Ein Abenteuer meines Lebens.
  • Day445

    Der Weg ist das Ziel VIII

    February 5, 2020 in Bolivia ⋅ 🌧 27 °C

    Auf meiner 4 Tages Wanderung entschied ich mich das Stoppen weiter zu versuchen. Aber mich nicht zu sehr darauf zu fixieren, falls es so weiter geht wie es aufhörte lass ich es eben. Und so...

    Es ist hier eben so günstig mit den Busen zu reisen das sogar die Einheimischen es tun können ohne wirklich sparen zu müssen. Daher ist Bolivien und Peru eben gleich. Ich wurde während des stoppen teilweise ausgelacht. Aber gut, so ist es eben.
    Dazu kam das in der Zeit am Straßen Rand mich wieder solche Sandmücken oder -flöhe angegriffen haben, wie damals am Fluss bei Choquequirau. Als meine ganzen Beine verbießen waren und mir das Blut herunterlief, entschied ich es sein zu lassen. Ich nahm den nächsten Linienbus zum Terminal und fuhr mit einem anderen Bus die 10h nach Nazca.
    Na ja.. Pläne sind dazu da, sie wieder über den Haufen zu werfen. 😆😆😆

    So kam es das ich mich entschieden habe das stoppen sein zu lassen.

    Ich finde es toll mehrere Tage ganz für mich allein zu sein, da kann ich mal wieder alles durch Denken, für was ich mir vielleicht etwas zu wenig Zeit genommen habe. Dadurch brachte die Wanderung noch andere Entscheidungen hervor.
    Wie zum Beispiel Zentralamerika auf einen anderen Trip zu schieben. Ich werde meine letzten paar Monate noch entspannt in Südamerika verbringen und alles in vollen Zügen genießen.
    Ich hatte mir selbst ein Ziel gesteckt, jetzt nehme ich mir die Freiheit dieses Ziel zu ändern.
    Es fühlt sich richtig toll an, einfach zu akzeptieren, dass ich mich nicht selbst niedermachen muss, nur weil etwas nicht so klappt wie ich es mir anfangs noch vorgenommen oder vorgestellt hatte. Die Freiheit Entscheidungen und Aussprachen zu widerrufen.
    Diesen Perfektionismus abzulegen, nach dem zufolge ich alles schaffen muss, was ich irgendwann einmal entschieden habe/hatte.

    Das Gleiche ist mit meiner Entscheidung kein Fleisch mehr zu essen. Allein das "kein" ist nicht ganz korrekt. Ich verzichte aus bestimmten Gründen auf den Genuss von Fleisch. Das heißt nicht das ich es nie wieder Essen darf, die meiste Zeit esse ich keines. Die Situationen wo ich dann doch mal eines esse kommen von ganz allein und oft genug. Ich möchte ja auch meine kulinarische Sicht erweitern und möchte Wissen was einheimische hier Essen. Dazu gehört nun mal auch Fleisch. Ich esse dann mal wieder Fleisch und lasse es anschließend wieder sein. Ganz entspannt und ohne Druck.

    SO WIE ICH ETWAS MACHE, IST ES GENAU RICHTIG FÜR MICH. NUR FÜR MICH!!!

    FREIHEIT bedeutet nicht nur tun zu können was immer ich möchte, es bedeutet auch die Freiheit zu haben etwas NICHT tun zu müssen.
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    Axel Schäfer

    Wenn deine Handlungsgrundlage die innere Übereinstimmung mit dem gegenwärtigen Augenblick ist, wird dein Handeln durch die Intelligenz des Lebens selbst bestärkt. Ich finde es toll das Du Dir dessen bewusst bist.

    3/25/20Reply
     
  • Day443

    Auf dem Heimweg

    February 3, 2020 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich Stand um 4 auf, weil ich zum Cruz del Cóndor (3700m) laufen wollte und anschließend einen Bus anhalten und damit nach Arequipa fahren wollte.
    Während des Zähneputzens checkte ich nochmals online meine Möglichkeiten und entschied mich noch etwas zu schlafen und den ersten Bus nach Chivay zu nehmen und unterwegs auszusteigen. Das klappte prima, nur der Bus war gepresst voll. Wir standen fast zweispurig im Mittelgang. Nach ein paar Stopps konnte ich mich nach vorne zum Busfahrer kämpfen. Dort war viel mehr Platz und ich sah so leichter, wann ich aussteigen musste. Am Aussichtspunkt waren am Anfang nur ein paar Jungtiere zu sehen, die einfach nur da saßen. Ich lief etwas herum und als ich gerade zurückgekommen war und mich in Position begeben hatte, starteten 3 Condore zu segeln.
    😲😲😲😲
    Man sind diese Tiere elegant durch die Lüfte unterwegs. Riesen groß dazu noch und schön. Aber das seht ihr ja auch auf den Bildern.
    Nach ein paar Stunden konnte ich ein Sammeltaxi bekommen und mich als 4 Person auf eine 3er Bank setzen. Die zwei Omas schliefen die ganze Zeit und die jüngere, erzählte mir, die komplette Fahrt über wie schön es ist, wo sie lebe und ich muss dort auf alle Fälle auch hin. 😂😂😂 echt spitze...
    In Chivay angekommen schnappte ich mir auf dem Markt eine Grütze mit Eischnee und lief zum Terminal. Ein recht süßes Städtchen aber ich war eh nur auf der Durchreise. Die Fahrt aus den Bergen war genauso imposant wie die Anreise. Echt der Wahnsinn überall sieht man Lama Herden grasen und verschiedene Gesteinsfarben.
    Die Dame neben mir hatte irgendwas nicht so tolles gegessen, denn sie musste öfters furzen und das nicht gerade Damenhaft mild. Sie verließ mich jedoch recht schnell und gesellte sich zum Busfahrer nach vorne. Das war mal sehr nett von ihr. 😂😈😂😈
    Zurück in Arequipa kannte ich schon den einfachsten weg zum Hostel und genoss endlich frisches Gemüse zum Abendessen. Fast der einzige Grund warum selber kochen hier Sinn ergibt.
    GEMÜSE und GEMÜSE und GEMÜSE ....
    Die normalen Gerichte hier bestehen aus Fleisch und Stärke Produkten, wenn man dann kein Fleisch ist, endet man auf Spaghetti oder Reis jeweils mit Papas fritas. Falls ich Glück habe gibt es frittierten Käse oder Ei dazu. Aber nach 4 Tagen Stärke Kur freut man sich auf nur Gemüse. 😂😂😂😂
    So klang mein Abend gemütlich aus.....
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    Inge Schäfer

