Tag 2 Sanctuary: Kuhbehandlung
January 16, 2024 in Australia ⋅ 🌧 24 °C
Heute stand ein großer Tag an: Die Behandlung der Kühe mit einem speziellen Mittel gegen Fliegen (Pour on). Hierfür mussten wir die Kühe in einen eingezäunten Bereich eintreiben. Das war gar nicht so einfach und wir bekamen nur 19 von 36 Kühen eingefangen. Die Kühe sind dem Auto erst einmal mühelos hinterhergerannt, denn sie wissen es gibt Futter. 😁 Beim Behandlungsplatz angekommen, haben wir zuerst die Kühe in einen eingezäunten Bereich eingetrieben (Cattle Yard) und sie dann einzeln in einen anderen Bereich getrieben, von wo aus sie dann in den schmalen Behandlungsbereich gegangen sind. Wir haben die Kühe ruhig und entspannt in die eingezäunten Bereiche getrieben. In der Milch- und Fleischindustrie werden die Tiere der Einfachheit mit Stromschockern in die Bereiche getrieben.
Hier können sich die Kühe nicht bewegen, da es so eng ist und kann sie von hier aus behandeln. Wir haben ihnen eine Flüssigkeit auf den Rücken geschüttet, die hält einen Monat und die Kühe sind fliegenfrei. Ohne das Pour on wären sie geplagt von Fliegen. Außerdem haben wir die Kühe gecheckt, ob sie irgendwo Verletzungen haben. Wunden haben wir mit Desinfektionsmittel gereinigt. Das Desinfektionsmittel war farblich, damit man sieht, wohin man gesprüht hat. Außerdem wurde jede behandelte Kuh mit einer pinken Farbe am Hinterteil markiert, damit wir sehen können, welche Kuh bereits behandelt wurde. Nach der Behandlung sahen die Kühe daher sehr witzig aus. 😄
Es sieht etwas hart aus, wenn die Kühe dann noch am Kopf fixiert werden, damit sie diesen nicht wild bewegen und sich selbst und uns verletzen. Zum Fixieren des Kopfes wird das kleine Tor am Ende geöffnet, die Kuh geht mit dem Kopf durch und in dem Moment schließt man das Tor wieder schnell. Das ist vor allem beim Desinfizieren der Augen notwendig oder wenn ein Ear Tag am Ohr gelegt werden muss. Ein Ear Tag schützt die Kühe auch nochmal vor Fliegen und hält etwa 3 Monate.
Wir haben auch zwei kleine wilde Kälber behandelt. Eins war zum ersten Mal dabei und deswegen ziemlich nervös. Es hat zwei Ear Tags bekommen und das Pour On. Beim nächsten Mal weiß es aber, dass alles ziemlich entspannt ist. Das andere Kalb hat das Prozedere schon einmal hinter sich und war ruhig.
Gegen Mittag habe ich mit Noa noch eine Runde auf dem Grundstück gedreht. Die Kühe waren fix und fertig und lagen alle auf nur rum.
Nachdem wir die Kälber abends gefüttert haben, fing es dann an zu regnen.Read more





