January - July 2017
  • Day135

    Der Alltagstrott

    May 29, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 15 °C

    Montag, 29. Mai 2017

    Viele wundern sich wahrscheinlich, warum wir nicht mehr schreiben... irgendwie sind wir jetzt im Alltag gelandet und haben den Blog ganz vergessen!
    Außerdem sind wir zurzeit sehr beschäftigt, ich habe auch endlich zu meinen normalen Alltag gefunden, der jetzt endlich wöchentlich gleich aussieht. Es haben sich ein paar Dinge verändert. Nun habe ich nur noch eine Patientin, sie dafür fast täglich 4 Stunden. Montag und Mittwochs gehe ich mach der Schicht noch in der Klinik arbeiten (wenn sie mich auch anruft, es läuft ja über die Agentur, aber bisher hat er immer funktioniert). Dienstag und Samstags habe ich einen neuen Job für drei Stunden gefunden, als Nanny. Richtig toll! Dadurch habe ich eine abwechslungsreiche Woche, auch wenn zwei Tage davon über 10 Stunden arbeiten bedeutet. Es ist ja nicht für immer... :) und soo anstrengend ist es nun auch nicht, denn gerade bin ich ja zB auch arbeiten :D

    Mein Job als Nanny ist richtig toll! Das Kind ist 2,5 Jahre alt, blond und hat blaue Augen. Total knuffig! Die Mutter hat vor kurzem ihren zweiten Sohn bekommen, da hat sie natürlich viel zu tun. Auch wenn Alex ein richtiges Mama - Kind ist, gewöhnt er sich langsam an mich und wir genießen die zeit im Park und auf dem Spielplatz. Oft werde ich gefragt, wie alt mein Kind denn sei. :)

    In unserer WG hat sich auch einiges verändert. Zwei Leute sind ausgezogen und zwei weiteren Deutsche ein. Anfangs waren wir skeptisch, da wir dachten es wird nur deutsch gesprochen und man kennt sich ja noch nicht. Aber mittlerweile ist es richtig toll geworden. Deutsch reden wir zwar trotzdem öfters, aber dafür sind wir jetzt ne richtige "5 er Party - Group" geworden. Die zwei Deutschen haben uns nochmal gezeigt, was es bedeutet, die Nacht zum Tag zu machen! :D Erholung gibt's gerade nicht soviel, aber dafür jede Menge Spaß. Leider bleiben die Sonntagsausflüge dabei etwas auf der Strecke liegen, aber trotzdem unternehmen wir kleinere Dinge wie Strandspaziergänge oder einen Ausflug zum IKEA. Momentan ist auch ein tolles Farbenevent in Sydney, es heißt "Vivid". Unglaublich wunderschön!! Aber dazu andermal mehr...

    Und was noch zu erwähnen ist, ein Deutscher der eingezogen ist, ist gelernter Koch! Da gibt's zB manchmal ein leckeres Brunch oder der ein oder andere Tipp fürs kochen ;)

    Unsere Wochen sind gezählt und wir freuen uns schon total auf unsere Reise. Die Campervans sind auch schon gebucht... und der Rest ergibt sich dann :)
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  • Day90

    Das WG - Leben

    April 14, 2017 in Australia ⋅ 🌙 15 °C

    Vielleicht interessiert es den einen oder anderen noch, wie es bei uns so im WG Leben abläuft. Unser Motto lautet "I don't care" :D

    Als erstes muss man dazu sagen, dass unser Haus sehr hellhörig gebaut wurde. In jedem Zimmer kann man hören, was im Wohnzimmer erzählt wird. Aber kein Grund zur Sorge, lästern tut jeder immer auf seiner Sprache, und das ist manchmal auch offensichtlich :D

    Aber es wird einem nicht übel genommen, Probleme werden hier meist offen besprochen! Jeder wird häufigst dran erinnert, seine Krümel in der Küche aufzuräumen oder mit einem "Pssst" endlich leiser zu reden, obwohl derjenige selbst immer am lautesten ist.

    Man muss sagen, es ist wirklich manchmal zu Lustig, was hier los ist! Wie zB versucht wird, Putzregeln für das Bad, das von vier Leuten geteilt wird, einzuführen um mit vorher - nachher Bildern den gewünschten Erfolg zu erzwingen.

