• Wasser, Wasser, Wasser

    Jan 14–15 in Chile ⋅ 🌧 10 °C

    Es plätschert. Es rauscht. Es schäumt. Links stürzen die Massen in ungezählten Wasserfällen den Hang hinunter, rechts lässt ein Bergrutsch den See über die Ufer steigen, über uns hat der Himmel seine Schleusen geöffnet. Das sehr ursprüngliche Exploradorestal, das von Puerto Tranquilo nach Westen führt, empfängt uns so nass, dass wir nur bis zu einer sehr schmalen Brücke fahren und dann umkehren. Die Wanderung wird auf den nächsten Tag verschoben. Den traumhaft am Fluss - aber einen Meter höher als das Ufer - liegenden Übernachtungsplatz können wir nicht draußen genießen - zu nass.
    Als wir Tags drauf zu einer der Gletscherzungen des nordpatagonischen Eisfeldes aufbrechen, ist es trocken. Durch kalten Regenwald, begleitet vom Gesang des Rotkehltapaculos und des Weißkronenolivtyranns arbeiten wir uns zu Mittel- und Endmoräne vor. Ein gewaltiges Gletschertaugebiet breitet sich vor uns aus. Es beginnt zu regnen.
    Vor wenigen Tagen sind wir auf der Ruta 41 auf der Ostseite der Anden durch wüstenähnliche Berge gekurvt, die Pazifikseite des Massivs präsentiert durch ihren Regenreichtum die Landschaft in allen Schattierungen von Grün. Beeindruckend!
    Read more