• Plantschen im Peace River

    August 7, 2023 in Canada ⋅ ☀️ 16 °C

    *Verfasst von Henne

    Nachdem wir nun etwas herumgekommen sind, merken wir, dass das ständige Auf-Achse-Sein wie erwartet sehr schlaucht. Daher beschließen wir, etwas länger in Grande Prairie zu bleiben und dafür schweren Herzens Vancouver Island aus der Planung zu werfen. Dass die Fähre dorthin aufgrund der aktuellen Ferienzeit ausgebucht und die eher unpassenden Timeslots wirklich gar nicht mal so billig sind, hat wirklich nichts, fast gar nichts, also nur etwas mit der Entscheidung zu tun. 😅

    Das gibt uns außerdem die Gelegenheit, mehr Zeit mit unseren außergewöhnlich netten und großzügigen Gastgebern zu verbringen. Ihr kleiner Loic ist wirklich süß und ein kleiner Sonnenschein, vor allem die Essenszeiten werden zum spaßigem Erlebnis für alle Anwesenden.

    Da die Sonne scheint und die Temperatur angenehm ist, schlägt Nancy einem Ausflug an den Peace River vor. Der teils steinige, ansonsten sandige Strand ist etwas besucht, wir haben aber viel Raum für uns. Ich gehe auf Erkundungsgang und spaziere auf einer seeehr schlammigen und glitschigen Landzunge umher. Kelly, Nancy und Loic kommen hinterher, der Schlamm ist für alle ein Spaß und eine Herausforderung zugleich.

    Anschließend müssen Kelly und ich uns im Fluss abspülen; Da ich aus unerfindlichen Gründen Schlamm auf dem Bauch habe, mit dem Kelly natürlich nichts zubtun hat, springe ich komplett rein und wage dabei direkt die 'Überschwimmung'. Die Strömung überrascht mich nicht, ist aber definitiv nicht mit dem sanften Dahingleiten der Dahme vergleichbar, sodass ich ordentlich anziehen muss und dennoch einige Meter abtreibe.

    Zum Abendessen belohnen wir uns mit Pizza, werden netterweise eingeladen (Danke!). Dann zieht ein ordentliches Gewitter über Grande Prairie. Als plötzlich von irgendwoher ein Sonnenstrahl ins Zimmer scheint, erklärt uns Nancy, dass die Sonnenuntergänge in dieser Gegend immer sehr lange dauern und spektakulär sind, Grande Prairie sei bekannt dafür.

    Also springen Kelly und ich kurzerhand ins Auto umd fahren auswärts Richtung Flughafen und Westen, da die Sicht dort am besten sein soll. Wir finden eine Straße, die sich anbietet, und uns eröffnet sich eine wundervolle Sicht: Richtung Westen ein farbenfroher Sonnenuntergang, im Norden und Osten ist noch alles dunkel und schwarzgrau, Blitze zucken ab und zu weit in der Ferne, und im Süden reißt der Himmel auf und etwas Blau zeigt sich. Beeindruckt stehe wir da, genießen und machen Fotos - bis uns unsere alten Freunde, die Moskitos, wieder einmal in die Flucht schlagen.
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