Frage der Geduld
July 7, 2025 in Belgium ⋅ ⛅ 16 °C
Heute morgen machten wir uns auf den Weg, Koksijde etwas zu erkunden. Zunächst zu den beiden kleineren Friedhöfen mit belgischen und französischen Soldaten, die meisten davon aus dem Ersten Weltkrieg, und dann zu einem recht großen englischen Friedhof, auf dem auch Soldaten des Ersten Weltkrieges aus weiteren Cemmenwelth-Staaten beerdigt sind. Fast alle zwischen 19 und 24 Jahren alt.
Danach durch und über eine Dünenlandschaft mit einer der höchsten Erhebungen im weiten Umkreis, der Düne "Grote Blekker", immerhin 33 Meter hoch.
Weiter durch richtig stürmischen Wind zum Meer und dann zu einem Bier eingekehrt. Lief doch tatsächlich im Fernseher die Tour de France. Angekündigt das Etappenziel Dunkerke. Schon bei Birgits Frage an die nette Wirtin war mir klar, da gibt's kein zurück mehr. Mit der Tram nach De Panne und dann kostenlos mit dem Bus zum Ziel. Also ab dafür. Dass die Fahrt gut eineinhalb Stunden dauert hat uns die Dame allerdings nicht verraten. Macht nix. In Dunkerke am Rathaus ausgestiegen, keinen Plan und einfach den Menschenmasse nach. Das Rathaus von außen und den Dom von innen betrachtet und dann plötzlich am Zieleinlauf angekommen. Keine Chance einen Radler erkennen zu können, sollten sie irgendwann ankommen. Durch dicht gedrängte Massen junger und alter Fans, teilweise lustig bis abenteuerlich angezogen, zwängten wir uns bis zum Schild, "Leclerc 250" durch, wo wir ein Plätzchen in fast vorderster Reihe fanden, das offensichtlich genervte Mitbürger frei machten. Nur noch 43 Kilometer bis zum Zieleinlauf verkündeten große Monitore und ein dauerrednender Moderator. Na ja, 1,5 Stunden unnütz rumstehen? Nix da, die Zeit verging fast im Flug und nach noch nicht mal 45 Minuten wurde die Ankunft signalisiert, die dann auch Ruck zuck das Peleton an uns vorbeihuschen ließ, begleitet von ohrenbetäubendem Lärm tausender Zuschauer. Genau mit Eintreffen des Spitzenreiters fiel mein Handy mangels Power aus. Leider verunglückten genau vor uns mehrere Fahrer. Die meisten stiegen irgendwie wieder mehr oder weniger lädiert auf ihr ebenso lädierten Räder, einer konnte allerdings sein 15 tausend Euro Gefährt nur noch ins Ziel schieben und ein weiterer musste leider ärztlich versorgt werden.
War Geduld vor dem Rennen groß geschrieben, ging es anschließend richtig zu Sache. Tausende Zuschauer auf dem Heimweg. Alle Busse überfüllt. Erst mit den nächsten Bussen eine Stunde später zurück und dann noch den Fußweg zum Wohnmobil.
War mal was anderes.Read more












Traveler
Schön ist anders 😦