• Halbinsel von Crozon (nördlicher Teil)

    10 giugno 2024, Francia ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser Campingplatz liegt in vielerlei Hinsicht ideal.
    Es ist der ideale Ausgangspunkt, um die Halbinsel zu erkunden. Man könnte auf dem GR 34 immer der Küste entlang wandern. Es ist ein traumhafter Wanderweg, den wir immer wieder kreuzen, der aber auch sicherlich mehrere Tage (Wochen) beanspruchen würde.
    Also nehmen wir den Roller und erkunden den Nördlichen Teil. Kleine und kleinste Straßen führen uns zum Pointe des Espagnols, einer Festungsanlage aus den Anfängen des 19. Jhdt., die dana ch offensichtlich immer wieder erweitert und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst wurde. Entlang der gesamten Küste begegnen wir immer wieder den Bunkern und Festungen. Die Lage ggü. Brest ist halt strategisch wichtig. Von der Plattform haben wir gute Sicht auf Brest mit seinem riesigen Militärhafen und U-Bootbunkern.
    Die Landschaft ist sturmzerbraust, fast alle Bäume vom Wind geknickt und gezeichnet. Hier herrscht vornehmlich eine niedrige, macchiaähnliche Vegetation vor. Im Herbst und Winter dürfte es hier ungemütlich werden.
    Nachdem wir eine Weile der Gezeitenströmung zugeschaut haben, geht es weiter Richtung Camaret sur Mer. Hauptattraktion des ehem. Fischerdorfes ist der Tour Vauban. Ein Wehrturm des Festungsarchitekten Sébastien Le Prestre de Vauban (17.Jhdt). Heute ist es ein Museum, die ehemals 24 Kanonen sind nicht mehr vorhanden. Wir besichtigen noch die nebenan befindliche Seefahrerkirche. Wieder ganz anders, als die bisher besichtigten Kirchen. Der Bau schmiegt sich niedrig an die Mole, um dem Wind wenig Widerstand zu leisten. Im Inneren hängen Schiffmodelle von der Decke. Große Fischerboote verrotten vertäut im gerade trocken gelaufenen Hafenbecken. Es wundert uns, dass diese nicht richtig verschrottet werden. Wahrscheinlich zu teuer!
    Wir entscheiden uns gegen eine Weiterfahrt, weil wir unbedingt die Mittagsküche des Strandrestaurants neben unserem CP ausprobieren wollen.
    Drei Gänge mit Wein und Espresso für 14,50. Für Frankreich unschlagbar günstig. Entsprechend haben wir den letzten freien Tisch ergattert.
    Das Essen war sehr lecker.
    Alles richtig gemacht.
    Den Südteil der Halbinsel können wir morgen ja immer noch machen.
    Die Sonne kommt pünktlich raus und der Verdauungsschlaf in der Sonne bei einer leichten Brise wird tief, fest und laut (sagt Günni😂).
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