• Stefan und Birgit on tour
  • Birgit und Stefa on Tour
  • Stefan und Birgit on tour
  • Birgit und Stefa on Tour

Normandie

A 25-day adventure by Stefan und Birgit on tour & Birgit und Stefa on Tour Read more
  • Trip start
    July 6, 2025

    Ankunft in Koksijde

    Jul 6–7, 2025 in Belgium ⋅ 🌧 18 °C

    Der ursprüngliche Plan, Übernachtung im französischen Valencienne wurde wegen der dort durchgeführten Tour de France morgen und übermorgen geändert. Neues Ziel, ein Stellplatz in der Nähe von Namur/Charleroi. Was soll man aber bei Starkregen auf einem idyllischen Stellplatz auf Rasen an der Maas. Also weiter Richtung Atlantik. So stehen wir nun auf einem Stellplatz der Gemeinde Koksijde, die Sonne zeigt sich auch und morgen geht's dann durch das Dörfchen zum Strand. Schaun ma mal.Read more

  • Frage der Geduld

    July 7, 2025 in Belgium ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute morgen machten wir uns auf den Weg, Koksijde etwas zu erkunden. Zunächst zu den beiden kleineren Friedhöfen mit belgischen und französischen Soldaten, die meisten davon aus dem Ersten Weltkrieg, und dann zu einem recht großen englischen Friedhof, auf dem auch Soldaten des Ersten Weltkrieges aus weiteren Cemmenwelth-Staaten beerdigt sind. Fast alle zwischen 19 und 24 Jahren alt.
    Danach durch und über eine Dünenlandschaft mit einer der höchsten Erhebungen im weiten Umkreis, der Düne "Grote Blekker", immerhin 33 Meter hoch.
    Weiter durch richtig stürmischen Wind zum Meer und dann zu einem Bier eingekehrt. Lief doch tatsächlich im Fernseher die Tour de France. Angekündigt das Etappenziel Dunkerke. Schon bei Birgits Frage an die nette Wirtin war mir klar, da gibt's kein zurück mehr. Mit der Tram nach De Panne und dann kostenlos mit dem Bus zum Ziel. Also ab dafür. Dass die Fahrt gut eineinhalb Stunden dauert hat uns die Dame allerdings nicht verraten. Macht nix. In Dunkerke am Rathaus ausgestiegen, keinen Plan und einfach den Menschenmasse nach. Das Rathaus von außen und den Dom von innen betrachtet und dann plötzlich am Zieleinlauf angekommen. Keine Chance einen Radler erkennen zu können, sollten sie irgendwann ankommen. Durch dicht gedrängte Massen junger und alter Fans, teilweise lustig bis abenteuerlich angezogen, zwängten wir uns bis zum Schild, "Leclerc 250" durch, wo wir ein Plätzchen in fast vorderster Reihe fanden, das offensichtlich genervte Mitbürger frei machten. Nur noch 43 Kilometer bis zum Zieleinlauf verkündeten große Monitore und ein dauerrednender Moderator. Na ja, 1,5 Stunden unnütz rumstehen? Nix da, die Zeit verging fast im Flug und nach noch nicht mal 45 Minuten wurde die Ankunft signalisiert, die dann auch Ruck zuck das Peleton an uns vorbeihuschen ließ, begleitet von ohrenbetäubendem Lärm tausender Zuschauer. Genau mit Eintreffen des Spitzenreiters fiel mein Handy mangels Power aus. Leider verunglückten genau vor uns mehrere Fahrer. Die meisten stiegen irgendwie wieder mehr oder weniger lädiert auf ihr ebenso lädierten Räder, einer konnte allerdings sein 15 tausend Euro Gefährt nur noch ins Ziel schieben und ein weiterer musste leider ärztlich versorgt werden.
    War Geduld vor dem Rennen groß geschrieben, ging es anschließend richtig zu Sache. Tausende Zuschauer auf dem Heimweg. Alle Busse überfüllt. Erst mit den nächsten Bussen eine Stunde später zurück und dann noch den Fußweg zum Wohnmobil.
    War mal was anderes.
    Read more