    Oder wenn jemand auf die Idee kommt, nen Haufen voll Spülmittel in die Spülmaschine zu kippen, weil das Geschirr einmal etwas schmutzig herauskam. Sehr lustig! Aber dafür gab es ganz schön Ärger, weil der Verursacher sich dachte: "I don't care!" :D und das putzen an jemand anderem hängen blieb.

    Eine Persönlichkeit im Haus gibt immer an, was noch getan werden muss. "We need to, we have to..." was ja eigentlich nicht schlecht ist, aber in diesem Fall bedeutet, ihr müsstet noch dies und das machen :D Vielleicht kommt es aber auch aufgrund der sprachlichen Barrieren nur so streng rüber. ;)

    Wenn jemand Abends nach Hause kommt und das Tor ins Schloss fällt, wird immer gewettet, wer jetzt nach Hause kommt.
    Und wenn die Männer mal unter sich sind (sind ja 80 %, oder 75, wie man es sehen will ;)), artet das manchmal aus. Am Abend wird alles stehen und liegen gelassen und der nächste wo ins Haus kommt oder frühs aufsteht, trifft der Schlag. :D

    Schwierig wird es auch, wenn wir Spinnen oder Kakerlaken im Haus haben. Aufgrund einer Spinnenphobie hört man manchmal einen Schrei und nachdem jeder gesehen hat wie klein das Tier war, wird erst einmal gelacht. Unfair, aber passend zum Motto! Manchmal kommen auch etwas größere Nutztiere ins Haus, welche aber ungefährlich sind.

    Was auch manchmal sehr lustig sein kann (für den Beteiligten natürlich absolut nicht), wenn die Tür zum Innenhof spontan zu gemacht wird und man gerade draußen ist. Man hat dann nur noch mit Schlüssel die Change ins Haus zu kommen, den man natürlich nicht immer in der Hosentasche hat!

    Das hört sich jetzt alles nach einer sehr schrecklichen WG an, aber glaubt uns, wir genießen es sehr! Es ist immer etwas los und es wird viel gelacht, auch wenn nicht jeder immer mitlachen kann. ;)

    Abends sitzt man öfters schön zusammen und redet über Gott und die Welt und ab und zu schaut man auch mal ein Film zusammen an, bei dem die Kindheitserinnerungen geweckt werden. :)
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  • Day85

    Die letzten Sommertage

    April 9, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Sonntag, den 9. April 2017

    Deutlich merkt man, dass es zunehmender kälter und nasser wird. Gestern und heute waren vermutlich einer der letzten schönen Tage hier in Sydney, zwischen 24 und 27 Grad :) Natürlich nutzten wir dies nochmal aus und sind heute zu einem Strand gefahren, der eine Stunde mit dem Zug von Sydney entfernt ist.

    Wir sind glücklicherweise zum falschen Strand gelaufen, was mit einer Wattwanderung zu vergleichen war. Da es in einer Bucht lag und das Wasser nur kniehoch war, konnte man auch nicht schwimmen. Natur pur und keine Touristen - außer wir :D
    Ein paar Stunden genossen wir die Sonne, um dann danach den Park aufzusuchen, indem wir ursprünglich grillen wollten. Grillen kann man hier übrigens an vielen öffentlichen Stellen, die sogar kostenlos sind..
    Langsam zogen sich die Wolken zu, doch rechtzeitig zum Aufbruch des zweiten Strandes verzog sich diese.

    Unglaublich, was wir sahen! Der Kilometer lange Strand und der Nationalpark dahinter, wunderschön! Soviel Natur.
    Die restlichen Stunden des Tages verbrachten wir hier und beobachteten das eine oder andere :D
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  • Day85

    Meine Arbeit in der Pflege

    April 9, 2017 in Australia ⋅ 🌧 15 °C

    Mein Alltag ...

    Während bei Danny schon lange das regelmäßige Einkommen vorhanden ist, muss ich wöchentlich hoffen, dass ich oft genug eingeteilt werde oder kein Patient vom Pflegedienst im Krankenhaus liegt.
    Zur kurzen Zusammenfassung, zurzeit arbeite ich im Krankenhaus und noch im Pflegedienst.

    Gott sei Dank ruft mich zur Zeit die Agentur für die Klinik relativ oft an, weil im Pflegedienst kann ich doch nicht so oft arbeiten, wie erhofft. Dazu später mehr.

