• Tag 04: Vršič Pass und die Soča

    Jul 21–23, 2020 in Slovenia ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute sollte es von Kranjska Gora nach Bovec gehen.

    Verbunden werden diese beiden Orte, und der Rest des Soca Tals, durch den Vršič-Pass. Mit seinen 1161 Metern über dem Meeresspiegel ist er der höchste in Slowenien.
    Während man diesen durchquert, geht es 24 Serpentinen nach oben und dann 26 Serpentinen wieder runter, von Kransjka Gora aus. Diese waren gar nicht so leicht zu durchfahren mit einem Wohnmobil, aber wir haben alles ohne Probleme (oder Schäden) geschafft. Da ich sehr leicht zur Reisekrankheit neige, durfte ich diesmal vorne im Auto sitzen.
    Glücklicherweise gibt es aber auf dem Pass mehrere Möglichkeiten zur kurzen Rast. Viele dieser bieten auch Aussichtspunkte, wie zum Beispiel eine Sicht auf das Auge/Fenster von Prisank (F2). Dieses ist mit seiner 40x80 Meter Größe eines der größten natürlichen Öffnungen in den julischen Alpen.

    Im Süden des Passes entspringt auch die Soca (F5). Dieser smaragdgrüne Fluss sollte uns am Nachmittag noch so einiges an Spaß (und Adrenalin) kosten.
    Erstmal fuhren wir aber zum Campingplatz Klin, welcher kurz vor Bovec liegt.
    Dieser war nur wenige Meter entfernt von der Soca, wobei genau hier der Zusammenfluss der kleinen und großen Soca war.
    Da der Nachmittag gerade erst angebrochen war, sind wir in unsere Badesachen reingeschlüpft und dann raus zum Fluss. Bei Temperaturen kurz unter 30ºC waren die 20 eine schöne Abkühlung.
    Naiv, wie wir waren, sind Maximilian und ich in die kleine Soča gesprungen (klein = ungefährlicher), dabei hätten wir genau dass Gegenteil tun sollen. Trotz des flachen Wassers, oder vielleicht sogar gerade deshalb, waren die Strömungen hier sehr stark und haben uns beide so einige Male herumgewirbelt. Dabei gab es sicherlich auch eins, zwei Momente, wo es nicht nur Spaß war, sondern auch ernst werden konnte. Im Nachhinein waren meine beiden Beine und Unterarme voll mit Kratzern und blauen Flecken (F6) - aber Spaß hat es dennoch gemacht. Außerdem haben wir auch eine Lektion gehabt: die kleine Soča ist gefährlicher als die Große :).
    Beim Zufluss in die große Soča waren diese an einigen Stellen nochmal deutlicher zu merken, flachten danach jedoch ab. Als Vorhut haben Maximilian und ich unsere Informationen weitergegeben, damit unsere Schwester dann direkt in den ruhigen Bereich einsteigen konnte.
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