Im Norden von La Palma 1
27. januar, Spanien ⋅ 🌙 14 °C
1) Gestern lockte uns die Sonne und der blaue, wolkenlose Himmel schon am frühen Vormittag und wir sind zu einem Ausflug in den Norden von La Palma aufgebrochen.
Doch kaum durch den Tunnel und auf der Westseite der Insel angekommen: keine Sonne, Wolken, Nebel...
2) Unser erstes Ziel war eine kleine Bodega, um dort Wein zu kaufen, den uns bereits in einem Restaurant gut geschmeckt hat. Am Ortsausgang von Tijarafe liegt auf der rechten Seite die große Bodega "Vega Norte". Dort wollten wir aber nicht hin, sondern zum Nachbarbetrieb, der direkt daneben liegt und "Tendal" heißt. Nach einer kleinen Verkostung konnten wir uns mit Wein eindecken und sind weiter in den Norden gefahren. Immer noch waren die Wolken so tief, dass es ein Fahren durch grau in grau war.
3) Unsere Fahrt ging nach "Garafia", und zwar zum Restaurant "San Antonio del Monte". Schon kurz vor dem Ziel verschwanden alle Wolken und die Sonne zeigte sich von der besten Seite. Dort angekommen, waren wir total überrascht: "San Antonio del Monte" ist nicht nur ein Restaurant, sondern es ist ein großes Freizeitgelände, mit Kinderspielplatz und Campingplatz, auf dem sich Zelte und Wohnmobile hinstellen dürfen. Der Campingplatz ist mit allen Ver- und Entsorgungs-Einrichtungen ausgestattet. Allerdings war gestern kein einziger Camper zu sehen, das Gelände liegt auf etwas mehr als 900 Hm, entsprechend kalt ist es in der Nacht. Sehr beliebt auf den Kanaren ist das Grillen und Zusammensein am Wochenende. Das kann man hier sehr gut und sehr sicher machen, denn es gibt kleine, halboffene Steinhütten, ausgestattet mit Tisch und Bänken. Das Restaurant ist absolut zu empfehlen, wir haben dort hervorragend gegessen. Gegenüber dem Freizeitgelände, in einem modernen und schön bemalten Gebäude, findet am Wochenende der Bauermarkt statt. Wanderwege gibt es mehrere die am Gelände vorbeiführen. Zum Beispiel "La magia del agua", den wir bestimmt irgendwann machen werden. Das Freizeitgelände wird an zwei Seiten von kleinen Bergen umrahmt. Schaut man sich die rote Erde an und zerbröselt sie in den Händen, hat mein den Eindruck, es ist reinster Lehm.
4) Dann hatte ich gelesen von einer kleinen Bar, die idyllisch in einem kleinen Dorf liegt. Wir also dahin, von der Landstraße LP-1 bogen wir ab nach "El Tablado", von rund 1.100 Hm auf 350 Hm. Die gut ausgebaute Straße schlängelte sich herunter bis ins Dorf, lediglich der Weg der letzten 300 m war so schmal, dass nur ein Fahrzeug Platz hatte. Die freundliche Barbesitzerin nennt ihre Bar "La Garza" und zeigte uns, wo wir parken können. Sie ist eine Holländerin, die schon 10 Jahre in diesem Dorf lebt. Ich sage dazu: in the middle of nowhere. Von einem kleinen Aussichtspunkt hat man den angeblich schönsten Blick auf den Atlantik, und tatsächlich, die Aussicht ist atemberaubend. Ein Teil der Steilküste erinnerte mich spontan an die "Cliffs of Moher", die wir 2005 in Irland gesehen haben.
Danach fuhren wir mit den vielen, gewonnenen Eindrücken nach Hause. Alle drei besuchten Orte haben wir neu für uns entdeckt, obwohl wir bestimmt schon 10 Mal auf La Palma waren.....
Die Fotos zu El Tablado im nächsten Beitrag...Læs mere






















