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  • Day5

    Auf der Flucht vor Dorian

    September 11, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    Aus dem Westen rauscht Dorian an, zumindest die Reste davon. Der ehemalige Hurrikan, der den Südwesten der USA so ziemlich verwüstet hat, ist hier immerhin noch ein ausgewachsenes Tiefdruckgebiet.

    Der Plan ist also recht früh zu starten, um ihm quasi davon zu fahren. Als ich um 9 nach draußen gehe, merke ich, dass der Plan nur halb aufgeht, denn es regnet bereits. Da Farsund keinen Bahnhof hat, ist bleiben keine Alternative.

    Vermutlich bin ich zu spät gestartet, denn ich fahre im Dauerregen. Mal schauen, wie weit ich komme...
    Irgendwann an einer Tankstelle treffe ich zwei norwegische Biker, die ähnlich spontan unterwegs sind, denn sie suchen gerade nach einem Hotel für die nächste Nacht.

    Die Kombi, die eigentlich wasserdicht sein sollte, ist es leider nicht - eben so wenig, wie die Handschuhe. Mein Handy hat auch irgendwann meinen Fingerabdruck nicht mehr erkannt, weil die Finger so verschrumpelt waren.

    In Kragerø habe ich dann ein nettes kleines Hotel gefunden, was im alten Zollboden eingerichtet wurde. Die Klamotten werden im Bad verteilt und die Fußbodenheizung auf volle Energie eingestellt. Schließlich soll morgen wieder alles trocken sein.

    Nach dem Abendessen unterhalte ich mich noch ein wenig mit der Rezeptionistin. Sie kommt ursprünglich aus Ungarn und hat nach mehreren Stationen in Italien, Finnland und Schweden nun hier ihr Glück gefunden. Nach 7 Jahren im Land darf sie morgen zum Einbürgerungstest. Ich drücke ihr alle Daumen.
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