    Einfach genial du hast viel Spaß gehabt 🏂🏂🏂🏂

    2/10/20Reply
    Job-Hoppers

    Ja doch denn hatte ich.

    2/10/20Reply
     
  • Day441

    Colca Conyon: Der Drill

    February 1, 2020 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich hatte mir keinen Wecker gestellt und wachte gegen 9 auf. Als ich auf mein heißes Wasser wartete um mir meinen Porrege und Mate zu machen, unterhielt ich mich mit der Besitzerin, die gerade für die Arbeiter kochte. Als ich ihr sagte, dass ich nach Tocallo möchte und dann weiter nach Malata (2450m). Meinte sie bloß: Dann musst du schnell laufen. Ich hatte mir das nicht all zu sehr zu Herzen genommen, denn bisher war ich immer schneller als die Karte vorangekommen und demnach sollte ich bis Abends um 5-6 Uhr ankommen. Sie nickte nur allwissend.
    Später wurde mir klar, dass sie die Gegend besser kannte als diejenigen die, die Karte entworfen hatten. Nichtsdestotrotz wollte ich dort hoch. Leider steht auf der Karte nichts über Höhenmeter, sondern nur die Zeit bis dort hoch und wieder runter. Ich wanderte auf alten Inkapfaden bis in das vereinsamte Dorf Tocallo und mir drohte der Kehlkopf aus dem Hals zu platzen. Ich musste viele Pausen machen, um mich zu erholen. Fast wie das Mädel damals mit Beni und mir am Fitz Roy. Später sollte ich rausfinden warum. Das Dorf liegt auf 3800m und die Sonne prasste mir auf den Körper. Was zu Anfang die ersehnte Herausforderung schien, entpuppte sich als naher Selbstmord. 😂😂😂😂
    Ganz so schlimm war es wahrscheinlich nicht, aber ich musste wirklich kämpfen. Ich brauchte 5h bis ich das Dorf erreichte.
    Dann durfte ich verstellen das niemand im Dorf mit mir reden wollte bzw. niemand dort war. Ich lief durch das Dorf und rief umher, doch niemand antwortete. Ebenso waren die Türen alle verschlossen, dass leicht zu erkennen ist, den die Holztüren werden mit Vorhängeschlösser verschlossen. Also kann niemand drin sein. Auf meinem weg aus dem Dorf heraus sah ich dann etwas am Fluss unten, ich zückte meine Kamera mit Tele- objektiv und sah ein altes Pärchen mir nach sehen. Entweder hatten sie sich versteckt oder mich nicht bemerkt. Wobei das zweite Recht unwahrscheinlich ist, wenn man bedenkt wie ich gerufen habe. Bei einem Haus fand ich Coca Blätter und ich nahm mir ein paar heraus und ließ etwas Geld dort. Diese waren eine riesige Hilfe, den mein weiter Weg sollte es noch in sich haben. Ich lief entlang einer Bergkette und dachte nach jeder Abzweigung - war doch mehr hoffen- das ich endlich abwärts gehen könne. Leider war das nicht der Fall, klar ging es kurz abwärts aber dafür auch wieder doppelt so hoch. Am Ende erreichte ich ein Gipfelkreuz, ich dachte ich lauf um dem Berg nicht über ihn. Aber dann war es ja auch schon geschehen. Ich freute mich nur das ich dem Gewitter, das die ganze Zeit langsam von der anderen Seite des Canyon auf mich zu kam, mich nicht erreicht hatte bevor ich den Berg überquerte.
    Ich wusste das es vor der Bergkette abregnen würde, wenn den überhaupt. Der Wettlauf war recht anspornend und zugleich kam ich zu den Punkt:
    Alles passiert aus einem Grund, wenn ich ins Gewitter komme, dann weil es so sein sollte.
    Tja ich kam nicht hinein und trotzdem war es ein sehr majestätischer und zugleich Respekt einflößenden Moment einem Gewitter auf Augenhöhe zu begegnen. Am Gipfel Kreuz war ich auf 4400m und froh meinen Schlafplatz zu sehen.
    Klar war das Dorf mit einem Finger vor meinem Auge verschwunden, aber es wurde schnell größer als ich ihm näher kam. Trotzdem lief ich die letzte Stunde mit Taschenlampe im Dunkeln.
    Dort angekommen stellte ich fest, dass sie den Jahrestag des Dorfes feiern und wie in Südamerika üblich endete so eine Feier nicht vor den frühen Morgen Stunden. Ich hatte ein gutes Abendessen und bin mittlerweile Lärm in der Nacht gewöhnt und schlief wie ein Baby. Die Party selbst ging bis 5Uhr morgens.
    Ich traf auf der Feier auch ein paar Bauarbeiter wieder und wurde von allen sehr herzlich aufgenommen. War wirklich toll, bekam sogar ein Angebot mit der Familie des einen den nächsten Tag zu feiern. Jedoch schuld ich aus, die Musik ist ...
    Naja ich fand es sehr verwunderlich und herausfordernd, das die den ganzen Tag und die ganze Nacht das gleiche Lied spielen und dieses nicht mal sonderlich schön ist.
    Jedoch lieben sie es und alle tanzen einen etwas besonderen Tanz dazu. Eigentlich liefen sie nur im Kreis oder so ähnlich. Es gab noch ein tolles Feuerwerk wo in Deutschland sofort die Feuerwehr auf der Matte gestanden hätte, aber hier gibt es einfach keine Vorschriften. Die Funken wie auch die Überreste fielen direkt in die Menge. 😨😨
    Am nächsten Tag gab es einen Teller Spaghetti als Frühstück und ich trat den Rückweg über Sangalle de Oasis (2100m) an.
    Dieser Ort macht seinem Namen als Oasis alle Ehre. Alles grün und Bananen, Papayas, Palmen, Pools und Cocktail Bars... eben alles was zu einer Oase so dazu gehört.
    Ich schaute mir alles in Ruhe an und machte mich an den Aufstieg nach Cabanaconde. Das nun auch wieder über 1km Höhenunterschied bedeutet, ca. 1h vor Ankunft wurde ich zum ersten Mal auf meiner Wanderung vom Regen erwischt. Ich konnte zwar meinen Rucksack unter einem Felsvorsprung trocken halten, jedoch ich selbst wurde einmal gut durch gewaschen.
    Egal... dadurch freute ich mich um so mehr auf meine warme Dusche im Hostel, die mit einem guten Abendessen gekrönt wurde.
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    Axel Schäfer

