• Mae Hong Son Loop - Tag 6&7

    Dec 25–27, 2024 in Thailand ⋅ ☀️ 20 °C

    Pai: Kurven, Idylle und neue Begegnungen

    Am Morgen ging’s auf die Straße – 114 km voller Kurven durch die beeindruckende Landschaft Richtung Pai. Die Strecke war ein Traum: wenig Verkehr, wunderschöne Ausblicke und dennoch voller Überraschungen. Denn hinter jeder Kurve könnten Wasserbüffel auf der Straße stehen – und während Autos sich mit einem Hupen Platz verschaffen, hatten wir auf unseren Rollern doch etwas mehr Respekt vor den Hörnern 😅.

    Etwa auf halber Strecke hielten wir für einen Lunch in einem kleinen Straßencafé. Einfach, günstig und unglaublich lecker – typisch Thailand eben! Am Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft, die einem kleinen Paradies glich. Ein wunderschön angelegter Garten mit Teichen, Baumstammsitzplätzen und blühenden Pflanzen – und als Begrüßung ein einmonatiger Welpe namens Lio, der uns direkt um den Finger wickelte. Wir waren so begeistert, dass wir spontan eine weitere Nacht buchten.

    Am Abend ging’s in die Stadt zur berühmten Pai Walking Street. Nach der Ruhe der letzten Tage war das ein krasser Kontrast: bunt, lebendig und mit einem Hauch Hippie-Vibes. Viele kommen für ein paar Tage, bleiben aber oft Wochen oder sogar Monate. Das Essen war fantastisch, und wir haben uns an den vielen Street-Food-Ständen durchprobiert.

    Der nächste Morgen begann neblig, die Berge waren kaum zu sehen, und die Temperaturen lagen bei frischen 16 Grad. Eingekuschelt in Decken genossen wir die Ruhe auf der Terrasse, bevor es gegen 11 Uhr losging.

    Unser erster Stopp war die Kho Ku So Bamboo Bridge, die sich elegant über Reisfelder windet. Ursprünglich von Mönchen erbaut, um einen Tempel besser zu erreichen, ist die Brücke heute ein Highlight für Besucher und bietet einen entspannten Spaziergang durch eine einmalige Kulisse. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stopp in einem kleinen Straßencafé und genossen ein leckeres Lunch – günstig und unglaublich frisch.

    Nach der Bamboo Bridge ging’s in die Berge: steile Anstiege, holprige Straßen und wilde Natur pur begleiteten uns auf dem Weg nach Doi Miang und später weiter nach Doi Mae Yan. Die Herausforderung der Strecke wurde mit spektakulären Ausblicken belohnt – von ganz oben konnte man die Stadt Pai und die umliegenden Berge sehen. Ein echtes Highlight der Tour!

    Zum Sonnenuntergang führte uns die Route schließlich zum Pai Canyon. Der Spot ist zwar ein beliebtes Touristenziel und entsprechend gut besucht, aber wir fanden trotzdem ein ruhiges Plätzchen, um den Moment zu genießen. Die schmalen, bizarren Felsformationen, kombiniert mit dem Blick auf die untergehende Sonne hinter den Bergen, waren einfach magisch. Ein absoluter Wow-Moment, der die Schönheit dieser Region perfekt einfängt!

    Zum Abschluss des Tages ging’s zum Dinner in ein kleines Thai-Restaurant, nur einen kurzen Spaziergang von unserer Unterkunft entfernt. Das Essen war phänomenal: drei Gerichte, die uns umgehauen haben – und das Ganze für nur 95 Baht (ca. 3 Euro). Im Restaurant kamen wir mit einem Pärchen ins Gespräch: eine Kanadierin und ein Engländer, beide Mathe-Lehrer, die früher in Bangkok lebten und jetzt für den Urlaub nach Thailand zurückgekehrt sind. Sie erzählten von ihrer Liebe zu diesem Land, das für sie wie eine zweite Heimat ist. Ein wunderschöner Abschluss für zwei erlebnisreiche Tage in Pai!
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