Hallo, wir sind Michelle und Mathias. Anfang 2022 tauschen wir unsere IT-Jobs in Frankfurt gegen Reiseabenteuer auf der großen, weiten Welt 🌎 Wir freuen uns, wenn ihr uns dabei begleitet 😊 Message
  • Day165

    Auf nach Galápagos!

    July 29 in Ecuador ⋅ ☁️ 23 °C

    Die Galápagos-Inseln liegen am Äquator etwa 1.000 km westlich der ecuadorianischen Küste. Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und einige der Inseln zeigen auch heute noch vulkanische Aktivität. Die isolierte Lage mitten im Pazifik ermöglichte die Entwicklung vieler endemischer Tier- und Pflanzenarten, welche nur hier auf den Inseln existieren. Um dieses einzigartige Ökosystem zu schützen, sind 97% der Galápagos-Inseln Naturschutzgebiet 🐢

    Viele erkunden die Inseln mit einer Kreuzfahrt. Aber jeden Tag volles Programm und alle Aktivitäten unter Zeitdruck - das ist so gar nicht unser Ding. Wir wollen die drei Hauptinseln Isabela, Santa Cruz und San Cristóbal lieber auf eigene Faust entdecken und nehmen uns dafür einen ganzen Monat Zeit. Das ist ganz schön lang, aber die hohen Flug- und Einreisekosten sollen sich auch lohnen. Auf den Inseln soll alles sehr teuer sein, weshalb wir unseren Ausflug gut vorbereiten. In Quito wird noch kräftig eingekauft: Müsli, Nudeln, Tomatensoße, Reis, Tee, Kekse... insgesamt über 6 kg Lebensmittel sind mit an Bord 🥫 Dabei achten wir auf die Einfuhrbestimmungen, denn Früchte, Samen und Milchprodukte sind streng verboten und das wird auch mehrfach kontrolliert. Auch für neue Sonnencreme müssen wir mit über 30 $ tief in die Tasche greifen. Aber das ist am Äquator dringend notwendig. Die UV-Strahlung ist hier so heftig, dass man sich permanent eincremen muss, selbst bei dichter Wolkendecke ⛱️

    Und dann kann es endlich losgehen. Wir fahren zum Flughafen in Quito und registrieren uns für 20 $ pro Person zunächst für Galápagos, wobei alle gebuchten Unterkünfte und Rückflugtickets vorgewiesen werden müssen. Dann wird unser Gepäck gescannt. Zusätzlich zur Flugsicherheitskontrolle wird hier geprüft, dass wir keine verbotenen Lebensmittel, Samen oder Tiere mitbringen. Da alle Touristen für den Flug die höchste Buchungskategorie wählen müssen, fliegen wir heute mal Premium Economy 🤷🏼‍♂️ Der Unterschied ist kaum spürbar und nach nicht einmal zwei Stunden Flug sehen wir auch schon die ersten kargen Inseln aus Vulkangestein ✈️

    Wir landen auf der Insel Baltra und hier geht der Spaß so richtig los. Nach einer kleinen Einreisegebühr von nur 100 $ wollen wir unser Gepäck abholen. Ein Spürhund prüft es gerade auf unerlaubte Substanzen. Vier Koffer werden herausgefischt... oh oh, wer versucht hier wohl heimlich Mandarinen nach Galápagos zu schmuggeln? 🍊 Unsere Rucksäcke sind zum Glück nicht betroffen und wir dürfen weiter. Für läppische 5 $ fährt uns ein Shuttlebus ganze fünf Minuten zum Pier, von wo wir mit einem kleinen Boot auf die Insel Santa Cruz übersetzen. Hier dürfen wir wählen: Auf den nächsten Bus warten oder für 25 $ ein Taxi in den Hauptort von Santa Cruz nehmen. Tatsächlich entscheiden wir uns für das teure Taxi, denn wir haben es eilig. Wir wollen die 15-Uhr-Fähre von Santa Cruz nach Isabela nehmen 🚤 Und so kommen wir gegen 13 Uhr auch rechtzeitig am Fährhafen an. Womit wir nicht gerechnet haben: Alle Fähren nach Isabela sind heute bereits ausgebucht, die nächste geht erst morgen früh um 7 Uhr... na klasse! 🙄 Wir kommen hier heute also nicht mehr weg und müssen uns ziemlich frustriert eine Unterkunft für eine Nacht suchen. Nach ein paar Versuchen finden wir ein Hotel, wo uns eine alte Dame noch ein Zimmer anbieten kann. Wir erklären unsere ungeplante Notsituation und bekommen sogar noch ein bisschen Rabatt. Am Abend schauen wir uns noch die Promenade von Santa Cruz an und stolpern bald über den ersten Seelöwen, der es sich zwischen den ganzen Menschen gemütlich gemacht hat. Wahnsinn! Viele Tiere hier auf den Inseln kennen keine natürlichen Feinde und haben daher auch kaum Scheu vor Menschen 🦭

