Wir fahren nach El Hierro - Tag 1/1
March 6 in Spain ⋅ 🌬 14 °C
Gestern sind wir mit der Fähre von Los Cristianos nach El Hierro gefahren. Die Überfahrt dauerte 2 Stunden und 20 Minuten und war aufgrund des Windes und der Wellen insgesamt ganz ok.
Leider mussten wir im Auto 35 Minuten warten, um von Bord zu kommen. Der Grund war, dass es Probleme mit LKW gab, die nicht starten konnten.
Daher kamen wir erst gegen 20:30 Uhr und im Dunkeln in unserer Ferienwohnung an. Sie ist groß, einfach eingerichtet und absolut sauber. Das Bett hat eine Größe von 2x90x200 cm, die Matratzen sind perfekt, wir haben gut geschlafen. Obwohl das Haus etwas zurück versetzt an einer "Durchgangsstrsße" liegt, ist es es nachts absolut ruhig. Es gibt ein gutes Internet, so dass wir mit dem Firestick deutsches Fernsehen empfangen können. Im Nachbarhaus befindet sich ein kleiner Supermarkt mit Metzgerei und Lottoannahme. Frontera ist schon ein größerer Ort, lebhaft, mit vielen Läden und Cafés.
Wir sind im Ort "Frontera" auf etwa 250 Hm. Die große Bucht heißt "El Golfo". Frontera ist die heimliche Hauptstadt der Insel, größer als Valverde.
Dank des ganzjährig milden Klimas werden in diesem Tal auf den Feldern und in den Gewächshäusern Früchte und an den Berghängen Wein angebaut.
Die Einwohnerzahl im Golftal steigt stetig an und die Urlauber können hier zwischen immer mehr schönen Ferienhäusern und Apartments auswählen.
Wir sind südwestlich gefahren, zum
>Charco de Azul
>zum Dorf Sabinosa
und dann zum "Pozo de la Salud". Das ist einer der beliebtesten und meistbesuchten touristischen Enklaven der Insel: dem Pozo de la Salud, einer Heilquelle, der schon seit dem 19. Jahrhundert gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden. Der Wassermangel auf der Insel führte dazu, dass die Quelle angegraben wurde und trotz der Brackigkeit des Wassers fand man schnell heraus, wie gut es der Gesundheit tat. Schnell war die Quelle so berühmt, dass ihr Wasser sogar bis nach Kuba oder Puerto Rico exportiert wurde.
Weiter ging die Fahrt zum "Faro de Orchilla", einer der besten Orte auf El Hierro zur Sternbeobachtung aufgrund der sehr geringen Lichtverschmutzung. Aber auch historisch hat dieser Ort einiges zu bieten. Im 17. Jahrhundert wurde hier der Referenzpunkt für den Nullmeridian ausgewählt, bis er schließlich 1885 in das englische Greewich verlegt wurde.
Danach ging es aufwärts zur "Ermita de la Señora de los Reyes", die Schutzpatronin der Insel. Hier wehte der Wind so stark, daß wir uns nur ganz kurz dort aufgehalten haben. Wir vermuten, dass es in dieser Gegend ständig starken Wind gibt, denn die Büsche und Bäume sind alle in Richtung Meer ausgerichtet.
Fährt man dann weiter in Richtung "El Pinar", so kommt man schon nach wenigen Hundert Meter in ein mit Pinien bewachsenes Waldgebiet. Es ist traumhaft schön hier durch die sanft ansteigenden Hügel, mit grünen Wiesen zwischen den zuvor genannten Pinien.
Man erreicht "El Pinar", eine Ansiedlung von Häusern, und wir sind nicht sicher, ob es noch ein Dorf oder schon eine Stadt ist.
Von dort aus geht es abwärts über eine Vulkanlandschaft. Eine breit ausgebaute Straße führt uns nach "La Restinga". La Restinga ist der südlichste Ort der Gemeinde El Pinar auf El Hierro, und zugleich der südlichste Punkt Spaniens.
