LongJourneyShort

Joined September 2017
  • Day14

    Zurück nach Hause

    April 29 in Israel

    Und schon war die Reise wieder vorbei. Wir schliefen aus und gingen noch einmal durch den Stadt und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen. Uns wurde vorher gesagt, dass wir 4 Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen sollten. Die Busfahrt von Jerusalem dauerte nur knapp 50 Minuten und führte vorbei an verschiedenen Sicherheitschecks, bei denen einzelne Fahrzeuge und Personen genau untersucht wurden. Auch am Flughafen selbst wurden wir noch einmal interviewed, wobei dies wesentlich entspannter war als vormals gedacht. Hintergrund hierfür war wohl, dass wir als Pärchen reisten. Demzufolge bekamen wir einen weißen Sticker mit Sicherheitsstufe 2 (von 6) und wurden nicht weiter untersucht. Da alles wesentlich schneller ging, mussten wir dann noch 2,5 Stunden warten.Read more

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  • Day13

    Das tote Meer

    April 28 in Israel

    Eigentlich wollten wir heute nach Ein Gedi, Masada und dem toten Meer. Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen wurde der Weg nach Ein Gedi und Masada aber buchstäblich weggeschwemmt. Und so ging es dann nur zum toten Meer. Wir fuhren bereits um 7:00 Uhr los und fuhren an Jericho vorbei zum toten Meer. Dabei fiel uns auf, dass wir mit Potossi und Jericho, die höchst- und tiefgelegenste (Groß-)Stadt der Welt gesehen haben. Das ist doch mal was. Aber es ging noch tiefer. Das tote Meer gilt als der tiefgelegenste Ort der Welt. Das Meer liegt weit unter dem Meeresspiegel. Über Jahrhunderte war der Wasserstand hier ziemlich stabil, in den letzten Jahrzehnten nahm der Wasserstand jedoch gravierend ab. Grund ist, dass die Flüsse, die im toten Meer münden, von jordanischer und israelischer Seite angezapft werden. Die Landschaft ist sehr karg und man kann auch keinen Sandstrand erwarten. Das Wasser ist trübe und es finden sich große Salzkristalle am Boden, die auch schonmal wehtun können. Daneben gibt es vor allem Schlamm im Boden, den man sich auf den Körper schmieren kann. Das Wasser und dem Schlamm wird eine heilende Wirkung zugesagt und angeblich auch schon Kleopatra fuhr zu Kur hierher. Im Wasser selbst ist untertauchen nicht möglich und man treibt vor sich hin. Das Wasser sollte man wirklich nicht in die Augen bekommen, da es extrem brennt. Der Salzgehalt ist rund 10x höher als im Mittelmeer und man muss sich nach dem Bad auch mit Süßwasser wieder abduschen. Wir ließen uns treiben und schlammten uns ein. Leider kam es zu einer Reaktion mit unserer Sonnenmilch und wir waren nach dem Abduschen orange. Hinzu kam, dass Steffi auf Chris Rücken „Dead Sea“ schrieb und es nunmehr gut sichtbar immer noch da war. Nach knapp 2 Stunden fuhren wir dann wieder nach Jerusalem, wo wir ordentlich Schlaf nachholen mussten. Am späten Nachmittag gingen wir dann - zusammen mit Silvie, die wir am Vorabend kennengelernt hatten - in die Altstadt von Jerusalem. Diese war heute wesentlich leerer, sodass wir gemütlich durch die Grabeskirche gehen konnten und uns die Kapellen noch einmal in Ruhe anschauten. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und gingen noch einmal zur Klagemauer, wo heute ein großes Treiben zu sehen war, da viele den Shabbat zum beten und diskutieren nutzten. Die ultra-orthodoxen zogen sich hierfür fein an und man konnte die unterschiedlichen Strömungen gut erkennen, da sich die Kleidung stark Unterschied. Fotos und Videos waren verboten, was aber viele Touristen nicht aufhielt (finden wir aber sehr respektlos). Dann ging es zurück durch die Stadt und auf den Rückweg aßen wir noch einen Malawach und genehmigten uns einen letzten Drink bei kaukasischer Musik. Dann ging es auch schon ins Bett. Morgen ist dann schon Abreise.Read more