  • Grand-Fort-Philippe

    July 8, 2025 in France ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute fuhren wir rund 50 Kilometer nach Süden und hielten in Gravelines, einer ehemaligen Festungsstadt, die Festung in der alten Seefahrerstadt wie unsere Kreisstadt zuhause vom genialen Baumeister Vauban geplant.
    Nach einem Rundgang durch das Städtchen fuhren wir weiter nach Petit-Fort-Philippe, wo wir uns einrichten und später zum Essen gehen wollten. Das "Le Jean Bart", bei dem mit traditioneller Bauweise ein großer Segler aus dem 17ten Jahrhundert nachgebaut wird, hat abends geschlossen und auch sonst bot sich nichts vernünftiges an.
    Also wieder zurück und in Grand-Fort-Philippe auf einem Stellplatz eingeparkt und etwa 30 Minuten am Kanal vorbei zum Strand gelaufen. Noch bis Anfang des letzten Jahrhunderts liefen von hier aus Fischfänger in die isländische See aus. Wie einige Platten in der Kirche berichten, kamen zahlreiche Seefahrer von diesen Reisen nicht mehr heim.
    Der Strand ist hier mehrere hundert Meter breit und mehrere Kilometer lang. Wir sind ihn allerdings nicht ganz abgelaufen.
    Nach einem guten Abendessen wieder zurück und morgen schaffen wir uns wohl die paar Kilometer weiter südlich bis Calais. In der Ruhe liegt eben die Kraft!
    Read more

  • über Calais nach Équihen Plage

    July 9, 2025 in France ⋅ 🌙 18 °C

    Zunächst ging es heute in rund 30minütiger Fahrt in die Hafenstadt Calais. Dort sind wir fast 5 Stunden rumgelaufen und haben uns das ein oder andere angeschaut, den Tour de Guet aus dem 13ten Jahrhundert, den Leuchtturm, die Kirche Notre Dame, in der nebenbei bemerkt Charles de Gaulle 1921 geheiratet hat, das imposante Rathaus mit der von Rodin geschaffenen Gruppe "Bürger von Calais" davor und etwas den Stadtkern in seiner betonenen Nachkriegsbau- weiseauweise, die den Zerstörungen des Krieges geschuldet ist.
    Gemütlich über die D 940 ging es weiter durch kleine Dörfchen, an zahlreichen Bunkern und den beiden Caps "Blanc Nez" und "Gris Nez" vorbei mit einer guten Sicht auf die nur etwas mehr als 30 Kilometer entfernte englische Küste. In Équihen stehen wir nun erstmals auf einem Campingplatz.
    Eine zweistündige Wanderung am Meer bei Ebbe hat dann richtig Durst auf ein Bier gemacht.
    Read more

  • Le Treport

    July 10, 2025 in France ⋅ 🌙 19 °C

    Heute ging es gemütlich fast ausschließlich 100 Kilometer über die D 940 in das knapp viertausend Einwohner zählende Dorf Le Treport. In einem rund 5stündigen Spaziergang erkundeten wir die Kirche St. Jaques, den Hafen mit seinen unterschiedlichen Becken und dazu gehörenden Schleusen, die von zwei unterschiedlichen Kanälen gespeist werden, bevor wir zur angrenzenden Gemeinde Mers-les-Bains gelangten. Dort bewunderten wir die zahlreichen noch sehr gut erhaltenen Häuser im Kolonialstil. Aber auch dort nagt der Zahn der Zeit und es gibt doch in beiden Gemeinden ziemlich hohen Leerstand. Vorbei am Strand und entgegengesetzt zu den Falaisen, die die beiden Dörfer jeweils begrenzen. Noch über den donnerstäglichen Abendmarkt und dann mit der Standseilbahn, übrigens kostenlos, durch den Berg nach oben zu unserem Stellplatz, von dem man einen herrlichen Überblick über die Region hat.
    Auffallend war für uns auf dem Hinweg, dass viele Kirchengebäude am Verfallen sind. Wir vermuten den Grund in der fehlenden Kirchensteuer, wie wir in einem kleinen Kirchlein unterwegs, dem dort aufgeführten Ausgabenblock aus den eingehenden Spenden entnehmen konnten. Unser Fazit: Le Treport und Mers-les-Bains sind einen Aufenthalt wert.
    Read more