Es ist ein Fischerort, in dem es nun viele Ferienwohnungen gibt und sich das Epizentrum der Taucher befindet. Im Oktober 2011 wurde der Ort in der Folge zunehmender seismischer Aktivitäten evakuiert. Nach einem kleineren Ausbruch im Meer 2,5 km vor La Restinga folgten bis Juni 2012 weitere Serien kleinerer Beben. Viele Tauchplätze blieben in der Folge gesperrt, bis 2013 konnten aber alle wieder freigegeben werden. Die Taucher waren begeistert, da durch das Erdbeben unter Wasser neue Tauchgebiete entstanden sind.
Von La Restinga aus haben wir die Heimfahrt angetreten, ungefähr eine Stunde hat das gedauert. Dabei wurden wir über den rund 1300 m hohen Bergrücken geführt, über schmale Straßen und durch verwunschene Wälder. Echt toll anzusehen.
Was wir nach einem Tag auf dieser kleinen Insel bitterlich vermissen, das sind bisher:
>Touristenmassen
>täglich die langen Staus auf Autobahnen
😀
Auf der nächste Seite gibt es weitere Fotos von heute....Read more
El Hierro - Tag 1/2
March 6 in Spain ⋅ 🌬 14 °C
Hier weitere Fotos zu meinem Bericht von zuvor...
El Hierro - Tag 2/1
March 7 in Spain ⋅ 🌬 14 °C
Am Vormittag hat es im Gebiet "El Golfo" leicht geregnet. Stürmischer Wind und nur 15 Grad.
Unsere erste Station war "Las Puntas". Dort steht das angeblich kleinste Hotel der Welt mit 4 Doppelzimmer zu je 300 Euro pro Nacht. Das Hotel ist umgeben von einer tosenden Brandung und wir fragen uns, wie man nachts dort schlafen kann.
Weiter ging es nach "Pozo de las Calosas". Am Parkplatz gibt es ein "Kiosco", also so etwas wie eine Imbiss-Bude und ein Kinderspielplatz. Der Abstieg zum Strand und zum Naturschwimmbecken ist auf längere Dauer gesperrt: die unten am Strand befindlichen Bretterbuden, die als Wochenend-Behausungen dienen, sind durch herabfallende Gesteinsbrocken gefährdet.
Der "Mirador de la Pena" ist ein kleines Schmuckstück. Der von "Cesar Manrique" entworfene Aussichtspunkt ist gleichzeitig ein kleiner Park, der wunderschön angelegt wurde. Das Café bzw. Restaurant macht einen gediegenen Eindruck. Aber heute auch hier: Wind, Wolken, Kälte 😡
Dann ging es weiter zur Nordost-Küste der Insel, endlich in die Wärme. Ditekt an der Küste und neben dem Flughafen liegt der kleine und beschauliche Ort "Tamaduste". Bekannt ist er vor allem durch seine attraktiv gestaltete Badebucht, die das ganze Jahr hindurch zur Abkühlung in das kristallklare Wasser einlädt. Über Plattformen und hübsche Brücken lässt sich einmal die gesamte Bucht bei einem Spaziergang umrunden. Am südlichen Ende liegt die Cueva de los Barcos (Höhle der Boote), in der – wie der Name schon sagt – Boote gelagert werden. Im Sommer findet hier das eine oder andere Konzert statt.
Der Ort wirkte auf uns ein wenig ausgestorben. Der Grund ist - wie wir später erfahren haben - dass viele Häuser fast das ganz Jahr leer stehen und nur von wohlhabenden Canarios in den Sommerferien genutzt werden. Es gibt zwei Restaurants und eine Pizzeria. Die wird von Italienern betrieben und Italiener wissen, wie man erstklassige Pizzas macht 😀.
