll und Drogenhund die Fahrzeuge zu inspizieren. Das hier nichts gefunden wurde ist wohl selbstredend. Wer bringt schon Drogen mit nach Argentinien. Ich war froh nach rd. 2 Std. unser Mobil unversehrt und mit allen Inhalten vorzufinden. Dann sollten die Papiere gefertigt werden. Dies beansprucht nochmals mehr als 1 Stunde. Warten durften wir in einem Aufenthaltsraum, der glücklicherweise einen Wasserspender hat, an dem wir uns bedienen konnten. Die Fahrzeuge wurden vorgefahren. Die letzten 500 m sind wir selbst gefahren. Ein erhebendes Gefühl. Alles gut gelaufen. Wir nehmen uns in die Arme und sind glücklich.Read more

  • Erste Fahrt auf dem neuen Kontinent

    November 1, 2024 in Argentina ☀️ 32 °C

    (V) Nun ist es mittlerweile 13.00 Uhr vorbei. Wir freuen uns auf die Fahrt. Gemeinsam fahren wir mit den 3 Mobilen zunächst die Tankstelle an. Dies dauerte länger. Denn erst war Schichtwechsel mit Kassenübergabe. Dann wurden wir betankt. Die Bezahlung mit Kreditkarte erwies sich als schwierig. Erst beim 5. Versuch ist es gelungen.
    Schließlich konnten wir auf die Reise gehen um die argentinischen Straßen selbst zu "erfahren". Es fühlte sich an wie Schlangenlinien fahren, die vielen Schlaglöcher zu umkurven. In San Antonio de Areco angekommen sind wir erst in den Supermarkt für Abendessen und Frühstück (Brot, Wurst Käse, Wein und Kaffee) einzukaufen. Vorräte einkaufen machte keinen Sinn, haben wir noch kein Gas und frisches Wasser.
    Auf dem Camping angekommen, haben wir die ersten Umpackarbeiten begonnen bis es fast dunkel war. Zwischendurch hat Dieter bereits erste Tierbeobachtungen und fotos gemacht. Abendessen und dann ins Bett. Müde aber glücklich sind wir dann eingeschlafen.
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  • Zurück nach Buenos Aires

    November 2, 2024 in Argentina ☀️ 30 °C

    (HD) Der heutige Morgen begann damit, dass gegen 5.30 Uhr die Karakaras die direkt über unserem Wohnmobil ihr Nest gebaut haben, meinten es sei Zeit zu frühstücken. Insbesondere das Junge bringt dies lautstark zum Ausdruck. Auch sonst ist es ein reges Vogelgezwitscher das sich so ganz anders als bei uns anhört. Als wir gerade wieder eindösen fängt es an zu regnen. Mit Schlafen ist also endgültig Schluss.
    Wir frühstücken und räumen unsere Kleidung und Technik um. Um 14 Uhr wollen wir zurück nach Buenos Aires und uns mit der Gruppe treffen. Jan hat ein UBER organisiert. Während wir am Ausgang stehen und warten, wird die Fahrt storniert. Irgendwann kommt dann doch noch ein Angebot. Mit 75 Euro liegt es deutlich über dem ursprünglichen Betrag (35 Euro). Für ein Taxi hat Uwe gestern 80 Euro bezahlt. Wir nehmen an. Es kommt ein Renault Clio, in den wir uns zu fünft quetschen. Nach 90 min in der Sardinenbüchse kommen wir an. Wie schon erwartet, ist der Fahrstil gewöhnungsbedürftig. Gleichwohl fuhr der junge Mann recht sicher. Am Abend trafen wir uns dann alle in einem Steakhaus und uns wurde vom Chefkellner der Unterschied zwischen den einzelnen Steakarten erklärt. Wir "begnügten" uns mit gegrilltem Hähnchen (4 Filets von denen Vera 3 Stück schaffte) bzw. einer kreolischen Fleischrolle. Die halbe Portion war mit 300 Gramm immer noch zu viel. Am späten Abend erhielten wir dann im Apartment der Reiseleiter unsere zuvor eingetauschten Pesos. Für kurze Zeit sind wir jetzt Millionäre.
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  • Stadtrundgang und Sonntagsmenue