  • Day12

    Heute ging in die West Bank. Nachdem wir schon für halb verrückt gehalten wurden, dass wir in diesen Teil der Welt reisen, wollten wir jetzt aber auch nach Palästina. Und es war anders als man erwarten kann. Die Leute sind freundlich, die Atmosphäre ist friedlich und wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Daneben gibt es auch hier viele interessante Orte, die man sehen sollte. Wir fuhren gleich am Morgen zunächst zum Fluss Jordan und zwar an die Stelle, an der Johannes der Täufer Jesus getauft haben soll. Aufgrund des vielen Regens in den letzten Tagen war der Stand des Wassers aber ziemlich hoch und nur wenige Meter weiter war auch schon die Grenze nach Jordanien. Hier finden sich auch viele christliche Pilger, die die Taufe nachspielten. Es gibt nur eine kleine Stelle, um an den Jordan zu kommen. Hintergrund ist, dass der Zufahrtsweg umzäunt ist, denn außerhalb der Straße und der Zäune befinden sich noch immer vereinzelt Landminen. Aber auch hier wurden wagenweise Touristen und Pilger herangefahren. Weiter ging es nach Jericho, was vor allem archäologisch sehr interessant ist, da es die tiefgelegenste Stadt und zugleich die (bislang wohl) älteste Stadt der Welt ist. Siedlungsspuren reichen bis in die Steinzeit vor über 10.000 Jahren zurück. Und der Wachturm der Stadt ist beinahe 8.000 Jahre alt. Während also woanders noch fleißig Mammuts gejagt wurden, baute man hier also schon Siedlungen. Bis in die Eisenzeit bis ca. 1.200 Jahre vor Christus gab es 23 verschiedene Besiedlungen des Standortes. Leider wurden die spannendsten Funde von den Briten mitgenommen. Aber die alten Siedlungsreste und der (schätzungsweise) 11 Meter hohe Wachturm sind sehr beeindruckend. Auch biblisch ist Jericho für Juden und Christen von grosser Bedeutung. Dies insbesondere im Hinblick auf die Landnahme von Kanaan, der Eroberung der Stadt und der Weihung der dortigen Quelle. Die Archäologen haben jedoch festgestellt, dass die Geschichten des alten Testaments sich zeitlich nicht mit den Funden decken. Seitdem werden noch weitere Grabungen im gesamten Tal unternommen (derzeit durch die Universität Rom), um ggf. weitere (jüngere) Siedlungen zu entdecken. Danach ging es nach Ramallah, welches nach Jerusalem die wichtigste Stadt für die Palästinenser ist. Die Stadt ist nicht wirklich groß, bot jedoch einen Einblick in die Alltagswelt der dortigen Menschen, die - welch Überraschung - sich kaum von anderen unterscheidet. Es wird auf dem Markt eingekauft, in Cafes Kaffee getrunken und Shisha geraucht sowie auf Laptops und Handys rumgedaddelt. Auch die Stadt war in keinem schlechten Zustand. Wir besuchten noch kurz das Mausoleum von Arafat und fuhren dann weiter in Richtung Betlehem. Dort nahmen wir dann Mittag zu uns und schauten uns eines der berühmten Graffiti von Banksy an (der Protestierende, der einen Blumenstrauß wirft). Danach ging es dann in die Geburtskirche, welche an dem Ort errichtet wurde an dem Jesus geboren sein soll. Auch dort befinden sich drei getrennte Bereiche für Katholiken, griechisch Orthodoxe und armenisch Orthodoxe. Für den Geburtsstein muss man üblicherweise bis zu 5 Stunden anstehen. Unser Guide schmuggelte uns jedoch irgendwie durch den Ausgang rein und wir waren nach knapp 10 Minuten auch schon wieder fertig. Wir hörten uns noch ein paar Geschichten an und erfuhren, dass der Ort für Christen und Muslime von großer Bedeutung ist (Jesus ist im Islam ein Prophet, aber nicht der Sohn Gottes und wird im Koran mit 26 Erwähnungen häufiger genannt als Mohammed mit 6 Erwähnungen). Nach der Geburtskirche ging die Reise weiter zu weiteren Graffitis und an der Mauer entlang, die Betlehem von Israel trennt. Hier haben in den letzten 15 Jahren verschiedene lokale und internationale Künstler ihren Protest ausgedrückt. Direkt an der Mauer befindet sich auch das Hotel mit dem schlechtesten Ausblick der Welt. Denn hier sind die Zimmern direkt auf die Mauer zugewandt. Dies natürlich mit voller Absicht. Das Hotel wird von den Leuten vor Ort betrieben und wurde von Banksy und anderen Künstlern von innen ausgestattet und gestaltet. Demzufolge findet man auch eine Galerie und ein Museum über den Konflikt im Hotel. Mittlerweile hat sich das Hotel auch zu einer Touristenattraktion gewandelt, da es internationale Bekanntheit erlangte. Die Mauer hinterließ jedoch das erste Mal an diesem Tage ein mulmiges Gefühl. So mehr wir über den Konflikt von beiden Seiten erfahren, so mehr wird auch bewusst wie kompliziert die Lage für alle Beteiligten ist. Wir fuhren dann anschließend wieder nach Jerusalem. Am Abend nahmen wir an einem Shabbat Teil und unterhielten uns noch lange mit anderen Reisenden. Erst spät ging es dann ins Bett.Read more

