• Michelle und Mathias
Feb 2022 – Mar 2024

Hello, World

In Mittelamerika entdecken wir die Artenvielfalt von Costa Rica 🦥, Maya-Kultur in Guatemala 🌽und Mexikos bunte Kolonialstädte 🌮 Südamerika begeistert uns mit Kolumbiens Landschaften 🏞 und der Vielseitigkeit Ecuadors 🐢 Read more
  • Trip start
    February 15, 2022
    Abflug am Frankfurter Flughafen
    Gallo Pinto zum FrühstückUnsere Unterkuft in einer SeitenstraßeSan José lebt!

    Ankunft in San José

    February 15, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 23 °C

    Liebes Reisetagebuch,

    so beginnt es also. Am 15.02.2022 gegen 2:00 Uhr nachts starten wir vom Hunsrück Richtung Frankfurter Flughafen. Michelle ist mit 10+4 kg Gepäck unterwegs und ich habe 14+6 kg dabei 🎒 Ganz schön viel, aber wir wollen für möglichst viele Klimazonen vorbereitet sein. Unser erster Flug geht mit Air France nach Paris ✈️ Nach einem kurzen Zwischenstopp steigen wir in den Flieger nach Costa Rica 🇨🇷 Unser erstes Reiseziel zählt zu den sichersten, aber auch teuersten Reiseländern Mittelamerikas. Nach etwa 11 Stunden Flugzeit landen wir spät abends in der Hauptstadt San José.

    Die Einreise klappt problemlos, wir sind gut vorbereitet und haben den Gesundheitspass inkl. Impfnachweis und ein (Fake-)Weiterreiseticket dabei. Jetzt noch etwas Bargeld in der Landeswährung Colón auftreiben, dann geht es mit dem Taxi zur ersten Unterkunft 🏨 Doch diese ist trotz bestätigter Reservierung angeblich ausgebucht. Man bringt uns in ein nahe gelegenes Ersatzhotel mit Mini-Zimmern und komischen Typen, die auf den Gängen lungern. Wir fühlen uns sehr unwohl, sind aber auch todmüde und fallen einfach um.

    Am nächsten Morgen ziehen wir in unsere eigentliche Unterkunft um und genießen dort als Frühstück zum ersten Mal Gallo Pinto, das Nationalgericht Costa Ricas: Reis mit Bohnen, dazu Rührei und gebratene Kochbanane, sehr lecker 🍛 Wir nutzen den Tag, um San José kennen zu lernen, eine lokale SIM-Karte zu organisieren und einen Plan für die nächsten Tage zu machen. Bis auf die ersten beiden Nächte ist nämlich noch nichts gebucht, das hatten wir vor der Abreise nicht mehr geschafft 🗺
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  • Auf zur Karibikküste

    February 17, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Eigentlich hatten wir die Idee, zunächst die Pazifikküste zu besuchen. Doch wir müssen feststellen, dass dort alle bezahlbaren Unterkünfte ausgebucht sind. Also warum nicht zuerst Karibik statt Pazifik? 🏝

    Mit Bussen kommt man am günstigsten durch das Land, doch das ist so ein kleines Abenteuer in Costa Rica: Es gibt keine landesweiten Anbieter, keine festen Fahrpläne und keine Möglichkeit online Tickets zu kaufen. Stattdessen fragt man sich durch, wann man wo sein sollte, um einen Bus zum gewünschten Zielort zu bekommen. Und so stehen wir 8:40 Uhr mit unserem Gepäck am Busterminal "Mepe". Tatsächlich startet ein Bus, der uns in fünf Stunden in das 200 km entfernte Puerto Viejo an der Karibikküste bringt 🚍

    Wir haben eine tolle Unterkunft mit eigener Küche auf der Terasse und verbringen dort die ersten Reisetage, um uns einzuleben. Dabei gibt es nur ein paar kurze Ausflüge in die nahe gelegenen Cafés und zum schwarzen Strand "Playa Negra". Der schwarze Sand besteht aus zerkleinerter Lava und vulkanischer Asche 🌋
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  • Faulenzen in Puerto Viejo

    February 20, 2022 in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir wechseln die Unterkunft in Puerto Viejo und wohnen nun direkt am Strand 🥥🌴 Es gibt viele alternative Cafés und überall duftet es nach Gras. Hier machen wir eine Radtour, entspannen uns am Strand und stöbern durch die kleinen Lädchen im Ort.

    Costa Rica ist für seine Artenvielfalt bekannt und eine Art hat es uns besonders angetan: Das Faultier 🦥 So laufen wir den nahe gelegenen Dschungelpfad mehrmals ab, um ein Faultier zu sichten. Sie sind gut in den Bäumen versteckt und machen ihrem Namen alle Ehre: Sie schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und bewegen sich nur selten zum Fressen 🍃 Alle paar Tage wird auch mal der Baum gewechselt oder das Geschäft verrichtet. Nachdem wir ein paar Fellknäuel in den Baumkronen sehen konnten, hatten wir am letzten Tag in Puerto Viejo richtig viel Glück: Vor unseren Augen bewegte sich Fauli und er war sogar richtig aktiv, so dass wir ein paar tolle Fotos schießen konnten 🥰
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  • Im Cahuita Nationalpark

    February 22, 2022 in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir bewegen uns an der Karibikküste etwas weiter nach Norden in den kleinen Ort Cahuita. Hier wartet ein besonders Naturhighlight auf uns: Im Cahuita Nationalpark geht der Dschungel in den Sandstrand über und man kann super viele Tierarten entdecken 🌴 So machen wir uns früh 7:30 Uhr mit gepackten Rucksäcken und Kameraausrüstung auf den Weg, doch das Wetter macht hier leider nicht mit 🌧 Es regnet mehrere Stunden durch und klart erst gegen Mittag ein wenig auf, so dass wir unsere Tour doch noch verspätet starten können.