    Zur Arbeit im Krankenhaus:

    Auch wenn ich die Arbeit hasse, bin ich froh sie zu haben. Ich wechsle zwischen einer 1:1 Betreuung (zB die Anorexie Patientin, ein 19 jähriges, suizid - gefährdetes Mädchen oder ein fast 50 jähriger, verwirrter Mann mit einer Blutvergiftung) und einem normalen Stationsalltag hin und her.

    Bei der 1:1 Betreuung sind meine Aufgabe lediglich, neben dem Bett zu sitzen und aufzupassen, dass die (oft schlafenden) Patienten sich die Sonden/ Infusionen nicht herausziehen oder sich beim Duschen erhängen. Mit dem verwirrten Mann versuchte ich ein Gespräch aufzubauen, auch wenn nur quatsch dabei rauskam. Der 50 jährige Patient war der Meinung, dass er gekitnappt wurde.

    Wenn ich mal nicht neben dem Patientenbett sitze, ist die Arbeit noch viel langweiliger. 7 Patienten auf eine Schwester und mich. Ich messe in einer Schicht verteilt zweimal die Vitalzeichen und bin trotz, dass ich mir saumäßig viel Zeit lasse, viel zu schnell fertig. Ich frage jeden, ob ich noch was helfen kann und bekomme meistens die Antwort: "Hm ne ich bin gerade fertig geworden" oder "Ja, die zwei könntest du noch messen, vielen Dank!" Danach schlendere ich in den Zimmern herum in der Hoffnung, jemand braucht etwas oder ich schreibe in Zeitlupe meine Vitalzeichen in die Akten ein.

    Bisher kam es nur einmal vor, das mir eine Station richtig gut gefallen hat, die Reha, weil ich da wenigstens den Patienten beim Waschen helfen konnte und es einfach Patientenbezogener ist, als in der Klinik. Sofort habe ich bei der Nurse Anmeldung Bescheid gegeben, dass ich da gerne öfters hinmöchte, wenn es möglich ist, aber offensichtlich ist es nicht möglich, da ich wieder woanders war.

    Zur Arbeit im Pflegedienst:

    Zur Zeit betreue ich zwei Patienten. Die Unterstützung kann auf jeder Art und Weise erfolgen. Kochen, waschen, aufräumen, bei der Körperpflege unterstützen, einkaufen gehen, Aktivitäten wie zum Strand gehen...
    Eine Patientin hat zB das MELAS Syndrom, alle Organe werden beeinflusst und Schlaganfallartige Attacken belasten sie. Ich helfe ihr im Alltag. Super nette Familie, ich darf auch mit einem der zwei tollen Hunde spazieren gehen, während die Patientin schläft! :)

    Der andere Patient hat Demenz, was manchmal echt lustig ist. Filme kann er in einer Dauerschleife anschauen und manchmal ist er so verwirrt, das er ständig fragt was ich nun hier mache (auch, weil ich ein neues Gesicht bin). Dort mache ich auch sleepovers, das heißt, ich übernachte dort, falls doch was sein sollte.

    Eigentlich wäre ich noch bei einer anderen Patientin gewesen, aber da kam es zu einem kleinen Konflikt, weshalb sie meine Hilfe nicht mehr möchte. Auch ein zweiter Anlauf hat leider nichts bei ihr erreicht.
    Sie hatte einen schlechten Tag erwischt und nur gemeckert. Sie war immer eine gestandene Frau, wohlhabend und selbstständig, weshalb sie auch hohe Ansprüche hat.

    Leider hat der Pflegedienst momentan keine weiteren Patienten für mich, aber ich hoffe trotzdem noch auf mehrere Stunden - vielleicht bald, wenn einige im Urlaub sind.
    Ich bin sehr froh, dort arbeiten zu können! Der Arbeitgeber ist wirklich toll, die Leute dort sind immer richtig freundlich und jedesmal für einen da. Bei Weiterbildungen ist die Atmosphäre richtig schön.
    Und, was ich auch durch sie gelernt habe - das Telefonieren! In den ersten Wochen haben sie mich täglich angerufen, was jetzt zu meinem Vorteil ist... :)
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  • Day78