  • Day11

    Und wieder ging es in die Altstadt von Jerusalem und an das Jaffa-Tor. Heute wollten wir den Tag mit einer Führung durch die vier Viertel der Altstadt beginnen. Es ging daher auch gleich los und in das armenische Viertel mit seinen knapp 7.000 Einwohnern. Dieses ist auch das kleinste Viertel in der Altstadt. Den Armeniern wurde spätestens unter der osmanischen Herrschaft das Viertel zugesprochen. Die Armenier waren auch diejenigen, die das Christentum als erstes als Religion anerkannten (dann wieder ablehnten und dann wieder anerkannten). In dem Viertel war jedoch nicht allzu viel los, sodass es direkt in das jüdische Viertel weiterging. Dort leben größtenteils orthodoxe (aber keine ultra-orthodoxen) Juden. An den Türen findet man demzufolge einen Kasten für Hanukkah und einen Kasten für die Segnungen des Hauses. Das Viertel ist am besten hergerichtet und bietet interessante archäologische Funde aus der römischen und vorrömischen Zeit der Stadt. Die Flächen sind offen gestaltet und es gibt nur wenige enge Gassen. Daneben gibt es Schulen, Kindergärten und die beste Aussicht auf den Tempelberg und die Klagemauer. Fließend geht das jüdische Viertel in das arabische Viertel über, sodass teilweise das Untergeschoss bereits zum arabischen Viertel gehört, während die obere Etage noch dem jüdischen Viertel zuzuordnen ist. Die Übergänge sind jedoch nicht abrupt, da im arabischen Viertel teilweise auch Juden wohnen und umgekehrt (aber jeweils nur sehr wenige). Das arabische Viertel ist das größte der Stadt mit ca. 23.000 Einwohnern. Die Architektur ist angelehnt an Basare und Märkte und so wundert es nicht, dass die engen Gassen zum Verkauf allerlei Waren genutzt werden und an jeder Ecke Essen, Gewürze und Souvenirs angeboten werden. Vom arabischen Viertel mit seinen engen Gassen ging es dann weiter ins wieder offenere christliche Viertel, wo wir an der Erlöserkirche vorbeikamen. Hier werden die Messen auf Deutsch gehalten, da es eine durch Kaiser Wilhelm II. eingeweihte evangelische Kirche ist. Die evangelische Kirche ist in der Grabeskirche auch nicht vertreten, da sie das Grab Jesus und den Berg Golgatha an einem anderen Ort vermutet und demzufolge in offene Konfrontation zu den anderen Strömungen gehr. Nichtsdestotrotz ging es die 50 Meter weiter wieder zur Grabeskirche. Dort erfuhren wir - ergänzend zum Vortag - das der Schlüssel zur Kirche durch zwei muslimische Familien verwaltet wird, da sich die verschiedenen christlichen Kirchen nicht einigen konnten, welche von ihnen den Schlüssel haben darf. Nachdem wir wieder am Jaffa-Tor waren, entschieden wir uns für einen Geheimtipp. Ein wenig versteckt am Tor kann man Eintrittskarten erwerben und die Mauer hinaufsteigen. Und so machten wir uns auf den Weg über die Stadtmauer, wo sich wirklich kaum Menschen aufhielten. Von dort konnten wir noch besser sehen, dass die Stadt sehr dicht bebaut ist. Die Dachterrassen der Einwohner sahen jedoch sehr vernachlässigt aus. Aufgrund der politischen Lage am Tempelberg ist die Stadtmauer aber im Osten nicht zugänglich und so mussten wir im arabischen Viertel wieder hinunter (nach 40 Minuten Marsch auf der Mauer). Allmählich zog auch wieder ein Gewitter auf. Zum Glück waren wir aber bereits mit der Mauer durch und machten uns auf den Weg eine Kleinigkeit zu Essen. Die letzte Station für heute sollte der Ölberg sein (welcher auf beinahe jeder anderen Sprache aber Olivenberg heißt, was treffender ist). Ein großer Teil des Ölberges ist mit Gräbern bedeckt (nach jüdischen und arabischen Glauben besonders gut, da der Tempelberg in der Nähe) und es finden sich zwei Kirchen (Basilika und Kirche der Nationen) sowie der Garten Getsemani dort (wo Jesus gerne spazieren ging, verraten und verhaftet wurde). Wir schauten uns diese Orte an und gingen steil bergauf. Am oberen Ende des Ölbergs hat man dann eine hervorragende Aussicht über die Altstadt. Das Gewitter wurde immer stärker und wir machten uns daher auf den Weg zurück. Wir kamen dann, nass bis auf die Unterhose, wieder im Hostel an und bereiteten den morgigen Ausflug in die West Bank vor.Read more