    Vielleicht können sie nur das eine Lied spielen 😂😂😂 Nach den Bildern zu urteilen hat es sich trotz den mörderischen Strapazen gelohnt

    2/7/20Reply
    Benni T

    Richtig geile Aktion! 🙌🙌😅

    2/8/20Reply
    Job-Hoppers

    Danke. 😂😂

    2/9/20Reply
    Job-Hoppers

    Auf alle Fälle. It was one of a kind. 👍👍👍

    2/9/20Reply
     
  • Day439

    Colca Canyon: Der Chill

    January 30, 2020 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Ich hatte mich etwas informiert über diesen Canyon. Dieses Mal auch mit aktuellen Informationen und nicht wie damals bei Choquequirau mit einem veralteten Reiseführer. Daher hatte ich meinen in Salta billig erworben kleinen Rucksack mit mir. Nicht mehr als 4-5kg. Ich wusste das nach der ersten langen Strecke von Cabanaconde (3300m) runter in den Canyon alle 2-3h ein Dorf kommt mit Speise- und Schlafmöglichkeiten. Daher plante ich meine Route nicht im Voraus und ließ mich überraschen auf was ich Appetit hatte. Evtl. ein 2 Tages Treck oder doch 3 Tage? Ich sollte mit 4 Tagen meine Wanderung beenden. 😆😆😆
    Und das ohne meinen Rucksack auf dem Rücken zu tragen. Aber dazu später...
    Der erste Run sollte mich zu heißen Quellen in dem kleinen Dörfchen Llahuar (2200m) bringen. Am ersten Aussichtspunkt traf ich auf einen Franzosen, der auch Koch ist. Er fängt bald eine Stelle in Wien in einem Restaurant mit 2 Sternen an. Sprich eigentlich ein interessanter Bursche.
    Wir kamen gemeinsam gut voran und sahen unterwegs den Geysir, bzw. hier wird anscheinend alles ein Geysir genannt was ein bisschen warmes irgendwas in die Luft bringt. Maximal einen halben Meter spritzen die Schlamfetzen in die Luft. Ist für mich persönlich jetzt kein Geysir, aber ich bin da vielleicht auch etwas verwöhnt.
    Leider wurde ich mit meinem jungen Begleiter nicht warm und das hatte man ihm auch schnell angemerkt. Daher habe ich mich für den 2ten Tag auch kurzer Hand von ihm getrennt. Was bestimmt in unser beider Interesse war. Ab dort war ich allein in dem großen Canyon und lief auch die erste nicht so typische Route. Ich lief zuerst Richtung Llatica (2300m) um auf die Route nach Fure (2600m) zu kommen. Laut meiner Karte -die ich in ein Video gepackt habe (Heimweg)- ist so weit alles recht easy. Klar der Anstieg hatte es hier und da in sich aber trotz allem kam ich nicht so richtig ins Schwitzen. Was vielleicht auch am bewölkten Himmel lag. Meine Kondition ist zurzeit was laufen angeht auch nicht ohne, trotzdem sind es ein paar Höhenmeter und km.
    Das kleine Dorf Fure bot mir ein günstiges Hostel mit gutem Abendessen. Ja das Zimmer wie die Dusche hatte lediglich einen Sandboden und die Wände bestehen aus Stroh-Lehmziegeln aber was will man in einem Canyon auch groß erwarten. Etwas rustikal haucht dem ganzen auch einen gewissen Charme ein. Ebenso wie der Herd auf dem die Hostel Besitzerin jeden Tag für 25 Bergarbeiter Essen kocht. Das wird dann in 3-teilige Metallbehälter getan und mit Pferden zu den Jungs gebracht. Ich hatte das Vergnügen mit den Jungs näher in Kontakt zu kommen. Da ich zu den Wasserfall Huaruro (2750m) lief und sie mir am seil entlang über die Baustelle halfen. Ich gehe davon aus das mein freundliches grüßen von fast jedem Bauarbeiter mir diese extra Behandlung zuteilwerden ließ. Den mir kam ein Spanier am Vormittag entgegen der meinte es wäre kein durchkommen zum Wasserfall.
    (😉 nicht für jeden)