    Der Nationalpark ist wirklich beeindruckend. Wir sehen zwei der vier in Costa Rica heimischen Affenarten, werden von Waschbären angegriffen und hören entlang der Dschungelpfade ein Brüllaffenkonzert 🦧🌴

    Ansonsten ist in Cahuita nicht viel los. Es gibt nur ein kleines Soda, das sind günstige familiengeführte Restaurants in Costa Rica. Und wenn wir vor der Reise noch aus Spaß sagten, dass wir uns jeden Tag von Reis und Bohnen ernähren werden, so trifft das jetzt ziemlich genau zu: Neben morgens Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) gibt es abends Casado (Reis und Bohnen) 🍛 Wir sehnen uns nach Pizza oder Burger oder Nudeln...
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  • Vulkan in Sicht

    February 25, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir verlassen die Karibikküste und nach einem Zwischenstopp in San José erreichen wir La Fortuna im Norden Costa Ricas. Hier dreht sich alles um den Vulkan Arenal 🌋 Es gibt viele Vulkane in Mittelamerika, da sich hier die pazifische Platte unter die karibische Platte schiebt (Pazifischer Feuerring). Der Vulkan Arenal zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt, auch wenn seit 2010 keine Lava mehr fließt. Meistens ist seine Spitze von einer dichten Wolkenschicht verdeckt, doch wir haben Glück und bekommen bei bestem Wetter mehrere Tage eine tolle Sicht auf den Arenal und können sogar etwas Rauch aufsteigen sehen ⛰️

    Die Gegend ist sehr touristisch, an jeder Straßenecke werden überteuerte Touren angeboten. Wir starten stattdessen auf eigene Faust mit einer Wanderung am Fuße des Vulkans bis hin zu den erstarrten Lavafeldern des letzten großen Ausbruchs von 1968 🌋 Michelle hält Ausschau nach Tukanen und ich bewundere die endlos langen Ameisenstraßen 🐜 Für eine Erfrischung sorgt eine natürliche Lagune zwischen zwei kleinen Wasserfällen.

    Ansonsten steht auch etwas Haushalt auf dem Plan: Wir geben unsere Wäsche einfach in einer Wäscherei ab und können sie ein paar Stunden später gewaschen und getrocknet abholen, kostet etwa 5 €. Empfindliche Sachen waschen wir aber lieber selbst 🧺

    In La Fortuna treffen wir einen ehemaligen Arbeitskollegen, der zufällig auch gerade durch Costa Rica reist. Die Welt ist in solchen Momenten irgendwie klein 😄
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  • Pura Vida in La Fortuna

    March 1, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Pura Vida! Das beschreibt das Lebensgefühl der Costa Ricaner. Man kann es nicht wirklich übersetzen, es umgibt einen einfach in diesem kleinen Land. "Pura Vida" kann eine Begrüßung sein, ein Ausdruck der Freude, der Entspannung oder manchmal auch ein WiFi-Passwort. Es geht darum, das Leben zu wertschätzen und zu genießen. Vielleicht ist es auch nur eine geniale Marketing-Idee, um den Tourismus im Land zu förden 😁

    Und so spüren wir das "Pura Vida" in einer ziemlich coolen Unterkunft in den Bergen um La Fortuna. Hier entspannen wir bei bestem Vulkanblick ⛰️ Der Besitzer ist ein bisschen verrückt und geht mit uns zwei Stunden auf Faultier-Safari. Wir entdecken immerhin ein paar Kühe, Kolibris und die ersten Tukane, ein gutes Foto gelingt uns leider noch nicht. Wir lernen ein Pärchen aus Magdeburg kennen und gehen abends zusammen essen. Es ist schön, sich mit anderen Reisenden auszutauschen 🙂

    In der Gegend um den Arenal gibt es durch die vulkanische Aktivität viele heiße Quellen. So entstehen warme Flüsse, in denen man baden kann. Das wollen wir auch ausprobieren und es ist hier ein richtiges Event, bis in die Abendstunden im Fluss zu sitzen 🏞

    Die letzten Tage in La Fortuna verbringen wir in einem Hotel, davon leider ein Regentag. Das ist aber halb so schlimm - Pura Vida 😄
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  • Adrenalin im Nebelwald

    March 4, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir verlassen La Fortuna und fahren über den Arenal-See in die Region Monteverde ("Grüner Berg"). Hier herrscht ein ganz anderes Klima: Wir werden von Wind und Regen begrüßt und müssen zum ersten Mal seit Ankunft in Costa Rica lange Kleidung auspacken 🧥

    Wir erkunden ein wenig den kleinen Ort Santa Elena und planen die nächsten Tage. Das Besondere an Monteverde ist ein Nebelwald und den wollen wir nicht nur zu Fuß, sondern auch aus der Luft erkunden 🌫 Dafür buchen wir eine Canopy-Tour für den nächsten Tag. Solche Zipline-Anbieter gibt es an vielen Orten, aber im Nebelwald soll es ein echtes Highlight sein, denn hier sind die Bäume höher und die Ziplines länger 😄

    Und so starten wir mit ein paar einfachen Seilrutschen durch die Baumwipfel. Die Guides sind sehr aufmerksam und wir fühlen uns sicher. Dann kommt der Hinweis: "Wer hier weiterfährt, muss auch zu Ende fahren. Es gibt keinen Fußweg zurück." Wir wagen es und es ist wirklich atemberaubend, über den Nebelwald zu fliegen. Es folgt die längste Zipline Lateinamerikas, mit fast 1,6 Kilometern Länge und bis zu 200 Metern über dem Boden. Wer möchte, wird in Superman-Position leicht kopfüber eingehängt. Definitiv eine der spektakulärsten Erfahrungen, die wir gemacht haben 👍🏼 Und wem das noch nicht reicht, für den gibt es da diese 45 Meter lange Tarzan-Schaukel 😁
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  • Naturwelt von Monteverde