    November 3, 2024 in Argentina ☁️ 21 °C

    Auch am heutigen Sonntag hieß es früh aufstehen. Um 8.30 Uhr trafen wir uns in der Lobby um dann von einem Reisebus abgeholt zu werden. Ein sehr netter Reiseführer -ein fließend Deutsch sprechender Argentinier der auch als Dolmetscher arbeitet- zeigte uns zuerst die Floralos Generica. Eine riesige blumenförmige Skulptur aus Edelstahl. Bis 2023 öffneten und schlossen dich die Blätter im Einklang mit der Sonne. Leider führte ein Unwetter dazu dass ein Blütenblatt abbrach und die Motoren beschädigt wurden. Weiter ging es zum Plaza del Congress mit dem Congressgebäude. Bei der Einweihung 1906 fehlte übrigens noch das Mobiliar und die Abgeordneten mussten stehen. Dieses Provisorium dauerte vier Jahrzehnte an. Dieses Modell sollte man vielleicht auch in Riedstadt überdenken, manch überflüssige lange Rede wäre kürzer...
    Hier befindet sich auch das Replikat des "Denkers" von Auguste Rodin, das er persönlich schuf. Auch der Kilometerstein "null" ist interessant. Von hier aus begannen ALLE Fernstrassen Argentiniens. Vorletzte Station war der Plaza de Majo vor dem Regierungssitz. Jeden Donnerstag treffen sich hier die Madres de Plaza de Mayo, die Mütter deren Kinder (30.000 sind belegt, vermutlich aber viel mehr) während der Militärdiktatur 1976 bis 1983 spurlos verschwanden. Sie tragen weiße Kopftücher die auch auf den Boden gemalt sind. Ein anderer stiller Protest am nächsten Denkmal. An die vielen tausend Corona-Toten erinnern Steine die mit den Namen der Verstorbenen dort aufgeschüttet sind. Ein Protest weil die Regierung lange untätig blieb.
    Die Führung endete mit einem Rundgang durch La Boca (das wir ja bereits kennen) und einem gemeinsamen Essen mit einem gigantischen Kalt-warmen Buffet.
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  • Der Friedhof von Recoleta

    November 4, 2024 in Argentina ☁️ 20 °C

    Den heutigen Tag könnte man auch den "unseligen Montag" nennen. Doch der Reihe nach. Eigentlich sollte es ein kleiner Spaziergang zum Friedhof Recoleta werden. Der ist der wohl bekannteste Friedhof in Argentinien, hier ruhen 30 ehemalige Regierungschefs, darunter Evita Perón, sowie alle B- und C- Promis. Er ist ein Beispiel für die Zeit, als das Land eine aufstrebende Wirtschaftsmacht war und die wichtigsten Familien der Stadt um den Bau prächtiger Pantheons wetteiferten. Viele der Gewölbe sind mit Marmor und Skulpturen geschmückt. Mehr als 90 Gewölbe wurden zu nationalen historischen Denkmälern erklärt. Kaum sind wir aufgebrochen, fängt es an zu schütten. Fast 30 Liter pro m2 laut Wetter-App. Nass bis auf die Haut suchen wir erst Schutz in einem Kaffee, als es nicht nachlässt besuchen wir trotzdem den Friedhof. Ich habe Angst um meinen Fotoapparat. Rucksack und Fototasche sind durchweicht, aber er hat es überstanden. Dann erreicht unsere Gruppe die Hiobsbotschaft vom Hafen. Die Hafenarbeiter haben zwei Wohnmobile gecrascht. Eines davon sieht auf dem Foto übel aus. Die Stimmung ist gedrückt, der Eigentümer fährt sofort mit einem Taxi los. Uwe zieht derweil im Hintergrund alle Strippen. Jetzt heisst es abwarten wie schlimm der Schaden ist.
    Mittags gehen wir Essen in einem der nobelsten Hotels der Stadt, dem Alvear Palace. Das Zimmer ab 500 Euro die Nacht. Wir fallen auf, weil um unsere drei Tische sich das Wasser sammelt wie neben einem Pool. Als wir aufbrechen, stößt Vera auf der Strasse plötzlich einen Schrei aus. Ihre Geldbörse ist weg. Also schnell wieder zurück ins Lokal und alles abgesucht. Riesiges Glück: Auf der Damentoilette findet sie sie. Das Wallet muss aus der Hosentasche gerutscht sein, bei den nassen Hosen kein Wunder. Zurück im Hotel heißt es Packen. Morgen checken wir aus, und heute Abend steht ja noch die Tangoshow auf dem Programm.
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  • Tango-Show