    Sunday trip

    April 2, 2017 in Australia ⋅ 🌧 19 °C

    Sonntag, den 2. April 2017

    Um den Alltag Abwechslung zu bieten, versuchen wir Sonntags immer Ausflüge zu machen (wenn nicht gerade ein Geburtstag ansteht oder das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung macht).
    Heute sind wir mal wieder mit der Fähre zum Manly Beach gefahren, um dort etwas spazieren zu gehen. Dabei sind die schönen Bilder entstanden.
    Die Fahrt mit der Fähre, vorallem auf dem Rückweg, war wirklich aufregend. :D Durch den hohen Wellengang peitschten die Wellen gegen das Boot und selbst auf der oberen Etage blieb keiner verschont. Dazu regnete es noch etwas und es war Stock dunkel! Die kleine, abenteuerliche Wildwasserfahrt hat sich gelohnt !
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  • Day57

    Blue Mountains Teil 1

    March 12, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 19 °C

    Sonntag, den 12. March 2017

    Das Wetter heute mussten wir ausnutzen, denn in den letzten Tagen war es meist regnerisch. Wir sind zu den Blue Mountains gefahren, da die Zugfahrt ja nur 2,50 $ Pro Tag kostet. Da die meisten Touristen nach Katoomba fahren, sind wir zwei Stationen früher in Wentworth Falls ausgestiegen. Die Zugfahrt dauerte 2,5 h und wir bekamen auf der Hin- und Rückfahrt nur Stehplätze. Doch es hat sich gelohnt! Es war wunderschön und atemberaubend!

    Wir waren eine Gruppe von 7 Leute und sind bis abends um 9 unterwegs gewesen. Zwischendurch haben wir schöne Pausen gemacht mit tollem Ambiente. Überall plätscherte Wasser herunter, was total angenehm bei der Hitze war. Auch ein paar Badestellen gab es, es hat richtig Spaß gemacht. :)

    Das letzte Stück aufwärts war dafür richtig grauenvoll! Die unregelmäßigen, hohen Stufen brachten einen bis an die Grenzen.
    Insgesamt war die Strecke ungefähr 22 km lang - entlang der Felsen kurz vor dem Abgrund.

    Da es tausende, verschiedene unglaublich tolle Wanderrouten gibt, stehen die Blue Mountains natürlich immer wieder auf unserer "to do" Liste.
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  • Day52

    Der Anruf

    March 7, 2017 in Australia ⋅ 🌧 20 °C

    Dienstag, den 7. März 2017

    Nachdem ich schon die Hoffnung aufgeben hatte, einen Anruf von der Pflegeagentur zu bekommen, kam heute der überraschende Anruf. Eine lange Diskussion stand an, weil ich durch die neue Arbeitsstelle meine Verfügbarkeit nur am Wochenende angeboten habe. Ich erklärte, dass ich mir nun einen Job gesucht hatte, da mich zwei Wochen lang niemand angerufen hatte. Die Entschuldigung war, dass Ferien waren, aber nun könnten sie mich die ganze Woche in der Klinik einplanen. Ich wollte Bedenkzeit. Kurz nachdem Gespräch kam wie der Zufall es wollte, eine SMS von meinem jetzigen Arbeitgeber, dass ich morgen nicht zur Arbeit kommen brauch, sie haben genügend Leute. (Oder gar nicht mehr? Bei den Australier weiß man nie).
    Sofort nutzte ich die Change und rief die Agentur zurück, dass ich für den Mittwoch und Donnerstag eingeplant werden konnte. Sie planten mich auch gleich für den ganzen März von Montag bis Mittwoch ein. Im Pferdestall habe ich mich dann vorübergehend erst einmal "krank" gemeldet, da ich auf die feste Einteilung des Pflegedienstes wartete.

    Jetzt werden vermutlich einige verwirrt sein. Am 1.03. hatte ich ein Vorstellungsgespräch im Pflegedienst Quality Health Care und am Freitag den 10.3. ein Informationstag, mündliche Einweisung und Dokumente ausfüllen. Eine Zusage habe ich, dass ich anfangen kann, aber man weiß ja nie... Die Aufgaben sind, zu den Patienten zu fahren und sie zu betreuen (Medikamente geben, einkaufen gehen, essen anreichen, beim waschen unterstützen...) Die Bezahlung wäre super gut! Deswegen hoffe ich, dass ich dort bald ganz oft arbeiten kann.

