KL - die ersten Tage
Jan 9–13, 2025 in Malaysia ⋅ ☁️ 33 °C
Zwischen Infekt, Dampfbad und Stadterkundung
Die ersten Tage in Kuala Lumpur rasten nur so an uns vorbei – und waren alles andere als entspannt. Wie sich herausstellte, hatte ich wohl doch einen Infekt aus Thailand mitgebracht. Ein „Souvenir“, auf das ich gut und gerne hätte verzichten können. Kopfschmerzen und Erbrechen begleiteten mich, und die Luftfeuchtigkeit machte es nicht gerade besser. Eigentlich liebe ich es warm und wohlig bei 30 Grad und 70–80 % Luftfeuchte. Aber über 90 %? Da musste auch ich kapitulieren und mich regelmäßig in klimatisierte Räume zurückziehen.
Am Wochenende stand schließlich die Erkundung der Stadt auf dem Programm. Von unserem Apartment aus führte uns der Weg durch eine Mall – klimatisiert, versteht sich – zur Metrostation. Die Metro in Kuala Lumpur ist beeindruckend: modern, sauber und perfekt organisiert. Nach ein paar Stationen erreichten wir das Zentrum und liefen zu den berühmten Petronas Twin Towers.
Die Straßen, gesäumt von glitzernden Wolkenkratzern mit Glasfassaden, sind zugleich von einem satten Grün umgeben, das wie aus einer anderen Welt wirkt. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die uns Menschen so zusetzt, scheint für die Pflanzenwelt ein wahres Paradies zu sein. So ein intensives Grün habe ich selten gesehen.
Die Petronas Twin Towers, einst die höchsten Gebäude der Welt, wirken inzwischen fast etwas verloren zwischen den vielen neuen Wolkenkratzern. Mit 452 Metern und 88 Stockwerken waren sie von 1998 bis 2004 das höchste Gebäude der Welt und sind heute immer noch die höchsten Zwillingstürme. Die Skybridge, die die beiden Türme verbindet, ist die höchste ihrer Art weltweit. Nach dem kurzen Stopp bei den Türmen und einer Abkühlung in der Mall – 1,5 Kilometer Fußweg bei dieser Luftfeuchte waren einfach keine gute Idee – beschlossen wir, die Stadt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus weiter zu erkunden.
Nach ein paar Stationen stiegen wir bei einem Night Market aus. Leider waren wir etwas zu früh dran, und viele Marktstände waren noch im Aufbau. Weiter ging’s also Richtung Chinatown, diesmal zu Fuß. Nach einem kurzen Spaziergang schlenderten wir durch den Markt, waren aber schon nach etwa 20 Minuten wieder durch – der Stadtteil ist kleiner, als ich dachte.
Als nächstes wollten wir Little India erkunden. Der Fußweg von 50 Minuten erschien uns dann aber doch zu lang, und wir nahmen die Bahn. Little India ist tatsächlich „little“: Eine bunte Straße mit indischen Architekturdetails, Gemüseständen, Restaurants und lauter Bollywood-Musik – charmant, aber überschaubar.
Auf dem Rückweg entschieden wir uns, nochmal beim Night Market vorbeizuschauen. Die Luft war inzwischen etwas kühler, also wagten wir den Fußmarsch – ein großer Fehler. Den Weg unterschätzt, uns überschätzt, fanden wir uns irgendwann völlig erschöpft irgendwo mitten in Kuala Lumpur wieder. Keine Bahnstation weit und breit, und es wurde immer dunkler. Zum Glück gibt es Grab – unsere Rettung nach einem langen Tag!
Am nächsten Tag hielten wir es einfacher: Mit dem Hop-on-Hop-off-Bus machten wir eine komplette Runde durch die Stadt – ohne große Experimente. Insgesamt wirkt Kuala Lumpur auf den ersten Blick groß und aufregend, doch beim zweiten Hinsehen merkt man, dass es gar nicht so viel zu entdecken gibt. Die Stadt zu Fuß zu erkunden, ist eine echte Herausforderung. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die schlecht verbundenen Fußwege zwischen den Stadtteilen machen es schwer, sich treiben zu lassen.
Trotzdem hat Kuala Lumpur seinen eigenen Reiz – die Mischung aus moderner Architektur, sattgrüner Natur und kultureller Vielfalt macht die Stadt einzigartig. Vielleicht braucht es nur ein bisschen mehr Zeit, um sich richtig einzufühlen. 😊Read more
























TravelerMoin ihr Lieben, da lobe ich mir doch die Ruhe und Abgeschiedenheit im Norden. Trotzdem danke für die schönen Fotos und Eure Eindrücke. Grüßt bitte alle die wir kennen 😁. Liebe Grüße
TravelerCoole Fotos
just.lidiVielen Dank! 😊