• Zu Gast bei Shweta in Karnataka

    December 20, 2022 in India ⋅ ⛅ 31 °C

    Warum eigentlich Indien???

    Shweta und Bikash kennen wir aus Halle 🤪 Ja ganz genau aus Halle an der Saale. Das kommt mir selber ziemlich verrückt vor, jetzt wo wir hier sind. Vor ein paar Jahren lernten wir uns in Halle kennen während wir uns beide freiwillig bei unicef engagierten. Nach ihrem ein jährigen weltwärts Kulturaustauschprogramm ging sie zurück nach Indien. Hier arbeitet sie als Sozialarbeiterin und unterstützt mit einer Familienstiftung Straßenkinder.

    Nun aber lebt sie mit ihrem Mann in Halle und arbeitet an ihrer Doktorarbeit im Bereich Bildung. Außerdem interessiert sie sich für Yoga und alternative Medizin - wir haben also immer viele Gesprächsanlässe 🤪❤️😄 ( Shweta: I love you darling 😉)

    Als wir uns im Herbst 2022 auf einen Spaziergang trafen, sagte sie so ganz nebenbei: "I have good news, my brother is getting married in december, you can come! 😄'

    Das war der Startschuss für die Planung. Jetzt oder nie - nach Indien wollte ich sowieso. Ich spielte schon länger mit dem Gedanken mir eine Auszeit zu nehmen und mich entweder in einem Ashram einzuschließen oder irgendwo in einer Gemeinschaft oder gemeinnützigen Organisationen zu engagieren in der Hoffnung auf ganz unkonventionelle und natürliche Weise neues dazuzulernen...zum Beispiel wie Ayurveda funktioniert, wie man eine Gemeinschaft aufbaut oder autark leben kann. Dafür gibt es verschiedene Netzwerke (workaway oder worldpackers) mit deren Hilfe man mit unterschiedlichen Gastgebern in Verbindung treten kann.

    Nun also, der Samen war im Kopf gepflanzt und nach ein paar Tagen buchten wir den Flug. Auch wenn ein Auge feucht wird, bei dem Gedanken an Weihnachten fern von Familie und Freunden zu sein. Die Erfahrung "Weihnachten im Ausland" hatte ich bereits in China und den USA und ich erinnere mich daran wie ich mir selber damals sagte das das irgendwie doof ist und ich das auf jeden Fall in Zukunft vermeiden werde. Aber wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es, dass Gelegenheiten kommen wann sie kommen und man muss einfach bereit sein sie zu greifen auch wenn es scheinbar ein "ungünstiger" Augenblick ist.

    Jetzt sind wir hier und ich bin froh über diese Aufbruchsstimmung. Eine bessere Schule als das Eintauchen in eine andere Kultur gibt es für mich nicht. Das ist das Leben. Die Welt ist mein und dein zuhause und manchmal kommt mir meine Heimat in Deutschland einfach ganz klein vor. Dann fühle ich mich wie eine Pflanze die frisches Wasser braucht. Dann weiß ich, es ist Zeit sich auf den Weg zu machen.
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