    Mein erster Arbeitstag in der Klinik:
    Ich war etwas aufgeregt, als ich endlich die Klinik betrat.
    Ich bekam die Übergabe von einer Assistance in Nursing, die von der selben Agentur war. Ich verstand nicht viel und musste ständig nachfragen. Sowas blödes! Doch ich habe mich schnell eingefunden und stellte fest, dass meine Aufgaben sehr, sehr einfach waren. Meine Patientin, 23 Jahre alt, ist an Anorexie erkrankt und wiegt 26 kg. Wirklich schlimm! Essen macht ihr Angst und im Spiegel sieht sie sich immer "fett".
    Meine Aufgabe ist es, sie und die Infusionen/ Nasensonde nicht aus dem Auge zu lassen und im Abstand von zwei Metern zu bleiben. Ich begleite sie überall hin (sie darf die Station nicht verlassen). Die Vitalzeichen muss ich alle vier Stunden messen, vorallem noch den Blutzucker, der natürlich immer sehr niedrig ist. Sie wird rund um die Uhr beobachtet.

    Im Gespräch sagte sie übersetzt: "Ich denke die ganze Zeit daran, mir die Nasensonde herauszuziehen, weil wenn ich es nicht mache, werde ich so dick wie die Krankenschwester heute morgen. Ich muss die ganze zeit mit meinen Gedanken kämpfen, ich habe keine Lust mehr, das zu tun!"

    Trotz dass ich die ganze zeit bei ihr war, hat sie es geschafft ein Loch in die Infusion zu machen, so dass einiges daneben lief.

    Man unterschätzt diese "langweilige" Arbeit.
    Ich versuche viel mit ihr zu reden und Einfluss auf sie zu haben, aber die Gedanken sind bei ihr wie festgefahren. Zudem leidet sie schon 12 Jahre darunter...
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  • Day50

    Wer suchet, der findet

    March 5, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Sonntag, den 5. März 2017

    Die Wohnungssuche geht weiter... Aber nicht mehr lange! Gestern haben wir uns eine neu renovierte Wohnung angeschaut, richtig schön! Leider sind noch keine Möbel drin und alles andere wird nach und nach erst gekauft.

    Als die Zusage kam, haben wir uns riesig gefreut, vorallem weil Fokko, den wir kennengelernt haben, auch mit einzieht. Insgesamt ziehen 8 Leute ein, 2 Studenten aus Kolumbien und zwei Franzosen und eine Spanierin. Da wir es nicht erwarten konnten bald einzuziehen, haben wir geholfen, die IKEA Möbel aufzubauen.

    Da im Hostel ziemlich viel Trubel war und wir uns mit den Engländer "angelegt" haben, beschlossen wir spontan, heute noch das Hostel zu verlassen. Wir waren aber nicht die einzigen, die heute einzogen.

    Zum Thema Engländer: Die benehmen sich richtig scheiße, sind arrogant und aggressiv, vorallem unter Alkoholeinfluss. Sie provozieren die Deutschen, sind laut und spülen ihr Geschirr selten ab. Jeden Freitag abend sitzen sie im TV Raum und schauen einen Film, weshalb kein anderer sich in diesem Raum zur späten Stunde unterhalten darf (es ist der einzigste Aufenthaltsraum zu dieser Stunde). Aber wenn wir einen Film schauen wollen, verhalten sie sich noch viel schlimmer!
    Naja, jetzt sind wir sie erstmal los!

    Im Lauf der Woche soll der Sofa, TV und Essbereich kommen.
    Jetzt muss noch einiges mit den Mitbewohner geklärt werden ... Es fühlt sich super an, die eigenen vier Wände zu haben! Zwar bezahlen wir hier in zwei Wochen soviel, dass es in Deutschland eine Monatsmiete in ner schönen Wohnung reichen würde, aber das ist hier ja nichts neues ;)
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  • Day47

    Unsere Jobs

    March 2, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Donnerstag, den 2 März 2017

    Es gibt Neuigkeiten... Auch wenn ein paar von euch schon auf dem aktuellsten Stand sind ;)

    Letztendlich haben wir nun beide einen Job gefunden, auch wenn es nicht die Traum Jobs sind.

    Danny arbeitet seit 2,5 Wochen als civil construction labourer auf einer Baustelle, bei der ein Haus umgebaut, teilweise abgerissen und aufgebaut wird. Er hatte sehr Glück, von 50 Leuten war er der erste der sich auf diese Stelle beworben hatte. Mit ihm hat noch ein Mexikaner angefangen, der aber nach drei Tage wieder gehen musste, weil er nicht fleißig genug war.