    Am nächsten Morgen sind wir noch vor Sonnenaufgang unterwegs zur Fähre, die uns jetzt hoffentlich mit nach Isabela nimmt. Und über diese Fährfahrten haben wir jede Menge Horrorgeschichten gehört, immerhin geht es mit einem eher kleinen Schnellboot für etwa zwei Stunden über den Ozean 🌊 Michelle wirft direkt eine Reisetablette ein, Mathias lebt lieber am Limit. Auf dem Fährboot gibt es schonmal keine Schwimmwesten - komisch, sonst bekommt man in jedem knietiefen Tümpel solche Dinger umgeschnallt und hier auf offener See nicht? 🤷🏼‍♂️ Und dann geht's looos... nach gerade einmal fünf Minuten versagt einer der drei Motoren. Es wird etwas dran rumgewerkelt, hilft aber nicht viel. Während der Reparaturversuche wird das Boot von den Wellen nur so hin und her geworfen. Na, das kann ja heiter werden! Wir fahren mit zwei Motoren weiter, aber nicht wirklich langsamer, nur lauter. Dazu der Wellengang und Dieselgeruch, was für ein wunderbares Erlebnis 🥴 Während der Fahrt schlafen so ziemlich alle ein oder übergeben sich oder starren einfach stoisch auf den Horizont 🛥

    Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir endlich die Insel Isabela. Hier geht der Bezahl-Irrsinn direkt weiter. Neben den Fährkosten von 30 $ pro Person haben wir auf Santa Cruz bereits 1 $ für die Benutzung des Piers (!) und 1 $ für ein Wassertaxi vom Pier zur Fähre gezahlt. Jetzt gibt es wieder 1 $ für das Wassertaxi von der Fähre zurück zum Pier und als Bonus noch 10 $ "Eintritt" für die Insel 💸 Aber nun genug über die Gebühren gejammert, wir haben es uns ja so ausgesucht. Es ist nur beispielhaft, wie hier an jeder Ecke abkassiert wird, damit alle am Tourismus mitverdienen. Nicht ohne Grund gehört Galápagos zu den reichsten Regionen Ecuadors 💰 Immerhin haben wir auf Isabela eine hübsche Unterkunft mit eigener Küche. Wir kaufen die fehlenden Lebensmittel ein und staunen über die Preise, vor allem die der Milchprodukte: 4,50 $ für einen halben Liter Joghurt und 6,80 $ für zehn Scheiben Sandwichkäse, läuft! 🧀 Nach dieser aufregenden Anreise können wir nun etwas zur Ruhe kommen und die Insel erkunden...
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    Traveler

    Da werden Erinnerungen wach... aber keine guten.. 😬😅

    Michelle und Mathias

    Bei uns war es zum Glück nicht ganz so wild wie bei euch 😄

    Traveler

    Ich weiß genau was du meinst

     
  • Day158

    Ankunft in Ecuador

    July 22 in Ecuador ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einem spektakulären Landeanflug erreichen wir Quito, mit 2.800 Metern die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Auf 40 Kilometern Länge erstreckt sich Quito auf einem schmalen Plateau in den Anden, umgeben von hohen Bergen und Vulkanen. Da der Flughafen knapp südlich des Äquators liegt, betreten wir nun zum ersten Mal die Südhalbkugel, hier dreht sich alles anders herum 🙃 Auf dem Weg zur Unterkunft geraten wir mal wieder in den Feierabendverkehr und verbringen fast drei Stunden im Taxi 😑

    Für einen ersten Überblick über Land und Leute nehmen wir an einer Free Walking Tour teil 🇪🇨 Interessant ist, dass neben Öl und Bananen auch Schnittblumen und Kakao zu den Hauptexportgütern zählen 💐 Eine weitere Besonderheit ist die Abschaffung der eigenen Landeswährung, dem ecuadorianischen Sucre. Seit der schweren Wirtschaftskrise und Hyperinflation im Jahr 2000 gilt der US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel Ecuadors 💸 Diese offizielle Form der Dollarisierung findet man übrigens auch in Panama und El Salvador.

