Nepal: Bardia Nationalpark
25. juli 2023, Nepal ⋅ ☁️ 31 °C
🦋🌴🌴Endlich wieder im Grünen! 🌴🌴🦋
Nach einem Monat Hochwüste bin ich glücklich wieder auf gewohnter Höhe und in grüner Landschaft zu sein! 😄🙏
Dafür ist es heiß und schwül 😄🙏. Dennoch habe ich ein Stückchen Paradies auf Erden gefunden. Ich finde ein Homestay bei einer holländisch-nepalesischen Familie Sonja und Budhi. Sonja ist gerade in den Niederlanden - schade es wäre spannend sich mit ihr auszutauschen - insbesondere ihre Seite der kulturellen Herausforderungen. Budhi hat mir schon von seinen schockierendsten Erlebnissen in Holland erzählt: ein ungekündigter Besuch eines Nudistencampingplatzes 😄! Der Obergau für die doch recht prüde erzogenen Nepalesen 😄. Er selbst war Dschungel Guide und hat Sonja 2011 kennengelernt und so führte eines zum anderen..
Ich bleibe ein paar Tage hier und relaxe bevor ich wieder in den Bus steige! Die letzten Tage waren doch irgendwie anstrengend. Außerdem muss ich mich erstmal an das neue Klima gewöhnen.
Es ist wunderschön hier. 🪷🌴🌺🌴🦋🌴
Das Dorf hat eine reiche Kultur. Hier leben die Tharus - eine ethnische Gruppe in Nepal, die neben dem Hinduismus noch die Naturgötter verehren. Hier vereehrt jeder Familienclan ein Tier welches am Lehmhaus ( wie bei uns die Hausnummer) zu sehen und für welches die Familie einen besonderen Ritual- bzw. Gebetsplatz eingerichtet hat. Man kann die Kultur im lokalen Museum aber auch einfach beim Spaziergang durchs Dorf kennenlernen. Menschen arbeiten auf dem Reisfeld, gehen Fischen und schützen ihre Ernte vor den Elefanten, denn Dorf und Nationalpark trennt nur ein Fluss der für die Dickhäuter leicht zu überqueren ist. Man sieht Büffel in Seitenarmen des Flusses baden, Menschen die ihre Ziegen zum Grasen bringen und Männer die am Abend ihre Kühe aus der "Pufferzone" durch den Fluss laufend zurücktreiben (Pufferzone= (so heißt der Teil des Nationalparkes, welches von den Dorfbewohnern limitiert genutzt werden darf und für die Wildtiere noch als Ausweichzone dient).
Das Leben ist langsam und erinnert mich mal wieder an den Spirit in den Neunzigen im brandenburger Land 😁. Ich sitze zusammen mit Budhi und er erzählt mir wie wichtig hier das soziale Leben ist und dass er den Eindruck hat, im Westen gibt es keines mehr: "Niemand hat Zeit - alle schauen auf die Uhr. Wenn man sich mit Freunden treffen will, muss man drei Wochen vorher einen Termin machen."
Recht hat er.
Außerdem meint er, dass unsere Kultur komisch wäre 😄. Niemand kümmert sich um einander. Man spricht nicht mit Menschen die neben einem sitzen, sei es im Zug oder auf einer Feier. Als würden einem die anderen egal sein, meint er. Spannende Sicht auf die Dinge. Während ich mich in so mancher Situation ( besonders an schlechten Tagen 😄) belästigt, in meiner Ruhe gestört oder genervt fühle wenn mich fremde Menschen in Indien oder Nepal aus heiterem Himmel ansprechen, fühlt er sich in unserer Kultur nicht geborgen genug. Die Mischung macht es wahrscheinlich...
Die Standardfragen in Indien sind übrigens bisher folgende:
1. "Which country?"
(Im Süden wird auch direkt nach dem Namen gefragt - ohne einen vorherigen Wortwechsel),
... dann kommt:
2. "How many people?" (Gemeint ist wieviele reisen)
3. "Your parents?" (Gemeint ist ob sie zusammenleben, manchmal auch in sie noch leben und warum sie nicht mitreisen- ja, auch bei einem Alter von 37! 😄)
4. "Are you married?" No, I have a Partner - Not married? "Children?" - No - "Ooh"
Und gleichzeitig finden die Inder unsere direkte Art unhöflich 😄.
Naja, die Fragen gehen mir an manchen Tagen krass auf den Keks 🍪😉. Je nach Situation sage ich dann ja oder nein bei Frage vier 😄. Bei anderen Reisenden habe ich die Gereiztheit in diesen Situationen übrigen auch schon bemerkt 😄😄😄😄.
Aber jetzt bin ich erstmal wieder in Nepal und muss diese Fragen fast nie beantworten.
Dhan'yavāda ! ( gesprochen: "danjewa" und heißt "Danke" auf Nepalesisch)
Danach gehts nach Lumbini und vielleicht noch in eine der ältesten Stadt der Welt: Varanasi. Auf bald!
🌴🪷🌺🦋🏵️Læs mere






















