Saint-Florent
September 25, 2025 in France ⋅ ⛅ 21 °C
Als wir am Mittag auf Korsika ankommen, geht es in Bastia erst einmal zum Supermarkt um unsere Reserven aufzufüllen.
Anschließend müssen wir noch einen Baumarkt aufsuchen, da wir vor zwei Tagen kleinen haarigen Besuch im Bus bekommen haben. Als wir am Abend schon im Bett lagen, huschte sie über die Küchenzeile, bevor sie - anstatt einfach aus dem offenen Kofferraum zu hüpfen - über kleinste Öffnungen irgendwo im Innern des Autos verschwand. Ob es sich um eine Kinsauer Reisemaus oder doch einen italienischen blinden Passagier handelt, konnten wir nicht ausmachen, vermuten aber Zweiteres. Sonst hätte sich sicher schon früher gezeigt.
Mit zwei kleinen Mäusefallen ausgerüstet kann es jetzt dann aber endlich weiter gehen. Wir wollen erst auf die westliche Seite der Insel und sie dann gegen den Uhrzeigersinn erkunden. Daher verbringen wir die ersten zwei Nächte in unmittelbarere Nähe zum kleinen Ort Saint-Florent.
Nach einer kleinen Besichtigung des Strandes und einer Fahrradrunde durch den hübschen Ort mit Hafen, lassen wir den Abend noch gemütlich mit einem Weißwein ausklingen und bestücken für die Nacht eine Mausefalle mit etwas Schinken.
Am nächsten Morgen ist der Schinken weg, die Maus aber auch. Sie hat es wohl geschafft, das Fleisch so geschickt von der Falle zu ziehen, ohne sie selbst auszulösen. Als später auch noch die Nudeln und weitere Tüten aufgenagt und deren Inhalte überall verteilt herumliegen, nimmt Manu die Sache persönlich und noch mal neu in die Hand.
Nach dem Frühstück bestückt er kurzerhand beide Fallen neu und platziert sie im Bus, während ich die Wäsche wasche und eine kleine Runde am Meer joggen gehe. Die Strecke ist schön und einsam, der Rückweg entwickelt sich dann aber eher zu einem Crossrun über Stock und Stein und Abstecher ins Meer, was aber trotzdem Spaß macht. Als ich zurück beim Campingplatz bin entscheiden wir uns, den Tag ansonsten entspannt zu verbringen und genießen den Nachmittag bei Sonne, Musik und Gequatsche. Bis es plötzlich „Klack“ macht unter der Rückbank, gefolgt von zwei kurzen Kratzgeräuschen, dann wird es wieder still 🫣.
Auch wenn uns das kleine Ding etwas leid tut, nach so vielen Mäuseerlebnissen in den letzten Jahren zu Hause und den damit verbundenen Lebensmittelverschwendungen, haben wir die Schnauze voll. Von daher hoffen wir nur, dass sie alleine war und natürlich: R.I.P. 😥
Ansonsten passiert nicht weiter Spannendes und wir machen uns am nächsten Tag auf den Weg ins Landesinnere.Read more


