    Im historischen Zentrum Quitos finden wir tolle Kolonialbauten und schöne Aussichtspunkte, zum Beispiel von den Türmen der beeindruckenden Basílica del Voto Nacional ⛪️ Aber auch hier heißt es: Bei Einbruch der Dunkelheit lieber nicht mehr draußen sein! Eine tolle Abwechslung bietet da der jährliche Nachtlauf, der einzige Tag im Jahr, an dem es wohl sicher ist, nachts durch die Stadt zu gehen. Wir ziehen mit einer Gruppe aus unserem Hostel los und feuern im strömenden Regen die Läufer an 🏃🏽‍♀️ Anschließend kehren wir noch in einer Bar ein und probieren Canelazo, ein beliebtes Heißgetränk der Andenregion mit Zimt, Lulosaft und Zuckerrohrschnaps 🥃

    Für unsere Route durch Ecuador haben wir zwar schon ein paar tolle Tipps im Gepäck, aber es gibt noch keinen festen Plan. In den ersten Tagen macht uns auch die Höhe ganz schön zu schaffen. Wir fühlen uns schlapp und appetitlos und das regnerische Wetter macht auch nicht unbedingt Lust auf Wandertouren 🌦 Deshalb beschließen wir kurzerhand, zunächst die Galapagos-Inseln zu besuchen. Wir buchen die Flüge ab Quito und freuen uns riesig, denn in ein paar Tagen geht es auch schon los... 😊
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    Traveler

    Wie im Schlaraffenland

    Traveler

    Sind die 🦻🏼noch dran? 😜

    Michelle und Mathias

    Ja, aber war ganz schön knapp mit dem Rasiermesser manchmal. Keine Ahnung, wo wir da gelandet sind, ein Friseur mit Sammelleidenschaft 🙂

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  • Day153

    Bogotá, Hauptstadt der Streetart

    July 17 in Colombia ⋅ ☁️ 13 °C

    Unser letzter Stopp in Kolumbien ist die Hauptstadt Bogotá und dabei läuft so einiges schief. Unser Bus aus Salento benötigt wegen Baustellen mal wieder ganze zehn Stunden, so dass wir erst im Dunkeln ankommen. Der Busfahrer lässt uns irgendwo am Stadtrand aussteigen und es beginnt zu regnen, Jackpot! 🙄 Wir flüchten uns zunächst an eine Tankstelle, wo uns viele Taxis mitnehmen wollen. Wir steigen lieber nicht ein, da Taxifahren in Bogotá nicht immer sicher sein soll, vor allem nicht nachts. Stattdessen warten wir fast eine Stunde bis sich ein gnädiger Uber-Fahrer findet und uns zur Unterkunft bringt.

    Doch damit noch nicht genug. Am nächsten Morgen erwischt es nun Mathias mit einer Lebensmittelvergiftung, also zwei Tage mit Fieber im Bett 🤒 Michelle stromert derzeit alleine durch das Viertel, in dem man sich als Tourist einigermaßen sicher bewegen kann. La Candelaria ist für eine lebhafte Streetart-Szene bekannt und tatsächlich gibt es kaum eine Fassade, die nicht farbenfroh verziert ist 🎨 Bei einer Stadtführung und Streetart-Tour gibt es viele interssante Hintergrundinfos zur Geschichte. Abgesehen von den Wandgemälden ist Bogotá nicht unbedingt schön, aber dennoch sehr authentisch. In der Fußgängerzone ist immer viel los und man kann einige schräge Gestalten beobachten.

    Als es Mathias wieder besser geht steht ein Besuch im Goldmuseum an, welches verschiedene Goldschmiedetechniken und indigene Kunststücke präsentiert 🏺 Im Botero-Museum (der mit den dicken Figuren) haben wir viel Spaß dabei, uns verrückte Geschichten hinter den Gemälden auszudenken 🖼 Toll ist auch der Aufstieg zum Monserate, dem Hausberg von Bogotá. Das ist nicht wirklich hoch, aber bei 2.600 Höhenmetern Ausgangslage kommen wir schon schnell außer Puste. Von oben gibt es dann einen tollen Ausblick über die Stadt 🏙 Am Abend probieren wir Chicha, ein Inka-Bier aus fermentiertem Mais. Komisch, alle anderen tragen ihren Chicha in einer Papiertüte, was es wohl damit auf sich hat? 😄 Später erfahren wir, dass Chicha hier eigentlich verboten ist, aber in kleinen Mengen geduldet wird 🍶

    Damit endet unser Trip durch Kolumbien, ein Land das uns in vielfacher Hinsicht positiv überrascht hat. Sei es die wunderbare Landschaft in Guatapé und Salento oder die ungeplante Woche im Yogo-Retreat 🏞 Unsere Unterkünfte in Kolumbien waren auch richtig schön und bei dem niedrigen Preisniveau lässt es sich sehr unbeschwert reisen. Beispielsweise kann man mit einem Menú del día für gerade einmal zwei Euro satt werden. Der positive Wandel Kolumbiens ist überall spürbar, wir sind gespannt was die Zukunft bringt 🇨🇴

