• Cochabamba - Truffis & Gipfelglück

    May 8–13, 2024 in Bolivia

    Ungeplant lange verweilen wir am Ende in Cochabamba oder einfach "Cocha". Die Stadt wird von Reisenden oft links liegen gelassen und so tauchen wir ein ins bunte und trubelige Leben ohne viele Touristen. Dabei hilft es sehr, dass wir über Valentina und die anderen Zahni-Freiwilligen einige Locals aus Cocha kennenlernen, mit denen wir am Freitag Abend zusammen zu einer Salsa-Tanzstunde gehen. Dort treffen wir auch Merlin von unserer Torotoro-Gruppe wieder! Nach der Salsa-Stunde und zumindest einem Bachata-Lied für Lisa gehen wir mit dem Tanzlehrer noch in eine lokale Billardkneipe, lernen ein bolivianisches Würfel-Trinkspiel kennen und vernichten so das ein oder andere Bier... Weil es so schön war, verabreden wir uns gleich noch für den Sonntag zur Besteigung des Pico Tunari - ein 5000er in der Nähe von Cochabamba! Als kleine Trainingseinheit steigen wir am Samstag die paar hundert Stufen zum Christo hinauf (übrigens größer als das Pendant in Rio!) und besuchen ein Autorennen, das mitten in der Stadt auf gesperrten Straßen stattfindet. Als wir abends Valentina treffen, besuchen wir den Christo gemeinsam gleich nochmal zum Sonnenuntergang - weil's so schön war! Diesmal aber mit dem Taxi, wir müssen ja die Beine schonen ;)
    Neben den eh schon günstigen Taxis entdecken wir außerdem das Truffi-fahren für uns! Mithilfe einer App findet man sich im Chaos der verschiedenen Linien zurecht, wartet ein paar Minuten an der Straße, hält den Daumen im richtigen Moment raus und für 2 BOB (ca. 30 Cent) kommt man im geteilten Minibus an sein Ziel! Mit Ausstiegsservice an jeder beliebigen Ecke!
    Am Sonntag wird es dann spannend: Unsere deutsch-bolivianische Wandergruppe "Sexy Baby Alpacas" teilt sich ein Truffi, das uns bis auf 4400 m bringt. Eine super holprige Autofahrt und schweißtreibende 650 Höhenmeter später haben wir es alle geschafft und stehen (vielleicht den Cocablättern sei dank?) stolz am Gipfel! Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Halt an einer Art Lamafestival (dort vor allem im Kochtopf anzufinden...), und stehen als einzige Europäer bei einer kleinen, traditionellen Folklore-Tanzstunde kurzzeitig im Mittelpunkt der Veranstaltung!
    Der ereignisreiche Tag endet dann aber doch mit einem Wehrmutstropfen, nämlich als sich Lisa von Valentina verabschieden muss und die Weiterreise im Nachtbus ansteht... Wie schön es doch ist, in der Ferne auf ein Stückchen Heimat zu treffen <3
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