    Am Wasserfall genoss ich mein Mittagessen und machte mich auf den Rückweg. Beim Hin habe ich mich anscheinend nicht zu dumm angestellt, da ich beim zurück die Stelle allein überqueren durfte. Wohlgemerkt, ein Absturz hätte mein Leben gekostet. Aber die Jungs waren am Essen und haben mich nur zu sich herüber gewunken. Bisschen gequatscht und ich wanderte wieder zurück. Dort angekommen genoss ich einen Mate und schaute zu wie gegen 4 es wie aus Eimern goss. Direkt nach der Wanderung nahm ich eine Dusche, da ich weiß warmes Wasser ist in Peru so eine Bemessens Sache. Die Hostel Besitzer sagen immer sie haben warmes Wasser, leider nicht immer richtig. Und in so einem abgeschiedenen Dorf sicher nicht wahr. Also gleich duschen so lange der Körper noch schön aufgewärmt vom wandern ist. Das sind die kleinen Tricks, die man nach einer Weile hier drüben einfach kennt. 😂😂😂😂😂😂
    Wobei ich zu meiner Überraschung feststellen durfte, das ich sogar in meinem Bett WLAN hatte. 😎😎
    Ich plante für den kommenden Tag den Aufstieg nach Tocallo. Was das heißt, sollte mir erst ein paar Stunden später bewusst werden.

    FORTSETZUNG FOLGT...
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  • Day437

    Ciudad blanca

    January 28, 2020 in Peru ⋅ ☁️ 12 °C

    Im Bus von La Paz lernte ich zwei Franzosen und ein Mädel aus Arequipa kennen. Sie war nach 2 Jahren reisen, jetzt auf dem Weg nach Hause. Ich hielt mich an die anderen zwei da sie ein günstiges Hostel hatten und wir uns das Taxi teilen konnten. Leider existierte das Hostel gar nicht, obwohl über booking.com gebucht. 😨😨😨
    Ich hatte eine Straße weiter eines in meiner Maps.me App eingespeichert und so hatten wir alle doch noch ein Dach über den Kopf. Leider nur für eine Nacht und dann mussten wir umziehen. Aber das zweite Hostel war sogar günstiger und näher im Zentrum also auch kein schlechter Deal. Am Abend trafen wir uns mit Alejandra und hatten einen schönen Abend. Alejandra als einheimische brachte uns zu einer kostenlosen Kunstausstellung was wirklich interessant war. Ebenso war ich mit den zwei anderen etwas auf Entdeckungs-Tour in Arequipa unterwegs.

    Dann kam der Canyon. ......

    Anschließend kam ich zurück und entspannte für 2 Tage bevor die Reise nach Nazca weiter gehen sollte.
    Die Stadt selbst ist in der Innenstadt fast ausschließlich im Kolonial Stil gehalten und dadurch sehr weiß. Deswegen auch ihr Spitzname "cuidad de blanco = die weiße Stadt". Die Kirche wurde aus weißem Lava Gestein gebaut, muss gestehen das ich nicht wusste, dass sowas existiert, aber man kann richtig die Aushöhlungen sehen.
    Die Stadt ist echt schön durch ihren Baustil. Ebenso bin ich in den Markt verliebt der in einer großen Halle liegt und etwas an die Großmärkte in Europa erinnert.
    Kulinarisch habe ich hier Käse Eis gegessen und meine erste Chevice probiert. Richtig gut und ich bin gespannt, ob die von Lima das toppen kann. Ebenso habe ich für 0,27€ 5 St. Wachteleier gegessen. Vielleicht nicht so besonders aber Spot billig. Wenn ich dran denke, dass die letzten die ich in Deutschland zu Weihnachten gekauft hatte 12 St. knapp 5€ gekostet hatten. 😱😱😱😱😱
    Und lecker waren sie auch noch... 😆😋😆😋
    Die Damen hier haben so kleine Wagen mit Gaskocher. Somit haben sie die Eier immer frisch gekocht vor Ort. Damit können sie sich frei in der Stadt bewegen. Finde ich echt spitze. Auf diese Weise gibt es hier viel solcher Straßen Läden und ich esse sehr gerne dort. Es ist einfach der Stil hier und man hat immer lokale Leute um einen. Ich mir meiner Touristen Phobie. 😅
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  • Day433

