• Ein kleines Paradies auf Lombok

    Feb 3–7, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Straßenzustände auf der Insel haben uns doch ziemlich abgeschreckt – und dabei sind wir Einiges gewöhnt. Also haben wir unsere Insel Erkundungspläne schnell verworfen und die meiste Zeit am Pool verbracht. Klingt entspannt? War es auch, zumindest bis wir versucht haben zu arbeiten. Das WLAN brach ständig ab und als wäre das nicht genug, lag unser Inselabschnitt auch noch komplett im Funkloch. Kein mobiles Internet, keine Ausweichmöglichkeit. Wir haben uns also im Schneckentempo durch unsere To-Do-Listen gekämpft.

    Was lernen wir daraus? Auf Reisen besser keine Unterkünfte direkt für mehr als zwei Nächte buchen. Verlängern ist meistens kein Problem, aber wenn man früher raus will, wird’s kompliziert.

    Zwischendurch hatte der kleine Sohn des Besitzers Spaß daran, uns Gesellschaft zu leisten. Ganz süß, keine Frage, aber eigentlich waren wir nicht als Babysitter gebucht.

    Das Wetter hat dafür alles wettgemacht. Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen und trotz LSF 50 und viel Zeit im Schatten haben wir ordentlich Farbe bekommen. Unglaublich, wie viel da noch geht. Nach sechs Tagen war ich dann aber doch froh, die Insel zu verlassen. Ich bin sicher, es gibt dort noch viele schöne Ecken, die wir nicht gesehen haben – vielleicht kommen wir in ein paar Jahren nochmal zurück. Bis dahin sind die Straßen ja vielleicht besser ausgebaut 😅. Es wird jedenfalls überall gebaut und neue Unterkünfte entstehen gefühlt im Minutentakt.

    Mit dem Taxi ging’s zum Pier und von dort auf eine diesmal größere Speedfähre Richtung Lombok. Die Überfahrt sollte 2,5 Stunden dauern, mit einer halben Stunde Verspätung legten wir schließlich ab. Anfangs war alles entspannt – wir saßen unten im geschlossenen Bereich, leichte Brise wehte durch die offenen Fenster. Aber je weiter wir kamen, desto höher wurden die Wellen. Das Wasser spritzte ins Boot, die Fenster wurden nach und nach geschlossen. Die Luft wurde stickig, die See rauer. Mein Magen fing langsam an sich zu melden – und ich war nicht die Einzige. Gespräche verstummten, alle wurden still. Die nächste Stunde war zäh. Aber auch das ging vorbei.

    Nach zwei kurzen Stopps an den Gili Islands legten wir endlich in Lombok an. Frische Luft, endlich! Kurz hinsetzen, durchatmen und dann die Frage: Roller oder Taxi? Nach der Überfahrt war die Entscheidung schnell gefallen – wir nahmen das Taxi.

    Unsere Unterkunft in Lombok? Eine kleine private Villa mit eigenem Pool und Außenbereich. Absolute Ruhe – wenn man den Gebetsgesang fünfmal am Tag außer Acht lässt 😉 Aber das gehört hier eben dazu. Viel Platz, eine entspannte Atmosphäre und das alles für knapp 50€ die Nacht. Ein kleines Paradies, perfekt zum Abschalten. Surfen? Erstmal zweitrangig. Wir lassen es uns einfach gutgehen und genießen die Zeit in unserem kleinen Luxus in vollen Zügen 👌🏼

    Fan fact am Rande: Während ich diesen Beitrag schrieb, wurde Paul von einem Gecko angeschissen 😅 Natur pur hier. Leider ohne Beweisfotos 🤷🏻‍♀️
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