• Ein Wiedersehen.

    August 22, 2021 in Portugal ⋅ ☀️ 27 °C

    Kurz vor Pereira legten wir eine Pause ein.

    Es war heiß. Fast 14 Uhr.

    Wir saßen im Schatten, hatten die Rucksäcke abgesetzt und versuchten einfach nur, wieder zu Atem zu kommen.

    Da hörten wir Schritte.

    Ein Pilger kam den Weg entlang. Er blieb stehen. Wir schauten auf.

    Es war der Mann aus Porto. Der Pilger, der am Tag zuvor vor der Kathedrale unser erstes gemeinsames Camino-Foto gemacht hatte.

    Pedro.

    Er wirkte überrascht.

    „Ihr seid schon hier?"

    Wir lächelten.

    Dass wir einen Teil der Strecke mit dem Taxi gefahren waren, erzählten wir ihm nicht. Er nickte nur und schaute uns an. Wir saßen erschöpft auf der Bank. Er stand entspannt vor uns.

    Dann sagte er sinngemäß:

    „Wenn ihr jetzt schon so außer Atem seid … wartet erst einmal ab. Das Schwierigste kommt noch."

    Wir erzählten ihm noch, dass Pia schwanger war. Auch das schien seinen Blick kaum zu verändern. Nach wenigen Minuten verabschiedete er sich.

    „Bom Caminho."

    Dann ging er weiter.

    Wir schauten ihm nach.

    Ich weiß noch, dass ich dachte: Na, du scheinst ja genau zu wissen, wie der Camino funktioniert.
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