    Ein erfreuliches Wiedersehen

    January 24, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C

    Ich beschwere mich überhaupt nicht. Ich mag La Paz, es ist eine schöne Stadt und ich liebe es jedes Mal hier zu sein. Auch, wenn ich diesmal recht unerwartet hier landete und damit das dritte Mal hier bin.
    Wie gesagt ich beschwere mich nicht. Hab auch wieder sehr nette Bekanntschaften gemacht und möchte die Zeit mal wieder nicht missen.
    Eigentlich wollte ich die Atacama Wüste in Nord Chile ansehen. Jedoch hat mir Olaf (der Reiseführer hier ist) davon abgeraten. Ich würde viel Zeit und Geld investieren, für Attraktionen die doch sehr gehyped werden. Wie so vieles hier. Da wird eben aus jeder Kleinigkeit versucht eine Touristenattraktion zu machen, um damit auch der Bevölkerung zu helfen. Also in Peru wird von der Regierung stark in diese Richtung gearbeitet. Dort wird jede Gegend, die etwas nett aussieht zum National Park und die Eintritteinnahmen fließen in die anwohnende Gemeinde. Find ich gar nicht schlimm an sich, ist jedoch auch etwas nervig hier und da. Dazu kommt das man mehr erwartet wie oftmals vorhanden ist.
    Jedoch habe ich ein Mädel in La Paz kennengelernt die mir sagte, das, was ich sehen wollte, wäre schon toll gewesen. Aber ich brauch ja auch was zum Anschauen, wenn ich mal wieder komm. 😂😂
    Hab jetzt schon eine Route im Kopf für einen Urlaub hier. 🙈🙉🙊
    Diesen großen Markt mit Karussellen ist auf einmal vor mir aufgetaucht. 😮😮😮 Ich war auf dem Aussichtspunkt und nach einer Zeit bekam ich Hunger.
    Ich lief Richtung Hauptstraße und dachte, dort werde ich schon irgendwo Street Food finden. Dann sah ich ein paar Stände und dachte, wenn ich schon da bin, kann ich sie mir auch ansehen. Um so länger ich mir die Stände ansah, um so größer wurde der ganze Markt und auf einmal befand ich mich in Maßen von Menschen und überall wurde gespielt, gegessen und gefeiert. Der totale Wahnsinn.
    Ich fand dann auch was Leckeres zu essen und war total begeistert von den Spiel- und Schießbuden dort.
    Es gab: Billard, Angry Bird, Glücksrad, Karten Trickser, Paintball schießen, Pfeil und Bogen und vieles mehr. Alles ganz einfach gemacht, die meisten Buden könnte ich in Deutschland für Ca. 20€ nachbauen. Genial. Ich blieb all zweiten Stand stehen und sah den Leuten beim Spielen zu. 😀😀
    Auf dem letzten Bild habe ich heimlich ein Foto von einer Traditionellen Rächt gemacht, ich finde die echt schön.
    Ebenso gibt es in La Paz überall Märkte, und diese Liebe ich doch so sehr. Dort wird einfach alles verkauft. Egal ob lebendig oder nicht.
    Auf den Bildern sieht man, eine Frau die ihren Straßen Stand gerade putzt und das um 11Uhr nachts. Ganz allein und nach 12h Arbeit. Anschließend hat sie wahrscheinlich noch einen Heimweg von 2-3h . 😨😨 Ebenso beeindruckend sind die lasten die von den Jungs auf dem anderen Bild getragen werden. Das Ganze wird am Berg und mit recht dünner Luft noch interessanter. Immerhin sind wir hier auf knapp 4000m. Ich hab teilweise bei Treppen schon mit der Atmung zu kämpfen und das ohne extra Last.
    Hut ab vor all den hart arbeitenden Menschen hier.
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  • Day430

    Meine Handy-Kauf-Aktion

    January 21, 2020 in Brazil ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir kamen gegen 4 morgens an, jedoch durfte ich bis um 6 noch weiter pennen. Anschließend machte ich mich zum Terminal und kaufte für abends wieder meine Karte. Ich hatte somit einen Tag in Cochabamba. Was auch sehr gut gereicht hat.
    Kaffee hier, Park da, ein See.. Jesus Statue..
    Warte Jesus? Ja Südamerika hat es mit ihren Jesus Gleichnissen.
    Ist ein wenig wie Rio de Janeiro, ein Jesus auf dem Berg, ein See zu seinen Füßen und .... Nein leider kein Meer. Wir sind mitten in den Anden auf 2550m über den Meeresspiegel.
    Das Meer lässt mal wieder auf sich warten und leider sind die Gewässer hier etwas schmutzig zum Baden.