    Ich habe seit letztem Mittwoch einen Job im Pferdestall mit ca 60 Pferden als stablehand. Ich wollte nur casual arbeiten (flexible, 4 Tage die Woche), da ich noch über eine Pflegeagentur auf Rufbereitschaft laufe. Da die Agentur mich aber bisher noch nicht einmal angerufen hat, vermute ich, dass sie eingeschnappt sind. Ich wollte den Bluttest Hep B nicht nochmal machen, da ich ihn in Deutschland schon zweimal gemacht habe. Letztendlich habe ich ihn dann doch gemacht, was mir offensichtlich auch keine Arbeit verschafft hat.

    Als Stallbursche ist meine Hauptaufgabe ausmisten. Von unserem zweiten Hotel aus hat man super auf die Ställe und die Rennbahn gesehen - dort arbeite ich nun. Es ist sehr interessant, wie der Tagesablauf im Stall ist, vorallem, was die Pferde leisten müssen.

    Für alle Pferdeinteressenten.. mein Tagesablauf sieht wie folgt aus:

    Um 4 geht's los, die Pferde bekommen frisches Wasser und pro Person hat man zwischen 4 und 7 Ställe zu misten, mit Heu oder Einstreu. Auch bei jedem Pferd wird die Temperatur gemessen. Die Reiter holen die Pferde nacheinander, um dann auf die Rennbahn zu gehen. Je nachdem wie man eingeteilt wurde, muss man die Pferde danach "trocken" führen, sie in die Sandbox bringen oder abduschen.
    Das ausmisten dauert so ziemlich lange, zumindest bei mir. Ich weiß ja nicht, wie man 6 Boxen ordentlich in 3 Stunden ausmisten kann... Ich bin da vermutlich noch zu ordentlich und ungeübt.

    Danach wird gekehrt und aufgeräumt. Alle Pferde bekommen einen Haufen Heu und ne große Portion voll Trockenfutter, mit Pulver... Sehr interessant, wie das auch riecht!
    An manchen Tagen werden die Pferde vorgeführt, da müssen sie gebürstet werden (die glänzen sowieso immer) und dann wird geschaut, ob sie gesund sind.

    Um 9 ist Feierabend. Ich fahre nach Hause und lege mich für 1,5 Stunden hin, denn von 14 bis 16 Uhr geht's weiter.

    Nachmittags werden die Pferde abwechselnd alle 30 min in den Walker gebracht, damit sie mindestens 20 min in Bewegung sind. Zwischendurch appeln wir die Boxen ab, kehren wieder und füttern die Pferde. Es wird natürlich dokumentiert, ob ein Pferd das Frühstück aufgegessen hat!

    Die Pferde bekommen zwar nur das Beste und schwimmen im Stroh, aber Leid tun sie mir trotzdem! Oft sind sie launisch, legen die Ohren an und beißen auch mal! Manche Pferde steigen, wenn man sie wo hinbringen muss. Auch werden sie natürlich mit viel Druck behandelt, wenn man sie führt dann immer nur mit Gebiss...

    Es gibt an bestimmten Tagen ein extra Programm, zB die Pferde im "Pool" schwimmen lassen, zum Strand bringen oder auf ein Laufband stellen. Die Hufeisen werden auch sehr oft gewechselt.

    So schön wie sich das alles anhört, es ist wirklich ein Knochenjob! Ich merke Muskeln, die ich schon lange vergessen habe und an Händen und Füßen habe ich nun Blasen. Auch die Zeiten sind jeden Tag eine Qual! Respekt, für diejenigen, die das Monate lang durchziehen! Aber eine Erfahrung ist es allemal Wert ;)

    Soviel neues gibt es hier bei uns nicht... Wir sind auf Wohnungssuche - ein Zimmer in einer WG.

    Das Wetter ist zur Zeit regnerisch, zwischen aber trotzdem sonnig, und natürlich warm!

    Jeden Abend kochen wir weiterhin leckere Sachen mit unseren zwei, neuen Bekanntschaften. :)

    Das Wochenende genießen wir in vollen Zügen, auch wenn man nicht immer gut schlafen/ ausschlafen kann...

    Hier gibt es wahnsinnig viele Kakerlaken und Ratten, die auch manchmal ins Zimmer kommen ! Bei uns zum Glück "nur" die Kakerlaken, aber unser Brot wurde auch schon angefressen.

    Die Spinne auf dem Bild ist eine Redback spider, einer der giftigsten in Australien. Keine Sorge, wir haben sie nicht geärgert ;)
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