Bremer Bay, Orcas
9–12 февр., Австралия ⋅ ☀️ 23 °C
Es ging früh los, wir assen Frühstück und nahmen eine anti-übelkeitspille ein und fuhren zum Hafen. Das Wetter hätte man sich etwas besser gewünscht, es war windig, bewölkt und hatte Regen gemeldet, aber wir haben die Tour gebucht, sie fahren und so fahren wir natürlich mit. Die kommenden Tage sahen nicht viel besser aus.
Wir wurden sehr freundlich begrüsst von der Crew der Naturalistie Charters. Gleich als wir losfuhren wurden Spucksäcke verteilt aber auch Tee, Kaffe und Milo (heisse Schoggi) und wir fuhren knapp 1,5 Stunden, 70 km, aufs Meer hinaus. Ziel war der Hot Spot beim Bremer Canyon, dort wo das Meer bis zu 5.000 Meter tief ist. Von Dezember bis April findet man hier viele Orkas. Und auch wir mussten nach der langen Fahrt nicht mehr lange warten und schon sahen wir die ersten Orcas.
Sie schwammen um das Boot herum, unten durch. Vor allem wenn sie Luft holten konnte man sie gut sehen, aber auch wenn sie auf dem Rücken, mit dem weissen Bauch nach oben Unterwasser schwammen.
Dem Boot ist es erlaubt sich auf 50 Metern zu nähern, aber das wissen die Orcas ja nicht und kamen sehr oft auch näher.
Eine Zeitlang sah man nur die kleineren Tiere, wahrscheinlich waren die Erwachsenen zum Jagen abgetaucht, in diesem Gebiet gibt es viele Riesenkalamare.
Wir hatten alle eine Riesenfreude wenn die Orcas den Kopf aus dem Wasser streckten. Auch ein Albatros und ein Irediparra gallinacea, auch Jesusvogel genannt sahen wir. Da der kleine Jesusvogel immer wieder auf dem Wasser aufkommt und sich so mit den Füssen abstösst, sieht es aus als würde er über das Wasser laufen.
Auf einmal kam eine riesige Regenfront auf uns zu, wie ein Vorhang und es fing an richtig krass zu regnen und da starteten die Orcas durchzudrehen. Es waren so viele und überall sprangen sie aus dem Wasser, schlugen mit den Flossen und schienen ausser sich zu sein.
Noch mehr ausser sich waren alle auf dem Boot, sogar die Tourguides flippten aus, weil sie so etwas noch nie gesehen hatten. Ich weiss nicht ob ich Regen oder Träne in den Augen hatte, oder beides. Für einen kurzen Moment habe ich mich gefragt ob das der Weltuntergang ist und die Orcas hier einfach noch ihr bestes zum Abschluss geben.
Ich hatte meine Kamera zum Schutz in meine Regenjacke gepackt, zum Glück erhielten wir viele Fotos welche die Guides und Fotografen gemacht haben.
Langsam beruhigte sich das Ganze wieder, dass Schuhe und Hose nass waren kümmerte keinen. Wir hatten noch den ganzen Nachmittag weitere Orcas um das Schiff herum. Ans Mittagessen war kaum zu denken. Immer wieder wurden Snacks verteilt und zum Mittagessen gab es Wraps und Sandwiches.
Kurz bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten entdeckte der Capitain noch ein Pot Pilotwale, welche aber nicht so zutraulich waren, aber doch schön zu sehen wie viele Tiere durch die Wellen schwimmen.
Auch wenn sich normalerweise die Orcas verziehen wenn Pilotwale auftauchen, kamen sie wieder zurück, zum tschüss sagen😉
Auf der Rückfahrt wurde mir das erste mal bewusst wie kalt meine Füsse sind in den nassen Schuhen, die Hosen waren mittlerweile trocken. Es gab aber nochmals Tee und Kuchen und für dieses Erlebnis würde ich sehr viel Aushalten sowie die kalten Füsse.
Kurz vor der Küste surften einige Delfine in den Wellen des Boots und auf der nahen Insel konnten wir Seelöwen sehen, kurz darauf waren wir zurück am Hafen.
Was für ein wunderbarer Tag!💙
Wir haben drei Nächte in Bremer Bay gebucht. Da das Wetter bewölkt und eher kühl war gab es auch nicht sehr viel zum machen, ausser einem Strandspaziergang am weissen Strand entlang wo ich dann auf dem Rückweg die erste Schlange sah. Ich habe mich sehr erschrocken als sie sich vom Weg weg schlängelte. Ansonsten war chillen angesagt.
Nach drei Nächten in Bremer Bay ging es weiter in Richtung Albany.Читать далее
