    Die Stadt hat durchaus das eine oder andere zu bieten. Wie gesagt für einen Tag echt prima... ansonsten hätte man schon in die umliegenden National Parks gehen können und so.

    Wie immer Liebe ich auch diesen Markt. Was angeboten wird, ist immer wieder faszinierend.
    Leider wollten die Jungs mir einfach kein passendes Handy verkaufen. Mein aktuelles macht nicht so gute Bilder, jedoch eines das wirklich einen Unterschied machen würde kostet um die 130€. Der Preis geht mir einfach unheimlich schwer den Hals hinunter. Als ich dann zu allem Überfluss auch noch an ein paar Rassisten geraten bin, hatte ich keinen Bock mehr. Der eine meinte, er will nichts an einen Gringo verkaufen. Ein anderer hat mich von der Seite angequatscht und am Schluss sogar mir am Bart gezogen. Da bin ich dann weggelaufen, anstelle ihm eine reinzuhauen. War bestimmt besser, aber dadurch hatte ich den restlichen Abend kein schönes Gefühl mehr. Vor allem bezüglich aller Bolivianer.
    Man ist das ein scheiß Gefühl nur wegen meinem Aussehen so behandelt zu werden.
    Ich kann mit allen MIMIMIS mitfühlen. 😎😎😎 #SamxDeluxe

    Ich habe mich dann einfach zurückgezogen und auf den Bus gewartet. Man war ich stinkig. 😈😈😈
    Die Dame wo im Bus neben mich sitzen sollte, hat auch nur ein Gesicht gezogen. Da habe ich auf Deutsch vor mich hin gesagt: Ich hab nicht danach gefragt, kannst gerne auf dem Boden sitzen.

    Früher fand ich es noch lustig und so..
    Aber um so mehr, das Ganze in unangenehme Begegnungen ausartet, bin ich nicht sehr erpicht darauf..
    Ich muss aufpassen, nicht alle über einen Kamm zu scheren. So wie Sie es mit mir machen. 😂😂
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  • Day429

    Vallegrande und der Weg hinaus

    January 20, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 27 °C

    Ein liebliches und super entspanntes Städtchen. Ich hatte erwartet das durch die ganze Che Sache hier sehr viel Tourismus vorhanden ist.
    Zu meiner Überraschung war das überhaupt nicht der Fall. Das Verhalten der Leute war sehr angenehm und ich liebte es hier den Markt zu besuchen.
    Das Hostel war super chillig. Leider bzw. zum Glück reichte das WLAN nicht bis auf mein Zimmer. Dadurch war ich verpflichtet mich unter die dortigen Leute zu tummeln. Leider nur ältere und Recht Blau orientierte. Wenn die nur mal fragen würden, dann könnte man soviel von vorn her rein herausnehmen. Aber leider funktionieren Vorurteile so nicht.

    Würden die Menschen miteinander reden, würden sie ja verstehen, dass sie falsch liegen. Nein da wird einem von Anfang an etwas unterstellt was so einfach nicht richtig ist.
    Also in diesem kleinen Örtchen hielt es sich echt stark in Grenzen. Ich genieß meine Zeit mehr als in Samaipata. 😂😂😂😂
    Auch der Wahlkampf wird hier ganz offen an den eigenen Hauswänden ausgetragen. Wie mir mein TAXI Fahrer sagte, kann das durchaus auch mal zu kleinen Auseinandersetzungen führen. Will gar nicht erst wissen was klein bedeutet so wie er dabei gelacht hat. Da wird Köpfe einschlagen noch zur Tagesordnung gehören. 😲😲
    Die Glocke aus dem alten Kirchturm war echt Herz allerliebst. Sie klang... die klang... na wie klang sie den.... wenn ich es genau nehme, klang sie überhaupt nicht, sondern schepperte nur so vor sich hin. Aber auch das kann sehr entspannend wirken, vor allem wenn man weiß, dass es bald wieder vorbei ist. 😂😂
    Nicht ganz so schlimm, gehört auch irgendwie zu einem so schnuckeligen, alten Dörfchen dazu.
    Ich mochte die Zeit hier sehr und die Abfahrt war auch lustig.
    Es fahren nur 2 Busse nach Cochabamba,
    1st 7:00 Uhr
    2ter 19:00 Uhr
    Ich wollte morgens los, wurde dann doch abends. So hatte ich die recht schöne Strecke im Dunkeln betrachten können.