    Etwas wehmütig verlassen wir dieses wunderschöne Land und wollen auf jeden Fall noch einmal wieder kommen, um die Karibikküste zu bereisen. Wir freuen uns aber auch schon auf Ecuador, was richtig viel zu bieten hat ✈️
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    Traveler

    cooles Shirt 🤣

    Traveler

    Shirt finden wir auch klasse! Kann man das bei euch bestellen? 😜😅

    Michelle und Mathias

    Leider nicht. Das war ein Weihnachtsgeschenk für die Reise. Wer weiß, wo sie noch hingehen wird... 😄

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  • Day146

    Im Kaffee- und Palmenparadies

    July 10 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

    Nach einer Woche Kaffeeentzug im Yoga-Retreat können wir es kaum erwarten, die Kaffeeregion Kolumbiens zu besuchen. Von Medellín aus fahren wir etwa zehn Stunden mit dem Bus nach Süden quer durch die Ausläufer der Anden. In einer grünen Hügellandschaft erreichen wir das kleine Örtchen Salento 🏞

    Auch hier sind die Gebäude wieder so schön bunt und an jeder Ecke laden süße Cafés dazu ein, den hervorragenden Kaffee aus der Region zu probieren. Mit seinen milden Arabica-Bohnen erlangt der kolumbianische Hochland-Kaffee weltweit große Beliebtheit. In der Gegend um Salento liegen viele Kaffeefarmen, in denen man den gesamten Produktionsprozess miterleben kann. Und so werden wir Kaffeebauern für einen Tag und lernen viel über den Anbau und die Verarbeitung 👨🏼‍🌾👩🏼‍🌾 In traditioneller Tracht ernten wir zunächst die Kaffeekirschen, später werden die darin enthaltenen Bohnen getrocknet, geröstet und gemahlen. Am Ende der Tour steht natürlich ein frisch gebrühtes Käffchen. Mhhh! ☕️

    Bei Salento liegt noch eine weitere Sehenswürdigkeit, die sogar den kolumbianischen 100.000-Peso-Schein ziert: Das Cocora-Tal ist landschaftlich wunderschön und beheimatet hunderte der riesigen Quindio-Wachspalmen 🌴 Mit bis zu 60 Metern Höhe ist der Nationalbaum Kolumbiens echt beeindruckend. Bei einer tollen Wanderung durch das Tal versucht Mathias, eine der Palmen zu erklimmen - hat leider nicht ganz geklappt 🙈

    Während unserer Woche in Salento wohnen wir in einem schönen Reihenhäuschen und können auf dem Balkon frühstücken, abends kochen und Netflix schauen - ein kleines bisschen Alltag auf der Reise 🏡 Nach ein paar Tagen kennen wir alle wichtigen Geschäfte und werden sogar von den Nachbarn gegrüßt 😄 Wir testen auch neue Früchte und entdecken die Granadilla für uns. Sie schmeckt wie eine süße Maracuja und lässt sich direkt aus der Schale löffeln. Lecker!
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    Cool, dort waren wir auch wandern und die Jeepfahrt war abenteurerlich ;-) wunderschön [Sanny]

    Michelle und Mathias

    Ohja, die Jeeps waren witzig. Bei der Wanderung zur Kaffeefarm sind wir bei einem hinten drauf gesprungen und stehend mitgefahren. Komm fahr mit mir, im 4x4... 😄

    Granadillas sind großartig :-) habt ihr auch die Kolibri Farm besucht? [Sanny]

    Michelle und Mathias

    Dafür war die Zeit zu knapp, wir haben wohl vorher zu viele Fotostopps eingelegt 😉 Aber wir hatten in Costa Rica schon viele Kolibris gesehen, da war das okay.

    Traveler

    👍🏼 Danach schmeckt der ☕️ doppelt gut.