    March 6, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 24 °C

    Nachdem wir den Nebelwald aus der Luft gesehen haben, wollen wir ihn nun auch zu Fuß erkunden. Wir machen uns früh auf den Weg und starten mit Fotoausrüstung in das Curi-Cancha-Reservat 🏞 Hier beobachten wir die riesige Artenvielfalt an Vögeln und sind von unfassbar großen Feigenbäumen umgeben. Die Würgefeigen umschlingen den Wirtsbaum, bis dieser abstirbt und ein hohler Feigenbaum zurück bleibt 🍃

    Später wechseln wir unsere Unterkunft und landen in einem richtig tollen Baumhaus. Wir wollen genau wissen, welche Tiere sich hier um uns herum befinden, und buchen eine geführte Nachtwanderung mit Don Rodolfo. Mit Taschenlampen ausgerüstet zeigt uns der erfahrene Guide die Tiere der Nacht 🕷 Sehr interessant, aber auch etwas unheimlich. Da flüchten wir doch lieber in unser Baumhaus 😄
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  • Krokodile und Meer

    March 7, 2022 in Costa Rica ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach den kühlen Tagen im zentralen Costa Rica haben wir wieder Lust auf Meer 🌊 Diesmal steuern wir die Pazifikküste an: Mit dem Bus geht es durch eine savannenartige Landschaft nach Jacó. Der Ort ist touristisch sehr erschlossen und ist vor allem bei Surfern und Amerikanern beliebt 🏄🏼‍♂️ Europäer mögen ihn wegen der Betonbauten am Meer eher weniger. Wir nutzen Jacó für ein paar Tage als Zwischenstopp auf unserem Weg nach Süden, da man von hier ein paar interessante Ausflüge machen kann.

    So steuern wir "El Miro" an, die Ruine eines alten Herrenhauses in den Bergen bei Jacó. Von diesem Lost Place aus hat man einen tollen Blick über die ganze Bucht, was bei Sonnenuntergang wirklich schön ist 🌅

    Ein besonderes Schauspiel bietet die Krokodilbrücke über den Tarcoles-Fluss: Hier sonnen sich gerne ein paar Spitzkrokodile, so dass man sie gut von der Brücke aus beobachten kann 🐊 Wir sind begeistert von den riesigen Cocodrilos und wissen nun, warum man nicht in allen Flüssen baden sollte 😅

    Danach besuchen wir den Carara-Nationalpark, wo man mit etwas Glück hellrote Aras beobachten kann 🦜 Wir hören zwar ihr Gekrächze, können aber leider keine sehen 🔭 Stattdessen begegnen uns viele große Leguane, die für uns posieren.
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  • Überraschungen in Manuel Antonio

    March 10, 2022 in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Es geht weiter Richtung Süden. Nach einer zweistündigen Busfahrt erreichen wir den kleinen Ort Manuel Antonio am Rande des gleichnamigen Nationalparks. Es ist der bekannteste und meistbesuchte Park in Costa Rica, der vor allem wegen der schönen Strände beliebt ist 🏝

    Wir starten gleich am nächsten Morgen früh in den Park und müssen uns erst einmal durch die Touristenmassen kämpfen, bis wir auf ruhigeren Wegen landen. Hier gibt es wieder einige Tiere zu sehen. Die Hitze macht uns jedoch zu schaffen und so verbringen wir den Nachmittag am Meer. Insgesamt überzeugt uns der Park wegen der vielen Besucher leider nicht.

    Stattdessen wartet das eigentliche Highlight unseres Aufenthalts bereits in unserer Unterkunft: Ein Faultier wohnt in unserem Garten und wir können es von unserer Küche aus beobachten 🦥 Und dann hören wir beim Kochen plötzlich so ein Krächzen von draußen und entdecken in den Bäumen das erste Mal ein Ara-Pärchen 🦜
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  • Verhängnisvoller Wasserfall

    March 12, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 29 °C

    Auch wenn auf unserer Reise bisher fast alles gut geklappt hat, so läuft manchmal auch einiges nicht ganz nach Plan. Und so verbringen wir einen halben Tag wartend am Busterminal in Quepos, unsere Stimmung könnte nicht besser sein 🙄 Es geht nach Uvita, ein kleiner Ort etwas weiter südlich an der Pazifikküste. Dort angekommen stehen wir nun mit unserem Gepäck in der Mittagshitze und es ist kein Taxi in Sicht. Also geht es zu Fuß mit 20 kg auf den Schultern noch etwa eine Stunde bergauf bis zu unserer Unterkunft 🥵 Immerhin sehen wir unterwegs ein paar Tukane und das Hostel ist echt schön in den Bergen gelegen, mit Aussicht ins Grüne bis zum Meer.

    Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Wasserfall "Cascada Verde". Hier kann man nicht nur schwimmen und springen, sondern auch den Wasserfall hinunterrutschen. Das macht Spaß! 🏊🏼‍♂️ Um wieder hochzuklettern gibt es da diese Metallleiter... Die ist nicht ganz am Felsen festgeschraubt. Deshalb kann man sich den Fuß zwischen Leiter und Felsen einklemmen und dabei ordentlich am Zeh verletzen. Das kann sich Mathias natürlich nicht entgehen lassen 😵🚨

    Und so humpeln wir zum Hostel zurück, um nach einem Arzt zu fragen. In Uvita selbst gibt es kein Krankenhaus und heute fährt kein Bus mehr in den nächstgrößeren Ort, na klasse! Immerhin gibt es eine private Mini-Klinik, die wir mit dem Taxi erreichen können 🏥 Hier schaut sich ein Arzt den Zeh an, es ist jedoch nicht viel zu retten: Der Nagel muss gezogen werden, wächst aber angeblich wieder nach. Der Arzt ist nett und erklärt geduldig, was nun zu tun ist. Wir holen Desinfektionsmittel und Antibiotika aus der Apotheke. Nun erstmal schonen und striktes Badeverbot für die nächsten Tage 😭
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  • Geburtstag auf der Walflosse