  • Dieppe

    July 11, 2025 in France ⋅ ☀️ 22 °C

    Zunächst ging es wieder mit dem Fahrstuhl nach Le Treport, dort genauer zur Fischhalle, in der wir zwei Fischfilets erstanden, vermutlich Lieu noir, jedenfalls ohne Gräten, die in den Kühlschrank wanderten.
    Die heutige Reise war kurz aber interessant. 30 Kilometer meist über die D 925, immer in Meeres- und Falaisenähe. In Dieppe dann vom Stellplatz in die Stadt, die wir fast nicht erreichen konnten da die Drehbrücke geschlossen war und wir schon den Rückzug antreten wollten. Aber ein paar junge Leute haben uns dann aufgeklärt; die Drehbrücke ist nur offen, um große Schiffe durchzulassen. Wenn die dann tidebedingt durch sind, ist alles in Ordnung. Durch die Altstadt an den verschiedenen Häfen vorbei und zwei Kirchen angesteuert. Wie die letzten Kirchen ebenfalls in einem bedauernswerten, eher einem erbärmlichen Zustand. In der Église St. Jaques ist sogar ein Netz aufgespannt damit keine Steine aus der Decke fallen. Im Netz sind jedenfalls schon einige.
    Rund 4 Stunden unterwegs durch mehr oder minder gut besuchte Straßen, inklusive der Grande Rue, einer riesigen Fußgängerzone. Unterbrochen lediglich für zwei kleinere Boxenstopps mit Ricard, Bier und Sprizz.
    Der Fisch hat jedenfalls geschmeckt. Das zweite Filet kommt morgen dran.
    Read more

  • Richtung Süden

    July 12, 2025 in France ⋅ 🌙 19 °C

    Zunächst fuhren wir heute in das etwas 30 Kilometer entfernte Dörfchen Veules les Roses, Einfahrt für Wohnmobile gesperrt. Also etwas außerhalb geparkt und zu Fuß los. An der Steilküste nach unten und durch die ansehnliche Gemeinde zur Église Saint-Martin aus dem 13. Jahrhundert und ein Stück an dem kürzesten Fluss Frankreichs, der Veules, vorbei, der sich einige Mühlen antreibend durch das Dorf schlängelt.
    Noch die ersten Austern seit unserem Reinfall letztes Jahr an Weihnachten im berühmten, für uns nur noch berüchtigten, "Mas bleu" gespeist und dann weiter nach Fecamp.
    Hier stehen wir ebenfalls auf einem Stellplatz außerhalb und haben eine kleine Wanderung über einen Teil des GR 21 in die Stadt und zurück gemacht. Von den ehemaligen Glanzzeiten Fecamps als dem wichtigsten Fischereihafen Frankreichs bis Anfang des 20ten Jahrhunderts zeugt nur noch das Fischereimuseum. Das Bekannteste an der Stadt sind mittlerweile der Kräuterschnaps "Dom Benedictine" und das "Palais Benedictine", eines der prunkvollsten Schlösser des Fin de Siècle.
    Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Cap Fargnet, das einen wunderbaren Blick auf die Alabasterküste ermöglicht.
    Nebenbei bemerkt ist das Cap fast ganz unterbunkert, wie so viel an der Küste.
    Read more