  • Day10

    Die heilige Stadt

    April 25 in Israel

    Heute ging es in die heilige Stadt! Wir mussten hierfür nur knapp 15 Minuten zu Fuß gehen und sahen dann schon die imposante Mauer, die die Altstadt mit ihren vier Vierteln (christliches, armenisches, jüdisches und muslimisches Viertel) umgibt. Für diesen Haufen Steine sind im Laufe der letzten Jahrtausende also so viele Menschen umgekommen. Auch heute ist das Leben in der Stadt von der einen oder anderen Spannung geprägt und zieht unzählige Gläubige Leute in ihren Bann (Stichwort: Jerusalem-Syndrom). Wir trafen unseren Guide, die uns durch die heiligen Stätten führen sollte, vor den Toren der Stadt. Wir gingen dann zunächst durch das christliche Viertel und in Richtung der Grabeskirche. Die Gassen der Stadt sind sehr eng und gefüllt mit den verschiedensten Menschen. Die Tour war so aufgebaut, dass wir zunächst die christlichen Stationen abliefen (hierzu zählt auch der Kreuzigungsweg von Jesus), dann die muslimischen Stätten besuchten und am Ende die Klagemauer besichtigten. Bereits vor der Grabeskirche gab es als Jesus verkleidete Menschen und Vertreter jeder denkbaren christlichen Kirche (Katholiken, Kopten, Orthodoxe etc.). Auch die Grabeskirche selbst ist innen streng danach unterteilt (die Unterteilung wurde von Vertretern aller Kirchen unterzeichnet). Die Grabeskirche ist der Ort an dem Jesus gesalbt und (am Ende) beerdigt wurde. Daneben finden sich - neben dem Grab und den heiligen Steinen auf denen er gesalbt wurde - auch andere Reliquien der christlichen Kirche dort (u. a. das angebliche Grab von Adam). Es war voll und die Leute irgendwie gestresst, da alle in diese Kirche wollten und demzufolge ziemlich drängten und schubsten. Inwieweit die dortigen Reliquien einer weltlichen Überprüfung standhalten, kann jedem selbst überlassen werden. Danach gingen wir die einzelnen Kreuzigungswege Jesus ab. Von dem Ort an dem die Frauen Jerusalems weinten, zu den Ort an denen er sich an der Wand abstützte (was täglich wagenweise Leute aus Reisebussen nachmachen) und den Orten an dem er umgefallen ist. Den Kreuzigungsweg als Pilgerreise haben die Franziskaner eingeführt, die damit sehr viel Geld machten, da sie bereits damals fleißig Waren an der Strecke anboten (bzw. dabei mit verdienten). Anschließend war aber erstmal Zeit für eine Mittagspause mit verschiedenen Pasten und Falafel. Wir waren im muslimischen Viertel angekommen. Danach ging es durch diverse Sicherheitskontrollen in Richtung Tempelberg, wo wir uns die Moschee und den Felsendom anschauen wollten. Die Sicherheitsleute und die Sittenpolizei waren hier sehr streng und Besuchern ist am Nachmittag nur für eine Stunde der Zugang erlaubt. Der Tempelberg ist der Ort an dem König Salomon den ersten Tempel errichtete, der später von den Babyloniern abgerissen wurde. Später wurde der zweite Tempel errichtet, der von den Römern niedergerissen wurde, um dann ein Tempel zu Ehren der Venus zu bauen (wobei Jesus vom gegenüberliegenden Ölberg stets geweint haben soll, wenn er den Tempel sah, da er wusste, dass er in Zukunft abgerissen wird). Nach den abrahamitischen Religionen ist der Tempelberg auch der Ort an dem