Von Laßrönne nach Neukloster
11. juli, Tyskland ⋅ ☀️ 28 °C
Wir kommen der Elbemündung immer näher. Auf meiner (Thomas) heutigen Etappe quere ich Hamburg. Die ersten 20 km kann ich zügig zurücklegen, da bis in das Zentrum von Hamburg ein autobahnähnlicher Radweg führt.
Meine erste Station in Hamburg ist die Gedenkstätte "Kinder vom Bullenhuser Damm". Am 20. April 1945 wurden hier unter anderem 20 jüdische Kinder ermordet, an denen zuvor "medizinische Versuche " vorgenommen wurden. Die Gedenkstätte selbst ist in der Janusz- Korczak-Schule untergebracht und nur sonntags geöffnet. Aber der Rosengarten ist frei zugänglich. Die Gedenktafeln mit den Bildern der Kinder und den persönlichen Inschriften berühren mich sehr.
Danach geht's weiter in die Speicherstadt. Ab hier pulsiert der Tourismus. Natürlich schaue ich mir auch die Elbphilharmonie von außen an. Bevor ich zu den Landungsbrücken komme, möchte ich noch das schöne Rathaus anschauen. Wegen einer Triathlonveranstaltung ist der Marktplatz davor zum Stadion umfunktioniert wurden. Somit konnte ich Fotos leider nur vom Innenhof machen.
An den Landungsbrücken gab es dann zum Frühstück ein Matjesbrötchen. Lecker!
Danach stand noch der alte Elbtunnel auf meinem Plan. Er wurde in der Zeit von 1907 bis 1911 erbaut und war eine technische Meisterleistung. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Tunnel jederzeit kostenlos nutzbar. Über Lastenaufzüge (in denen früher auch Autos transportiert wurden) gelangt man zu den beiden Tunnelröhren. ( mehr Infos auf https://www.alter-elbtunnel-hamburg.de/de ).
Mein Plan sah vor, dass ich Hamburg ab Neumühl mit der Fähre 62 verlasse und von Finkenwerder bis Neukloster radel. Der Plan scheiterte aber an der schönen digitalen Welt. Der Ticketautomat am Fähranleger war außer Betrieb und Ticketkauf nur online möglich. Bis ich dann auf der Webseite vom hvv herausbekommen hatte, welchen Tarif ich wählen musste, war die erste Fähre abgefahren. Die zweite Fähre legte ab, während ich verzweifelt versuchte alle Angaben für den Ticketkauf einzugeben. Letztendlich weigerte sich das Formular mein Geburtsdatum anzunehmen. Wie schön waren doch die Zeiten, als Menschen mir das passende Ticket verkauften. Damals hat mich auch niemand nach meinem Geburtsdatum befragt.
Der Versuch des Ticketkaufs machte mich dann so ärgerlich, dass ich auch nicht schwarz fahren wollte, sondern zum Abreagieren nach einer Landroute suchte. Die war allerdings fast 20km länger. Ziemlich geschafft kam ich bei Ida in Neukloster an. Aber mein Ärger war tatsächlich etwas vergangen und ich konnte mich wieder an den schönen Anteilen des Tages erfreuen.Læs mere