  • Halli Galli in Honfleur

    July 14, 2025 in France ⋅ ⛅ 17 °C

    Da wir kein Brot hatten, wollten wir in Étretat frühstücken. Der Ansturm von gestern wird sich ja wohl gelegt haben? Weit gefehlt, schon weit vor dem Dorf die Straßenränder zugeparkt und die Lokale gut gefüllt. Es trugen sich wohl mehr mit dem Gedanken an ein Frühstück außer Haus. Ein Baguette gekauft, raus aus der Stadt und unterwegs an einem Parkplatz in aller Ruhe gefrühstückt.
    Das erste Ziel, Harfleur, war schnell erreicht. Dort das genaue Gegenteil. Keine Menschenseele auf der Straße, nur ein Kebab-Laden mit Espresso aus dem Pappbecher und ein kleiner Lebensmittelmarkt waren geöffnet. Noch schnell in die Kirche St. Martin, ein Bau in Gotik-Stil aus dem 15ten Jahrhundert, allerdings mit bemerkenswert modern gestalteten Fenstern.
    Weiter ging es dann über zwei Hochbrücken, wobei die Pont de Normandie auch für Nichttechniker eine Augenweide darstellt. Sie erinnert etwas an Millau.
    Das krasse Gegenstück zu Har- bot dann Honfleur. Vermutlich direkt proportional zu Étretat wuchs hier die Besucherzahl am heutigen Nationalfeiertag in der rund 6.500 Seelen zählenden Gemeinde. Ein Wirtshaus neben dem anderen, von Kebab über Sandwicherie bis Haute Cuisine alles vertreten, zahlreiche Kunstgalerien mit richtiger Kunst, die an die Tradition Honfleurs als Stadt der Maler erinnert. Ganze Straßenzüge mit gut erhaltenen und restaurierten Fachwerkhäusern und enge Bebauung mit ganz schmalen Häusern im Hafen rundeten gemeinsam mit einigen Villen im Ortseingangsbereich das positive Bild der Stadt ab.
    Etwas erinnerten wir uns an Polen beim Besuch der Kirche Sainte Catherine, der größten Holzkirche in Frankreich. Kirchenbesuche sind übrigens um so praktischer je mehr es regnet!
    Nach dem Regen ging es zum jährlich stattfindenden über die Grenzen der Normandie bekannten spectacle, der Mât incliné. Tausende Zuschauer säumten das große Hafenbecken und eiferten mit den jungen Damen und Herren, die mit ordentlich Anlauf über eine Rampe und dann über einen schräg befestigten hölzernen Schiffsmast rennend, versuchten die am Ende angebrachte Tricolore zu ergattern. Das ging so etwa 40 Minuten, in denen die meisten Versuche schon recht frühzeitig auf dem Mast endeten und die Akteure teils mit mehr, meistens mit weniger Anmut ins Wasser plumpsten. Dass sich niemand richtig verletzte war uns ein Wunder. Gegen Ende versuchten immer wieder dieselben fünf bis 6 Männer ihr Glück und tatsächlich schaffte es dann einer auch unter dem tosenden Beifall der Menge.
    Den Höhepunkt des Tages war dann das obligatorische Feuerwerk zum 14 Juillet. Genau 15 Minuten knallte und blitzte es auf der anderen, großräumig abgesperrten Uferseite aus mehreren Feuerwerksbatterien.
    Honfleurs ist jedenfalls eine Reise wert und ist nicht umsonst ein touristischer Anziehungspunkt in der Normandie.
    Read more