    Später sollte mir noch klar werden, dass das ganze so viel besser war. Wie auch immer, ich machte die Äuglein auf und sah die Zahlen 08:30. Ohne weiteres überlegen wusste ich, das schaffst du nicht mehr und so drehte ich mich wieder um.
    Als ich ausgeschlafen hatte, genoss ich meinen letzten Tag dort. Ich aß lecker auf dem Markt und war rechtzeitig am Busbahnhof.
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    Axel Schäfer

    Cooler Bus😎

    1/22/20Reply
     
  • Day426

    Ruta del Che

    January 17, 2020 in Bolivia ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Route führte mich vom Ort Vallegrande weg Richtung Süden, tiefer in den subtropischen Dschungel hinein. Ich wollte mit dem Bus hinfahren und die letzten 10km laufen und eine Nacht in La Higuera verbringen.
    Ich stand schon eine Weile bevor der Bus kam an der Straße und versuchte zu stoppen. Als der gleiche Taxifahrer zum zweiten Mal anhielt und er in mir irgendwas Sympathisches entdeckt hatte, nahm er mich mit für dasselbe Geld, was mich die andere Variation gekostet hätte.
    Die Strecke an sich war wunderschön und ich hatte eine tolle Sicht auf dem Beifahrersitz.
    Es waren einfach fast 3h Fahrt bis dort hin und als ich durch La Higuera lief um zu sehen, wo ich das Schulgebäude finde, stand ein recht stämmiger Mann direkt an der Che Statue. Ich wusste, er wartet auf mich -wieso bloß... - er war zuständig das Schulgebäude, das als Museum getarnt war, aufzuschließen.
    Es war nicht ganz so wie ich es erwartet hatte und doch löste es einen leichten Schauer bei mir aus als er mir erklärte, wo Ernesto erschossen wurde und der Stuhl, auf dem er saß, stand immer noch auf den Markierungen.
    Irgendwie stellt man sich doch eine bestimmte Kraft vor, wenn man weiß das dort jemand ermordet wurde.

    Wo wir gerade bei Morden sind, muss ich doch gestehen das Ernesto "Che" Guevara nicht ganz zu meinen Vorbildern bzw. Helden gehört.
    Wie er selbst sagte, ist es nötig "eine kaltblütige Tötungsmaschine zu werden, angetrieben von blankem Hass". Das schreit in mir nicht gerade nach Bewunderung und seine Taten folgen leider dieser
    -in meinen Augen- recht primitiven Aussage.
    Wenn wir mal von dem Krieg absehen, nur die angeordneten und oft auch selbst durchgeführten Hinrichtungen seiner Gegner sind doch etwas zu hoch. Nach dem Erfolg in Kuba, hatte er in revolutionären Militärtribunalen namentlich belegt 216 Erschießungen angeordnet, ein Zeuge schätzt sie sogar auf 400. Diese Tribunale erfüllten keinerlei Mindeststandards und wurden weltweit angeprangert.
    Das geht nicht und daher ist die Art und Weise wie man mit ihm zum Schluss vorgegangen ist, auch nicht all zu weit von seinem eigenen Handeln entfernt. Zu dieser Zeit war die Todesstrafe in Bolivien nicht erlaubt. Bevor man ihn lange in irgendwelche Gefängnisse steckt und sich mit ihm und seinen Anhängern herumärgern müsste, haben sie ihn erschossen und behauptet es sei im Kampf passiert. Naja nicht ganz korrekt und doch ganz nach seinem Vorbild. Anschließend noch die Hände ab und eine Maske für die Obrigkeit in La Paz angefertigt und schon wurde er und seine Kameraden in das Loch geschmissen.
    Das hört sich brutal von mir an, leider ist genau das damals passiert. Ein Mann im Grab wollte die Männer noch anständig nebeneinander legen. Das durfte er aber nicht, so hat er zum Schluss nur noch Che seine eigene Jacke über Che sein Gesicht geworfen.
    Genau deshalb konnte Che sein Skelett Kopf am ganzen geborgen werden. Verrückt, wenn man so darüber nachdenkt.

    Ich hatte bei der Führung das Glück komplett alleine da gewesen zu sein. Somit habe ich eine private Führung bekommen. 😆 total interessant und wie meine Reiseleiterin auch sagte, ist Che doch eine sehr komplexe Persönlichkeit. Sie prangte ihn auch an wegen der überzogenen Gewalt und dem drang immer weiter töten zu wollen. Ich bin nicht alleine! Selbst Leute, die sich so intensiv mit ihm beschäftigen, wenn auch überwiegend den Bolivianischen Teil wo er sehr viel menschlichen gewesen war als in Kuba, haben ihre Bedenken bezüglich seiner Methoden und seinem Wesen.

    Wie er sich getarnt hatte, um nach Bolivien hereinzukommen war sehr beeindruckend. Ich fragte Marlin bei einem Bild sogar, wer das sei? Che natürlich. 😂

    Ebenso beeindruckend war die Verehrung, die durch seinen Tot erst begann. Die damaligen Betrachter seines Toten Körpers hatten durch die geöffneten Augen das Gefühl er sieht sie direkt an und das er aussieht wie Jesus Christus! Leider blieb es mir vorenthalten, auch ein Bild von Jesus seiner Leiche zu sehen. Daher bleibt mir nur übrig es zu glauben. Aber ist in jedem Fall der Beginn Ernesto in den Status eines heiligen zu setzen.

    Jedoch muss man sagen, bis die Ranger kamen, um ihn jagten, hatte er und seine Guerillas recht viele Soldaten getötet. Da das damalige Militär einfach keine Ahnung im Umgang mit Guerilla Kriegen hatte. Die Ranger dafür um so mehr.... ein paar Wochen und sie hatten alle getötet. Lediglich 5 überlebten ohne Che verraten zu müssen. 3 kehrten zurück nach Kuba die anderen 2 versuchten einen erneuten Guerilla Aufstand und wurden dabei getötet.
    Read more

    Axel Schäfer

    Ich bin ganz bei dir. Er war ein Söldner der für Geld tötete, zur Legende wurde er, meiner Meinung nach, nur deshalb weil er mit Fidel Castro, Kuba von einem Diktator befreite und der großen USA eine Niederlage beibrachte. Die Ironie der Geschichte ist das Fiedel Castro dann selbst zum Diktator wurde (wie im Film „Viva Zapata“) die Revolution frisst ihre Kinder.

