Fulminantes Finale
22–26 avr., Argentine ⋅ ⛅ 12 °C
Wir tauchen ein in diese fantastische Großstadt und ihre Geschichten!
Bei der Stadtführung:
Corina Kavanagh, dem Geldadel zugehörig, verliebte sich in den Sohn der aristokratischen Mercedes, die diese Verbindung ablehnte und ihren Sohn vor die Wahl stellte: Familie oder Liebe (und verstoßen werden). Er entschied sich gegen Corina, die daraufhin Rache an der Mutter nahm, in dem sie direkt vor die Kirche der Familie Mercedes einen 120m hohes Betongebäude setzte und den direkten Zugang zur Kirche zum Privatweg deklarierte. So war Mercedes nicht nur der Blick von ihrer Villa zu ihrer Kirche versperrt, sondern sie wurde auch täglich erinnert.
Im Café Tortoni ...
genießen wir nicht nur einen Cappuccino, sondern abends im Kellergewölbe eine Tangoshow.
Auf dem Friedhof Ricoleta:
Selbst über den Tod hinaus wurde eine Ehefehde noch weiter zelebriert. Weil seine Frau zu viel Geld ausgab, hat ihr Mann in allen Zeitungen der Stadt verkündet, dass er ihre Rechnungen nicht mehr begleichen wird. Es gab eine Szene und sie verließ das Haus und zog sich auf ein Landgut zurück. Als er 20 Jahre später starb (und die Gesetzgebung ihr immerhin 50% des Vermögens zusprach), ließ sie ein Mausoleum erbauen, das ein steingewordenes Monument ihres Hasses ist: Die Eheleute wenden sich sogar im Tod den Rücken zu.
Auf diesem Friedhof hat auch Evita Peron endlich ihre letzte Ruhe gefunden - nachdem sie die ersten 24 Jahre nach ihrem Tod 1952 mehr in der Welt herum gekommen ist als vorher.
Im Viertel Abasto, in dem die Musik des Tangos noch heute lebt, hören wir die schönste Variante von Carlos Cardels "Por una Cabeza". In dem Lied besingt ein Mann seine unheilbaren Leidenschaften: die Wettlust auf Pferde - er verliert immer "um eine Kopfeslänge" - und die Frau, die ihm den Kopf verdreht und deren Liebe nur Lüge ist.
Das Lied scheint eine Art Hymne von Buenos Aires zu sein. Wir hören es mehrmals täglich auf der Straße, im Taxi, in Bars, ... .
Die Oper "Theatro Colon" wurde von 3 Architekten erbaut: Der erste starb im Alter von 44 Jahren an einem Herzinfarkt; der zweite wurde vom Liebhaber seiner Frau erschossen, als er die beiden in Flagranti erwischte. Er starb mit ... 44 Jahren. Danach hieß es, ein Fluch laste auf dem Gebäude. Der dritte Architekt wurde nach unüblichen Kriterien ausgewählt: Julio Dormal war unverheiratet, über 50 Jahre alt und kein Italiener.
Und dann gibt es noch die Frauenbrücke, die ein tanzendens Paar darstellen soll; das bunte Viertel La Boca, in dem von jedem Balkon Maradona, Evita oder Cardel herunter winken; der Antiquitätenmarkt von San Telmo, auf dem alles zu finden ist von Nazidevotionalien bis Elfenbeingeschnitztem; den Präsidentenpalast Casa Rosada, der seit 1837 seine rosa Farbe als sichtbares Zeichen der Vereinigung der verfeindeten Unitarier (rot) und Föderalisten (weiß) trägt; und ... und ... und ...
Wir könnten noch viel länger in Buenos Aires verweilen, doch nun geht unsere Reise zu Ende.
Danke an unsere Kinder, die als Anker fungieren und uns nach Deutschland zurück ziehen.
Danke an meine Schwestern, die die Stellung zu Hause gehalten haben und nicht zuletzt
Danke Euch allen, die Ihr so treue Leser seid und mich immer wieder motiviert habt, weiter zu schreiben.
Auch wenn wir jetzt nach Deutschland zurückkehren ... "stimmt es, dass es sein muss? Ist für heute wirklich Schluss?
Heute ist nicht alle Tage! Wir komm'n wieder, keine Frage!"En savoir plus






























VoyageurDanke für deine wunderbaren Reiseberichte, mir wird was fehlen!
Landcruisers HorizonDanke 😊
Voyageur
Stimmt