Gott Adam schuf, Abraham seinen Sohn (fast) geopfert hätte und auch andere bedeutende Geschehnisse stattfanden. Heute befindet sich besagte Moschee und der Felsendom an dem Ort (die drittwichtigste muslimische Stätte nach Medina und Mekka). Da die Zeit sehr kurz war und die Sicherheitsleute, der dort zuständigen jordanischen Polizei recht streng, konnten wir einen Blick erhaschen und mussten den Tempelberg aber recht schnell auch wieder verlassen. Nach einem kurzen Gang durch das muslimische Viertel ging es dann in das jüdische Viertel, wo wir dann zur Klagemauer am Fuß des Tempelbergs gegangen sind. Die Klagemauer ist die wichtigste jüdische Stätte und dient als eine Art offene Synagoge. Zu unserer Überraschung war es hier wesentlich entspannter als in der Grabeskirche und auf dem Tempelberg. Der Zugang stand Allen gleichermaßen offen und die Stimmung war ziemlich ungezwungen. Wir schrieben unsere Wünsche auf einen Zettel und steckten diese in einen der freien Schlitze der Klagemauer und dann war die Tour nach 4 Stunden auch schon vorbei. Wie sich zeigte zum richtigen Zeitpunkt, da dann auch gleich ein großes Gewitter einsetzte. Wir gingen durch das jüdische Viertel (die Viertel unterscheiden sich nach Aussehen und Zustand sehr stark voneinander) zurück zum Jaffa-Tor und durch die Neustadt zurück zum Hostel, wo wir uns erstmal ausruhten. Den Trubel der Altstadt wollten wir erstmal hinter uns lassen und auf die Erkundung mit Starkregen und Hagel (auf den dann glatten Straßen und engen Gassen) hatten wir keine große Lust. Später gingen wir noch einmal etwas Essen und entspannten den restlichen Abend zusammen. Morgen schauen wir uns die einzelnen Viertel der Altstadt noch einmal genauer an.Read more

  • Day9

    Reise nach Jerusalem

    April 24 in Israel

    Unser letzter halber Tag in Tel Aviv. Wir nahmen uns nichts weiter vor und gingen noch einmal durch die Straßen der Stadt, bestaunten das entspannte Leben, die Geschäfte und die Graffiti der Stadt. Wir legten uns noch einmal an den feinen Sandstrand und gingen noch einmal im Mittelmeer baden. Am Nachmittag gingen wir dann zurück zum Hostel, von wo wir das Shuttle nach Jerusalem nahmen. Der Weg nach Jerusalem beträgt nur knapp eine Stunde mit dem Auto. Die Städte sind jedoch Welten voneinander entfernt. Bereits auf den Weg nach Jerusalem fuhren wir an den hohen Mauern, die die West Bank von Israel trennt vorbei. In Jerusalem selbst ist der lockere und legere Lebensstil einem sehr gläubigen Stil gewichen. Überall waren Ultra-orthodoxe und orthodoxe zu sehen. Und die Kleiderregeln wurden wesentlich strenger. Im Hostel angekommen, checkten wir ein und gingen noch einmal nach draussen auf die Straße. Die Stimmung ist insgesamt nicht so locker wie in Tel Aviv, aber nicht beklemmend. Wir fanden einen sehr guten Imbiss, der unsere neue Leibspeise Malawach zubereitete. Die Preise sind deutlich günstiger als in Tel Aviv und der Hummus zumindest genauso lecker. Wir gingen danach zurück ins Hostel und legten uns dann schlafen. Morgen wollten wir die Altstadt von Jerusalem begehen und eine Tour durch die drei wichtigsten religiösen Stätten der Stadt unternehmen.Read more