    March 14, 2022 in Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Es ist soweit! Heute ist Michelles Geburtstag 🥳 Nur irgendwie wollte niemand aus der Heimat der Einladung zur Beach Party folgen 😉 Und so machen wir uns zu zweit einen entspannten Strandtag.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es in den Marina Ballena Nationalpark in Uvita. Hier gibt es nicht nur einen der schönsten Strände Costa Ricas, sondern auch eine besondere Konstellation der Meeresströmungen: Die Wellen treffen so aufeinander, dass sich der Strand bei Ebbe wie eine Walflosse formt 🐋 Und wir haben heute Glück, denn pünktlich zum Sonnenuntergang ist Ebbe und wir können von der Walflosse aus einen spektakulären Sonnenuntergang beobachten 🌅

    Da uns die Nachttour in Monteverde so gut gefallen hat, erforschen wir heute Nacht die Gegend um unser Hostel auf eigene Faust 🔦 Wir entdecken viele Spinnen, einen Rotaugenlaubfrosch und leuchtende Augen im Teich. Erst am nächsten Morgen sehen wir, welches Tier sich hier versteckt hat 🐊

    Die nächsten Tage wollen wir wieder etwas ruhiger angehen und mieten uns in einer kleinen Ferienhütte mit Küche zur Selbstversorgung ein. Von hier aus planen wir auch unser letztes Abenteuer in Costa Rica...
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  • Finale in Drake Bay

    March 18, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 29 °C

    Unser letztes Reiseziel in Costa Rica ist Drake Bay, ziemlich abgelegen weiter südlich auf der Osa-Halbinsel 🏝 Deshalb ist auch die Anreise schon ein kleines Abenteuer: Per Highspeed-Boot geht es etwa eine Stunde durch Mangrovenwälder und da es in Drake Bay kaum Infrastruktur gibt, fährt das Boot dort direkt an den Sandstrand. Die letzten Meter watet man dann mit seinem Gepäck ans Ufer 🚤

    Unsere Unterkunft ist super, wir werden morgens von vorbeifliegenden Aras geweckt und haben einen tollen Blick in die ganze Bucht. Zunächst starten wir auf eigene Faust mit einer kleinen Wanderung und entdecken schöne Badestellen am Meer. Wir sind begeistert als sich ein Ara-Pärchen dazu gesellt, welches im Mandelbaum direkt über uns seinen Mittagssnack futtert 🦜 Auf dem Rückweg wartet eine weitere Überraschung: Eine Gruppe Kapuzineräffchen kreuzt unseren Weg, springt um uns herum und wir haben einen riesen Spaß beim Fotografieren 🐒

    Drake Bay grenzt direkt an den Corcovado-Nationalpark, ein Urwald welcher zu den artenreichsten Regionen der Welt zählt. Hier gibt es nicht nur Aras, sondern auch freilebende Jaguare und Tapire. Das Betreten ist nur im Rahmen eines geführten Tagesausflugs erlaubt. Da die meisten Tiere morgens aktiv sind, starten wir sehr früh. Aber das Aufstehen um vier Uhr lohnt sich: Es gibt ein Frühstück zum Sonnenaufgang und einen großartigen Dschungel zu entdecken. Wir sehen Faultiere, Nasenbären, verschiedene Affenarten, weitere hellrote Aras und lernen viel von unserem Guide. Als wir am Ende des Tagesausflugs noch einen Badestopp an einem Wasserfall einlegen, taucht plötzlich sogar eines der seltenen Tapire auf. Es sieht aus wie ein kleines Nilpferd mit Rüssel, schwimmt kurz im Fluss und verschwindet dann wieder im dichten Dschungel. Auf dem Rückweg begleiten dann auch noch ein paar Delfine unser Boot, was für ein großartiger Tag! 🐬
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  • Abschied vom Strand in Uvita 🌴
    Zurück in San José 🍓Nationalmuseum von Costa Rica 🇨🇷Relikt aus der präkolumbianischen Ära oder auch: Eine Steinkugel 😉

    Abschied von Costa Rica

    March 21, 2022 in Costa Rica ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach nun etwas über fünf Wochen haben wir in Costa Rica viel gesehen und erlebt. Vor allem die intakte Natur und riesige Artenvielfalt haben uns fasziniert 🌴🥥🦥🦜

    Wir ziehen ein kleines Fazit: Die Nationalparks Cahuita und Corcovado sind großartig und auch die Region um Monteverde hat uns begeistert. Das Land ist in vielen Punkten sehr fortschrittlich weltoffen. So sind wir mit Englisch und ein paar Bruchstücken Spanisch wirklich gut zurecht gekommen. Abgesehen von der ersten Nacht in San José haben wir uns auch immer sicher und fair behandelt gefühlt. Sogar das Leitungswasser war fast überall trinkbar, was auf Reisen vieles einfacher macht 💧 Das chaotische Bussystem hat uns hingegen viele Nerven gekostet und wir finden es auch schade, dass das lokale Essen sehr einseitig ist. Vor allem im Süden macht auch die tropische Hitze zu schaffen. Es gibt vormittags von 6:00 bis 11:00 Uhr ein gutes Zeitfenster für Aktivitäten, danach ist es einfach viel zu heiß ☀️

    Und nun heißt es Abschied nehmen, denn die Reise soll weiter gehen. Wir verbringen noch zwei Tage in Uvita, schließlich will Mathias auch noch zur Walflosse laufen. Dann geht es zurück nach San José, von hier geht unser Flieger nach... Guatemala! Eine Fahrt über den Lamdweg wäre möglich gewesen, ist uns aber zu unsicher, da man El Salvador oder Honduras durchqueren müsste. Und so sagen wir: Tschüß, Costa Rica 👋🏼
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  • ¡Hola Antigua Guatemala!

