• Lykischer Weg - Tag 7

    May 3 in Turkey ⋅ ☁️ 7 °C

    13,1 km; 630 m aufwärts; 530 m abwärts
    Heute wird nur ein kurzer Tag werden. Die Landschaft ist herrlich und bietet so viele geniale Übernachtungsplätze, allerdings sind für den Nachmittag Unwetter angekündigt, deswegen planen wir, in der einzigen Pension zu übernachten. Gestern Abend konnten wir unsere Klamotten in der Pension noch in die Waschmaschine werfen. Beim genialen Abendessen haben wir noch Rohan, einen indischen Wanderer kennen gelernt.
    Da uns nur ein kurzer Tag erwartet, starten wir recht spät. Obwohl wir auf Regen vorbereitet waren, haben wir den Regenschutz nie gebraucht. 🙏 Gleich am Anfang zieht der Weg an und es geht ein gutes Stock nach oben. Irgendwann tauchen wir mal wieder in eine neue Landschaft ein. Überall stechen große weiße Felsen aus der Landschaft hervor. Ein wunderbares Stück Natur. In leichtem Auf und Ab geht es unter diesen Felsen entlang.
    Irgendwann kommen wie auf einen Fahrweg und haben einen schönen Blick zurück ins Tal von Saribelen. Der Weg bringt uns an der Bergflanke zurück an die Küste und steigt immer weiter an, wir kratzen an der 1.000 m Linie. Mehrmals ergibt sich ein traumhafter Blick hinunter auf die Küste vor Kalkan und zu unseren Übernachtungsplatz vor 2 Tagen. Wir steigen wieder ein paar Meter an und kommen wieder auf saftige, blühende Wiesen. Unterhalb eines schönen Felsens wohnt Hüseyin mit seinen Ziegen. Er wurde schon im Wanderführer angekündigt. Die Ziegen sind im Stall, daher sind die vier Hunde ganz entspannt. Seine Frau Seyme lädt uns auf einen Tee ein. Auf den Tischen liegen Alben mit vielen Fotos der Wanderer, die schon bei ihnen übernachtet haben. Für uns ist es noch etwas früh. Wir lassen einen kleinen Obolus da und gehen weiter.
    Es ist unglaublich, wie weiß und gelb die Wiesen hier sind, alle paar Meter würden wir gerne unser Zelt aufschlagen. Von weitem sehen wir eine Ziehenherde. Zu unserer Erleichterung ist nur ein Hirte, aber kein Hund dabei. Ein paar Minuten darauf, sehen wir schon die ersten Häuser unseres Zielortes. Immer wieder taucht die Sonne auf und wir können gar nicht glauben, dass es noch ein Unwetter geben soll. Als wir ins Dorf absteigen, versperrt plötzlich ein Pferd den Weg. Es wurde zum Grasen hier angebunden und steht wohl am liebsten auf dem Pfad. Aber besser als auf dem Flur. 😜 (für alle, die das Lied noch kennen)
    Kurz darauf kommen wir an der Unterkunft an. Und tatsächlich, später gibt es Hagel und Starkregen. Also alles richtig gemacht.
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