  • Day8

    Haifa und Akko

    April 23 in Israel

    Heute brachen wir bereits am frühen Morgen zum nächstgelegenen Bahnhof auf, um den nächsten Zug in Richtung Norden zu nehmen. Der Zug war sehr gut ausgestattet (gute Sitzplätze und WLAN) und fuhr in knapp 1:38 Stunden nach Haifa. Dort war unser Ziel der Baha’i Garten, der eine wichtige Pilgerstätte der Baha’i Religion darstellt. Der Baha’i Glaube ist noch Recht jung (ca. 160 Jahre) und kam ursprünglich aus dem Iran/Persien. Der Glaube tritt nicht in Konkurrenz zu anderen Weltanschauungen, sondern geht davon aus, dass alle Religionen an denselben Gott glauben. Nur die Ausprägungen sind unterschiedlich. Demzufolge sind auch alle Glaubensschriften Bestandteil der Baha’i Religion. Der Gedanke ist einfach: Einheit in Vielfalt, Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und Menschen, humanitäre Grundwerte und Selbstbestimmung. So wird niemand in die Religion reingeboren, sondern muss sich als Erwachsener bewusst dafür entscheiden. Auch ein Austritt ist einfach möglich. So machten wir uns vom Bahnhof in Haifa auf den Weg zu den Gärten. Wir durchquerten hierfür die deutsche Kolonie mit seinen markanten roten Dächern und konnten die Gartenanlage, die sich einen Berg hinaufzieht, bereits von weitem sehen. Wir hatten im Internet gelesen, dass es täglich um 12 Uhr eine englischsprachige Führung gibt. Wir standen jedoch am Eingang des unteren Endes und hörten, dass die Führung an dem oberen Ende des Gartens beginnt. Wir nahmen daher schnell ein Taxi und kamen noch rechtzeitig an. Die Gärten sind wunderschön und der Besuch lohnte sich. Es finden sich Stilrichtungen aus der ganzen Welt, was die Einheit der Vielfalt repräsentieren soll. Wir durchstreiften die Gärten und gelangten am Ende wieder zum unteren Ende. Anschliessend gingen wir noch ein wenig durch die Stadt und nahmen den Zug nach Akko. Die Zugfahrt war ebenfalls kurz und wir kamen nach 20 Minuten in der alten Kreuzfahrerstadt an. Nach einem kleinen Fußmarsch in die Stadt, kamen wir bereits zu den Festungsmauern und den Toren. Wir besuchten dort die engen Gassen, die unterirdische Templerstadt, den Kreuzfahrertunnel und ließen uns auf die Atmosphäre der Stadt ein, in der Juden und Muslime friedlich nebeneinander wohnen. Die Stadt selbst hat eine lange Geschichte, die jeweils von verschiedenen Eroberungen geprägt ist. So war es einmal u. a. eine phönezische, griechische, römische, ägyptische, türkische und britische Stadt. Auch Napoleon hat sich an den dicken Mauern die Zähne ausgebissen und ist unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Die unterirdische Stadt schilderte die Zeit der Kreuzzüge wieder, in der die Stadt das Tor ins heilige Land darstellte und massgeblich durch die Europäer geprägt wurde. Die Museen und Festungsanlagen waren sehr beeindruckend. Auch fand man Märkte und viele kleine Gassen in der Stadt, die einen die Vergangenheit erahnen ließen (Assassins Creed lässt grüßen). Nach ein paar Stunden machten wir uns auf den Weg zurück nach Tel Aviv, wo wir noch eine Kleinigkeit aßen und bei einem Kneipenquiz erschreckend gut abschnitten, obwohl wir bei den ersten drei Fragen noch fehlten. Morgen erwartet uns der letzte Tag in Tel Aviv und die kurze Reise weiter nach Jerusalem.Read more