    March 25, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach über fünf Wochen großartiger Natur in Costa Rica haben wir nun Lust auf mehr kulturelle Eindrücke. Und so ist Guatemala mit seiner ausgeprägten Maya-Kultur unser nächstes Reiseziel 🇬🇹

    Wir landen in Guatemala-Stadt und wollen mit dem Taxi direkt in die historische Hauptstadt Antigua Guatemala fahren. Dank Feierabendverkehr benötigen wir für die 40 Kilometer ganze drei Stunden 🙄 Der Frust ist allerdings schnell vergessen, als wir am nächsten Morgen die schönen Gassen Antiguas erkunden. Die Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, die Gebäude stammen aus der spanischen Kolonialzeit. In den bunten Häusern warten hübsche Cafés, Restaurants oder andere Überraschungen. Wir bestaunen die berüchtigten Chicken-Busse, besuchen einen Aussichtspunkt und durchstöbern die vielen Märkte. Dort gibt es auch jede Menge Streetfood zu probieren 🌮 Allerdings ist bei Salat oder ungekochtem Gemüse Vorsicht geboten, denn das Leitungswasser ist in Guatemala nicht trinkbar.

    Insgesamt ist der erste Eindruck sehr positiv: Überall treffen wir auf freundliche Menschen und werden herzlich empfangen. In Antigua fühlen wir uns auch sicher, nur das schwer bewaffnete Sicherheitspersonal vor Banken, Tankstellen und sogar Apotheken ist ungewohnt. Gezahlt wird in guatemaltekischen Quetzal und der größte Schein, 100 Quetzal, entspricht gerade einmal 12 Euro 💸 Englisch spricht hier kaum jemand, es wird also allerhöchste Zeit, dass wir unsere Spanischkenntnisse verbessern.
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  • Rund um den Atitlan-See

    March 29, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir wollen Spanisch lernen und haben uns für eine Sprachschule am schönen Atitlan-See entschieden. Der Unterricht beginnt in ein paar Tagen und wir nutzen die Zeit, um die verschiedenen Orte am See zu erkunden 🏞

    Der See liegt im Hochland von Guatemala auf etwa 1.500 Metern Höhe und ist von drei Vulkanen umgeben. Unser neues zu Hause für die nächsten Wochen ist San Pedro La Laguna am Fuße des gleichnamigen Vulkans. Nach der Anreise aus dem hergerichteten Antigua erwartet uns hier ein kleiner Kultur-Schock: San Pedros Gassen sind eng und laut, hier regieren Tuk Tuks, Mopeds und Straßenhunde. Aber wir schließen den Ort schnell in unser Herz, es gibt großartige Street Art, einen lebendigen Markt, nette Cafés mit Seeblick und die Einheimischen tragen häufig die traditionelle Maya-Tracht.

    Wir starten kleine Ausflüge in die anderen Ortschaften am See. Den Nachbarort können wir noch per Tuk Tuk erreichen, für die anderen Ziele geht es mit dem Boot quer über den See 🚤

    - San Juan ist für sein Kunsthandwerk bekannt und überrascht uns mit schön dekorierten Straßen und vielen Kleidungsgeschäften 🥻
    - In San Marcos stehen Yoga und spirituelle Erfahrungen im Vordergrund. Bei der ein oder anderen kosmischen Zeremonie sind mit Sicherheit auch bewusstseinsverändernde Substanzen im Spiel, das ist uns dann doch zu wild 💫
    - Im ursprünglichen Santiago wird der mystische Maximón verehrt, eine kuriose Fusion aus Maya-Gottheit und biblischen Elementen. Er wird von einer Bruderschaft bewacht, die auch den Künsten des Alkoholkonsums wohlgesonnen ist 🕯
    - In Panajachel geht es sehr touristisch zu, hier überzeugt uns nur die tolle Aussicht auf die Vulkane ⛰️

    Ein Highlight ist noch die Wanderung zur "Indian Nose", einer Felsformation, die an ein indigenes Gesicht erinnert. Mit unseren Stirnlampen starten wir den Aufstieg mitten in der Nacht und werden pünktlich zum Sonnenaufgang mit einem beeindruckenden Blick über den ganzen See belohnt 🌄

    Insgesamt gefallen uns San Pedro und der Atitlan-See sehr: Die Menschen sind freundlich, das Wetter sehr angenehm und es gibt in dieser vielseitigen Gegend immer etwas Neues zu entdecken.
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  • Wir lernen Spanisch!

    April 4, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C

    Es ist soweit, wir gehen wieder zur Schule 🎓 Für die nächsten zwei Wochen steht ein Spanisch-Intensivkurs an. Und was als sinnvolle Beschäftigung nebenbei gedacht war, entpuppt sich schnell als Vollzeit-Programm: Wir starten morgens um 8 Uhr mit vier Stunden Unterricht, am Nachmittag stehen Hausaufgaben an und abends werden kulturelle Aktivitäten angeboten 📚 Wir fühlen uns wieder wie Schulkinder und es macht Spaß, so viel Neues zu lernen. Der Unterricht findet nicht in einem Klassenzimmer statt, sondern an kleinen Lernplätzen am See. Unsere Lehrerin heißt Lupita und sie hat viel Geduld mit uns, da wir immer viele Fragen stellen 👩🏽‍🏫

    Während der Zeit in der Schule ziehen wir auch bei einer lokalen Maya-Familie ein. Wir wohnen und essen zusammen und so können und müssen wir unsere neuen Sprachkenntnisse direkt praktisch anwenden. Im Haus wohnen fünf Familienmitglieder:

    - Ventura ist Lehrer an der lokalen Grundschule und bringt uns viele wichtige Begriffe bei 💼
    - Maria kümmert sich um den Haushalt und ist eine super Köchin. Es gibt jeden Tag drei frische & gesunde Mahlzeiten, der Wahnsinn! 🌮
    - Manuela ist 20, hilft ihrer Mutter im Haushalt und gibt uns viele Tipps für Ausflüge 🛺
    - Juan ist 9, spielt den ganzen Tag mit seinen Freunden und kommt meistens zu spät zur Schule 😄
    - Dann gibt es noch Luna, die total verspielte Hündin 🐶