     
  • Day138

    Eine Woche im Yoga-Camp

    July 2 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    In Guatapé bekommen wir einen vielversprechenden Tipp für ein Yoga-Aschram in der Nähe. Das ist ein klosterähnliches Meditatioszentrum nach indischem Vorbild 🧘🏼‍♀️ Und da wir auf der Reise keinen strengen Zeitplan haben, können wir uns das spontan mal genauer anschauen. Also geht es mit dem Bus nach San Rafael und dann weiter mit dem Tuk Tuk bis ans Ende der Welt 🛺

    Das Aschram ist schön im kolumbianischen Dschungel gelegen und von mehreren Flüssen umgeben. In der Hauptanlage bekommen wir ein kleines Zimmerchen, es gibt Gemeinschaftsbäder und mehrere Tempel für die Yoga-Übungen 🛕 Hier dürfen wir eine Woche lang Teil der spirituellen Gemeinschaft sein und am strengen Tagesablauf teilnehmen:

    - 5:30 Uhr: Weckruf durch die Glocke 🔔
    - 6:00 Uhr: Morgenmeditation, die wir irgendwie immer verpassen 😴
    - 8:00 Uhr: Erste Yoga-Session
    - 10:00 Uhr: Frühstück 🥗
    - 13:00 Uhr: Snack
    - 16:00 Uhr: Zweite Yoga-Session
    - 18:00 Uhr: Abendessen 🥘
    - 19:00 Uhr: Abendmeditation

    Das Essen ist komplett vegan, wird nach Ayurveda zubereitet und schmeckt unfassbar lecker 😋 Vielleicht liegt es daran, dass die Gerichte vor der Ausgabe mit Mantras besungen werden 🎶 Wir haben jedenfalls selten so gut und abwechslungsreich gegessen und freuen uns jeden Tag riesig auf die Mahlzeiten. An Getränken gibt es ausschließlich Tee und Saft. Wer hätte gedacht, dass uns bei all der Abstinenz vor allem ein guter Kaffee fehlen würde. Daher schleichen wir uns einmal zur nächstgelegenen Farm, wo es zum Glück ein kleines Käffchen gibt 😄

    Im Camp lernen wir Elena aus Moskau und ihren frisch Verlobten James aus Toronto kennen, neben uns die einzigen Kurzzeitgäste. Wir verstehen uns gut und unternehmen ein paar kleine Aktivitäten, wie eine Nachtwanderung oder Schwimmen im Fluss. Den Fluss besuchen wir fast jeden Tag, er ist wirklich traumhaft klar und sehr erfrischend 💦 Ansonsten trifft man sich meistens in der Nähe der Rezeption, wo es ab und zu mal ein schwaches Internetsignal gibt 📧

    Nach einer Woche ist Michelle Yoga-Profi und Mathias hat es zumindest einmal ausprobiert 🧘🏼‍♂️ Dann geht es auch schon wieder zurück in die Zivilisation. Das leckere Essen werden wir definitiv vermissen, die vielen Insekten und hunderte Mückenstiche eher nicht 😅
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    Traveler

    Awww, ich bin grad neidisch.😍 Wundervoll! Namasté

    8/20/22Reply
    Michelle und Mathias

    ❤️😊

    Traveler

    Genau das richtige für dich matze 😉 05:30 🤗

    8/27/22Reply
    Michelle und Mathias

    Aber hallo 😵‍💫

    8/27/22Reply
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  • Day134

    Oh, wie schön ist Guatapé

    June 28 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

    Für viele ist Guatapé nur ein Tagesausflug etwa zwei Stunden östlich von Medellín. Wir nehmen uns etwas mehr Zeit und bleiben ein paar Tage hier. Und das ist eine super Entscheidung, denn Guatapé entpuppt sich als wirklich positive Überraschung. Die Bilderbuch-Landschaft und das milde (wenn auch wechselhafte) Wetter begeistern uns sofort 🌤

    Der kleine Ort liegt bei etwa 1.900 Metern Höhe am riesigen Stausee Guatapé-Peñol. Der Stausee wird primär für die Stromerzeugung genutzt und liefert ganze 70% des kolumbianischen Strombedarfs. Durch das malerische Landschaftsbild mit den vielen kleinen Inseln und Halbinseln wird die Region vor allem von Kolumbianern als Erholungsgebiet genutzt 🏞

    Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Fels von Guatapé, ein riesiger Inselberg aus Granit, den man schon aus der Ferne emporragen sieht. Wir stapfen die 675 Stufen bis zur Spitze und werden mit einem unglaublichen Ausblick belohnt. Am nächsten Tag steht eine Radtour an, um den Felsen aus allen Winkeln bestaunen zu können 🚴🏼‍♀️ Wir radeln durch das hügelige Gelände und können uns am Ende mit einem Sprung in den Stausee erfrischen 🏊🏼‍♂️ Das eigentliche Highlight der Tour ist allerdings unser Guide Marcel, ein US-Amerikaner, der 20 Jahre als Pilot bei der Navy war, eine Surfschule in Costa Rica betreibt und jetzt einen Fahrradclub in Kolumbien aufbaut. Er unterhält uns mit lustigen Anekdoten aus seinem Leben und gibt uns Tipps für die weitere Reise.

