• ... wenig behindertengerecht. 😬

    Trainride @ Litauen

    8月24日, リトアニア ⋅ 🌧 13 °C

    Nach meinem Stadtrundgang durch Vilnius, bei dem ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt entdeckt habe, setze ich meine Reise fort – mein Ziel ist der Aukštaitija-Nationalpark. Am Bahnhof wartet bereits der Zug, der mich dorthin bringen soll.

    Schon beim Anblick spüre ich eine gewisse Nostalgie: die Waggons wirken, als könnten sie noch aus sowjetischer Zeit stammen. Die Metalltüren sind schwer, die Farben blättern hier und da ab, und der Einstieg verlangt einiges an Beweglichkeit – eine große Stufe, dazu steile Treppenstufen. Für Menschen mit Einschränkungen ist dieser Zug kaum geeignet, an Barrierefreiheit ist hier nicht zu denken.

    Als ich schließlich meinen Platz finde, bin ich überrascht: Trotz des rustikalen Äußeren gibt es im Inneren modernes WLAN. Ein kleiner Kontrast, der fast ein Schmunzeln hervorruft – alt und neu zugleich. Die Sitze sind einfach, die Fenster lassen sich noch per Hand öffnen, und als der Zug ruckelnd anrollt, habe ich das Gefühl, eine kleine Zeitreise anzutreten.

    Die Landschaft zieht gemächlich an mir vorbei: Wälder, Felder, kleine Dörfer mit bunten Holzhäusern. Es wird immer ruhiger, je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernen. Der hektische Rhythmus der Stadt liegt hinter mir, und die Vorfreude auf unberührte Natur wächst mit jedem Kilometer.

    So beginnt meine Weiterreise in den Aukštaitija-Nationalpark – mit einem Zug, der zugleich ein Stück Geschichte erzählt und mich doch mit einem kleinen WLAN-Signal zurück in die Gegenwart holt.
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