    Die Familie nimmt uns herzlich auf und wir haben sie trotz anfänglicher Sprachbarriere direkt ins Herz geschlossen. Wir erzählen viel, unternehmen gemeinsame Ausflüge und kochen lokale Gerichte. Dadurch bekommen wir nicht nur Eindrücke in den Alltag am Atitlan-See, sondern lernen auch viel über die Kultur der Mayas 💫

    In Guatemala leben etwa fünf Millionen Mayas. Allerdings nicht als große Gruppe, es sind eher 22 Stämme mit verschiedenen Sprachen, Trachten und Traditionen. Die Mayas in San Pedro gehören zur Gruppe der Tz'utujil und die zugehörige Sprache wird von der älteren Generation noch aktiv gesprochen, auch von Maria und Ventura. Die Mayas haben historisch den Mais kultiviert und er gilt heute noch als wichtige Lebensgrundlage 🌽 So gibt zu jeder Mahlzeit auch immer frische Mais-Tortillas. Der indigine Name von San Pedro ist Tz'unun Ya', was so viel heißt wie "Kolibris am See". Daher sind hier Kolibris und Mais beliebte Street-Art-Motive.
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  • Semana Santa in San Pedro

    April 11, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 23 °C

    Ostern so ganz ohne Hasen und bunte Eier? Ja, in Lateinamerika feiert man die ganze Osterwoche (Semana Santa) mit großen Umzügen und anderen Traditionen. Eigentlich hatten wir geplant, die Festlichkeiten in Antigua anzuschauen, welche zu den größten der Welt zählen. Bei unserer Guatemala-Familie gefällt es uns aber so gut, dass wir die Zeit lieber mit ihnen in San Pedro verbringen und somit die lokalen Osterbräuche miterleben können.

    Während der Semana Santa werden in ganz San Pedro Früchtebögen aufgestellt: riesig große vor der Kirche im Ortskern, aber auch kleine in der Schule oder im Haus unserer Familie 🍌🍊🍍 Dabei helfen wir fleißig mit und freuen uns schon auf die "Ernte" in ein paar Tagen.

    In der Nacht zum Karfreitag werden in den Straßen kilometerlange Blumenteppiche (Alfombras) vorbereitet und mühsam verziert 🏵🍃🌺 Am nächsten Morgen bestaunen wir die Kunstwerke, bevor sie wenig später von der großen Karfreitagsprozession wieder verwüstet werden. Eine solche Prozession ist ein kirchlicher Umzug von Geistlichen und Gemeindemitgliedern, welcher die Etappen der Kreuzigungsgeschichte symbolisiert ⛪️

    Nach Ostersonntag bleiben wir noch ein paar Tage in San Pedro und verabschieden uns nach drei Wochen mit einer kleinen Wanderung vom Atitlan-See 🏞 Auch der Abschied von der Familie fällt schwer, aber es geht nun zurück nach Antigua, wo das nächste Abenteuer auf uns wartet...
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  • Feuer und Asche

    April 21, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach drei eher ruhigen Wochen am Atitlan-See steht nun unser bisher größtes Abenteuer an: Die Besteigung des Acatenango, mit 3.976 Metern einer der höchsten Schichtvulkane Mittelamerikas ⛰️

    Von Antigua aus startet unsere Tour, wir beginnen früh morgens mit dem Aufstieg. Und der hat es in sich: Etwa 1.400 Höhenmeter geht es steil bergauf, vorbei an Feldern, Pinienwäldern und zuletzt Vulkanasche. Unser Ziel ist ein Zeltlager auf dem Vulkan, wir bleiben über Nacht 🏕 Auf dem Rücken tragen wir unsere Ausrüstung, Verpflegung sowie fast alle Schichten an Kleidung, die wir dabei haben, denn es werden bis zu -5 °C 🥶

    Am frühen Nachmittag erreichen wir erschöpft das Basislager auf 3.600 Metern Höhe und können keinen Schritt mehr laufen. Den Rest des Tages genießen wir die angepriesene Aussicht... nicht! Denn es ist den ganzen Tag schon dichter Nebel, wir können kaum weiter als fünf Meter sehen 🌫 Eigentlich sollten wir eine tolle Sicht auf den aktiven Zwillingsvulkan Fuego ("Feuer") haben. Immerhin hören wir ab und zu sein Grollen. Enttäuscht schlüpfen wir nach dem Abendessen direkt ins Zelt. Am nächsten Morgen wollen wir fit sein, dann steht der finale Aufstieg auf den Gipfel des Acatenango an.

    Doch unser Schlaf wird plötzlich unterbrochen, als wir große Aufregung vor unserem Zelt hören. Wir schauen nach und werden von einer riesigen Feuerfontäne überrascht. Der Nebel hat sich verzogen und wir haben perfekte Sicht auf den Fuego, der seinem Namen alle Ehre macht 🌋 Wir schnappen die Kamera und bestaunen den Fuego bis tief in die Nacht hinein. Wann die nächste Eruption kommt, weiß man nie: Manchmal passiert 30 Minuten gar nichts, dann kommen zwei direkt hintereinander.

    Um 4:00 Uhr starten wir dann den Aufstieg zum Gipfel. Noch etwa 400 Höhenmeter und wir wollen zum Sonnenaufgang oben sein. Aber es gibt keinen festen Boden mehr unter den Füßen, sondern nur lose Vulkanasche. Mit jeden Schritt rutscht man einen halben wieder zurück. Und die Luft ist zu dünn. Michelle hat Probleme mit der Höhe und entscheidet sich, zum Zeltlager zurückzukehren. Mathias schafft den Aufstieg mit letzter Kraft 🌄 Jetzt ist auch der Fuego zum ersten Mal bei Tageslicht zu sehen. Der Anblick ist atemberaubend und entschädigt für die Anstrengungen.