  • Pont l'Évêque und Lisieux

    July 15, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute führte uns der Weg zunächst zu dem nur wenige Kilometer entfernten Dorf Pont l'Évêque, das als typisch normannisch wegen seiner Fachwerkhäuser und seiner ganzen Bauart angepriesen wird. Wir machten einen Stadtrundgang wie ihn das buro touristique empfiehlt und schauten uns das ein oder andere näher an, bevor wir zu einem Bier und Ricard einkehrten.
    Da wir bei unserer Rückkehr zum Fahrzeug zugeparkt waren, ging es wieder zurück und wir mussten mehr als eine Stunde im Wirtshaus aushalten.
    Aus erklärlichen Zeitgründen änderten wir den Plan und fuhren nach Lisieux, einer größeren Kreisstadt mit mehreren Kirchen, darunter eine Kathedrale und eine Basilika. Letzterer galt unser Augenmerk. Ein erst in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts im neobyzantinischen Stil fertig gestellter Bau, der durch seine Größe und seine Innengestaltung besticht. Der gesamte Innenraum inklusive Kellerräumen ist mit kleinen Mosaiksteinen, bestimmt Hunderttausende, gestaltet und zeigt neben Ornamenten und Verzierungen fast alle Personen, die man aus der katholischen Lehre so kennt.
    Die der aus Lisieux stammenden und heilig gesprochenen Therese Martin geweihten Kirche fasst 4000 Besucher und zieht jährlich etwa 2 Millionen Menschen an. Damit ist Lisieux nach Lourdes der zweit größte Wallfahrtsort Frankreichs.
    Aber auch darüber hinaus ist die Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert, einen schönen Stellplatz bietet sie ebenfalls an.
    Read more

  • Hin und her

    July 16, 2025 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Zunächst machten wir uns auf, um zurück zu fahren. Deauville war das Ziel. Nicht umsonst auch das Cannes des Nordens genannt. Eine riesige Strandpromenade und ein großer Hafen, bekannte Hotels und alle Markennamen von Rolex bis Coco Chanel, die hier übrigens ihre erste Boutique eröffnet hat, Villen, alt und vom feinsten, ein weltbekanntes Casino, jährliche Filmfestspiele und Pferderennwochen. Ab morgen findet ein weltweites Bridge-Turnier statt,und so weiter und so fort ist immer Action angesagt.
    Leider meinte es Petrus nicht allzu gut mit uns und wir wechselten ins beschauliche Beuvron-en-Auge, eins der "plus beaux villages". Das Dörfchen mit genau 202 Einwohnern besteht aus einer Hauptstraße, zwei, drei Nebenstraßen, ganz vielen Restaurants, einigen brocantes und Geschäftchen, einem pmu und einem Sternerestaurant.
    Nett anzusehen, aber nicht unbedingt einen Umweg wert. Der Stellplatz für 10 Euro ist aber auch ganz ok.
    Read more

  • Ins D-Day Gebiet

    July 17, 2025 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute machten wir uns nach einem Spaziergang durch Beuvron auf den Weg in das Gebiet, in dem die Alliierten Staaten am 6. Juni 1944 in den Zweiten Weltkrieg eingriffen, in die Gebiete der Normandie mit flachen Küsten.
    Ersten Halt machten wir an der Pegasus Brücke bei Longueville, einer damals strategisch wichtigen Brücke, die von kanadischen Soldaten eingenommen wurde.
    Weiter ging es nach Ouistreham, wo ein mehrstöckiger Sanitätsbunker besichtigt werden kann.
    Jetzt stehen wir auf einem Campingplatz bei Graye-sur-Mer, wo wir ein, zwei Tage bleiben und eine Wasch- und Putzzeit einlegen werden. Zwischendurch sind wir bereits an einigen Denkmälern vorbei gekommen. Diese alle anzuschauen würde unseren zeitlichen Rahmen gewaltig ausdehnen.
    Read more

  • Courseulles sur Mere

    July 18, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute machten wir eine kleine Wanderung vom Campingplatz nach Courseulles sur Mere, am Strand entlang, der wohl einiges berichten könnte. In diesem Strandabschnitt landeten am 6. Juni 1944 die an der Invasion beteiligten kanadischen Truppen. Ein Museum, einige herumstehenden Panzer und Geschütze sowie viele Gedenktafeln weisen darauf hin.
    Auch ansonsten handelt es sich um einen netten und besuchenswerten Ort.
    Read more

