Erster Erkundungstag auf Nusa Penida
February 2, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Der Sonntag begrüßte uns mit strahlend blauem Himmel – perfekte Bedingungen für eine kleine Inselerkundung und eine Runde Schnorcheln. Während des Frühstücks schmiedeten wir den Plan, erstmal den nächstgelegenen Strand auszukundschaften, bevor es weitergeht.
Nur 100 Meter vom Hotel entfernt und trotzdem keine Liebe auf den ersten Blick. Der Strand wirkte auf uns irgendwie trist, also drehten wir wieder um. Vielleicht geben wir ihm in den nächsten Tagen noch eine Chance, mal sehen. Stattdessen schnappten wir uns einen Roller direkt an der Unterkunft und rollten los.
Nächster Stopp: Crystal Bay, einer der bekanntesten Strände auf Nusa Penida. 13 Kilometer – 40 Minuten Fahrt. Klingt nicht nach einem lockeren Trip.
Wir hatten ja schon gehört, dass die Straßenverhältnisse auf der Insel „herausfordernd“ sein sollen – eine gewaltige Untertreibung. Kaputte Straßen, enge Kurven, plötzlich tiefe Schlaglöcher, Abschnitte, die eher nach Offroad-Strecke als nach Straße aussehen – Spaß war das keiner. Dafür aber pure Erleichterung, als wir endlich ankamen.
5.000 Rupiah (ca. 30 Cent) für die Zufahrt mit dem Roller gezahlt, geparkt, und dann lag sie vor uns: Crystal Bay. Der mittelgroße Strand hat einen Bereich mit Sonnenliegen und Schirmen, die man mieten kann, aber da wir keine Ahnung hatten, wie lange wir bleiben würden, entschieden wir uns für die einfache Variante: Handtuch auf Sand, fertig.
Crystal Bay ist einer der Top-Spots zum Schnorcheln und Tauchen auf der Insel, was man sofort merkte – das Wasser war voll mit Booten, die Touristen zu den besten Stellen brachten. Angeblich ist Crystal Bay auch einer der wenigen Orte, an denen man Mola Molas (Mondfische) sehen kann – allerdings nur in den richtigen Monaten und nicht direkt vom Strand aus.
Der Sand war angenehm fein, das Wasser klar, und Paul ließ sich nicht lange bitten: Schnorchel auf, ab ins Wasser. Er kam zurück mit dem Bericht: viele bunte Fische und starke Strömung, aber keine Schildkröten. Zwei Stunden später machten wir uns wieder auf den Weg – das nächste Ziel: Kelingking Beach.
Weitere 15 Kilometer, 50 Minuten Fahrt, diesmal noch anstrengender. Zusätzlich zu den kaputten Straßen kam jetzt viel Verkehr und die pralle Mittagshitze. Entspannt ist anders.
Als wir schließlich an einem gut besuchten Lokal vorbeikamen, das fast bis auf den letzten Tisch voll war, entschieden wir uns für eine Mittagspause. Während wir auf unser Essen warteten, fiel uns etwas Seltsames auf: nur Touristen, die in Gruppen kamen und gingen. Keine Preise auf der Speisekarte, niemand zahlte.
Theorie: Eine der klassischen Inseltouren, bei denen das Mittagessen mit inkludiert ist.
Also witzelten wir darüber, uns unter die Menge zu mischen und zu gehen. Doch das schlechte Gewissen meldete sich dann doch – also winkten wir eine Kellnerin heran, um zu bezahlen. Ihre Antwort:
“Pay? Oh, it’s for free! It is included.”
Ähm, okay?! Dann soll es wohl so sein. Keiner soll sagen, wir hätten es nicht versucht! 😄 Also schlichen wir uns leicht verwirrt, aber satt und amüsiert aus dem Lokal. Tagesbudget für Roller und Strandzugang wieder drin.
Die letzten Kilometer führten uns zur berühmtesten Sehenswürdigkeit der Insel: Kelingking Beach. Bereits auf dem Parkplatz zeigte sich das ganze Ausmaß des Tourismus hier – Reihen über Reihen von Autos und Rollern, ein unüberschaubares Meer aus Besuchern.
Doch dann der Blick nach unten. Sprachlos.
Die Aussicht auf die leuchtend blaue Bucht, die gewaltigen Felsen und den goldenen Sandstrand war einfach unwirklich schön. Die berühmte Klippe, die aussieht wie ein T-Rex, ist nicht umsonst eines der meistfotografierten Motive Indonesiens.
Den Weg nach unten schenkten wir uns aber. Zig Treppenstufen hinab – und dann in der Hitze wieder hoch? Nein, danke. Außerdem bedeutete die Masse an Autos da oben auch eine Menschenflut da unten. Stattdessen genossen wir die Aussicht, ließen den Moment auf uns wirken und machten uns schließlich wieder auf den Rückweg.
Die Straßen waren jetzt etwas leerer, was die Fahrt entspannter machte. Aber als wir schließlich zurück in unserer Unterkunft ankamen, waren wir mehr als froh, wieder dort zu sein.
Ob wir hier nochmal mit dem Roller losziehen? 🤔Read more










TravelerBe careful !!!
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Cooles Foto
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😍
Och, na ja...;) [Philipp]