  • Day7

    Zurück in Tel Aviv

    April 22, Eastern Mediterranean

    Wir waren wieder zurück in Tel Aviv und von den letzten beiden Tagen ein wenig geschafft. Daher ließen wir den Tag ruhig angehen und schliefen erst einmal aus. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg durch die Stadt, wo wir uns noch ein paar neue Ecken anschauten und das entspannte Gefühl dieser Stadt auf uns wirken ließen. Wir gingen durch den Carmel Market und den modernen Einkaufsstraßen bis zum Strand, wo wir die Sonne und den zarten Wind genossen. Wir entspannten uns weiter an der Promenade, an der wir unsere Bücher lasen und ein kleines Nickerchen nahmen. Gegen Abend machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück, aßen etwas und gingen dann auch schon zu Bett. Am Ende sind wir doch wieder viel mehr gegangen als geplant. Morgen fahren wir mit den Zug nach Haifa und Akko in den Norden Israels.Read more

  • Day6

    Beeindruckendes Petra

    April 21 in Jordan

    Chris gab es zu. Er wollte Petra sehen, weil er die Stadt in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug gesehen hat und so beeindruckend fand. Er hat die halbe Reise darum gebaut und Steffi überreden können. Sie war allerdings schnell damit einverstanden, da es zu einem der sieben modernen Weltwunder der Neuzeit zählt und daher auch sie das beeindruckende Können menschlicher Schaffenskraft bewundern wollte. Damit kam es, dass wir um 7:45 Uhr aus der Oase losfuhren und auf den Weg nach Petra nur einen kurzen Stopp machten, um das dort liegende Tal zu sehen. Es war leicht windig und die Wolken behangen den Himmel. Ab und zu gab es auch ein paar erfrischende Regentropfen. Wir kamen in Petra an und machten uns gleich auf den Weg. Während Steffi mit Pferd in das Tal ritt, ging Chris lieber zu Fuß und hörte sich ein paar Geschichten von Nisr, unserem Guide, an. So konnten schon auf dem Weg ins Tal die ersten in den Stein gehauenen Gebäude und Gräber bestaunt werden. Nisr erklärte, dass die aufwendig dekorierten Gebäude Gräber sind, die - je nach Epoche der verschiedenen Jahrhunderte, in der die Stadt bewohnt war - ägyptischen, griechischen, römischen und christlichen Einflüssen ausgesetzt waren. Die Nabatäer waren für die damalige Zeit sehr kulturoffen. Die Stadt erhielt seinen Reichtum durch den Handel an der Seidenstraße und den damit verbundenen Zwischenzöllen. Zuletzt war die Stadt von Beduinen bewohnt, die die einfachen nicht dekorierten Wohnhöhlen als Behausung nutzten. Erst vor knapp 200 Jahren wurde die Stadt für den westlichen Kulturkreis nach über 1.000 Jahren wiederentdeckt und bislang zu knapp 20-40 % wiederhergestellt. Um in die Stadt zu gelangen, muss man ein enges natürliches Tal durchqueren. Am Ende des Tales, welches auch Bewässerungsanlagen und damals verzierte Wände hatte, kam man direkt auf das Schatzhaus zu. Das Schatzhaus ist jedoch ebenfalls eine Grabanlage von einem der beliebtesten Könige des Nabatäer-Reiches. Die Briten, die damals die Stadt mehr oder weniger in Beschlag nahmen und die reich verzierten Marmordekorationen mitnahmen, hatten dies falsch verstanden. Das Gebäude war sehr beeindruckend und ragte tief in den Fels hinein und Nisr erklärte uns, wie bei der Arbeit vorgegangen wurde. Zunächst wurden die Räume in den Fels gehauen. Anschließend wurde von oben nach unten gearbeitet und mithilfe künstlicher Dünen wurden alle Stellen an der Wand zugänglich gemacht. Nach dem Schatzhaus ging es weiter, vorbei an Händlern, Kameltreibern und Postkartenverkäufern, durch die restliche Stadt. Die Beduinen, die hier zuletzt lebten, hatten seinerzeit einen sehr guten Deal mit der Regierung abgeschlossen. So wurde ihnen eine Stadt errichtet und sie hatten sich das Recht ausgehandelt, als einzige Handel in der Stadt zu treiben und keine Steuern zu zahlen. Nisr erklärte uns, dass die einzelnen Familien oftmals 4.000 - 5.000 US-Dollar am Tag machen und in Häusern wohnen, die sich andere Jordanier nicht leisten können. Aber zurück zur Stadt: Es ist kaum zu beschreiben, da es sich um Gebäude handelt, die in Stein gehauen wurden und damit eigentlich fast alles gesagt ist. Aber dies mit eigenen Augen zu sehen, ist wirklich atemberaubend und wir waren wirklich zufrieden. Gerne wären wir auch länger geblieben (Nisr verbrachte einmal 28 Tage hier in einer Höhle, um die Stadt zu erkunden), aber wir mussten wieder zurück nach Israel. Dort an der Grenze angekommen, wurden wir bei der Einreise wirklich mal scharf hinterfragt. Reingelassen wurden wir am Ende aber doch. Nach einem kurzen Abstecher nach Eilat am Roten Meer fuhren wir dann weiter nach Tel Aviv. Wir kamen dann spät in der Nacht in Tel Aviv an und waren gegen 1:30 Uhr völlig erschöpft fix und fertig. Das Bett erwartete uns schon.Read more