    Der Ort Guatapé ist auch total schön mit seinen bunten Straßen, verzierten Häuserfassaden und verträumten Cafés ☕️ Defintiv einer unserer Lieblingsorte auf der bisherigen Reise 😊
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    Traveler

    Da ist Kondition gefragt.

    8/16/22Reply
    Michelle und Mathias

    Es ging eigentlich, wir haben ja alle paar Stufen eine Fotopause gemacht 📷

    8/20/22Reply
    Traveler

    Da haben sich die Strapazen doch gelohnt.

    8/16/22Reply
    Michelle und Mathias

    Auf jeden Fall, das war ein fantastischer Ausblick. Und wir haben sogar ein paar Stunden gutes Wetter erwischt 🌤

    8/20/22Reply
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  • Day129

    Mit der Seilbahn durch Medellín

    June 23 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

    Nach vier Monaten in Mittelamerika wollen wir unsere Reise nun in Südamerika fortsetzen und starten in Kolumbien 🇨🇴 Mathias war 2016 bereits in Bogotá und an der Karibikküste, deshalb lassen wir diesen Teil aus und fliegen nach Medellín in der Bergprovinz Antioquia.

    Medellín unterscheidet sich sehr vom kolonialen Stadtbild, das wir aus Mexiko kennen. Im Zentrum gibt es keine historische Altstadt zu entdecken, stattdessen ist es vor allem laut und eng. Einzig der Plaza Botero zeigt etwas Charme mit seinen lustigen Bronze-Figuren. Fernando Botero zählt zu den bedeutensten Künstlern Lateinamerikas und ist für Gemälde und Skulpturen mit überzeichneten Proportionen bekannt. Sie sind extrem dick! 🖼

    Der Ruf Medellíns wird leider immer noch von seiner dunklen Vergangenheit überschattet. In den 1980er Jahren litt die Stadt unter den Drogenkriegen des Medellín-Kartells und zählte Anfang der 90er zu den gefährlichsten Städten der Welt. Auch wenn einige Souvenier-Shops Artikel zum berüchtigten Drogenbaron Pablo Escobar anbieten, so meiden die meisten Einwohner seinen Namen in der Öffentlichkeit. Viele haben Angehörige während der Kämpfe verloren. Dieser Teil der Geschichte wird in Kolumbien allerdings eher verdrängt statt aufgearbeitet 🕊

    Seitdem hat sich in Medellín viel getan, um die Kriminalität zu bekämpfen. Infrastruktur-Investitionen in Millionenhöhe zielen darauf ab, die armen Stadtviertel mit dem Zentrum zu verbinden und den Zugang zu legaler Arbeit zu erleichtern. Und das funktioniert. Die Stadt verfügt über eine moderne saubere Metro, auf die die Einwohner sehr stolz sind 🚝 Wir können eines der ehemaligen Problemviertel besuchen, die Comuna 13 in Hügellage am Stadtrand. Das wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen und jetzt hat man sogar ein System aus Rolltreppen mitten in das ärmliche Wohngebiet gesetzt 🏘 Außerdem wurden mehrere Seilbahnanlagen errichtet, um die Menschen kostengünstig zur nächsten Metrostation zu bringen. Wir sind so fasziniert, dass wir einen ganzen Tag mit Metro und Seilbahn durch die Gegend fahren und uns die Stadt von oben anschauen 🚡 Medellín zählt heute zu den Vorzeigeprojekten Lateinamerikas. Die Drogen-Kartelle gibt es leider immer noch, sie operieren allerdings im Dschungel und lassen die Städte durch Schutzgeldabkommen weitestgehend in Ruhe 🌿
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    Traveler

    👌🏽

    8/9/22Reply
     
  • Day124

    Ausflug über Teotihuacán

    June 18 in Mexico ⋅ ⛅ 22 °C

    Ein besonderes Highlight in Mexiko steht uns noch bevor. Wir wollen die Ruinenstadt Teotihuacán nordöstlich von Mexiko-Stadt erkunden. Und das geht natürlich am einfachsten... mit einem Heißluftballon! 😁 Es ist hier ein großes Event, bei Sonnenaufgang über die Ruinen zu schweben, und für uns ist es auch die erste Ballonfahrt überhaupt.

