• Surfing day in Weligama

    October 27, 2025 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 27 °C

    Nachdem wir gestern eine Wellnessmassage für alle Erwachsenen hatten, sind wir nur kurz nach Weligama gefahren, um die Möglichkeiten auszuchecken. Surfschule reihte sich an Surfschule und alle präsentierten laut und freundlich ihr Angebot. Wir wollten nur schlendern, aber als ein sehr muskulöser, großbauchiger Mann uns als Inhaber einer Surfschule ansprach, fasste Roland Vertrauen und machte fest, dass wir am nächsten Tag kommen würden🏄🏄‍♀️🏄‍♂️

    Nach einer unruhigen Nacht mit mehrfachem Stomausfall haben wir dann bereits um 8.30 Uhr gefrühstückt, um rechtzeitig zum auflaufenden Wasser am Beach zu sein. Stromausfall interessiert mich normal wenig- jedoch gehen die Temperaturen einfach nicht runter und bei 27 Grad schläft es sich eben unruhiger. Hinzu kamen mehrere Moskitos und die Situation, die Stiche mit einem Feuerzeug bei Dunkelheit auszubrennen. Der Bite Away war natürlich leer... nur in unserem Obergeschoss war kein Strom- unten war alles ok- so hat mein Mann kurzerhand einfach einfach das Zimmer im EG gewählt.
    Clemens lag mit mir im MamaPapaHeiabett... ihn habe ich dann nachts mehrfach mit 50%item Deet eingesprüht, damit er davon kommt. Wir sind beide allergisch- und Roland ist- sowie Amila, Pelshi und Sethil nicht die erste Wahl der Moskitos🦟🦟🦟

    Nach 2 starken Kaffees war ich bereit fürs Frühstück und auf ging es zum Spot. Ich hab die Surflesson einfach mal mitgenommen und der Trainer hat sich die Zähne dabei ausgebissen, meinen Takeoff auf zu verändern. Mich umzuerziehen nach so langer Zeit ist wohl nicht mehr möglich 🙅‍♀️🤷‍♀️Mein letzter Surf ist mehr als 8 Jahre her, mir fehlen die Muskeln und die Routine... aber irgendwas war noch da, sodass die erste Welle meine war und ich achtsam versuchte, die ganzen Schüler, die wie Hühner auf der Stange saßen, zu umfahren. Nein! Ich hätte die Lesson nicht gebraucht- aber das Bord brauchte ich. Und die Sicherheit, dass die meinen Jungs keinen Bullshit erzählen! Nach der ersten Welle bat ich darum, das Board zu wachsen, es war glitschig wie ein Spiegel... Absicht??? Ein Schelm, wer da Böses denkt! Für Anfänger wäre es brutal! Sie würden nach so einem Tag auf einem ungewachsten Board lieber Stricken lernen, als jemals wieder an Surfen zu denken. Es sind immer die vermeintlichen Kleinigkeiten, die Großes bewirken können!

    Clemens machte sich hervorragend- eng an eng mit anderen Surfschülern warteten alle im Weißwasser... ich versuchte regelmäßig, weiter raus zu paddeln und Entfernung zu gewinnen, um ein paar saubere Wellen zu surfen und nicht im Weißwasser rutschen zu müssen... nach der ersten Viertelstunde stand Clemens wie ein Großer auf seinem Board... tat sogar die ersten Schritte und verlagerte sein Gewicht, sodass er weiter fahren konnte! Mein Sohn!!😎 Ich, als diejenige, die in ihrem vorherigen Leben jeden Urlaub an allen Europäischen Surfspots verbracht hatte, dachte selbstbewusst:" Das sind meine Gene!"

    Roland stand auch zwei bis drei Wellen und bestätigte mir, dass diese Sportart zu den anstrengendsten gehört... 14 Tage surfen- 10 KG weniger😅 wir behalten das im Hinterkopf, sollten wir kurz vor der Hochzeit noch nicht in Shape sein😅😅😅

    Clemens gab sich ne zweite Session, ich machte Fotos und Roland und Amila arbeiteten, während Pelshi mit Sethil ins klimatisierte Auto zog. Heute hatten wir Sonne und nun sind wir dankbar, in den letzten Tagen einen bedeckten Himmel gehabt zu haben. Die Wärme und die Kraft der Sonne am Indischen Ozean ist unglaublich 🥵

    Wir spielten noch ne Runde Ball und trotz Sonnencreme sah ich, dass mein Kind immer roter wurde. Wir brachen ab und freuten uns über unsere klimatisierten Räume in der Villa nach Ankunft... Relax!

    Roland und ich gingen nochmal Getränke kaufen- und was man noch so braucht😅 die Preise sind der Hammer und Roland gab zu, dass er noch nie so günstig mit mir "shoppen" war😉

    Nun sitzen wir nach einem großartigen Sundowner draußen und warten auf unser Barbecue- Clemens natürlich wieder im Pool, Amila und Roland mit Laptop und Pelshi mit Sethil am Tüddeln.

    Unser letzter Tag hier in der Valhalla Villa in Matara bricht morgen an, bevor es langsam wieder Richtung Airport in Kolombo geht... ich sauge jede Sekunde, jeden Eindruck und jedes Ereignis tief in mich ein... denke- fühle- bin dankbar! Diese Reise hat meine Einstellung tiefgreifend verändert, hat mich alte Muster brechen lassen- hat mich Rollen tauschen lassen und Aufrichtigkeit und Achtsamkeit nochmal neu gelehrt. Ich sehe wieder durch die Augen von jungen Eltern, durch Augen eines 10jährigen, dem die unfassbare Möglichkeit geboten wird, die Welt zu erkunden, durch Augen von Vätern, die mit ihren Babys im Arm auf dem Roller fahren und lächeln und Frauen, die in ihrem Garten Wasserflaschen für Touristen verkaufen🙏❤️❣️ All das ist mit Geld nicht zu bezahlen- natürlich leben wir hier HighClass! Aber auch mein Mann ist einer von denen, die oftmals nichts in ihrem Leben hatten! Ich verstehe ihn- verstehe seine Großzügigkeit, die niemals mit Großkotzigkeit zu verwechseln ist! So hat es zu funktionieren! Wir haben viel! Das ist auch Clemens bewusst, doch niemals werden wir den Blick für das Detail verlieren- niemals werden wir vergessen! Und immer werden wir mehr geben als wir nehmen! Wir können gar nicht anders!

    In diesem Sinne- habt einen schönen Feierabend! Und legt den Fokus auf das was ihr habt und bereits hattet! Denn die Energie folgt dem Fokus! Immer!🌈🌠
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