Unsere Reise führte uns durch Litauen, Lettland und Estland, 1630 km. Drei Länder, die nah beieinanderliegen und doch ganz unterschiedliche Bilder hinterlassen. In Vilnius schlenderten wir durch verwinkelte Gassen mit barocken Fassaden und kleinen Innenhöfen, in Riga standen wir staunend vor den Jugendstilhäusern mit ihren verspielten Gesichtern an den Hauswänden, und in Tallinn liefen wir über Kopfsteinpflaster vorbei an Stadtmauern, Türmen und roten Dächern, die fast wie aus einem Bilderbuch wirkten. Besonders schön: Das Wetter spielte fast die ganze Zeit mit. Über den Dünen der Kurischen Nehrung lag oft ein klarer Himmel, an der Ostseeküste glitzerte das Wasser in der Sonne, und erst an den letzten beiden Tagen regnete es immer mal wieder kurz - als wolle uns das Baltikum mit einem letzten, etwas nassen Abschiedsgruß hinterherwinken.
Auch die Menschen vor Ort fielen uns schnell auf: eher zurückhaltend, kein Gruß, wenig Lächeln.
Unterwegs gab es natürlich jede Menge zu entdecken: die weiten Sanddünen der Kurischen Nehrung, die stillen Wälder, die windigen Küstenabschnitte auf Saaremaa und die kleinen Plätze, auf denen sich das Leben zwischen Cafés, Kirchen und alten Fassaden abspielte. Dazu kamen viele Details, die eine Reise erst richtig lebendig machen – ein Straßenmusiker in einer Seitenstraße, Möwen über den Häfen und Sonnenlicht auf alten Pflastersteinen. Kurz gesagt: Es wurde nie langweilig – höchstens mal der Akku vom Handy.
Unser Fazit: Wir haben barocke Kirchen, Jugendstilfassaden, mittelalterliche Mauern, Dünen, Wälder, Küsten und viiiel Kopfsteinpflaster gesehen. Drei Länder in einer Reise – das Baltikum hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Und den Regen zum Schluss nehmen wir einfach als charmanten Hinweis darauf, dass auch die schönste Reise irgendwann leider wieder nach Hause führt.Read more