  • Day5

    Reisen durch die Wüsten

    April 20 in Jordan

    Bereits um 3 Uhr klingelte der Wecker und wir kämpften mit dem Aufstehen. Nach wenigen Minuten und dem erneuten Klingeln des Weckers war der Kampf jedoch aussichtslos verloren. Wir hatten glücklicherweise bereits am Abend zuvor die Taschen gepackt und machten uns mit dem Daypacks auf den Weg zum Treffpunkt am anderen Ende der Stadt. Wir kamen dort müde an und mussten noch kurz mit dem Taxifahrer feilschen, der plötzlich 10 Schekel mehr haben wollte als vereinbart. Die bekam er natürlich nicht! Ab in den Bus und von Tel Aviv nach Eilat in den südlichsten Teil Israels. Hierbei fuhren wir durch die Wüste Negev und bestaunten den Sonnenaufgang über der kargen Landschaft, in der sich mitten im nirgendwo ein McDonalds befand. In Eilat ging es dann zur Grenze, bei der wir in Israel gegen Gebühr auscheckten und in Jordanien nach knapp 3,5 Stunden die Grenze passierten. Wir mussten hier sehr viel warten, da die Grenzbeamten sehr gerne und sehr viel redeten. Dann war auch Mittagszeit und in einem Restaurant in Aqaba gab es dann arabische Spezialitäten bestehend aus eingelegten Gemüse, Hummus und diverse Fleischspiesse. Hier ist es so gar nicht mehr vegan. Das nächste Ziel auf der Reise war Wadi Rum. Wir fuhren zunächst zu unserer Oase und konnten unsere Sachen in unserem Zelt abstellen und ein Bad nehmen. Währenddessen tobte ein kleiner Sandsturm und der Wind fegte über uns hinweg. Es gab Sand überall. Nach unserer Erfrischung fuhren wir mit offenen Jeeps durch einen Teil des Wadi Rum. Diese Wüstenlandschaft mit den markanten roten Sand, hohen Kliffen und Felsen war vor Millionen Jahren unterhalb des Meeresspiegels und daher durch Wasser geschaffen worden. Es sah wirklich beeindruckend aus und wie auf einem anderen Planeten. Wir wunderten uns daher nicht, dass gerade hier viele internationale Filme gedreht werden (wofür auch die stabile Lage von Jordanien wohl eine wichtige Rolle spielt). Wir machten in Wadi Rum verschiedene Stopps, bei denen wir die Felsen erklimmen konnten und eine sehr hohe Düne um die Wette herunterliefen. Zur Belohnung gab es leckeren Schwarztee mit Zimt von den Beduinen. Anschließend fuhren wir zurück ins Camp, wo sich einige jordanische Familien zu Feierlichkeiten versammelten. Wir aßen wieder arabisch, sahen den Leuten beim Tanzen zu und gingen dann erschöpft ins Bett.Read more

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