    November 4, 2024 in Argentina 🌙 17 °C

    Den Abend verbringen wir in einem Tangolokal. Zunächst werden uns ein paar Grundschritte gezeigt, die wir üben, dann gibt es ein dreigängiges Menue, und um 22 Uhr beginnt die Show. Wir sind begeistert. Die sinnlichen Tänze, die mit Inbrunst vorgetragenen Lieder und das gute Orchester verbreiten eine tolle Atmosphäre. Wir nehmen noch einen Mitternachts-Kaffee, und sind dann "früh" im Bett. Unterwegs kam dann noch die Nachricht dass das eine beschädigte Wohnmobil wohl repariert werden kann, die Mitfahrer setzen die Tour eventuell in Gruppe 2 fort. Man wird sehen. Für das andere (schweizer) Paar ist die Tour zu Ende bevor sie begonnen hat. Das Fahrzeug hat einen Totalschaden. Ein Hafenarbeiter hatte einen Neuwagen auf den Kopf gelegt, und war dann voll in das Wohnmobil gekracht. Jetzt haben die Versicherungen das Sagen.Read more

  • Zarate und San Antonio 2. Teil

    November 5, 2024 in Argentina ☁️ 22 °C

    Um kurz nach 8.00 Uhr startet der Bus von Buenos Aires nach Zarate, damit die anderen Reiseteilnehmer ihre Wohnmobile endlich in Empfang nehmen können. Jan, Hanna und wir beide haben beschlossen mit dem Bus mitzufahren und von Zarate aus ein Taxi/Uber zu nehmen, denn das kommt uns günstiger.
    In San Antonio machen wir uns gleich an die Arbeit des weiteren Umräumens. Jan und Hanna liegen im Stuhl. Sie haben nicht viel dabei und sind somit schon fertig mit umpacken. Schon hier merken wir, dass wir wohl etwas zu viel Sachen mitgenommen haben.

    Nachmittags treffen so nach und nach die Wohnmobile ein und um 18.00 Uhr trefffen wir uns zum 1. Briefing dieser Reise. Uwe gibt Wein und das 1. Roadbook aus. Die Stimmung ist bestens. Nach einer Stunde sind wir von den vielen Informationen "erschlagen", doch zufrieden dass es nun endlich losgeht.
    Der nächste Tag steht unter dem Motto Versorgung mit Wasser und Gas sowie Richten für den Start am darauffolgenden Tag, an dem unsere 1. Etappe startet. Bei Allen ist die Vorfreude zu spüren. Auf zum Abenteuer unseres Lebens.
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  • Über Lujan nach Azul