    1/22/20Reply
    Job-Hoppers

    Ich habe hier sein ganzes Leben vorgeführt bekommen. Ernesto ist während seiner Studienzeit viel verreißt und musste feststellen, dass dieser Wohlstand in dem er groß wurde nicht überall in Südamerika existent ist. Nach seinem Studium war er sehr daran interessiert ein Revolutionär zu werden. Jedoch startete er als Arzt, was er auch studiert hat. Militärisch wichtig und aktiv wurde er erst unter Castro auf Kuba. Als dieser, das strategische Geschick von Che bemerkte. In Mexiko und so, war er nur Arzt. Er startete anscheinend aus den richtigen gründen und ich frage mich woher der Extremismus später kam. Aber viele Menschen bekommen den Höhenflieger

    1/28/20Reply
     
  • Day425

    Flashbacks

    January 16, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 25 °C

    Bereits als ich um 3 Uhr nachts durch die Straßen von Samaipata lief, kamen die ganzen Eindrücke von einem halben Jahr zuvor auf mich zu. Mir kam die bedeutende Frage in den Kopf,
    WARUM BIST DU HIER?
    Ich kam, um meine letzten Sachen zu holen, die ich nach der Trennung noch hier gelassen hatte und die einen sentimentalen Wert für mich besitzen.
    Jedoch kurz bevor ich auf die Reise von Argentinien nach Bolivien aufbrach, bekam ich einen Wink aus meiner Vergangenheit. Ianthé wollte die letzten Details unserer Scheidung klären. Dadurch hatte ich kurz vor der Ankunft dort einen recht vollgestopfte To-do-Liste.
    Ich kam wie gesagt im Hostel El Jardin unter, was im deutschen der Garten heißt. Auf den Bildern sieht man sehr gut das es diesen Namen auch voll und ganz verdient hat. Samaipata ist sowieso ein recht idyllisches Dorf und das Hostel gibt den Rest dazu, damit ich mich fühle wie im absoluten Paradies.
    Wenn da nicht diese unangenehme Vorgeschichte wäre die in jedem Winkel dieses Ortes Flashbacks bei mir hervorrufen. Positive wie auch emotional schwer verdauliche.
    Aber wie ich in den letzten Monaten lernen durfte, sind diese Herausforderungen nur weitere Stufen auf meinem Lebensweg. Schritt für Schritt werde ich ein noch besserer Mensch und komme meinem inneren Zen näher.
    Während ich das hier schreibe, sitze ich inmitten des Gartens und genieße meinen Mate begleiten von Grillen und Vogel Gesang.
    Mit Ianthé konnte ich alles wichtige klären und wir sind zum Schluss auf einer Basis angekommen, auf der man evtl. sogar eine weitere Freundschaft ansiedeln könnte.
    Das alles sage ich nicht, ohne einen gewissen Stolz zu verspüren. Den ohne zu übertreiben liegt der Erfolg der letzten Tage zu mindestens 80% auf meinen Schultern. Meine besonnene Handlungsweise stoppte das Boot vor dem wiederholten sinken. Ich habe geschluckt und weiter gekaut. Den Kopf oben gehalten und einfühlend agiert.

    Ich darf nach dieser Zeit wohl mit Recht behaupten, das ich
    GEISTLICH, EMOTIONAL und KÖRPERLICH
    auf dem höchsten Stand meines gesamten Lebens bin.

    In ein paar Stunden begebe ich mich auf die Spuren des berühmten Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara.
    Ich werde sein Namenloses Grab besuchen und zu der Stelle seiner Hinrichtung gehen. Das wird bestimmt sehr informativ und etwas Abenteuerlich. Anschließend schlage ich mich durch die bolivianischen Berge und Wüsten bis an die chilenische Küste. Dort kann ich mir dann erst mal das staubige Bolivien auswaschen.. 😂😂😂😂

    Ich gehe mit einem weg guten Gefühl im Bauch!!

    Die Busfahrt war recht lustig, ich hab den Bus an der Hauptstraße angehalten und einen Preis ausgemacht. Danach dürfte ich einsteigen und das Ding war voll. Aber ganz hinten hatte ich Platz fast für mich allein. Nur ein paar Pflanzen waren schon dort.
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    Axel Schäfer

    Ich spüre aus deinen Worten, dein inneren Ruhe, es erfüllt mich mit großer FREUDE 🥰 ! Ich gratuliere Dir für eine weitere Stufe es wird nicht die letzte sein😘

    1/17/20Reply
    Axel Schäfer

    Das ist wirklich ein kleines Paradies

    1/18/20Reply
    Axel Schäfer

    In deinem Herzen und deiner Seele wird es immer DEIN kleines Paradies bleiben, an das du immer in Gedanken zurück kehren kannst.

    1/18/20Reply
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