  • Bayeux, Kathedrale und Teppich

    July 20, 2025 in France ⋅ 🌬 20 °C

    Heute ging es weiter an der Küste vorbei, zunächst nach Longues-sur- Mer. Dort findet man heute noch gut erhaltene "unzerstörbare" Bunker, die von den Nazis zur Verteidigung an der neuen Küstenlinie ab etwa 1943 gebaut wurden. Sie sind noch heute "gut in Schuss" und man kann sich auch als Laie durchaus vorstellen, was das Leben da drin zu bedeuten hatte und wie schwer eine Einnahme war.
    Danach fuhren wir einige Kilometer weiter und besuchten den amerikanischen Militärfriedhof in Colleville-sur Mer, auf dem fast 10.000 Soldaten beerdigt sind, die meisten davon waren bereits in den ersten Stunden und Tagen des DDay gefallen. Täglich wird dort um 09.00 Uhr pünktlich die amerikanische Flagge gehisst und pünktlich um 16.30 wieder eingeholt. Wir waren auch Zeugen einer Gedenkveranstaltung einer größeren Gruppe von Amerikanern, die nach einer Rede und der Nationalhymne einen Kranz niederlegten. Also, die Amerikaner halten ihre toten Soldaten in Ehre.
    Weiter fuhren wir dann zu Kriegern aus anderen Zeiten. In Bayeux besuchten wir zuerst die Kathedrale Notre Dame, 1077 von Bischof Odo von Bayeux nach 30 jähriger Bauzeit eingeweiht. Die Kathedrale gehört zweifellos zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Normandie.
    Wer zu den damaligen Zeiten ein richtiger Bischof war, ließ sich aber auch im Krieg nicht lumpen und so zog er mit seinem Halbbruder Wilhelm dem Bastard 1066 gen England und half tatkräftig dem späteren englischen König, jetzt Wilhelm der Eroberer, in der Schlacht von Hastings, sein ihm zugesprochenes Reich zu erobern.
    Diese ganze Geschichte kann man im Museum auf einem 69 Meter langen Teppich bewundern, auf dem die einzelnen Abschnitte von Anfang bis Ende aufgenäht sind. Beim Rundgang erfährt man dann auch, dass die Geistlichkeit kein Blut vergießen durfte, weshalb die Herren mit großen Keulen hantierten anstatt mit Spieß und Schwert.
    Read more

  • Kontraste

    July 21, 2025 in France ⋅ 🌬 18 °C

    Unser erstes Etappenziel heute war der deutsche Soldatenfriedhof in La Cambe. Ein beeindruckender Ort, der für mehr als 20.000 Gefallenen ihre letzte Ruhestätte darstellt. Nebenbei bemerkt, während der Kämpfe um die Normandie starben allein 150 tausend deutsche Soldaten. Ich bekomme regelmäßig die kalte Wut, wenn ich über Militärfriedhöfe gehe, die Namen der Männer lese und bei den Geburtsdaten sehe, da waren noch Jugendliche dabei, und das Durchschnittsalter bei Anfang 20. Und dann sinniere ich so vor mich hin und frage mich, ob denn die ganzen Kriegsertüchtiger, selbsternannten Militärexperten bei Maischberger, Lanz und Co. sowie die Fernsehsesselbellisten eigentlich noch richtig im Kopf sein können!
    Weiter ging es nach St. Mère Église, dem bekannten Ort, in dem im Film "Der längste Tag" ein Fallschirmspringer mit seinem Schirm am Kirchturm hängen blieb. Sein Kollege hängt immer noch da.
    Genug von Krieg und Tod.
    Jetzt stehen wir auf einem Stellplatz in Barfleur, eine der 100 "plus beaux villages". Einen Rundgang am Meer vorbei, durch Hafen und Dörfchen haben wir mit einem Wein im PMU beendet. Barfleur ist auch einen Besuch wert.
    Read more