    November 7, 2024 in Argentina ☁️ 15 °C

    (HD) Wir sind um kurz nach 9 Uhr gestartet, nachdem Vera mit einem Teil der Damenriege unter Anleitung von Diana bereits mit Joga den Tag begrüsst hat.
    Dass die Jogastunde bereits um 8 Uhr und ohne Frühstück für Vera begann, bedarf einer besonderen Erwähnung. Vera frühstückte dann eine Kleinigkeit als sie fertig waren; ich habe darauf verzichtet denn wir wollten um 9 Uhr starten. Heute liegen 380 km vor uns. Die Strassen führen meist wie mit dem Lineal gezogen geradewegs durch die Pampas, die Argentinische Steppe. Tausende von Rindern sehen wir rechts und links der Strasse weiden. Nach rund 120 km Fahrt erreichen wir das Örtchen Lujan. Hier stürmt die Gruppe zunächst den Carrefour, wo wir uns mit den Grunddingen des täglichen Lebens eindecken - bis auf Bier und Wein, der darf in Argentinien erst nach 12 Uhr verkauft werden. Beim Bezahlen gibt es etwas Ärger. Die Kassiererin verlangt meinen Pass zur Kreditkarte; mit Veras Personalausweis gibt sie sich nicht zufrieden. So etwas kennt sie hier nicht. Also blockieren wir die Kasse und Vera holt meinen Pass aus dem Wohnmobil. Anschliessend besichtigen wir die Basilika, die zu Ehren der Jungfrau von Luján , der Schutzheiligen Argentiniens, erbaut wurde. Jedes Jahr pilgern mehr als sechs Millionen Menschen zur Basilika, viele kommen zu Fuß von Buenos Aires dorthin. Mit dem Bau wurde 1889 begonnen, erst 1937 wurde sie fertiggestellt. Zahlreiche Mosaikfenster und mehrere Altare fallen hier auf. Es wird eine sanfte, spirituelle Musik gespielt. Nachdem wir auf dem Parkplatz ein Schokostückchen gegessen haben (also mein Frühstück), geht es weiter zu unseren Übernachtungsplatz nach Azul. Leider steht der Platz aufgrund der Unwetter unter Wasser und wir übernachten auf einem Grünstreifen neben der Strasse. Mal abwarten wie der Verkehrslärm heute Nacht wird. Aber jetzt haben wir erst mal gekocht; Reis mit Tomatensauce, Gemüse und Hackfleisch.Read more

  • Von Azul nach Monte Hermoso

    November 8, 2024 in Argentina ☁️ 22 °C

    (HD) Der heutige Fahrtag verlief unspektakulär. Die Nacht neben der Nationalstrasse 3 war "etwas" ruhiger als befürchtet, von 23 Uhr bis 4 Uhr fuhren nur wenige LKW. Ist bei den Schlaglöchern nachts auch nicht empfehlenswert. Was uns sehr positiv auffällt: Viele PKW-Fahrer machen langsam, einige machen Fotos. LKW Fahrer hupen und begrüßen uns somit. Fremde Menschen winken uns zu. Nach 320 km erreichen wir einen Freihstehplatz direkt am Atlantik, wobei die letzten 4 km Staubstraße war. Wir genießen das Meer und den Sonnenuntergang. Alles erinnert hier an die Spanische Mittelmeerküste. Am Abend das übliche Briefing um 18.00 Uhr mit anschließendem Abendessen in dem Strandlokal. Dieter hat panierten Fisch; Vera paniertes Hähnchenfilet, beides gut zubereitet. Mit Salat vorweg war es wie immer ...viel zu viel. Wir nehmen die Reste des Hähnchenfilet mit. Der Wein war sehr gut. Davon blieben allerdings keine Reste :).Read more

