• Abreise aus Kuala Lumpur:

    Jan 22–23, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Chaos, Checkpoints und ein nervenaufreibender Start auf Bali.

    Endlich! Die Rucksäcke gepackt, auf geht’s zum Flughafen. Die erste Benachrichtigung: der Flug verspätet sich um eine halbe Stunde. Kein Problem, dachten wir. Also entspannt zum Flughafen, Gepäck abgeben, ein Rucksack eingecheckt. Alles lief wie geschmiert – bis zum Security Check.

    An den Eingängen wartete die erste Überraschung: Waagen. Neben jedem Eingang stand Flughafenpersonal und wollte das Handgepäck wiegen. Maximal 7 kg pro Person. Ich? 10 kg. Mist. Beim Packen hatte ich wohl falsch kalkuliert: zu viel im Handgepäck, zu wenig im aufgegebenen Gepäck.

    Also zurück, Sachen umpacken. Einiges landete bei Paul, der Rest blieb bei mir. Neuer Versuch. Doch jetzt war Pauls Handgepäck auch zu schwer. Also nochmal zurück. Zum Glück hatten wir durch die Flugverspätung Zeit. Nach kurzer Verzweiflung buchten wir online Zusatz-Handgepäck für 15 €, verteilten die Sachen auf drei Taschen, jede knapp 7 kg, und versuchten es erneut.

    Anderer Durchgang, andere Dame. Wir zeigten unser Ticket mit dem zugebuchten Gepäck. Die Dame? Winkt uns einfach durch – ohne Gewichtscheck! Warum nicht gleich so?! Atmen. Kann ja nur noch besser werden, oder?

    Im Flieger war die Stimmung dann besser: Strand, Meer und ein Tapetenwechsel riefen. Bali, wir kommen! Die Einreisebedingungen waren uns bekannt, aber ein Detail ließ uns - vor allem mich - kurz nervös werden: Ein Rück- oder Weiterflugticket wird verlangt. Wir hatten keins. Egal, wir riskierten es.

    Nach der Landung ging der Einreiseprozess erstaunlich einfach los: Am Counter vor der Passkontrolle kurz anstehen, 35 $ pro Person zahlen, und schon hatten wir ein 30-Tage-Visum. Der nächste Schritt war dann weniger glatt: die Passkontrolle.

    Es gab zwei Optionen: eine lange Schlange für die manuelle Kontrolle oder die automatischen Scanpoints. Natürlich entschieden wir uns für die automatischen. Paul marschierte durch, ich leider nicht. Der Computer sagte „NEIN“. Neuer Versuch. Und noch einer. Und noch einer. Nach drölfzig Malen gab ich auf und reihte mich irgendwo dazwischen in die überlange Schlange für die manuelle Kontrolle ein und hoffte, dass niemand protestierte und mich nach ganz hinten schickte 😬

    Während ich mich im Schneckentempo meinem Einreisestempel näherte, erledigte Paul fast alles: Gepäck holen, SIM-Karten kaufen und sich die Füße in den Bauch stehen.

    Kurz nach 16 Uhr hatte ich endlich meinen Stempel. Jetzt aber raus? - Nein, vorher musste noch ein Online-Zollformular ausgefüllt und abgeschickt werden. Die Nerven lagen blank. Kurz nach halb fünf waren wir endlich draußen. Die letzte Fähre zu unserer gebuchten Unterkunft legte um 17 Uhr ab. Also gar kein Zeitdruck sozusagen 🫠

    Am Taxistand schüttelten die Fahrer nur den Kopf – unmöglich, das noch zu schaffen. Also Plan B: wir suchten uns eine Unterkunft in Hafennähe, buchten eine Nacht und informierten unsere ursprüngliche Unterkunft über die verspätete Anreise. Sie reagierten entspannt und buchten uns die Nacht gut. Na immerhin etwas.
    Read more