Danach zur offiziellen Insel-Hauptstadt "Valverde". Der Himmel dort grau, es ist kaum was los, und die paar Menschen, die man auf der Straße trifft, tragen dicke Steppjacken und teils Kapuzen. Valverde liegt auf etwa 600 Hm. Valverde mit seinen steilen Gassen sehr beschaulich geblieben. Die hübsche Plaza Principal bildet das Ortszentrum. Dort befindet sich auch das im altkanarischen Stil gebaute Rathaus. Über Treppen gelangt man hinab zur majestätischen Festungskirche Iglesia de la Concepción. Mit dunklen Vulkansteinen verziert und einem blau-weiß gestreiften kleinen Turmdach ist sie in jedem Fall ein toller Anblick. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie auf den Resten eines Vorgängerbaus aus dem Jahre 1544 errichtet.
Valverde ist voll den Passatwinden ausgesetzt. Wie wir hörten, muss man Glück haben, um nicht einen bewölkten und windigen Tag zu erwischen, an dem es auch oft kühl wird. Mit einem plötzlichen Wetterumschwung muss außerdem immer gerechnet werden.
Es ging weiter an der Küste bis zum "Roque de la bonanza" und von dort steil hoch nach Isora.
Die Strecke von Isora über San Andrés nach Erese erinnerte uns zum Teil an Irland: Grüne, saftige, hügelige Wiesen sind durch viele Meter hohe Steinmauern abgetrennt.
An der Ferienwohnung angekommen, erwartete uns die Bewölkung, wie sie auch gestern in der großen Bucht von El Golfo war.Read more
El Hierro - Tag 2/2
March 7 in Spain ⋅ 🌬 13 °C
Weitere Fotos vom heutigen Tag...
El Hierro - Tag 3
March 8 in Spain ⋅ 🌬 17 °C
Eigentlich ist es nur ein halber Tag, denn um 14 Uhr fährt unsere Fähre nach Teneriffa.
Heute Vormittag haben wir den kleinen Bauernmarkt in La Frontera besucht und uns mit Kuchen für die Überfahrt eingedeckt. Auf dem Bauernmarkt werden verschiedene handgemachte Pro angeboten, also zum Beispiel deutsches Brot, Kuchen und Gebäck, Schmuck, Marmeladen, Ledergürtel, Second-Hand-Kleidung und natürlich auch frisches Obst und Gemüse.
Das Wetter während unseres Kurz-Trips war halb und halb. Damit meine ich die halbe Zeit Sonne, die restliche Zeit bewölkt. Auf jeden Fall ist es zur Zeit auf allen Kanarischen Inseln viel zu kalt. Der Wind war zum Teil brutal störend. Ich war vor genau 6 Jahren zur selbst Jahres hier auf El Hierro und damals war das Wetter sehr gut.
Auf El Hierro gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel den südlichsten Punkt Europas. Ausserdem gibt es es viele Höhlen, die zu besichtigen sind. Und viele Wanderwege, die perfekt beschildert sind. 2 oder 3 Tage sind zu kurz, eine Woche sollte es schon sein.
Der Ort La Frontera bietet sich als Ausgangspunkt aus meiner Sicht hervorragend an. Von hier aus erreicht man sämtliche Orte in kurzer Zeit, egal in welcher Himmelsrichtung. Dann bietet der Ort einige Läden, Supermärkte, Cafés und Restaurants. Hier ist also was los, auch am Abend.
Auf El Hierro gibt es ein Überangebot an Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Ständig sieht man das VV-Zeichen (Viviendas Vacacionales) an den Fassaden der Häuser. Ich vermute, dass in den Sommerferien die Auslastung besser ist. Aber jetzt und in der übrigen Zeit stehen ganz viele Unterkünfte leer. Leider, und das betrifft nicht nur El Hierro, wird dadurch dringend benötigter Wohnraum für die heimische Bevölkerung blockiert.
Fazit nach fast 3 Tagen: es hat uns sehr gut gefallen, trotz der Wetterumstände, und wir kommen wieder...Read more















































