    Zurück am Zelt gibt es noch ein kleines Frühstück mit tollem Blick auf den Fuego. Der Abstieg geht dann ganz schnell, teilweise rutschen wir die Staub- und Aschepiste hinunter. Wir sind stolz, aber auch komplett erledigt und erholen uns noch ein paar Tage in Antigua, um die unvergesslichen Eindrücke zu verarbeiten.
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  • Naturwunder Semuc Champey

    April 24, 2022 in Guatemala ⋅ ☀️ 29 °C

    Wie groß Guatemala eigentlich ist, wird uns klar, als wir neun Stunden im Bus nach Lanquín sitzen. Der Ort liegt im Landesinneren irgendwo im Nirgendwo und ist bekannt für das Naturschutzgebiet Semuc Champey 🏞

    Wir landen in einem Party-Hostel inmitten einer schönen Hügellandschaft. Der Pool und die Aussicht sind großartig, da kommen wir auch mal mit Teenager-Reisegruppen und holländischen Junggesellenabschieden klar 😄

    Der Weg von Lanquín nach Semuc Champey ist etwas abenteuerlich: Wir halten den nächstbesten Pick-up an, springen hinten auf die Ladefläche und fahren so knapp eine Stunde über unbefestigte Wege bis zum Eingang. Bei der Fahrt lernen wir Fredy kennen, ein Tour-Guide, welcher zwei Touristen aus Costa Rica durch Guatemala führt. Wir freunden uns an, das geht mittlerweile sogar auf Spanisch ganz gut. Semuc Champey ist wunderschön und erinnert uns an die Plitwitzer Seen in Kroatien. Zuerst geht es hoch zum Aussichtspunkt, danach können wir uns in den Wasserkaskaden erfrischen 🧜🏼‍♂️

    Während Mathias die Wasserfälle herunterrutscht, entdeckt Michelle eine Schlange, unser erstes Wildtier in Guatemala! 🐍 Auf dem Rückweg organisiert Fredy ein spontanes Schokoladen-Tasting auf dem Pick-up und pflückt uns eine Kakaofrucht 🍫 Nach insgesamt vier Tagen verabschieden wir uns von Lanquín, es geht weiter nach Norden, natürlich wieder neun Stunden im Bus 😵‍💫
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  • Zwischenstopp in Flores

    April 28, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 29 °C

    Es geht weiter in den Norden Guatemalas bis nach Flores am Rande des Petén-Dschungels. Der touristische Stadtkern ist schön gelegen auf einer Insel im Petén-Itzá-See.

    Hier genießen wir die tollen Sonnenuntergänge und unternehmen eine Kayak-Tour. Ansonsten gibt es nicht viel zu entdecken, Flores ist eher ein Zwischenstopp zum nächsten großen Reiseziel, den Maya-Ruinen von Tikal. Unsere Vorfreude ist riesig! 😊Read more

  • Auf den Maya-Ruinen von Tikal

    May 2, 2022 in Guatemala ⋅ ⛅ 32 °C

    Nun steht unser Finale in Guatemala an. Von Flores aus fahren wir tiefer in den Petén-Regenwald bis nach Tikal, wo wir in einer Dschungel-Lodge am Rande der Ausgrabungsstätte unterkommen. Es ist schwül heiß, der einzige Luftzug kommt durch einen Deckenventilator, aber Strom gibt es nur zu bestimmten Zeiten am Tag. Wir sind permanent von Moskitos umgeben und auf unserer Haut bildet sich eine unangenehme Mischung aus Insektenschutz, Sonnencreme und Schweiß. Trotz der widrigen Umstände ist es schön, inmitten der Natur zu sein 🌿

    Die Ruinen von Tikal sind wirklich atemberaubend und das Gebiet ist riesig. Zu Hochzeiten, etwa 600 bis 900 n. Chr., lebten hier über 100.000 Mayas. Dann wurde Tikal verlassen, noch lange vor der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert. Für die Gründe gibt es verschiedene Theorien, eine geht davon aus, dass die Mayas durch massive Rodung ihre eigene Lebensgrundlage zerstörten 🔥

    Wir schauen uns die majestätischen Tempelruinen an und dürfen sogar einige davon erklimmen. Dabei fühlen wir uns wie Lara Croft und Indiana Jones 🤠 Tikal gehört definitiv zu unseren Highlights in Guatemala, vor allem auch wegen der Lage mitten im Regenwald. Selbst vom höchsten Tempel aus sehen wir bis zum Horizont nur den weiten Dschungel, ein fantastischer Anblick. Wir hören immer wieder Tukane und begegnen auch Nasenbären, Brüll- und Klammeraffen 🐒

    Insgesamt ist Guatemala ein wunderschönes Reiseland, das vor allem durch seine Vielseitigkeit überzeugt. Von der lebendigen Maya-Kultur und den freundlichen Menschen am Atitlan-See über die Vulkanbesteigung und das hübsche Antigua bis hin zur großartigen Natur in Semuc Champey und Tikal hatten wir hier viele unvergessliche Begegnungen und Erlebnisse. Auf der anderen Seite gibt es in Guatemala aber auch ein großes Müllproblem, nahezu an jedem Straßenrand sehen wir Plastikflaschen, Chipstüten und anderen Abfall. Hier fehlt leider das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.

    Unser nächstes Reiseland können wir auf dem Landweg erreichen, es geht nun weiter Richtung Norden nach... Mexiko!
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  • ¡Bienvenidos a México!