  • Fahrt nach El Cóndor

    November 9, 2024 in Argentina 🌬 20 °C

    (V) Die Fahrt raus über die Staubstraße war einfach zu befahren, denn LKWs und Radlader haben die Sandverwehungen, die in der Nacht durch den starken Wind entstanden sind, schon bereits seit den frühen Morgenstunden weggeschoben. Schwieriger war es über die sehr hügelige Asphaltstraße zu kurven, sodass wir kurz aufsetzten. Nun erinnerten wir uns daran Luftfedern zu haben, die wir nun etwas höher einstellten und ohne Probleme weiterfahren konnten. Heute sollten wir erstmals Erfahrungen mit den Lebensmittelkontrollen machen, die uns nun ab bei jedem Bezirkswechsel und an den Landesgrenzen erwarten wird. Hier sollen frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Fleisch, manchmal auch Milchprodukte nicht im Fahrzeug sein. Ein Blick in den Kühlschrank genügte: unsere Milch, Käse und im Tiefkühlfach Gemüse und Bolognesesugo durfte drin bleiben.
    Alles problemlos. Allerdings macht diese Vorsicht die Vorratshaltung kompliziert.
    Wir haben nun nach über 800 km Fahrt den südlichsten Teil des Bezirks Buenos Aires erreicht. Jeder Bezirk hat seine Stadt für die Behördengänge, in dem Fall Buenos Aires. Für eine Passverlängerung müssen die Einwohner also über 800 km zurücklegen. Das wäre also so, als würde ein Schweizer aus Zürich seine Formalitäten in Hamburg erledigen müssen. Unvorstellbar für uns.
    Wir besorgen noch Brot und etwas Obst und Gemüse. Wir haben es eilig, noch 1,5 Std. liegen vor uns und wir wollen vor dem Stellplatz in den Nationalpark zu den Seelöwen, was ein Umweg von 1 Std. bedeutet. Wir stehen an der Steilküste und können auf hunderte von Seelöwen schauen. Sensationeller Ausblick.
    Nachdem wir unseren Stellplatz bei El Condor direkt an der Steilküste stehend erreicht haben, setzen wir uns zum Abendessen draußen hin und beobachten die vielen Felsensittiche bei ihrem Flug. Sie nisten in den Höhlen der Steilküste , sammeln sich aber am Abend für den Flug ins Ort um dort in den Bäumen zu übernachten. Bei Sonnenuntergang verschwinden sie mit viel Gezwitscher um uns am frühen Morgen so gegen 5.00 Uhr wieder zu begrüßen. In diesem Gebiet leben mindestens 40.000 Felsensittiche, die ursprünglich mal aus Chile über die Andenpässe dort angekommen sind.
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  • Von El Cóndor nach Puerto Pirámides

    November 10, 2024 in Argentina ☀️ 19 °C

    Der heutige Fahrtag wird eine Herausforderung mit 530 km. Zur "Belohnung" werden wir dann 2 Tage an unserem nächsten Ziel bleiben.

    Zuerst nehmen wir die Felsensittiche noch näher vor die Linse und das nahegelegene Flieger-Denkmal. Puerto Pirámides liegt auf der Halbinsel Valdes, die komplett Naturschutzgebiet ist. Man darf dort nicht einfach frei übernachten, sondern muss den Campingplatz anfahren und den Beleg für die Übernachtungsgebühr bei der Ausfahrt wieder vorzeigen. Wir entrichten unseren Eintritt von umgerechnet 30,00 €/Person und fahren dann noch 80 km bis zum Stellplatz. Am Wegesrand sehen wir Guanakos, die uns zu begrüßen scheinen.Read more

  • Whale watching auf Valdes

    November 11, 2024 in Argentina ☀️ 18 °C

    (HD) Für heute steht eine Bootstour auf dem Programm. Doch aufgrund der heftigen Stürme in der Nacht, die so an unserem Mobil gerüttelt haben dass wir nur wenige Stunden schlafen konnten, verschiebt sich die Abfahrt mehrfach bis es um 14 Uhr los geht. Wir wollen Wale beobachten. Tatsächlich manövriert uns der Kapitän in die Nähe einiger "Balena Franca Austral" (Südkaper-Wale aus der Familie der Glatwale. Etwa 7.000 Exemplare weltweit). Diese Tiere wiegen bis zu 40 Tonnen und können bis zu 16 m lang werden. Der Kopf nimmt 25% der Länge ein, die in einigen Bereichen mit auffälligen Keratinschwielen bedeckt ist. Diese Schwielen sind bei jedem Wal unterschiedlich, so dass man sie unterscheiden (könnte). Krebstiere, im Volksmund als "Walläuse" bekannt, leben auch auf ihrer Haut. Die Haut ist schwarz mit weißen Flecken auf dem Bauch. Wir sehen allerdings nur die "Babies" die aber auch schon recht imposant sind. Vera hat leider ziemlich unter der heftig schaukelnden Bootsfahrt gelitten, was ihr Vergnügen sehr eingeschränkt hat. Abends saß die Gruppe noch um einen grossen Grill und feierte den Geburtstag von Petra nach, die uns mit dem Nationalgetränk, dem Merlot-Wein und dem zweiten Nationalgetränk Argentiniens, dem Fernet, versorgt hat.Read more