  • Wanderung und Cherbourg

    July 22, 2025 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Gréville "Phare de Gatteville", mit 75 Metern Turmhöhe angeblich der zweit höchste Leuchtturm Europas mit einer Tragweite von immerhin 29 Seemeilen.
    Kurz vor dem Turm gibt es noch ein kleines Leuchtfeuer mit Maria und dem Jesuskind, das die Seeleute beschützen soll.
    Nach rund 8 Kilometern dann Einkehr im PMU, da der Campingplatz oberhalb des Stellplatzes seine Entsorgungseinrichtungen erst um 14.30 öffnet. Also Zeit für einen Ricard.
    Nächstes Ziel war Cherbourg, wo wir allerdings nur etwas durch das Hafenviertel laufen wollten, um dann weiter gehen Westen zu fahren.
    Und so stehen wir jetzt in dem klitzekleinen Örtchen Gréville-Hague. Dort trafen wir dann auf den Maler Jean-Francois Millet, der uns schon mehrfach in der Bretagne begegnete. Hier in seinem Heimatort ist Künstler, dessen Bilder in den bekanntesten Museen hängen, vor der Kirche in Stein gemeißelt.
    Der Stellplatz ist offensichtlich ein Geheimtipp. Jedenfalls sind wir heute die einzigen Nutzer.
    Read more

  • was man nicht im Kopf hat ...

    July 23, 2025 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Von unserem Stellplatz ging es zunächst nach Les Arbres ins dortige Café du Port, angeblich ein Muss in dieser Gegend. Ein schönes, kleines Örtchen, etwas herumgelaufen und einen Kaffee getrunken. Das Haus hat was und neben dem guten Kaffee werden auch Mittagstisch etc. angeboten.
    Nach zwei Stunden Aufenthalt zog es uns dann nach Racine zum kleinsten Hafen Frankreichs. Wirklich ein putziges Stück, 800 Quadratmeter groß, 11 Meter breit die Hafeneinfahrt. Speziell ist allerdings das Vertäuen der kleinen Boote, die an Tauen angehängt sind, die wiederum von der Kaimauer bis zum Land gespannt sind. Ziemlich einzigartig.
    Bei der versuchten Weiterfahrt stellte ich fest, dass ich den Verschlussdeckel für den Wassertank gestern wohl beim Wasser fassen vergessen habe.
    Alles wieder zurück. Und tatsächlich, der Verschluss lag an der Entsorgungsstelle genau so, wie ich ihn hingelegt habe. Nun war ich wegen des Fundes nicht ganz verwundert, spendet Birgit doch in allen Kirchen, die wir so besuchen ihrem Schutzpatron Antonius eine Kerze. So ist denn dann wohl auch was für mich abgefallen.
    Wieder zurück und weiter zum Cap de la Hague, vorbei an der bekannten, mit viel Aufwand, Zaun, Messerdraht, Elektroleitungen und dann noch mal das Ganze, nur deutlich höher, gesicherten Wiederaufbereitungsanlage. Vor dem Cap fanden wir ein Plätzchen auf einem Stellplatz, machten uns zu Fuß auf den Weg und bewunderten die felsige Küste mit dem Leuchtturm und Blick auf die Kanalinsel Aldernay.
    Read more

  • Falaises und Sanddünen

    July 24, 2025 in France ⋅ ☀️ 20 °C

    Zunächst machten wir uns auf zur Nez de Jobourg. Ein wunderbarer Ausblick auf die Steilkippen, die hier -allerdings nicht so drastisch abfallend- 130 Meter über dem Meeresspiegel sind. Trotz diesigen Wetters war die Kanalinsel Aldernay zum Greifen nah.
    Danach fuhren wir auf gaaaanz engen Straßen an der Küste vorbei immer Richtung Norden, kamen an kleinen Dörfchen vorbei und dann in Biville.
    Dort liefen wir zunächst etwas eine Stunde durch die ansehnliche Dünenlandschaft, um dann der örtlichen Kirche Peter und Paul unseren Besuch abzustatten. Leider war Antonius gerade nicht da und so ließen wir unser Opfergeld im Säcklein zum nächsten Mal.
    Nun stehen wir auf dem Camping communale in Siouville, haben vorher mit einigen Umwegen auch das örtliche PMU gefunden und mit einigen Eingeborenen ein, zwei Bier getrunken und die Tour de France im Fernseher begleitet.
    Jedenfalls ist die Landschaft in diesem Abschnitt sehr empfehlenswert.
    Read more