    May 4, 2022 in Mexico ⋅ ☀️ 32 °C

    Diesmal können wir unser nächstes Reiseland über den Landweg erreichen. Das läuft dann in etwa so ab: Ein vollgestopfter Minivan bringt uns bis zur mexikanischen Grenze. Dort werden wir in einem kleinen Häuschen zunächst aus Guatemala "ausgestempelt". Dann geht es zu Fuß mit Gepäck über die Grenze, wo uns ein Gesundheitscheck erwartet. Michelle ist schon ganz aufgeregt, besteht diesmal aber das Fiebermessen souverän 🌡 Nach etwa einer Stunde Wartezeit bei lauschigen 35 °C und einer kleinen Einreisegebühr von ca. 30 Euro bekommen wir unser Visum für Mexiko 🇲🇽 Ein Bus bringt uns weiter nach Palenque im Bundesstaat Chiapas, wo wir unsere ersten Tage in Mexiko verbringen.

    Beim Start im neuen Land sind wir mittlerweile routiniert: SIM-Karte kaufen und Bargeld abheben, ab jetzt wird in mexikanischen Pesos bezahlt. Obwohl die Region zu den ärmsten in Mexiko gehört, ist es hier deutlich westlicher und auch sauberer als in Guatemala. Wir gehen zum ersten Mal seit langem wieder in einem großen Supermarkt einkaufen, in Guatemala gab es Lebensmittel eher auf Märkten oder in kleinen Lädchen.

    Ein Tagesausflug steht auch auf dem Programm: Wir besuchen die Maya-Ruinen von Palenque. Diese sind wirklich gut erhalten, aber bei Weitem nicht so imposant wie Tikal. Es ist auch viel touristischer: Die Ruinen sind alle abgesperrt und an jeder Ecke tummeln sich Souvenier-Verkäufer. Am Nachmittag können wir uns in den schönen Wasserfall-Kaskaden von Roberto Barrios erfrischen 🌊 Das Gebiet wird zwar von einer autonomen Rebellengruppe kontrolliert, aber gegen eine "Eintrittsgebühr" dürfen wir passieren.

    Bei 38 °C, hoher Luftfeuchtigkeit und kaum Abkühlung in der Nacht fällt jede Aktivitiät in Palenque schwer. So ziehen wir bald weiter in das zentrale Hochland von Chiapas, wo hoffentlich angenehmere Temperaturen herrschen 🥵
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  • Pause in San Cristóbal

    May 8, 2022 in Mexico ⋅ ⛅ 21 °C

    Unsere Vorfreude auf San Cristóbal de las Casas in den Bergen von Chiapas ist riesig. Die Temperaturen sind hier sehr angenehm und wir wollen eine Reisepause einlegen. Die Erholung ist auch nötig, da sich bei uns eine Erkältung anbahnt. In den letzten Tagen hat uns der ständige Wechsel von Hitze, Ventilatoren und Klimaanlage ganz schön zugesetzt 🤧

    Die hübsche Kolonialstadt San Cristóbal übertrifft unsere Erwartungen. Es gibt unendlich viele kleine Cafés und Restaurants zu entdecken und das niedrige Preisniveau motiviert uns, alle davon zu besuchen 😄 Wir erkunden die schönen Gassen und bunten Märkte und probieren etwas Street Food 🌮 Es gibt auch ein kleines Kino in San Cris, was wir uns nicht entgehen lassen 🍿 Eigentlich wollten wir hier etwa eine Woche bleiben, aber es gefällt uns so gut, dass am Ende zwei ganze Wochen daraus werden.

    Einen Rückschlag gibt es dann doch noch: Michelle erwischt es mit einer Lebensmittelvergiftung. Das Leitungswasser ist teilweise kontaminiert, so dass man sich über das Essen schnell etwas einfangen kann. Nach drei Tagen mit Fieber und Bettruhe wird es langsam wieder besser 🤒
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  • Canyon und Cola

    May 16, 2022 in Mexico ⋅ ☀️ 21 °C

    So ganz können wir die Beine in San Cristóbal doch nicht stillhalten und unternehmen in den zwei Wochen auch Ausflüge in der näheren Umgebung.

    So besuchen wir den Sumidero-Canyon im gleichnamigen Nationalpark westlich von San Cristóbal. Nach einem kurzen Stopp am Aussichtspunkt fahren wir mit dem Boot etwa zwei Stunden durch den Canyon. Die Felswände sind mit bis zu 1.000 Metern Höhe echt beeindruckend. Die Naturwelt ist hier sehr lebendig, am Ufer können wir sogar Krokodile und Affen beobachten 🐊🐒

    Und dann gibt es da noch Chamula... die größte von mehreren autonomen Kommunen in Chiapas. Die fast 80.000 Einwohner sprechen eine indigene Sprache und leben mit einer unabhängigen Polizei und Verwaltung nach eigenen Gesetzen 📜 Neben Polygamie gibt es beispielsweise noch die Todesstrafe, obwohl diese im Rest Mexikos abgeschafft wurde. Auch die typischen Trachten, Traditionen und Religion sind in Chamula sehr speziell: Die Menschen sehen sich als Christen und haben auch eine Kirche, darin gibt es aber weder einen Altar noch Sitzbänke. Stattdessen ist der Boden mit Piniennadeln ausgelegt, überall stehen Kerzen und es werden Rituale durchgeführt 🕯

    Wir beobachten eines der Rituale: Eine Schamanin schwenkt ein lebendes Huhn über Kopf und Schultern einer Frau, die geheilt oder gesegnet werden soll 🐔 Danach wird das Huhn zur Opferung noch in der Kirche erwürgt 😵 Anschließend trinkt die Frau einen großen Schluck Cola. Warum? Weil die Seele in der Brust sitzt und nur durch einen kräftigen Rülpser gereinigt werden kann. Um diese zu fördern, sind in Chamula Softdrinks sehr beliebt, vor allem Coca Cola wird fast schon als Medizin verehrt 🥤 Als Reaktion auf den problematischen Colakonsum sehen wir in San Cristóbal viele Plakate und Straßenbilder, die über die Folgen für Mensch und Umwelt aufklären 🌎
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