  • Orkas an der Küste von Valdes

    November 12, 2024 in Argentina ☀️ 18 °C

    (HD) Optional steht heute eine Fahrt mit den eigenen Mobilen an die Küsten der Halbinsel auf dem Programm. Wir wissen, dass es Schotterstrassen mit "Ribbels" (Waschbrettartige Strassenverhältnisse) sind. Dass es so schlimm kommt, ahnten wir nicht. Mensch und Maschine stellten sich auf den 175 km, die heute ich zu fahren habe, einer sehr großen Herausforderung. Unsere Mademoiselle hat sie nicht ganz unbeschadet überstanden. Das Hauptpanel hat sich scheinbar aufgehängt und muss resettet werden. Dadurch haben wir kein Wasser. Wir wissen nur nicht wie das repariert werden kann und arbeiten daran. Die Schrauben einer Schublade sind ab, die Mutter eines Fensterscharniers ist verschollen, und einige Kabel im Unterbau hängen runter. Aber zurück zur Tour.
    Mit Bernd und Ute fahren wir zunächst zu einem 100 km entfernten Aussichtspunkt. Und während ich die Seelöwen fotografiert habe und meine Kamera holen will, rufen Vera und Ute gleichzeitig "Dieter, Bernd, die Orkas sind da!" Und tatsächlich sehen wir einen ganzen Schwarm dieser majestätischen Tiere, die umeinander schwimmen und springen und uns eine einmalige Show bieten. Der (Große) Schwertwal (Orcinus orca), auch Orca, Killerwal, Mörderwal genannt, ist die größte heute vorkommende Art der Delfine. Die Art ist weltweit verbreitet, Dass diese Delfine auch "Wale" heißen irritiert. Die Männchen wiegen 6 Tonnen, die Weibchen 4 Tonnen, maximal erreichen sie 10 m Länge. Auch wenn sie "Killerwale" heißen sind sie für den Menschen ungefährlich. Nicht jedoch für die jungen Seelöwenbabies. Denn nicht ohne Grund schwimmen sie bis etwa 5 m an die Küste heran. Ute stellt fest, dass plötzlich eines der Babys im Uferbereich verschwunden ist. So ist nun mal die Natur. Die Rückfahrt verläuft teils im Dunkeln, was nicht gerade angenehm ist, aber letztlich kamen wir um 21.30 Uhr an. Andererseits hat uns ein fantastischer Sonnenuntergang in dieser Wüstenlandschaft und das Naturspektakel für die Strapazen entlohnt. Völlig K.O. essen wir noch schnell eine Kleinigkeit und fallen müde ins Bett.
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  • Municipio de Trelew

