• Tag mit etwas Pech

    12. juli, Albanien ⋅ ☀️ 26 °C

    Durrës war das Ziel des heutigen Tages, eine größere Stadt mit viel Geschichte.
    Nun muss man wissen, Albanien hat etwas mehr als 2,3 Mio Einwohner. Die sind vermutlich alle verpflichtet, Samstag und Sonntag an die Küste zu kommen.
    Aber von vorne.
    Los ging es schon früh über die Küstenstraße, durchschnittliche Geschwindigkeit ca. 20 km/h, Straßen eng und total überlastet, Baustelle an Baustelle, aber tolle Landschaft.
    So kamen wir dann an unserem ersten Etappenziel, dem alten Kloster St. Mary's Monastery, malerisch auf einer kleinen Insel gelegen an. Der Weg führte die letzten Kilometer durch einen Wald, die Wege teilweise nur einspurig befahrbar. Aber, ein Klosterchen, das man sich ansehen kann, in traumhafter Lage.
    Zurück dachte dann ein entgegenkommender Fahrer, er müsse kurz vor uns etwas in die Straßenmitte ziehen. Mein notwendiges, kurzes Ausweichmanöver krachte dann mittig Markise an einen Baum, der leider so in Höhe 2,8 Meter eine Knick in Richtung Fahrbahn machte. Etwas Schwund ist eben immer.
    Unseren Versuch, in Durrës einen Parkplatz zu ergattern, gaben wir auf und die Reiseleiterin hatte auch schnell ein weiteres Ziel parat. Ein Stellplatz in Richtung Shkotra, unserem nächsten Ziel, idyllisch und direkt am Meer.
    Die letzten Kilometer der Anfahrt erinnerten den Carado und seinen Fahrer an die schlechtesten Straßen in Afrika. Aber nix da, der Strand verspricht Ruhe und Gelassenheit.
    Am angegebenen Punkt angelangt, "Sie haben Ihr Ziel erreicht", standen wir vor einer Discobude, einem wunderschönen Sandstrand mit hunderten Liegen und Sonnenschirmen. Ein freundlicher Mitarbeiter des Strandlokals erklärte uns dann, wir sollten den Carado auf die Seite fahren und dort könnten wir stehen so lange wir wollten. Wir fuhren auf die Seite und der anscheinend feste Sandboden erwies sich als mit Sand überzogener Schlick. Ergebnis, festgefahren.
    Mit der kleinen, für Marokko von der Reiseleiterin angeschafften Schaufel und drei herbei gerufenen Kollegen ging es wieder rückwärts auf festen Boden.
    Noch einige Kaltgetränke und Fisch zum Abendessen . Das im Naturschutzgebiet liegende Restaurant war lediglich über einen Holzsteg erreichbar. Morgen geht's weiter nach Shkotra.
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