• Fernanda.

    August 23, 2021 in Portugal ⋅ ☀️ 28 °C

    Das Schild tauchte auf.

    Casa Fernanda.

    Die letzten Meter fielen plötzlich leicht. Ein schmaler Pfad führte zwischen Büschen hindurch. Dann hörten wir Stimmen. Alle Plätze waren bereits besetzt.

    Wir waren die Letzten.

    Fernanda drückte uns kleine Schälchen mit Weißwein in die Hand. Daneben stand eine Karaffe Wasser. Sie war schnell leer. Der Wein nicht. Wir waren durstig.

    Eine gefährliche Kombination.

    Erst später erfuhren wir den Grund. Das Wasser musste aus einem Brunnen geholt werden. Einige hundert Meter entfernt. Der Wein wartete bereits im Keller.

    Fernanda kochte. Sie hörte zu. Sie erzählte. Und sie schien jeden einzelnen Pilger zu kennen, obwohl jeden Abend neue Menschen an ihrem Tisch saßen.

    Mehr als acht oder zehn Gäste passten ohnehin nicht hinein.

    Drinnen acht Betten.
    Draußen zwei weitere.

    Ein Garten.
    Ein langer Tisch.

    Mit uns saß Eberhard. Wir waren ihm am Morgen zum ersten Mal begegnet.

    Außerdem drei Frauen aus Dänemark. Eine Mutter. Zwei Töchter.
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