    November 13, 2024 in Argentina 🌬 26 °C

    (V) Bevor wir an unserem ersten Stopp ankommen, wollen wir unseren Wasservorrat auffüllen, denn am Campingplatz gibt es nur salzhaltiges Wasser. Außerdem müssen wir tanken und eine Dusche wäre auch toll. Wir finden alles bei einer großen Tankstelle. Während Mademoiselle Wasser erhält, können wir für 1000 Pesos/P. eine schöne warme Dusche nehmen.
    Dann eilen wir zum Treffpunkt, denn heute steht Kultur auf dem Programm. Wir besuchen das paläontologische Museum in Trelew. Eine lehrreiche und magische Zeitreise, die uns bis in das Quartärzeitalter (300 Millionen Jahre) führt. Dieses Museum möchte alle Geheimnisse der Entstehung des tierischen und pflanzlichen Lebens und der noch zu wenig bekannten Welt der Dinosaurier zugänglich machen. Patagonien ist nämlich eine Region, die extrem reich an prähistorischen Fossilien ist, und jedes Jahr werden immer noch neue paläontologische Entdeckungen gemacht. Am 17. Mai 2014 entdeckte ein argentinisches paläontologisches Forscherteam sieben Exemplare einer neuen Dinosaurierart - die größten bisher entdeckten Skelette der größten Landtiere, die je existiert haben. Tatsächlich sind diese fast 20 Meter hoch, 35 Meter lang (vom Kopf bis zum Schwanz) und 62 Tonnen schwer. Das wäre die Höhe eines fast siebenstöckigen Gebäudes bei einer Länge, die der von drei hintereinander geparkten Anhängern eines Schwerlastwagens entspricht. Auch wenn man dieses Skelett nicht bestaunen kann, weil es für dieses Gebäude einfach zu gross ist - der Besuch des Museums ist spannend und wir fühlen uns wie im "Jurassic Park".
    Das Museum wird übrigens von einer Stiftung verwaltet und von der Kommune mit unterstützt, in dem die Bediensteten 6 Stunden ihrer Arbeit bei der Verwaltung nahgehen und dann noch 2 Std. in der Werkstatt, um bei der Freilegung von Fundstücken und der Archivierung mitzuhelfen. Ein tolles Konzept, finden wir.
    Wir parken auf einem Supermarktparkplatz in der Nähe. Uwe berichtet, dass das hier ziemlich gefährlich ist und die WoMos bewacht werden. In der Tat hängen hier ein paar schräge Typen rum. Beim Besuch von Gruppe zwei wurde ein WoMo unter den Augen von Janette aufgebrochen; sie konnte den Dieb gerade noch in die Flucht schlagen. Auch im Netz wird in diversen Blogs über Einbrüche berichtet. Daher geht Dieter einkaufen und ich warte am Womo.
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  • Gaiman

    November 13, 2024 in Argentina 🌬 28 °C

    Gaiman ist ein kleines Dorf, in dem einst die Waliser zu Hause waren. Nach dem Scheitern der Unabhängigkeitsbemühungen von England kam es zu Spannungen und die Waliser suchten einen Platz, an dem sie in Frieden und abseits anderer Engländer leben konnten. 1865 kam ein Schiff in Puerto Madryn an, die Waliser "mischten" sich allmählich mit der Bevölkerung. Höchst interessant ist heute noch der Five o` clock tea im Teehaus. Sogar Lady Di war schon hier gewesen. Wir geniessen also den Tee und die leckeren Kuchen die es dazu gibt.
    Unser Übernachtungsplatz gehört einem Bauunternehmer, der auch seine Maschinen und LKW hier parkt. Das stolze Wort "Camping" passt nicht wirklich, aber die Leute sind so nett.
    Bevor wir uns zum Briefing am Lagerfeuer treffen, wollen wir unsere Wasserpumpe wieder in Gang setzen. Ein Wackelkontakt am Elektroblock ist der Fehler :( . Wir bilden unseren Stuhlkreis und trinken Tee mit dem Mate de Coca (Tee aus Kokablättern). Die Zeremonie wird uns ausführlich erklärt. Das gemeinsame Trinken ist ein Symbol für Gastfreundschaft, Beisammensein und Respekt vor der Natur.
    Es macht Spass, aber wir halten uns dann später beim Briefing doch lieber an unseren Rotwein.
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  • An der Steilküste bei Atlantico

    November 14, 2024 in Argentina ☁️ 20 °C

    (HD) Ein langer Fahrtag steht uns heute bevor. Über 600 km; wir werden hierfür 8 Stunden benötigen. Sofern wir einen Abstecher zu einer der der grössten Magellanpinguin-Kolonien der Welt machen: Punta Tombo. Das hätte uns zwar gereizt, aber die 120 km Schotterpiste schrecken uns ab. Das wollen wir uns und Mademoiselle nicht antun. Unser Ziel erreichen wir nach 485 km. Es ist ein Stellplatz auf einer Steilküste. Es geht hier, wie der Name schon sagt, steil bergab. Ausnahmsweise gehören wir zu den ersten die ankommen. Wir suchen einen Platz nahe der Abbruchkante mit einem spektakulären Ausblick. Als dann aber am späten Abend das laue Windchen zum mäßig starken Sturm mutiert zieht es uns und auch andere Teilnehmer von der Abbruchkante weg ein paar Meter weiter aufs "feste" Land. Das lässt uns dann doch beruhigter schlafen.Read more