    Wir starten mitten in der Nacht und werden zum Startpunkt der Ballons gebracht. Die ersten können wir im Morgengrauen schon am Himmel beobachten, während unser Gefährt gerade vorbereitet wird. Dann geht es los: Zunächst schweben wir über den nahegelegenen Wohnort, dann nähern wir uns der Ruinenstadt und steigen immer höher und höher 🎈 Es ist ein atemberaubender Anblick, wir können uns gar nicht satt sehen. Nach etwa einer Stunde in der Luft bringt uns unser Ballonfahrer wieder sicher auf den Boden. Wir stoßen mit Sekt an und bekommen ein leckeres Frühstück... begleitet von Mariachi-Musik 🎺

    Danach dürfen wir uns Teotihuacán aus der Nähe anschauen. Was aus der Luft schon beeindruckend aussah, erscheint jetzt noch viel riesiger. Allein die Sonnenpyramide ist die drittgrößte der Welt, nach Cholula und Cheops. Mit bis zu 200.000 Einwohnern gehörte Teotihuacán in seiner Blütezeit zu den größten Metropolen weltweit und dennoch ist bis heute wenig über die Erbauer dieses Meisterwerks bekannt. Die Stadt wurde gegen 700 n. Chr. verlassen und erst Jahrhunderte später von den Azteken erneut entdeckt. Diese gaben ihr den heutigen Namen, die "Stadt der Götter" 💫

    Die letzten Tage in Mexiko-Stadt verbringen wir etwas ruhiger und entdecken sogar ein Spiele-Café in der Nähe unserer Unterkunft. Mit unserer großen Leidenschaft für Brettspiele wird aus "Nur mal kurz gucken!" ein langer Spieleabend, das haben wir echt vermisst 🎲

    Damit endet unser Besuch in Mexiko und wir ziehen ein kleines Fazit: Im Fokus standen vor allem die Kolonialstädte, welche auf unserer Route von Süden bis zur Hauptstadt immer moderner und prunkvoller wurden. Dabei haben wir jede Menge über die verschiedenen indigenen Kulturen der Mayas, Zapoteken, Mixteken und Azteken gelernt. Positiv war auch das vielseitige Essen in Mexiko, wir sind große Fans von Chilaquiles zum Frühstück und Esquites als Abendsnack 🌮 Allerdings erinnert uns der regelmäßige Anblick von schwer bewaffneten Polizeikräften auch immer wieder an die unstetige Sicherheitslage im Land.
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    Traveler

    Atemberaubende Bilder von euch . Super ihr zwei Physiker, Ballone fahren so haben wir es gelernt. 😅 Caro und ich haben es auch probiert und waren ebenso beeindruckt. Wie klein alles wirkt. Ich glaub, ihr müsst noch ein Jahr dranhängen... euch geht es gut....Wir freuen uns auf das nächste Siedlerspiel mit euch.🤣

    8/1/22Reply
    Michelle und Mathias

    Ohja, wir waren auch überrascht wie sanft und ruhig die Ballonfahrt war. Das hatten wir uns ruppiger vorgestellt 😊 Das nächste Siedlerspiel kommt bestimmt 👍🏼

    8/1/22Reply

    Imhotep? Falsche Pyramide ;-P [Eliah]

    Volare... wohoheho... cantare... wohoheho [Eliah]

     
  • Day119

    Sightseeing in Mexiko-Stadt

    June 13 in Mexico ⋅ ⛅ 23 °C

    Das Ziel unserer Mexiko-Route ist Mexiko-Stadt oder auch CDMX (Ciudad de México). Mit über 22 Millionen Einwohnern zählt die Metropolregion um die Hauptstadt zu den größten der Welt. Wir bewegen uns allerdings nur in den Stadtteilen, die als relativ sicher gelten. Statt einer Wellblechhütten-Wüste erleben wir hier ein modernes und grünes Mexiko, das uns sehr an Spanien erinnert. Dennoch sind wir unterwegs sehr vorsichtig, achten ständig auf unsere Wertsachen und sind vor Einbruch der Dunkelheit zurück in der Unterkunft 📵

    In Mexiko-Stadt gibt es so viel zu entdecken, dass selbst eine Woche mit straffem Touri-Programm vieeel zu kurz ist.

    - Im Nationalmuseum für Anthropologie tauchen wir umfassend in die präkolumbische Geschichte Mexikos ein. Einige der Kulturen kennen wir bereits, von den Mayas an der Grenze zu Guatemala bis hin zu den Azteken hier in der Hauptstadt ⚱️

    - Im historischen Zentrum bestaunen wir die majestätischen Gebäude aus der frühen Kolonialzeit. Mexiko-Stadt wurde auf den Ruinen der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán errichtet. Diese lag in einer Sumpflandschaft, was heute noch an den schief stehenden Häusern zu erkennen ist 🏛

    - Auf dem Plaza Garibaldi treffen wir auf Mariachis, endlich ein Mexiko wie wir es uns vorgestellt hatten! Kleine Musikergruppen mit großen Sombreros ziehen durch die Bars und bieten ihre herzzereißenden Gesangskünste an 🎺