  • Burg, Strand, Fest

    July 26, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Zunächst fuhren wir heute zum Chateau du Pirou. Eine Burg aus dem 12ten Jahrhundert, die die wechselhaften Jahr dazwischen genau so wechselhaft verbracht hat. Erbaut, zerstört, wieder erbaut, als Bauernhof genutzt und dann wieder zurecht gemacht, ist sie heute ein Museum, das allerdings kurz nach unserem Eintreffen zur "pause de midi", wie uns ein Mitarbeiter sagte,überging. Also mal einiges von außen betrachtet und weiter nach Pirou Plage, wo wir eine Zeit lang durch das touristisch geprägte Dörfchen liefen.
    Danach ging es in das nächste größere Dörfchen, Coutenville, wo wir ebenfalls der Strandpromenade einen Besuch abstatteten und den Austernfischern zusahen, die wir mit ihren Traktoren und Schiffen im Schlepptau schon auf der Landstraße gemütlich vor uns herzockeln sahen.
    Da es keinen Hafen gibt, in dem man sein Schiff vertäuen kann kann, werden in einigen Dörfern die kleineren Fangschiffe und die Schiffe zum Austerntransport in heimischen Gärten und Garagen geparkt, was dazu führt, dass in vielen Hauseinfahrten ein Schiff auf Trailer hinter einem Traktor gepart steht.
    Jetzt sind wir in Hauteville-sur-Mer-Plage, haben einen Rundgang durch das Dorf gemacht, sind bei einem Volksfest hängen geblieben und weerden morgen früh den großen Marché mit über 130 Verakufsständen im Dorf besuchen.
    Read more

  • Genusstag

    July 27, 2025 in France ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute morgen ging es zunächst zum Wochenmarkt. Über 150 Händler aus der ganzen Region mit den unterschiedlichsten Angeboten, von Artichocken bis Zitronen alles dabei. Zwei Paar Socken aus Bambus gekauft und 12 Austern mit zwei Muscadet verzehrt. Auf dem Markt herumgeschlendert und die besondere französische Marktatmosphäre genossen, nebst zwei mal bière pression.
    Danach fuhren wir weiter nach Granville, einer alten Hafenstadt, deren Geschichte bis weit ins Mittelalter zurück geht. Der zunächst angefahrene Stellplatz existiert wohl nicht mehr, der zweite, fast an der Capspitze ist daher um so besser. Zunächst zum Leuchtturm spaziert, einige Bunker des Atlantikwalls besucht und dann in die pulsierende Stadtmitte. Es war richtig viel Betrieb, alle Geschäfte geöffnet und Straßenmusikanten unterwegs, von denen uns insbesondere eine Jazz-Band mit älteren Herren gefiel, die beim Hinweg zur Kirche St. Paul spielten, dann auf dem Rückweg weiter und nach unseren beiden Bieren immer noch. Den hatte es richtig Spaß gemacht. Uns auch.
    Die Kirche St. Paul ist übrigens abgesperrt und Hinweisschilder warenen vor herunterfallenden Steinen. Nicht die erste Kirche in marodem Zustand, wie bereits notiert.
    Auf dem Weg zurück durch das Burgviertel der Stadt fiel uns dann ein, Normandie ohne Galette und Crépe geht doch gar nicht.
    Also zu Galette mit Jakobsmuscheln, Muskadet und als Nachtisch Grépe mit Eis und Schokolade eingekehrt.
    Jetzt verlassen wir langsam die Normandie und schauen mal, wie es weiter geht.
    Read more

    Trip end
    July 30, 2025