    - Sehenswert ist auch die UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México). Sie ist die älteste und mit über 360.000 Studierenden eine der größten Universitäten auf dem amerikanischen Kontinent. Der Campus ist so riesig, dass es ein eigenes komplexes Busnetz nur für das Uni-Gelände gibt. Man munkelt, dass sich hier zwei deutsche Touristen sogar einmal verfahren haben... 👨🏽‍🎓

    - Frida Kahlo zählt zu den bedeutensten Malerinnen Lateinamerikas. Das ehemalige Wohnhaus dient heute als Museum über ihr Leben und zeigt einige ihre Werke 🎨

    - Ein besonderes Spektakel ist Lucha Libre, mexikanisches Wrestling. Bunt verkleidete und maskierte Männer und Frauen bieten sich dramatische Schaukämpfe in einer Arena. Zunächst ziemlich schräg, aber am Ende fiebert man dann doch mit, welches Team gewinnen wird 🤼🏽‍♂️
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    Traveler

    Ein bunter Zebrastreifen 😉 Auch nicht schlecht. 🤣

    7/25/22Reply

    Geil, wie in Konstanz! :-D [Eliah]

    Wait, es gibt auch eine Netflix-Kompilation von mexikanischen LGBTQ Comedians mit dem Namen Zona Rosa. Ist der Regenbogen-Style also kein Zufall? [Eliah]

    o sea, Bello Palacio de Artes [Eliah]

     
  • Day110

    Pulque in Puebla

    June 4 in Mexico ⋅ ☀️ 25 °C

    Es geht weiter nach Norden. Unsere letzte Station vor Mexiko-Stadt heißt Puebla und das hat einiges zu bieten. Bekannt ist die Stadt für das Keramikhandwerk und im historischen Zentrum sind viele Fassaden mit Keramik verziert. Zusammen mit den über 360 Kirchen ergibt das ein richtig schönes Stadtbild ⛪️ In der Calle de Dulces, der Straße der Süßigkeiten, verkauft tatsächlich jedes Geschäft ausschließlich Süßes, da können wir nicht widerstehen 🍬 Auffällig sind auch die vielen deutschen Autos in den Straßen von Puebla. Die mexikanische Niederlassung von VW hat hier ihren Hauptsitz und wir werden ab und zu auf Deutsch angesprochen 🚗

    Direkt am ersten Abend treffen wir uns mit Eike, dem Bruder einer Freundin. Er erzählt uns vom Leben und den Eigenheiten in Mexiko. Eike arbeitet als Dozent in einer privaten Universität und zeigt uns ein paar Tage später auch seinen Arbeitsplatz. An der Uni gibt es strenge Sicherheitsvorkehrungen, da hier der Nachwuchs der mexikanischen Oberschicht ausgebildet wird 👨🏻‍🎓 Den Abend lassen wir in Eikes Lieblings-Pulqueria ausklingen. Pulque ist ein leckerer alkoholhaltiger Saft aus fermentierten Agaven und gilt als mexikanisches Nationalgetränk 🍶 Es wurde schon von den Azteken getrunken und später von den Spaniern zu Mezcal und Tequila destilliert 🥃

    Ein Spektakel wollen wir uns nicht entgehen lassen: Viele Mexikaner sind große Kino-Fans und so gehen wir in den neuen Jurrasic World mit 4D-Erlebnis 🦕 Neben wackelnden Kinosesseln werden wir passend zur Filmszene auch angepustet, mit Wasser besprüht oder in den Rücken geboxt 📽 Danach sind wir ziemlich durch den Wind und auch unsere Spanischkenntnisse haben wir wohl etwas überschätzt. Na, immerhin waren die Dinos großartig 😅

    Ein Ausflug führt uns ins nahe gelegene Cholula. Hier steht gemessen am Volumen die größte Pyramide der Welt. Ein Großteil der Pyramide ist noch nicht freigelegt und die spanischen Eroberer haben es sich nicht nehmen lassen, eine Kirche auf dem Hügel zu errichten ⛪️
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    Traveler

    Hallo ihr zwei, bei Nacht ist alles so überwältigend anzuschauen. Super Bilder von euch. Auf welcher Höhe steht ihr bei dem einen Bild. Wo ist der Punkt? Last es euch weiterhin so gut gehen!

    7/10/22Reply
    Michelle und Mathias

    Vielen Dank 😊 Das war auf einem Aussichtsturm in einem Park zu Gedenken der Schlacht vom 5. Mai. Das war die entscheidende Schlacht 1862 gegen die französische Armee hier in Puebla. Der Turm ist 48 Meter hoch und man kann mit einer Seilbahn fahren 🚡

    7/12/22Reply

    Klassiker [Eliah]

     

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